Alle Artikel in: Wanderungen

Wanderungen im schönen Allgäu

Blick über die Kurfürstenallee Marktoberdorf und auf den Kirchturm St. Martin im Winter bei Schnee

Kleine Wanderung über die Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter

Marktoberdorf ist ja ein eher kleines Städtchen, da wundert man sich schon, dass es dort überhaupt ein Schloss gibt. Sogar ein recht hübsches. Heute beherbergt es die Bayerische Musikakademie, früher aber war es ein Jagdschloss, das im Sommer von den Fürstbischöfen genutzt wurde, die in Augsburg residierten. Die Allee geht zurück auf den Fürstbischof Clemens Wenzeslaus Am wichtigsten für Marktoberdorf war Fürstbischof Clemens Wenzeslaus (1739-1812). Er verbrachte oft drei oder vier Monate des Jahres in Oberdorf (damals war es noch keine Marktgemeinde) und engagierte sich dort kulturell, wirtschaftlich und sozial sehr stark. Er ist sogar in Marktoberdorf neben dem Schloss begraben, nämlich in einem kleinen, achteckigen Anbau an der St. Martins-Kirche, die ihr hier seht (der Anbau ist hinter dem Busch kaum zu sehen): Neben der gefälligen Rokoko-Kirche verdankt Marktoberdorf Clemens Wenzeslaus eine weitere „Sehenswürdigkeit“. Nämlich eine zwei Kilometer lange Lindenallee, die vom Schloss in südöstlicher Richtung zum Wald führt und heute „Kurfürstenallee“ genannt wird. Nicht dass die damaligen Oberdorfer sehr begeistert gewesen wären, als Clemens Wenzeslaus die Idee dazu hatte und umsetzen ließ. Sie …

Nebelhornbahn und Gipfelstation

Nebelhorn-Wanderung: Von der Gipfelstation übers Pfannenhölzle zur Bergstation

Eine Nebelhorn-Wanderung ist für bergaffine Allgäu-Urlauber ein Muss. Das Nebelhorn ist schließlich einer der bekanntesten Berge in den Allgäuer Alpen, nicht zuletzt deswegen, weil er schon lange durch eine Bergbahn erschlossen ist. Eine Fahrt mit der Nebelhornbahn über die Mittelstation Seealpe und die Bergstation Höfatsblick bis hinauf zur 2016 neu erbauten Gipfelstation samt Panoramarestaurant und Panoramasteig ist schon für sich ein Erlebnis. Der Abstieg von der Gipfel- zur Bergstation dauert etwa eine Dreiviertelstunde und ist übers Pfannenhölzle besonders schön. Achtung: 2020 wird die Nebelhornbahn bis zur Station Höfatsblick komplett erneuert. Der Betrieb wird erst zur Sommersaison 2021 wieder aufgenommen. Startpunkt Oberstdorf: Mit der Nebelhornbahn auf den Gipfel Die gelben Gondeln der Nebelhornbahn bringen euch in einer knappen halben Stunde von der Talstation bis auf rund 2.200 Meter Höhe. Jedenfalls dann, wenn nicht viel los ist und ihr reibungslos umsteigen könnt. Zu Saisonzeiten und an schönen Wochenenden müsst ihr allerdings mit Wartezeiten bis zu eineinhalb Stunden an der Talstation rechnen. Da wir an einem Oktobermontag gegen 10 Uhr morgens losgefahren sind, hielt sich der Andrang in …

Elbsee-Rundweg - Holzsteg durchs Moor

Wasser und Moor – eine kleine Wanderung rund um den Elbsee

Der Elbsee bei Aitrang im Ostallgäu ist ein typischer Allgäuer Moorsee, in dem man im Sommer wunderbar baden kann. Wenn kein Badewetter ist, bietet er sich zum Spazierengehen an; die rund 7 km lange Wanderung rund um den Elbsee führt durch das teilweise renaturierte Moor. Der Weg ist steigungsfrei, gut befestigt und kinderwagengeeignet. Startpunkt ist der Wanderparkplatz rechts am Waldrand, den ihr über die Elbsee-Stichstraße erreicht. Hier könnt ihr die GPX-Daten zur Tour herunterladen: Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.komoot.de zu laden. Inhalt laden So verläuft die Wanderung rund um den Elbsee Vom Parkplatz aus beginnt der Elbse-Rundweg eher unspektakulär. Er führt durch ein Waldstückchen … und an diesen Wiesen vorbei, die im Sommer als Schumpen-Weide genutzt werden. Bald nach dieser Wurzel kommt eine Wegkreuzung, ihr folgt dort dem Wegweiser nach links in Richtung Seealpe. Die Seealpe ist eine kleine, aber recht beliebte Ausflugswirtschaft, in der ihr gemütlich einkehren könnt. Allerdings beträgt die Gehzeit vom Wanderparkplatz bis zur Seealpe nur eine halbe Stunde, es ist also eigentlich etwas früh für …

Herbstwald am Burgstall Liebenthann

Liebenthann – das verwunschene Schloss im Wald

Im Günztal stand zwischen Obergünzburg und Ronsberg jahrhundertelang die Burg Liebenthann. Kaiser Maximilian I. besuchte sie auf einem seiner Jagdausflüge, später bauten die Fürstäbte von Kempten sie zu einem richtigen Schloss aus. Heute führt der „Schlosspfad Liebenthann“ hinauf zu dem, was vom fürstäbtlichen Sommersitz übrig geblieben ist. Spaziergang zum Burgstall Liebenthann Ausgangspunkt dieses Entdeckerspaziergangs ist der Parkplatz an der Teufelsküche, der an der Staatsstraße 2012 im Norden Obergünzburgs liegt. Man erkennt ihn leicht am großen Mühlrad. Von dort spaziert ihr gemütlich zur Schlossmühle Liebenthann – nein, eingekehrt wird dort noch nicht! Erst einmal folgt ihr dem Weg hinauf zum Wald und lasst die Mühle hinter euch (sie diente früher übrigens tatsächlich als Sägemühle zur Versorgung des Schlosses). Dieser Hof war früher eine Ziegelei, die ebenfalls zum Schloss Liebenthann gehörte. Folgt dem Weg nach oben zum Wald Wald. Die Wege sind beschildert; ihr folgt dem Schlosspfad. An der Hangkante angekommen, wendet ihr euch nach rechts. Hier seht ihr die erste Infotafel mit einer Zeichnung der kompletten früheren Schlossanlage. War das nicht ein prächtiges Schloss? Die Burg …

Rundwanderweg Hopfensee - Titelfoto mit Bergpanorama und Spiegelung im See

Rundwanderweg Hopfensee – kleine Runde mit großartiger Aussicht

Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten 20 Jahren den Hopfensee schon umrundet habe: Schwanger, mit Kinderwagen, mit Kinderwagen und Laufrad, mit Schulkindern und Großeltern – und neulich sogar mal allein. Schön war der Rundwanderweg Hopfensee immer und bei jedem Wetter (obwohl ich einmal im Schneetreiben auf einer Eisplatte ausgerutscht bin und mir einen blauen Fleck am Allerwertesten geholt habe). Deswegen stelle ich euch diesen Rundweg hier einmal ausführlicher vor: Der Rundwanderweg Hopfensee – 7 Kilometer lang und schön flach Der Weg ist rundum gut ausgebaut und ohne Steigung und damit perfekt kinderwagengeeignet. Oder auch für Großeltern, die keine schweißtreibenden Touren mehr mögen. Je nach Geschwindigkeit solltet ihr eineinhalb bis knapp zwei Stunden Gehzeit einplanen. Als Startpunkt habe ich den Parkplatz am Campingplatz Hopfensee gewählt (47°36’09.1″N 10°41’00.1″E). Von dort wendet ihr euch nach links, also Richtung Berge/Süden. Übrigens ist neben dem Parkplatz auch gleich eine öffentliche Toilette. Der Weg geht vor dem Campingplatz am Seeufer entlang und an diesem Steg vorbei. Danach führt er ein wenig vom Ufer weg durch eine grüne Moorlandschaft. …

Römerturm am Rundwanderweg Kemnat bei Kaufbeuren

Rundwanderweg Kemnat: ein abwechslungsreicher Familienspaziergang

Unser traditioneller Neujahrsspaziergang hat uns diesmal in Richtung Kaufbeuren geführt, und zwar zum Rundwanderweg Kemnat. Startpunkt war der Parkplatz am Theaterstadel in Großkemnat. Der Rundwanderweg Kemnat ist gut beschildert und gut zu gehen Von dort aus folgen wir den Schildern mit dem stilisierten Turm. Zunächst führt der Weg über Wiesen und am Waldrand entlang, bis zur kleinen Fatima-Kapelle: Weiter geht es am Waldrand entlang, dann den Ölmühlhang hinunter, bis der Weg direkt in die „Höll“ führt. Dort unten ist es aber gar nicht höllisch, sondern sehr romantisch. Nach dem Waldstück stößt man auf ein kleines Tümpelbiotop, das die Stadt Kaufbeuren als Ausgleichsfläche für ein Wohngebiet angelegt hat. Nun schlängelt sich der Weg zwischen Wiesen entlang, in den lichten Wald hinein, und wieder hinaus, bis die „Fazenda da Esperanca“ in Bickenried in Sicht kommt: Einst war das Anwesen ein Wirtschaftshof, der zum Crescentia-Kloster Kaufbeuren gehörte. Heute beherbergt er eine Wohngemeinschaft, in der ehemals dorgenabhänige Menschen wieder in ein geregeltes Leben zurückfinden sollen. Sie betreiben auch ein kleines Hofcafé, in dem man eine Pause einlegen kann. Anschließend …

die Bergmang-Alpe bei Ruderatshofen

Hinauf zur Bergmang Alpe: gemütlicher Familienspaziergang bei Ruderatshofen

Ich wollte schon lange einmal auf die Bergmang Alpe bei Ruderatshofen hinauf, und zwar im Winter, wenn man mit dem Schlitten wieder abfahren kann. Da das mit dem Winter und vor allem mit dem Schnee bisher nicht geklappt hat, sind wir eben an einem der sonnigen Spätherbsttage aufgebrochen. Geparkt haben wir am Parkplatz Krottenbichel. Dort steht bereits das erste Schild auf einem insgesamt bestens beschilderten Spazierweg; „Wanderung“ ist doch eine zu bombastische Bezeichnung für eine Dreiviertelstunde Unterwegssein. So führt der Weg vom Parkplatz Krottenbichl zur Bergmang Alpe Es geht los in Richtung Bahndamm … … und dann weiter durch saftige Wiesen, … … bis man nach rechts auf den Schotterweg abbiegt. Nun geht es ein Stück bergauf, … … vorbei an den Überresten einer ehemaligen Fliehburg: Man benötigt allerdings etwas Fantasie, um sich die auf dem Schild beschriebenen Bauten vorzustellen, wenn man auf der kleinen Lichtung steht. Es gibt nämlich nicht viel zu sehen: Dann geht es wieder zurück auf den Weg und noch ein Stückchen bergauf. Am höchsten Punkt des Hügels steht ein Mobilfunkmast …

Alpe Beichelstein bei Seeg

Rundwanderung zur Alpe Beichelstein über den Senkelekopf

An einem so strahlenden Herbstsonntag wie heute zieht es uns hinaus in Richtung Berge, um ein bisschen zu wandern. Wir haben uns für eine Wanderung zur Alpe Beichelstein bei Seeg entschieden, weil wir im Bekanntenkreis schon öfter gehört haben, dort sei es so nett. Wir sind einen Rundwanderweg gegangen, dessen Ausgangspunkt der Weiler Wiesleuten gleich hinter Seeg war. Von Wiesleuten zum Senkelekopf Los geht es nach links, zum Waldrand hin: Dann rechts in den Wald hinein … … und bergauf. An dieser Weggabelung geht es links weiter. Die Beschilderung ist ansonsten ziemlich gut: Es geht weiter hinauf, bis man bei der unbewirtschafteten Senkele-Alpe ankommt. Abstecher zum Senkelekopf Wir haben noch den kleinen Abstecher zum Senkelekopf gemacht, deswegen sind wir hier links hinauf gegangen: Der Senkelekopf (= der „Gipfel“ des Hügels) ist eher unspektakulär. Beim Hinuntersteigen sind wir noch den Schildern zum Drei-Schlösser-Panoramablick gefolgt. Das Panorama ist zweifellos schön, aber drei Schlösser sind da beim besten Willen nicht zu entdecken. Schloss Neuschwanstein haben wir hinter dem Ast ganz links schwach erspäht, aber Schloss Hohenschwangau konte man …

Im Eistobel bei Grünenbach im Allgäu

Erfrischende Wanderung für heiße Tage: der Eistobel bei Grünenbach

Wohin an einem heißen Ferientag, wenn man wandern und nicht baden möchte? Bei der Beantwortung dieser Frage ist uns im Familienrat wieder einmal der Eistobel zwischen Maierhöfen und Grünenbach im Westallgäu eingefallen. Was gibt es im Eistobel? Er bietet alles, was Spaß macht – eine wildromantische Schlucht, angenehme Kühle, klares Wasser und viele Kiesbänke, die zum Baden und Bauen einladen. Der Weg hinunter in und durch den Tobel, den das Flüsschen Argen in die Landschaft gegraben hat, ist gut befestigt. Weil das Sichern des Weges, das von örtlichen Vereinen übernommen wird, viel Arbeit macht, kostet der Besuch des Eistobels auch Eintritt – der mit 1,50 Euro für Erwachsene und 0,50 Euro für Kinder aber moderat ist. Das ist der Eingang: Wie man auf dem Bild schon sieht, war es keine ganz originelle Idee, an einem Augustsonntag in den Eistobel zu fahren. Es waren wirklich sehr viele Leute da. Eine noch schlechtere Idee ist es aber, sich dort mit Kinderwagen, Sandalen oder sogar Flipflops hinunter zu wagen, wie es einige probiert haben (den Kinderwagen habe ich …

grün leuchtendes Wasser und steile Felswände in der Breitachklamm

Breitachklamm: Diese Tour begeistert selbst Wandermuffel!

Vor zwei Wochen war ja unser französischer Austauschschüler zu Besuch – ein sehr liebenswerter Junge, aber Bewegung an der frischen Luft zählt nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Als er hörte, dass wir am Wochenende eine Wanderung machen wollten, war er alles andere als begeistert, aber zu höflich, um zu protestieren. Welches Ziel ist unter solchen Umständen das richtige? Eine Wanderung durch die Breitachklamm Unser Gast hatte von Oberstdorf übrigens noch nie etwas gehört, was den dortigen Tourismusverantwortlichen zu denken geben sollte. Über den kostenpflichtigen Parkplatz direkt vor dem Gasthaus Breitachklamm (2 €) wunderte er sich ebenso wie über die Souvenirshops und das Kassenhaus (3,50 € für Erwachsene, 1,50 € für Kinder). Update 2019: Die Eintrittspreise für die Breitachklamm liegen nun bei 4,50 € für Erwachsene und 1,50 € für Kinder, das Parken kostet 3 €. Zu sehen gibt es da bei Tiefenbach, am Beginn der Klamm, eher wenig. Auch der Beginn der Wanderung ist unspektakulär, man sieht halt einen netten kleinen Bach. Schon nach ein paar Minuten ändert sich der Eindruck: Der Bach schlängelt sich durch …