Alle Artikel mit dem Schlagwort: Klosterberggarten

Kaufbeuren: Ein Frühlingsbesuch im Klosterberggarten

Letztes Jahr im September habe ich schon einmal über das Crescentia-Kloster und den klosterberggarten geschrieben. Damals konnte ich vom Garten nicht mehr sehr viel sehen, weil die Führung abends stattfand, es dunkel wurde und dann noch zu regnen begann. Damals habe ich mir vorgenommen, im Frühling nochmals zu kommen, weil die Führerin Charlotte Brendel uns erzählt hatte, wie wunderschön der Klosterberggarten dann ist. Ich kann bestätigen: Er ist wirklich wunderschön! Dass es schon wieder geregnet hat, macht da gar nichts: Schwester Wasser und Bruder Wind – der Garten widmet sich thematisch dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus – wirken eben überall. Der Garten blüht und gedeiht … … die Blumen blühen prächtig … … an schönen Tagen könnte man hier mit einem Buch gemütlich verweilen … … und der Heilige Franziskus wacht bei jedem Wetter über diesem kleinen Paradies:

Kaufbeuren: Crescentias Sieb und der Garten des Heiligen Franziskus

In der Nacht zum Ostersonntag 1744 ist die Weberstochter Anna Höß im Franziskanerinnen-Kloster in Kaufbeuren gestorben. 268 Jahre später ist die Erinnerung an sie noch höchst lebendig: Anna, sechstes von acht Kindern einer armen Familie, wurde nämlich als Schwester Maria Crescentia schon zu Lebzeiten berühmt, im Jahr 1900 selig- und 2001 durch Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Die Geschichte der Heiligen Crescentia Am Montagabend hatte ich das Vergnügen, an einer Führung durch das Crescentiakloster teilnehmen zu dürfen. Schwester Maria Ursula erzählte uns mit viel Begeisterung und Überzeugung aus dem Leben der Heiligen: wie sie in ihrer Kindheit Armut und Leid erfuhr (fünf ihrer Geschwister starben), sich dann zum Eintritt ins Kloster berufen fühlte, aber wiederum an ihrer Armut scheiterte – damals war das Einbringen einer „Mitgift“ Voraussetzung für die Aufnahme in den Orden, aber die konnte die Familie nicht aufbringen. Der evangelische Bürgermeister Kaufbeurens setzte sich daraufhin für die 18-Jährige ein, so dass die Mutter Oberin sich gezwungen sah, sie doch aufzunehmen. Herzlich war das Willkommen nicht, das sie erfuhr, sondern in der ersten Zeit …