Alle Artikel mit dem Schlagwort: Marktoberdorf

Schöne Radtour mit Kindern ab Marktoberdorf bis Sameister

Kinder lieben meistens keine Radtouren, bei denen es viele Anstiege zu bewältigen gilt. Hier ist eine etwa 34 km lange Radtour mit Kindern ab Marktoberdorf, die für etwas sportliche Kinder ab 8 Jahren gut zu machen ist, kaum Steigung hat, durch eine wunderschöne Landschaft führt und sich prima mit einem Badestopp kombinieren lässt: Wir fahren vom Wanderparkplatz an der B16 im Südosten Marktoberdorfs los (nach dem Kreisel mit dem Rührlöffel darauf geradeaus, dann rechts am Waldrand). Der Radweg ist Teil der Dampflok-Runde, weswegen wir ab hier den Schildern mit der kleinen weißen Lok auf braunem Grund in Richtung Lechbruck folgen. Gemütlich: Radeln auf der alten Bahntrasse MOD – Lechbruck Für Bahn- und Geschichtsfreunde: Ab 1899 führte eine Eisenbahnstrecke von Marktoberdorf nach Lechbruck. 1973 wurde sie stillgelegt. Der heutige Radweg führt auf dem alten Bahndamm entlang. Die hier beschilderte „Dampflokrunde“ entsteht durch eine Kombination mit dem Radweg auf der früheren Bahntrasse von Kaufbeuren nach Schongau. Los geht es schnurgerade durch den Wald: Danach führt der Weg rund 16 km lang durch Wiesen und Wald, zunächst recht …

Fendt Forum Marktoberdorf: Spaß für Traktorfans

Es war ein vergnüglicher Nachmittagsausflug mit zwei Jungs von zwölf und 13 Jahren: ein Besuch im Fendt Forum am Fendt-Stammsitz in Marktoberdorf (Öffnungszeiten und weitere Infos findet ihr hier). Was es im Fendt Forum zu sehen gibt Drinnen erwarten den Besucher ein Shop mit Fendt Merchandising-Artikeln von der Cap bis zu den Gummistiefeln, eine Ausstellung zur Unternehmensgeschichte, sowie einige historische Fendt-Traktoren. Historische Traktormodelle Buchstäblich ein Einzelstück ist dieses Dieselross aus dem Jahr 1930: Vom Erfindergeist der Fendt-Ingenieure zeugt auch dieser Holzvergaser-Traktor aus der Mangelwirtschaftszeit während des zweiten Weltkriegs (1942): In den Wirtschaftswunderjahren bekam das Fendt Dieselross dann sein charakteristisches Grün mit den roten Felgen: Das Grün/Rot ist wahrscheinlich das einzige, was über die Jahre unverändert geblieben ist. Die neuesten Fendt-Modelle zum Ansehen und Anfassen Höhepunkt des Besuchs war für meine beiden Buben natürlich die Ausstellungshalle, in der die neuesten landwirtschaftlichen Fahrzeuge präsentiert werden. Toll ist: Man darf in alle hineinklettern und sich in aller Ruhe umsehen! Nach der ausgiebigen Erkundung der sechs oder sieben teilweise riesigen Modelle waren die Buben begeistert und ich brauchte erst …

Leckerer Sonntagsbrunch im Café Greinwald in Marktoberdorf

Letzten Sonntag war das Wetter tief im Allgäu wirklich scheußlich: +1°C, Wolken bis zum Boden und leichter Nieselregen. Gut, dass wir da noch einen Gutschein für ein Brunch hatten … Das Café Greinwald ist in Marktoberdorf eine Institution und eine interessante Mischung aus Café, Konditorei und Hotel. Über die Grenzen der Marktoberdorfs hinaus ist es wegen seines sonntäglichen Brunchs bekannt. Diesen gibt es in zwei Varianten, wobei wir nur die „kleine“ für 14,90 Euro ausprobiert haben. Wir hatten montags bereits reserviert, weil wir am Wochenende zuvor bei dem Versuch, freitags zu reservieren mitgeteilt bekommen hatten, es sei alles schon voll und man könne uns höchstens noch auf die Warteliste setzen. So hatten wir einen netten Platz in Raum Nr. 2, in dem sich auch das eigentliche Buffet befindet. Das Brunch beginnt um 10.00 Uhr. Als wir um 10.15 Uhr ankamen, waren alle drei Räume des Cafés bereits voll und selbst vor der Konditoreitheke saß schon eine Gruppe Hungriger. Die Schlange am Buffet war entsprechend lang. Das erste Getränk wird aber vom freundlichen Personal serviert, so …

Marktoberdorf: Zu Besuch bei Fürstbischof Clemens Wenzeslaus

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, an einer Führung rund ums Marktoberdorfer Schloss teilzunehmen. Marktoberdorf ist ja ein eher kleines Städtchen, da wundert man sich schon, dass es dort überhaupt ein Schloss gibt. Heute beherbergt es die Bayerische Musikakademie, früher aber war es ein Jagdschloss, das im Sommer gerne von den Fürstbischöfen genutzt wurde, die in Augsburg residierten. Am wichtigsten für Marktoberdorf war Fürstbischof Clemens Wenzeslaus (1739-1812), der oft drei oder vier Monate des Jahres in Oberdorf (damals war es noch keine Marktgemeinde) verbrachte und sich dort kulturell, wirtschaftlich und sozial sehr engagierte. Er ist auch in Marktoberdorf neben „seinem“ Schloss begraben, nämlich in dem achteckigen kleinen Anbau (mit dem goldenen Kreuz darauf) an der St. Martins-Kirche, die ihr hier seht: St. Martin ist eine typische Rokokokirche mit reicher Ausstattung in pastelligen Farben und viel Gold. Das Foto ist nicht perfekt (die Führung fand abends statt), aber Sylvia Sterzenbach, die Vorsitzende des Marktoberdorfer Tourismusvereins, erklärt uns hier sachkundig und engagiert die Details. Sehr schön sind auch die Orgel … … und die Deckengemälde. Das hier zeigt …

Ein Cineasten-Schiff tief im Allgäu: die Filmburg Marktoberdorf

Ich bin ein großer Fan von kleinen Programmkinos, und die Filmburg in Marktoberdorf ist eines, das ich besonders gerne mag. Mich erinnert zwar das Gebäude zumindest von außen mehr an ein Schiff als an eine Burg, aber der Name hat Tradition, denn das Marktoberdorfer Kino wurde bereits 1956 als Filmburg eröffnet. Damals galt das Gebäude mit dem Charme der Wirtschaftswunderjahre als vielbestaunte architektonische Glanzleistung, die jahrzehntelang die Gäste anlockte. Als aber in den Neunzigerjahren in Kaufbeuren und dann auch in Kempten die modernen Multiplex-Kinos errichtet wurden, konnte das kleine alte Kino mit nur einem Saal und der konventionellen Vorführtechnik nicht mehr mithalten. Es musste kurz vor der Jahrtausendwende geschlossen werden. Zum Glück wurde die Filmburg Marktoberdorf gerettet Zum Glück nahmen sich einige Kulturenthusiasten – unter ihnen Monika Schubert, die Herz und Motor vieler kultureller Aktivitäten im ansonsten leicht verschlafenen Marktoberdorf ist – des Traditionshauses an, renovierten es und eröffneten es 2001 wieder als „Filmburg – das Theaterkino„. Seitdem hat das kleine Programmkino einen festen Platz im kulturellen Leben der Region und praktisch jedes Jahr einen …

Marktoberdorf: Unterwegs mit dem Klobunzele

Unseren traditionellen Neujahrsspaziergang haben wir diesmal am Kuhstallweiher bei Marktoberdorf gestartet – naja, jedenfalls von dem Ort aus, an dem im Sommer der Kuhstallweiher ist. Wasserloser Weiher im Winter Dort beginnen nämlich zwei Lehrpfade mit dem Namen Terra Nostra I und Terra Nostra II, die vom Förderverein Römerbad Marktoberdorf angelegt wurden, um interessierten Spaziergängern Landschaft und Geschichte rund um den Weiler Kohlhunden näherzubringen. Der etwa 4 km lange Rundweg Terra Nostra I ist deckungsgleich mit dem Klobunzele-Weg, der extra für Kinder ausgeschildert ist. Gleich neben dem Startpunkt findet sich eine Skulptur des Klobunzele nebst einer Schautafel, die erklärt, worum es sich bei dem Wesen mit dem merkwürdigen Namen handelt: Es ist nämlich eine Art Kobold. Wenn man seinen Namen am Kuhstallweiher dreimal ruft, erscheint er und tanzt für den Rufer. Die Kinder haben das auch gleich ausprobiert, aber das Klobunzele war an Neujahr vielleicht noch nicht wieder ganz fit, es ist jedenfalls nicht aufgetaucht. Dafür hat es uns über die einzelnen Stationen des Weges auf den Schautafeln begleitet. Los ging es in Richtung Kohlhunden: durch …