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Wanderung zum Schwarzen Grat in der Adelegg

Skilehrlinge kennen die Gegend um Eschach bei Kempten wegen des kleinen, kindergeeigneten Skigebiets. Danach hört die Welt dann irgendwie auf, könnte man meinen. Weit gefehlt: Danach kommt die Adelegg, ein Höhenzug vor den Allgäuer Alpen, der dünn besiedelt und landschaftlich sehr reizvoll ist. An einem der sonnigen Herbsttage haben wir dort eine kleine Wanderung zum schwarzen Grat gemacht, nach der ich mich gefragt habe, warum wir dort zuvor noch nie waren – es ist wunderschön in der Adelegg!

Startpunkt: Batschen

Unser Ausgangspunkt war der Weiler Batschen. Das ehemalige Wirtshaus dort ist zwar leider geschlossen,

Adelegg-Batschen

aber der Parkplatz ist nicht zu übersehen:

Adelegg-batschen-Parkplatz

Hier führt der sogenannte Glasmacherweg entlang; im 18. und 19. Jahrhundert wurde in dieser Gegend nämlich Glas hergestellt und das Haus „Zum Batschen“ gehört einer Glasmacherfamilie.

Adelegg-Batschen-Schild

Wegbeschreibung unserer Wanderung zum Schwarzen Grat

Wir wollten einen Rundweg gehen, der uns zunächst zum Schwarzen Grat führen sollte …

Adelegg-Wegweiser

und gingen deswegen gleich nach dem Waldrand den Weg rechts hinauf:

Adelegg-Weg-1

Mit leichter Steigung und etlichen Windungen geht es durch den Wald …

Adelegg-Weg-2

… bis die Südseite des Höhenzugs erreicht ist.

Adelegg-Weg-3

Dann weist ein Schild wiederum rechts hinauf zum Schwarzen Grat:

Adelegg-Schild-Schwarzer-Grat

Bis hierhin war der Weg kinderwagengeeignet, nun geht es aber steil und schmal hinauf in den Wald,

Schwarzer-Grat-Weg-1

über Wurzeln hinweg,

Schwarzer-Grat-Weg-2

bis der Aussichtsturm auf dem Schwarzen Grat in Sicht kommt:

Schwarzer-Grat-Turm-1

Ein echter Höhepunkt: der Schwarze Grat

Der Schwarze Grat ist 1.118 Meter hoch und war einst der höchste Gipfel im Land Württemberg. Wir haben im Wald nämlich nicht nur die Grenze zwischen Ober- und Westallgäu, sondern auch zwischen Bayern und Baden-Württemberg überschritten. Auf dem Gipfel stand schon im 19. Jahrhundert ein Aussichtspavillon, der in den 70er-Jahren durch diesen schönen Holzturm ersetzt wurde. Bei gutem Wetter ist er ein beliebtes Ausflugsziel, wie ihr sehen könnt:

Schwarzer-Grat-Turm-2

Im Sommer wird der Turm vom Schwäbischen Albverein bewirtschaftet, man kann dort ein paar Wiener mit Semmel und Ähnliches kaufen. Wir sind den Turm aber erst einmal hinaufgestiegen, was nicht nur wegen der eleganten Holzkonstruktion lohnenswert ist,

Schwarzer-Grat-Turm-innen

sondern auch wegen des Panoramablicks, den man oben genießen kann. Hier nach Süden, auf die Alpen (vorne ist die Wenger-Egg-Alpe zu sehen),

Schwarzer Grat-Panoramablick

und hier nach Westen – der Bodensee lag an diesem strahlenden Oktobertag bereits unter einer Nebelschicht:

Schwarzer-Grat-Bodenseeblick

Nachdem unsere Kinder den Spielplatz neben dem Turm ausgiebig getestet hatten, gingen wir den Wald-und-Wurzel-Weg wieder hinunter und hielten uns dann links in Richtung Alpe.

Einkehr in der Wenger-Egg-Alpe

Wenger-Egg-Alpe

Wenger-Egg-Alpe-Hof

Da wir bereits seit eineinhalb Stunden unterwegs waren, hatten wir ordentlich Hunger und freuten uns, dass die Wenger-Egg-Alpe noch bewirtschaftet war und wir uns in der Sonne eine schöne Käsebrotzeit gönnen konnten.

Wenger-Egg-Alpe-Käsebrotzeit

Danach gab es noch Kaffee und Kuchen, so dass wir satt und zufrieden wieder aufbrachen:

Adelegg-Weg-4

Der Weg führt links hinunter in den Wald, ist aber breit und deswegen nicht so schattig. Kleine Quellen speisen einen Bach, der munter nebenher plätschert und an heißen Tagen bestimmt unwiderstehlich zum Baden und Planschen einlädt.

Adelegg-Weg-5

Beinahe zu schnell kamen wir wieder am Parkplatz an.

  • Parkplatz Batschen bis schwarzer Grat etwa 1 1/4 Stunden Gehzeit.
  • Schwarzer Grat bis Wenger Egg-Alpe 1/4 Stunde
  • Wenger Egg-Alpe bis Parkplatz Batschen (Glasmacherweg) 1/2 Stunde.
  • Der Weg ist kinderwagengeeignet, mit Ausnahme des Aufstiegs zum Schwarzen Grat.

Diese gehört übrigens zu unseren Lieblingstouren. Hier geht es zur Liste mit weiteren Lieblingswanderungen mit Kindern im Allgäu.

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