Alle Artikel mit dem Schlagwort: Moor

Einzigartige Riednelke im Kalkquellmoor: ein Ausflug ins Benninger Ried

Im Allgäu gibt es als Überbleibsel der letzten Eiszeiten viele Moore. Sie wurden früher oft entwässert, um Torf abzubauen und die Flächen landwirtschaftlich nutzbar zu machen. So ist auch das Benninger Ried im Süden Memmingens im Laufe der Jahrhunderte auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Größe geschrumpft. Heute, da man um die Bedeutung der Moore für das Klima und die Biodiversität weiß, ist das Gebiet streng geschützt (FFH = Gebiet der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) und immerhin mit 22 ha noch das größte Kalkquellmoor Bayerns. Das Benninger Ried ist die (einzige) Heimat der Riednelke Nur auf dieser Fläche wächst die Riednelke oder Purpur-Grasnelke (Armeria purpurea), die hier ihr weltweit einziges Verbreitungsgebiet hat. Für Botanik-Fans ist das Benninger Ried also ein höchst lohnenswertes Auflugsziel. Für alle anderen Naturfreunde aber auch. Deshalb haben wir es an einem wettermäßig etwas durchwachsenen Samstagnachmittag besucht. Riedmuseum und Riedkapelle Vom Parkplatz führt der Weg zunächst zum Riedmuseum und der Riedkapelle „Zum hochwürdigen Gut“. Im ehemaligen Mesnerhaus ist links das Museum und rechts das Café untergebracht. Beide sind von April bis Oktober am Samstag und Sonntag …

Im Wurzacher Ried: auf den Spuren der Torfstecher

Das Wurzacher Ried gilt als größte intakte Hochmoorfläche in Mitteleuropa und ist ökologisch sehr wertvoll. Vor allem aber ist es wunderschön und ein lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber und Entdecker. Lehrpfad durch das Wurzacher Ried Der Lehrpfad „Auf den Spuren der Torfstecher“ beginnt gleich hinter dem Oberschwäbischen Torfmuseum. Insgesamt ist der Lehrpfad 1,5 km lang und enthält zwölf Stationen mit Informationen und Anschauungsstücken zur Arbeit der Torfstecher. Hier sind noch originale Loren zu sehen, mit denen die ausgestochenen Torfvasen (sie waren wie Ziegel geformt) transportiert wurden. Und so formte der Torfabbau die Landschaft: Der Riedsee ist überhaupt erst durch den Torfabbau entstanden (daher auch seine ziemlich rechteckige Form), der Anfang des 20. Jahhrunderts auch maschinell betrieben wurde. Diese Maschine erlaubte das Schneiden der Torfvasen auch unter der Wasseroberfläche: Heute präsentiert sich der Riedsee so idyllisch, als sei er schon immer Teil des Rieds gewesen. Der gut gepflegte Holzbohlenweg führt weiter in die typische Moorlandschaft hinein. Als wir letzte Woche dort waren, blühte gerade das Wollgras. Es ist unschwer zu erkennen, warum es diesen Namen trägt: Nach …

O schön ist´s, übers Moor zu gehen (und hinterher einzukehren): der Elbsee

Seit gestern ist der Winter im Allgäu eingekehrt: Wir haben fast 20 Zentimeter schweren, nassen Neuschnee. Letztes Wochenende war es dagegen noch föhnwarm und wir haben bei 15°C und Sonnenschein einen schönen Spaziergang rund um den Elbsee gemacht. Wasser und Berge sind für mich eine unschlagbare Kombination. Neben den bekannten Seen mit Bergpanorama wie dem Hopfensee oder dem Forggensee gibt es tief im Allgäu auch kleinere, weniger bekannte Gewässer, die ihre eigene Schönheit haben. Ein gutes Beispiel dafür ist der Elbsee bei Aitrang, dessen bräunliches, weiches Wasser seine moorige Herkunft verrät. Er liegt inmitten von Wiesen, Schilf und Wald. Am Elbsee An der Nordseite des Sees, zur kleinen Stichstraße hin, gibt es ein Freibad, einen Campingplatz, ein kleines Hotel und ein Restaurant, die sich alle im Privatbesitz der Familie Martin befinden. Das Restaurant ist ein beliebtes Ausflugsziel (neuerdings auch für Bustouristen) und glänzt vor allem mit seinem wunderbaren Blick auf den See und die Berge und mit den schönen Terrassen. Ich trinke dort ganz gerne Kaffee, der Kuchen ist gut. Von der Terrasse aus hat …