Familienziele, Wanderungen
Schreibe einen Kommentar

Wanderung bei Steibis zur Ureibe und zur Oberstiegalpe

Diese leichte, familiengerechte Rundwanderung bei Steibis führt von der Talstation der Hochgratbahn zum ältesten Baum Deutschlands und von dort weiter zur schön gelegenen Oberstiegalpe.

Von der Talstation der Hochgratbahn aus kann man nämlich keineswegs nur mit der Bahn auf den Berg gondeln, sondern auch einfach loswandern. Im Hochtal bei Steibis stehen dafür etliche Wander- und Einkehrziele zur Wahl, wie ihr am Wegweiser neben der Talstation sehen könnt:

Wegweiser an der Hochgratbahn

Wenn ihr auf diesen Link klickt, könnt ihr den Track zu dieser Rundwanderung zur Oberstiegalpe auf Komoot (6 km, 320 hm) einsehen und bei Bedarf auch herunterladen.

Zunächst wandert man auf Asphalt aufwärts.

Als erste Einkehrmöglichkeit kommt nach etwa 20 Minuten die Unterlauchalpe in Sicht. Sie ist üblicherweise von Mitte Mai bis Anfang November geöffnet.

Ein Stückchen nach der Unterlauchalpe zweigt ein Wanderweg im spitzen Winkel nach links ab, auf dem man weiter auf den Hochgrat steigen kann. Im durch diesen Winkel gebildeten Hangreieck liegt das erste Ziel unserer kleinen Wanderung:

Die Ureibe bei Steibis: der derzeit älteste Baum Deutschlands

Ich muss zugeben, dass ich schon mindestens zweimal an der breiten und ziemlich zerzausten Eibe vorbeigewandert war, ohne sie richtig zu bemerken. Man sieht eben nur, was man weiß! Und ihr wisst es jetzt auch: Dies ist der nach derzeitigem Wissensstand älteste Baum Deutschlands – er ist gesichert etwa 1.100 Jahre alt!

Dass er ziemlich alt ist, wussten die Menschen der Region schon lange. Nicht ohne Grund trug er den Namen „Ureibe“. Wissenschaftlich untersucht und bewiesen wurde sein hohes Alter aber erst in jüngster Zeit durch Professor Dr. Andreas Roloff, der das Kuratorium Nationalerbe-Bäume leitet. Am 6. Juni 2026 wird die Ureibe offiziell zum Nationalerbe-Baum ausgerufen. Dann werden neben ihr auch eine Tafel und zwei Bänke aufgestellt.

Wenn man sich die auf den ersten Blick unspektakuläre Eibe genauer ansieht, kann man erahnen, dass sie wirklich sehr, sehr alt sein muss. Mich hat vor allem der zerklüftete Stamm beeindruckt, der über 5 Meter Umfang hat,

Weiter zur Oberstiegalpe und zurück

Nach dem kurzen Abstecher zur Ureibe geht es wieder hinunter auf den Weg zur Oberstiegalpe.

Wenige Minuten später kommt die Alpe Schilpere in Sicht. Auch dort könnte man einkehren, sie öffnet meist Ende Mai.

Hinter der Alpe liegt eine kleine Kapelle, die von der Weidegenossenschaft Maierhöfen errichtet wurde und von ihr gepflegt wird. Der Weidegenossenschaft gehören die umliegenden Bergweiden, darunter auch die, auf der die Ureibe steht.

Weiter geht es auf dem Wanderweg, der schließlich fast rechtwinklig nach rechts abbiegt und ansteigt. Auf der Anhöhe angekommen, steht man direkt vor der Oberstiegalpe.

Auf ihrer windgeschützten, sonnigen Terrasse sitzt man sehr angenehm und kann bei einer Brotzeit oder kleinen, warmen Gerichten entspannen. Für Kinder stehen zwei Schaukeln und ein kleiner Sandkasten zur Verfügung.

Nach der Pause wandert man an den Schaukeln vorbei über diesen Wiesenweg abwärts. Etwa eine Viertelstunde später gelangt man zur nächsten Einkehrmöglichkeit: Auf der Unterstiegalpe kann man neben Brotzeiten auch Kaffee und Kuchen bekommen.

Nach der Unterstiegalpe geht es in einer engen Linkskehre abwärts. Man gelangt ein Stückchen unterhalb der Unterlauchalpe zurück auf den Weg, auf dem wir aufgestiegen sind.

Eine Viertelstunde später ist die Talstation der Hochgratbahn wieder erreicht.

Fazit: Für den Aufstieg solltet ihr eine Stunde kalkulieren, für den Abstieg 45 Minuten. Mit Einkehrpause(n) ist das ein gemütlicher Halbtagesausflug im wunderschönen Naturpark Nagelfluhkette.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert