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Nicht nur für Kinder toll: das Geotop Teufelsküche bei Obergünzburg

in der Teufelsküche bei Obergünzburg

Als hätte der Teufel persönlich etwas Gruseliges in einem riesigen Kessel angerührt, und dann sei das ganze Gebräu explodiert:  Mit ein bisschen Fantasie kann man sich das gut vorstellen, wenn man die Teufelsküche durchstreift. In Wirklichkeit sind die Ursachen für die Entstehung dieses Geotops natürlich weniger dramatisch. Die Auszeichnung als eines der 100 schönsten Geotope in Bayern hat es jedenfalls verdient.

So findet ihr das Geotop Teufelsküche bei Obergünzburg

Es liegt zwischen Obergünzburg und Ronsberg an der Staatsstraße 2012, und zwar ziemlich genau gegenüber der ehemaligen Schlossmühle Liebenthann, über die ich hier auch schon geschrieben habe. Der Parkplatz ist deswegen mit einem großen Mühlrad gekennzeichnet.

Parkplatz an der Teufelsküche bei Obergünzburg

Vom Parkplatz geht es ein Stück hinauf …

Teufelsküche-Weg vom Parkplatz

… und dieser Stein zeigt, wo es hingeht …

Teufelsküche Hinweisstein mit Teufel

… nämlich in den Wald hinein:

Teufelsküche-Waldweg

In der Teufelsküche ist es nicht gruselig, sondern wunderschön

Dort finden sich, und an einem sonnigen Novembertag ist das besonders schön zu erkennen, nach und nach bizarre Felsformationen. Sie bestehen aus Nagelfluh, einem aus verschiedenen Gesteinen „zusammengebackenen“ Konglomerat, das für unsere Region typisch ist. Früher wurde es gern als Baumaterial verwendet, weshalb es im Allgäu auch den Namen „Herrgottsbeton“ trägt.

Nagelfluhbrocken in der Teufelsküche bei Obergünzburg

bizarre Felsformation in der Teufelsküche bei Obergünzburg

Geotop Teufelsküche im Schein der Novembersonne

Nicht nur für Kinder sind die Felsspalten und bizarren Gesteinsformationen einladend.

Felsspalte in der Teufelsküche

steinernes Guckloch im Geotog Teufelsküche bei Obergünzburg

Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll …

Blick aus der Teufelsküche zum Himmel

Teufelsküche-Herbstwald

Der Teufel war’s gar nicht …

Die Felsbrocken und Steilhänge sind natürlich nicht bei einem missglückten Kochexperiment des Höllenfürsten entstanden, sondern am Ende der letzten Eiszeit durch Felsstürze und Hangabbrüche. Darüber informiert ein Hinweisschild im Wald.

Teufelsküche-Schild

Teufelsküche-Schild-Ausschnitt

Wenn ihr über die geologische Seite der Geotopentstehung mehr nachlesen wollt, könnt ihr das hier tun.

Das Geotop ist auch ein großer Abenteuerspielplatz

Wir gehen gerne in die Teufelsküche, weil es ein schöner Spaziergang (etwa 1,5 Std.) ist und die Kinder dort eine Menge Spaß mit Klettern, Balancieren und Spielen haben. Das geht offenbar nicht nur unseren Kindern so, denn im Laufe der Jahre wurde z. B. dieser Unterstand gebaut (der natürlich wieder zum Hineinkriechen und Erforschen einlädt):

selbst gebauter Unterstand in der Teufelsküche

Nach dem Walderlebnis bietet sich eine Stärkungspause in der Schlossmühle Liebenthann an. Von Dezember bis Februar ist dort allerdings Winterpause.

Naturerlebnis im Geotop Teufelsküche bei Obergünzburg im Ostallgäu

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