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Steigen, Schmausen, Sausen … eine Wanderung auf die Alpspitz bei Nesselwang

In den Herbstferien gehen wir traditionell gerne wandern. Da der Morgen grau und trüb war, entschlossen wir uns, über den so genannten Wasserfallweg auf die Alpspitz bei Nesselwang zu gehen. Wir hofften, dass es auf 1.500 Metern Höhe sonnig sein würde.

Unsere Wanderung auf die Alpspitz bei Nesselwang über den Wasserfallweg

Wir stellten das Auto am Parkplatz der Alpspitzbahn-Talstation ab und folgten den Schildern zum Sportheim Böck, das kurz unterhalb des Gipfels liegt.

Alpspitz-Hinweisschilder

Der Weg führt Richtung Wald …

Alpspitz-Wasserfallweg-1

… in den Wald hinein …

Alpspitz-Wasserfallweg-2

… und, wie der Name schon sagt: erst zum Wasser, …

Alpspitz-Wasserfallweg-3

… dann zum Wasserfall:

Alpspitz-Wasserfall

Für jemanden wie mich, der eigentlich nicht gerne Bergsteigen geht, gab es hier ordentlich etwas zu steigen. Der Teil mit den Treppen und Stegen am Wasserfall ist aber auch wirklich sehr schön.

Alpspitz-Wasserfallweg-4

Danach wird der Weg schmaler, und hier lag sogar schon etwas Schnee:

Alpspitz-Wasserfallweg-5

Immerhin: Das Ziel rückt näher!

Hinweisschild-35-Minuten

Die Zeitangaben haben für uns ziemlich genau gestimmt: Der gesamte Weg war mit 1 1/2 Stunden angegeben, und bis zu diesem Schild haben wir tatsächlich etwa eine Stunde gebraucht. Nun ging es weiter bergauf und in den Wald hinein, wobei es hier dank der Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und dem daher sacht schmelzenden Schnee ziemlich schlammig wurde:

Alpspitz-Schlammweg

Belohnt wurden wir mit einer Natur, die mich an den Elbenwald aus dem Herrn der Ringe erinnerte – und die Sonne kam tatsächlich durch:

Alpspitz-Auenwald

Auch einen ersten Panoramablick gab es, und zwar auf Nesselwang und den Nebel im Unterland.

Alpspitz-Panoramablick-Nesselwang

Einkehr in der BergLodge alias Sportheim Böck

Nach einem letzten steilen und schnee-schlammigen Stück erreichten wir ziemlich genau zum kalkulierten Zeitpunkt unser Ziel. Tatsächlich schien die Sonne, und den Panoramablick auf Falkenstein, Tegelberg & Co. gab es obendrauf. Das Sportheim Böck schmückt sich heute mit dem Namen „BergLodge“ und der erklärenden Bezeichnung „Allgäu Hideaway“. Besser gelungen als dieser Namensunfall ist die Optik zwischen Tradition und Moderne:

Sportheim-Böck

Sportheim-Böck-innen

Die Karte ist von Angebot und Preisgestaltung her bodenständig:

Sportheim-Böck-Karte

Ich war mit meinem Brotzeitbrett sehr glücklich, die Kinder lobten das Schnitzel. Der Cappuccino ist übrigens auch gut.

Sportheim-Böck-Brotzeitbrettl

Sportheim-Böck-Schnitzel

Die meisten Gäste waren übrigens nicht hochgewandert, sondern mit der Alpspitzbahn hinaufgefahren. Die echten Wanderer erkannte man leicht an ihren schlammbespritzten Schuhen und Hosen …

Satt und sonnendurchwärmt machten wir uns auf den Rückweg über die Teerstraße …

Alpspitz-Abstieg

… während die Schreie der „Alpenflieger“ durch die Baumwipfel über unseren Köpfen hallten.

Abfahrt mit der Sommerrodelbahn

Mit inzwischen ziemlich angespannten Oberschenkeln passierten wir noch die Mittelstation der Alpspitzbahn. Hier endet übrigens auch der bis zu 130 km/h schnelle Alpspitzkick, der rechts im Bild zu sehen ist.

Alpspitz-Mittelstation

Dann erreichten wir wir die Sommerrodelbahn, nach der unsere Kinder schon sehnsüchtig Ausschau hielten.

Sommerrodelbahn-1

Sommerrodelbahn-2

Das Rodeln ist ein günstiges Vergnügen: Kinder sausen für 2 Euro je Fahrt ins Tal, Erwachsene für 3,50 Euro. An einer Stelle wird sogar die Geschwindigkeit gemessen, wobei ich für meine 25,9 km/h nur mitleidiges (von meinem Sohn) bzw. höhnisches (von meiner Tochter) Gelächter erntete. Aber so hatte bei unserem Ausflug eben jeder seinen Spaß …

  • Aufstieg über den Wasserfallweg zum Sportheim Böck: ca. 1,5 Std. – bitte nur mit geeignetem Schuhwerk!
  • Abstieg über die Straße bis zur Sommerrodelbahn: ca. 45 Minuten
  • Eine Karte mit den diversen Wegvarianten findet sich an der Talstation der Alpspitzbahn.

Nachtrag 2016: Die Preise für die Sommerrodelbahn liegen nun bei 2,50 Euro für Kinder von 3 bis 7 Jahren und 4 Euro für alle von 8 bis 88 Jahren.

Gefällt euch diese Wanderung? Dann könnte auch auch die Liste unserer liebsten Wanderungen mit Kindern im Allgäu interessieren.

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