Alle Artikel mit dem Schlagwort: Obergünzburg

Faschingsumzug Obergünzburg 2017 – buntes Treiben

Fantastische Günztaler auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2017

Zuerst sah es ja aus, als wollte es sonnig werden, aber dann fand der Faschingsumzug Obergünzburg 2017 doch bei bedecktem Himmel statt. Dafür war es mollige 10 Grad warm und die Stimmung war beinahe brasilianisch. Und die Kostüme waren so fantasievoll wie schon lange nicht mehr. Ich habe nicht alle dokumentiert, sondern eine Auswahl zusammengestellt. Fantasievolle Faschingsgestalten 2017 Los ging es mit einer Pop-Art-Gruppe: Dann hatten mehrere Mary Poppins ihren gepflegten Auftritt, bei dem auch die stauraumreiche Handtasche nicht fehlte: Sehr nett fand ich die Schlawinertruppe mit ihren leicht überdimensionierten Mützen. Die Untrasrieder Altherrengruppe hatte sich diesmal Gedanken über die Zukunft der Post gemacht: Bibi und Tina ritten auf ihren Besen durch den Ort. Hinter ihnen zogen die Wikinger einher. Sie hatten ihr Schiff auf Günz-Größe angepasst. Ihnen waren die Pokemons auf den Fersen. Ein schmissiges Wiedersehen gab es mit den Untrasriedern Rock-Rollern, denen wir auf dem Ronsberger Faschingsumzug schon begegnet waren: Auch die Piraten waren wieder unterwegs: Sie hatten ein großes Schiff dabei: Und eine kleine Kanone: Hübsch gruselig und wahrscheinlich direkt aus Mexiko …

Fasching im Allgäu

Fasching im Allgäu – Brauchtum, Umzüge und andere Events

Der Fasching im Allgäu ist traditionsreich, fröhlich und sehr vielfältig. Es gibt natürlich eine Menge Faschingsumzüge, aber auch andere Veranstaltungen vom Pantomimenspiel über Hexensprünge bis zu Gaudirennen aller Art. Nachdem ich bei Obergünzburg lebe, besuche ich schon seit Jahren den dortigen Umzug am Faschingssonntag. Seit 2013 habe ich diese dokumentiert. Auch zu meinen übrigen Faschingsaktivitäten habe ich euch hier eine Übersicht zusammengestellt – viel Spaß beim Ansehen! Faschingsumzüge im Allgäu Nicht nur in den bekannten Ferienregionen im Allgäu, auch im beschaulichen Günztal spielt der Fasching eine wichtige Rolle. Kleine Gemeinden wie Ronsberg oder Engetried laufen besonders bei den Umzügen zu großer Form auf. Faschingsumzug Obergünzburg Hier kann ich stolz auf eine lückenlose Dokumentation seit 2013 verweisen. (Dieses Blog habe ich im Sommer 2012 gestartet, die Umzüge davor habe ich zwar besucht, aber nicht dokumentiert.) Sehr schönes Wetter herrschte zum Faschingsumzug in Obergünzburg 2013. Sehr kreative Kostüme gab es auch. Auf dem Faschingsumzug in Obergünzburg 2014 ging es unter grauem Himmel ziemlich sexy zu. Dagegen war der Obergünzburger Faschingsumzug 2015 geradezu märchenhaft … Der Obergünzburger Umzug …

Faschingsumzug Obergünzburg 2016 - ein Vodoo-Monster

Faschingsumzug Obergünzburg 2016: kein Schnee, aber viel Spaß

Der traditionelle Umzug am Faschingssonntag war diesmal besonders gut besucht – bei dem milden Wetter steht man gerne einmal draußen. Es gab ja auch einiges zu sehen. Erstaunlicherweise hatte sich nur eine Gruppe von Star Wars inspirieren lassen: Gleich danach wurde es bunt … Die Bollywood-Gruppe fiel durch ihre besonders schönen Kostüme auf: Aus Untrasried waren diesmal fröhliche Pandas gekommen. Schön bunt und schön gruselig wurde es anschließend mit der Voodootruppe: Die Minions haben nicht nur im Kino bleibende Eindrücke hinterlassen. Auch das Fernsehen sorgt mitunter für Inspiration: Stilechtes Getrommel bot dann die Green-Man-Group. Jim Knopf war auch gekommen … … und hatte sogar seine Insel mit zwei Bergen und dem (fahrenden!) Eisenbahnverkehr mitgebracht. Selbst Gartenfreunde fanden diese Schnecken hübsch: Praktischerweise kamen die Gartenzwerge gleich hinterher. Anschließend zogen diverse Comicfiguren durch Obergünzburg: Großen Eindruck hinterlassen hat bei mir das „Boxenluder“ des Günztaler Racing-Teams: Beinahe ätherisch wirkten die edlern Pfauen. Eher traditonell ging es bei den Untrasriedern zu. Leider war danach mein Kamerakku leer: Die sagenhaften Skispringer aus Untrasried hätte ich gerne noch gezeigt!

Zeichen der Volksfrömmigkeit: Lourdesgrotten im Allgäu

Seit im Jahr 1858 die Jungfrau Maria dem Bauernmädchen Bernadette in einer kleinen Grotte in Südfrankreich erschien, hat sich das frühere Dörfchen Lourdes zu einem weltweit bekannten Wallfahrtsort entwickelt. In Lourdes steht in der kleinen Grotte eine Marienstatute, die nach der Beschreibung Bernadettes geschaffen wurde. Die Ausstrahlung dieses Wallfahrtsortes war so groß, dass um die Wende zum 20. Jahrhundert zahlreiche Nachbildungen der Lourdes-Grotte überall im katholischen Teil Europas geschaffen wurden. Auch im Allgäu findet man welche. Sie sind noch heute Anziehungspunkt für Marienverehrer und Schauplatz von Prozessionen und Andachten. Eine solche Grotte befindet sich beispielsweise an der Kirche St. Michael in Mittelberg:

Fasching im Allgäu

Faschingsumzug Obergünzburg 2015: von A wie Aliens bis Z wie Zootiere

Faschingsumzug Obergünzburg 2015: Wie jedes Jahr machten sich am Faschingssonntag um 13.30 Uhr wieder allerlei bunte Gestalten von der Rösslewiese auf und zogen fröhlich durch den Ort. Nach einem märchenhaften Beginn mit Rotkäppchen und Wölfen … und magischen Einhorndamen, wobei dieses Einhorn ein Kondom an einer unpassenden Stelle trägt, ging es wild gemischt weiter mit den Panzerknackern und diesen wunderschönen Rokokodamen und -herren: Aus Hopferbach waren weniger damenhafte Polizistinnen gekommen, die ihr Gefängnis samt Insassen gleich mitgebracht hatten: Verfolgt wurden sie von einem wirklich heißen Gefährt: Der Obergünzburger Gasthof zum Grünen Baum angelte buchstäblich mit riesigen Schnitzeln nach Gästen, wobei Popeye bekanntlich eher auf Spinat steht: Nach einem außerirdischen Intermezzo ging es mit leckerem Nachtisch weiter, gekrönt von einem wirklich süßen Törtchen: Aus Minderbetzigau waren die Holzmichls angereist: Anschließend setzte eine Gruppe auf stylischen Schrott, und Schrott hatten sie tatsächlich auch dabei: Eines der Highlights im Obergünzburger Faschingsumzug 2015 waren für mich diese bunten Giraffen: Wie immer waren auch die Untrasrieder Nachbarn mit mehreren Gruppen vertreten. Die „Alt-Herren-Garde“ hat mir besonders gut gefallen: Und wie …

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Obergünzburg: Der Festumzug war nicht nur für Feuerwehrfans begeisternd!

Letzten Sonntag fand bei strahlendem Sommerwetter als Höhepunkt der Festlichkeiten zum 150. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Obergünzburg ein großer Umzug statt: Knapp 70 Gruppen mit rund 1.300 Teilnehmern aus der Region waren gemeldet, und fast jeder Ort war zusätzlich mit einer Musikkapelle vertreten. Natürlich machten die Obergünzburger den Anfang … … und ließen sich musikalisch unterstützen: Die Kameraden aus Burg erinnerten mit ihrem Wagen an den großen Brand von Obergünzburg im Jahr 1804, bei dem sie kräftig beim Löschen geholfen hatten. Den Heiligen Florian, den Schutzpatron der Feuerwehrleute, hatten sie auch gleich mitgebracht: Kaufbeuren präsentierte sich mit diesem Feuerwehrauto, … … dem ein Feuerwehrtraktor aus Obergünzburg folgte: Freunde nostalgischer Feuerwehrfahrzeuge kamen voll auf ihre Kosten, etwa mit dem Wagen aus Marktoberdorf, … oder dem mit Muskelkraft gezogenen Spritzenwagen aus Warmisried: Wildpoldsried war musikalisch gut vertreten, … … und hatte zudem einen von einem historischen Traktor gezogenen Spritzenwagen zu bieten: Die Freiwillige Feuerwehr Ebersbach-Heißen zeigte ihren Feuerwehrtraktor, … … gefolgt von den Kollegen aus Seeg, die nicht nur ihre mobile Zweirad-Einsatztruppe, sondern auch ein rundum sehenswertes …

Faschingsumzug Obergünzburg 2014 Blaskapelle

Faschingsumzug Obergünzburg 2014: bunte Maschkerer unter grauem Himmel

Vom nieselgrauen Wetter ließen sich die Obergünzburger am Faschingssonntag nicht beeindrucken. Wohl aber von den fantasievollen Kostümen und witzigen Ideen, die den traditionellen Faschingsumzug Obergünzburg 2014 zu einem farbigen Vergnügen für Teilnehmer und Zuschauer machten. Nach der fröhlichen Blaskapelle folgten in bunter Mischung allerlei typische Bewohner des Günztals. Etwa die Jagd- und Hüttengaudiwürmer: Die Calimeras … und die Ökozwerge: Natürlich gab es auch flotte Hexen, … grässliche Teufelinnen, … sowie dem gängigen Schönheitsideal nicht verpflichtete Königinnen: Zudem bevölkerte allerlei merkwürdiges Getier den Marktflecken, etwa komische Vögel, … bezaubernde Flamingos, … lustige Mickey-Mäuse, … fröhliche Affen, sowie angriffslustige Bienen, die sich anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen für die Schließung des Obergünzburger Krankenhauses rächen wollen: Auch sonst gab es Anspielungen auf das aktuelle Politik- und Wirtschaftsgeschehen. Hier etwa die Alternative zum Berliner Flughafen, … der (Polit-?) Circus Remmidemmi, … und die Sommerloch-Schnappschildkröte Lotti, die sich zum Winterende offensichtlich nach Obergünzburg verzogen hat: Innereuropäische Migrationsströme wurden thematisiert, aber nicht problematisiert. Jedenfalls fühlten sich die Schotten im Allgäu sichtlich wohl: Alkoholkonsum ist im Fasching ja immer ein Thema, weswegen sich …

Nicht nur für Kinder toll: das Geotop „Teufelsküche“ bei Obergünzburg

Als hätte der Teufel persönlich etwas Gruseliges in einem riesigen Kessel angerührt, und dann sei das ganze Gebräu explodiert:  Mit ein bisschen Fantasie kann man sich das gut vorstellen, wenn man die Teufelsküche durchstreift. In Wirklichkeit sind die Ursachen für die Entstehung dieses Geotops natürlich weniger dramatisch. Die Auszeichnung als eines der 100 schönsten Geotope in Bayern hat es jedenfalls verdient. So findet ihr das Geotop „Teufelsküche“ bei Obergünzburg Es liegt zwischen Obergünzburg und Ronsberg an der Staatsstraße 2012, und zwar ziemlich genau gegenüber der ehemaligen Schlossmühle Liebenthann, über die ich hier auch schon geschrieben habe. Der Parkplatz ist deswegen mit einem großen Mühlrad gekennzeichnet. Vom Parkplatz geht es ein Stück hinauf … … und dieser Stein zeigt, wo es hingeht … … nämlich in den Wald hinein: In der Teufelsküche Dort finden sich, und an einem sonnigen Novembertag ist das besonders schön zu erkennen, nach und nach bizarre Felsformationen. Sie bestehen aus Nagelfluh, einem aus verschiedenen Gesteinen „zusammengebackenes“ Konglomerat, das für unsere Region typisch ist. Früher wurde es gern als Baumaterial verwendet, weshalb es …

Quirliges Günztal-Marktfest in Obergünzburg

Alle zwei Jahre veranstaltet die Initiative Gewerbetreibender in Obergünzburg (IGO) im September das Günztal-Marktfest, das sich inzwischen zu einer echten Attraktion für die ganze Region entwickelt hat. Letzten Sonntag war es wieder einmal so weit, und anders als vor zwei Jahren spielte das Wetter diesmal mit: Es blieb zwar bedeckt, aber mild und vor allem trocken. Da die Ortsdurchfahrt für das Marktfest gesperrt wird, ist reichlich Platz für die Stände der Gewerbetreibenden, der Händler und Vereine, und man kann ungestört flanieren und schauen: Für die kleineren Kinder gab es wie immer ein Karussell, für das Kind im Manne boten die Oldtimerfreunde aus Hopferbach einige antike Stücke auf, und die Drehorgel-Lilli spielte wieder für Alt und Jung: Das Obergünzburger Museumsareal verwandelte sich in eine Schaustelle mit künstlerischem Anspruch … … und kulinarisch Köstlichem: Natürlich gab es auch sonst allerlei zum Essen: Döner, Wurst- und Steaksemmeln, Pommes, Kaffee und Kuchen … hier sind traditionell die Vereine stark engagiert. Mit unserer Kaffeepause unterstützten wir den Kindergarten. Auch sonst präsentierten sich verschiedene Vereine wie z. B. die Feuerwehr, sowie …

Osterbrunnen im Allgäu: ein schöner (importierter) Brauch

Dieses Jahr stimmt das Sprichwort „grüne Weihnacht – weiße Ostern“ tatsächlich: Am 24. Dezember haben wir bei 16°C und Sonnenschein auf der Terrasse zu Mittag gegessen, heute (Gründonnerstag) bin ich bei Schneetreiben und Minustemperaturen in einer weißen Winterlandschaft aufgewacht. Inzwischen regnet es, aber Schneereste werden über die Osterfeiertage wohl noch liegen. Auch die Osterbrunnen, die ich gestern fotografiert habe, wirken wie sehr zaghafte Frühlingsboten unter ihren Schneemützen, so wie hier in Untrasried: Einen Osterbrunnen mit Buchsbaum, anderen immergrünen Zweigen, bunten Bändern und bunten (Plastik-)Eiern zu schmücken, ist jedenfalls ein Brauch, der zur Verschönerung der nachwinterlich kargen Orte beiträgt. Er stammt, wie ich recherchiert habe, ursprünglich aus der fränkischen Schweiz, wo er um die vorletzte Jahrhundertwende entstanden ist. Schöne Bräuche wirken ansteckend: Auch tief im Allgäu werden seit etlichen Jahren Osterbrunnen geschmückt, meist von Vereinen oder kirchlich engagierten Personen. In Obergünzburg sind traditionell die Mütter der Kommunionkinder des vergangenen Jahres mit dieser Aufgabe betraut. Auch 2013 waren Mütter und Kinder wieder fleißig: Die Figur auf dem Brunnen, das „Mohrenbüble“, ist das Wahrzeichen des Marktfleckens Obergünzburg. Es …