Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kaufbeuren

Einzug des Kaisers Maximilian nach Kaufbeuren - Tänzelfest 2018

Kinder spielen die Geschichte ihrer Stadt auf dem Tänzelfest 2018

Auf dem Tänzelfest 2018 habe ich mir zum ersten Mal den Einzug von Maximilian I nach Kaufbeuren angesehen, der vor dem großen Festzug stattfindet. Das war eine gute Gelegenheit, den Kaiser einmal von Nahem zu fotografieren, der in der Stadtgeschichte eine so große Rolle spielte. Das etwa halbstündige Schauspiel war auch recht nett inszeniert, samt Tänzen, Fahnenschwingen und einem kleinen Dialog zwischen Kaiser und Bürgermeister. Dieser drehte sich hauptsächlich darum, dass die Stadt Kaufbeuren arm sei und sich deswegen keine teuren Gaben für den Gast leisten könne. Der anschließende Festzug ist aber auf jeden Fall der attraktivere Teil der Veranstaltung. Der Einzug von Kaiser Maximilian I Passenderweise findet dieser in der Kaiser-Maximilian-Straße vor dem Rathaus statt. Dort sind Tribünen aufgebaut, von denen aus man das Spektakel verfolgen kann. Jedenfalls wenn man früh genug da ist, um dort noch einen Platz zu ergattern (war ich nicht). Den Kaiser habt ihr oben ja schon gesehen. Er weilt bereits beim Bürgermeister, während sein Gefolge nach und nach einzieht. Zum Beispiel die Damen in der Kutsche: Dann folgen weitere …

Feuerwehrfahrzeug im Feuerwehrmuseum Kaufbeuren

Mit Feuer und Flamme ins Feuerwehrmuseum Kaufbeuren

2017 wurde das neue Feuerwehrmuseum Kaufbeuren eröffnet, das wollte ich mir endlich einmal ansehen. Dazu passt perfekt die Führung Feuer und Flamme, bei der man einmal im Monat die Kaufbeurer Altstadt auf den Spuren der Feuerwehrgeschichte erkunden kann. Mit einem echten Feuerwehrmann als Führer! Die habe ich auch mitgemacht und hier ist mein Bericht. Einmal im Monat: die Themenführung „Feuer und Flamme“ Treffpunkt ist immer am ersten Samstag im Monat um 10:30 Uhr an der Tourist Information vor dem Rathaus. Dort erwartete uns Christoph Heider in einer alten Feuerwehruniform. Bei echten Einsätzen trägt er natürlich eine moderne Uniform; er ist nämlich Zugführer bei der freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren. Er erzählte zunächst einiges über die Entstehungsgeschichte der Feuerwehr. Im Mittelalter waren nämlich die Mitglieder der Handwerkszünfte zu Löschdiensten verpflichtet, und zwar je nach Gewerk mit unterschiedlichen Aufgaben. Im Zuge der Industrialisierung, als das Handwerk an Bedeutung verlor, musste eine andere Lösung gefunden werden. So kam es 1858 zur Gründung der Feuerwehr Kaufneuren im Gasthaus zum Ochsen. Getragen wurde sie von Mitgliedern des Turnvereins; das zünftige Beisammensein im …

Die Feuershow beim historischen Lagerleben auf dem Tänzelfest 2017 in Kaufbeuren

Historisches Lagerleben auf dem Tänzelfest 2017 in Kaufbeuren – wow!

Das Tänzelfest in Kaufbeuren gilt als das älteste historische Kinderfest Bayerns, da es sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Jedes Jahr im Juli verwandelt sich das sonst eher etwas behäbige Kaufbeuren für zwölf Tage in eine quicklebendige, feierfreudige, bunte Stadt, die sich für die Reise in ihre glorreiche Vergangenheit festlich herausputzt. Zu den Höhepunkten des Tänzelfests gehören der Einzug des Kaisers Maximilian samt großem Festzug. Beide finden gleich zweimal statt, nämlich am ersten Festsonntag und Montag. Zum großen Festzug auf dem Tänzelfest 2013 habe ich schon einmal einen Post veröffentlicht. Diesmal aber nehme ich euch mit auf das wilde Lagerleben, das am ersten Festwochenende in den mittelalterlichen Gassen der Stadt Buron stattfindet. Eröffnung mit Einmarsch der Musikgruppen Da derzeit die Fußgängerzone Kaufbeurens erneuert wird, wirkten die teilweise nur gekiesten Gassen tatsächlich recht mittelalterlich. Jedenfalls gestaltete sich die Eröffnung zum Lagerleben auf dem Tänzelfest 2017 recht eindrucksvoll. Daran nahmen teil: Der Fanfarenzug Daugendorf, der Fanfarenzug Bretten, die wilden Tänzelfest-Landsknechtstrommler, allerlei Gaukler … und die Ritterschaft zu Wasserstein. Damit ihr einen noch lebendigeren Eindruck bekommt, habe …

Marionetten im Puppentheatermuseum Kaufbeuren

Das Puppentheatermuseum in Kaufbeuren: Nostalgie pur

Als Kind habe ich das Kasperletheater geliebt, als Studentin war ich oft mit Restplatzkarten in der Augsburger Puppenkiste und als junge Mutter mit meinen Kindern wieder im Puppentheater. Mit dieser Vorgeschichte ist das Puppentheatermuseum in Kaufbeuren für mich ein höchst nostalgischer Ort. Es befindet sich in diesem hübschen Backsteinbau im Spielberghof, den man von der Ludwigstraße 41a aus erreicht:

Römerturm am Rundwanderweg Kemnat bei Kaufbeuren

Rundwanderweg Kemnat: ein abwechslungsreicher Familienspaziergang

Unser traditioneller Neujahrsspaziergang in diesem schneelosen Winter hat uns diesmal in Richtung Kaufbeuren geführt: Wir sind den Rundwanderweg Kemnat gegangen. Startpunkt war der Parkplatz am Theaterstadel in Großkemnat. Der Rundwanderweg Kemnat ist gut beschildert und gut zu gehen Von dort aus folgen wir den Schildern mit dem stilisierten Turm. Zunächst führt der Weg über Wiesen und am Waldrand entlang, bis zur kleinen Fatima-Kapelle: Weiter geht es am Waldrand entlang, dann den Ölmühlhang hinunter, bis der Weg direkt in die „Höll“ führt. Dort unten ist es aber gar nicht höllisch, sondern sehr romantisch. Nach dem Waldstück stößt man auf ein kleines Tümpelbiotop, das die Stadt Kaufbeuren als Ausgleichsfläche für ein Wohngebiet angelegt hat. Nun schlängelt sich der Weg zwischen Wiesen entlang, in den lichten Wald hinein, und wieder hinaus, bis die „Fazenda da Esperanca“ in Bickenried in Sicht kommt: Einst war das Anwesen ein Wirtschaftshof, der zum Crescentia-Kloster Kaufbeuren gehörte. Heute beherbergt er eine Wohngemeinschaft, in der ehemals dorgenabhänige Menschen wieder in ein geregeltes Leben zurückfinden sollen. Sie betreiben auch ein kleines Hofcafé, in dem man …

Nett für Schwimmer und kleinere Kinder: das Jordan-Hallenbad in Kaufbeuren

Wohin an einem verregneten Samstagvormittag? Die Kinder wollten einmal ein anderes Hallenbad ausprobieren als das von uns so oft frequentierte ABC-Bad in Nesselwang. Also fuhren wir nach Kaufbeuren, wo neben dem sehr schönen Freibad (über das habe ich auch schon geschrieben) auch ein Hallenbad ist: Das Jordan-Hallenbad ist nicht groß, hat aber mehrere Becken: ein Nichtschwimmerbecken mit Gummi“tier“ zum Spielen … ein 25-Meter-Schwimmerbecken nebst Sprungturm, ein Außenbecken, ein Kinderbecken, und ein wärmeres Kleinkinderbecken, das ich aber nicht fotografiert habe. Daneben ist noch eine Wellenrutsche in einem Anbau. Es war wenig los, und wir konnten prima schwimmen. Danach kletterten die Kinder auf dem Gummitier herum, wir planschten etwas im Außenbecken und benutzten ein paar Mal die Wellenrutsche. Dann war uns kalt. Das Problem: Die Luft im Schwimmbad ist nicht sehr warm, und es gibt auch kein wirklich warmes Becken. Noch dazu bekommen wir nach dem Schwimmen immer Hunger. Es gibt im Jordanbad auch einen Kiosk, der auf einem Schild „Pizza und Süßigkeiten“ anpreist. Der hatte aber zu. Er macht samstags erst um 13 Uhr auf. Also …

Freibad Kaufbeuren im Jordan-Badepark

Schön für Familien: das Freibad Kaufbeuren im Jordan-Badepark

Das Freibad Kaufbeuren im Jordan-Badepark gehört inzwischen zu unseren Lieblings-Freibädern im Allgäu. Es liegt mitten in der Stadt, hat aber großzügige Liegeflächen und diverse Becken für praktisch jeden Schwimmbad-Bedarf. Eingang und Umkleiden sind zwar ziemlich 70er-Jahre-mäßig. Im Bad selbst gibt es aber einen netten Kleinkinderbereich, als Highlight für größere Kids ein eigenes Sprungbecken, sowie ein Nichtschwimmerbecken, ein warmes Wellnessbecken und eine Rutsche, die ans Hallenbad angebaut ist (das Hallenbad ist im Sommer geschlossen, die Rutsche kann aber mitbenutzt werden). Das für mich wichtigste Becken ist aber das 50-Meter-Schwimmbecken, das wirklich viel Schwimmvergnügen bietet: Es gibt auch einen kleinen Kiosk nebst Terrasse (von dort habe ich das Titelfoto gemacht), an dem man sich mit Pommes, Pizza und Eis versorgen kann. Die Eintrittspreise für das Freibad Kaufbeuren sind moderat: Die Familien-Tageskarte (2 Erwachsene, bis zu 4 Kinder) kostet 9 Euro, ansonsten ein Erwachsener 3,80 Euro und ein Kind (6 bis 18 Jahre) 2,30 Euro. (Stand: Juli 2018) Ein weiteres schönes Familien-Freibad im Allgäu ist übrigens das Starzlachauenbad in Wertach.

Großer Festzug auf dem Tänzelfest 2013 - Wagen mit Stadtmauer und Kindern

Tänzelfest: Großer Festumzug mit Kaiser Maximilian bei strahlendem Sonnenschein

Seine kaiserliche Hoheit Maximilian I. konnte am Montag bei echtem Kaiserwetter mit seinem großen Gefolge wieder einmal in seine vielliebe Stadt Kaufbeuren einziehen. Das erste Mal war er angeblich 1497 da. Ob das überhaupt stimmt, weiß heute niemand mehr so genau, aber es ist auf jeden Fall eine gute Begründung für ein farbenprächtiges Spektakel, das in Kaufbeuren jedes Jahr Ende Juli stattfindet. Der Tänzelfest Festumzug 2013 war jedenfalls höchst sehenswert. Prächtig: der Kaiser und sein Gefolge reiten in die Stadt Buron ein Der Kaiser winkte huldvoll in die Menge, bevor er vom Bürgermeister der Stadt empfangen wurde und dort salbungsvolle Reden hielt. Natürlich hatte er ein großes Gefolge dabei, Edelleute … … Ritter … … Fahnenträger … und Bürger: Dazu gesellten sich wilde Landsknechte, und zahlreiche Musikkapellen: Die Hauptpersonen beim Tänzelfest-Festumzug sind die Kinder Das Tänzelfest gilt als ältestes historisches Kinderfest Bayerns, bei dem schon im 17. Jahrhundert Kinder im Mittelpunkt standen. Zuvor hatte es sich wohl um ein Fest der Handwerkszünfte gehandelt. Heute haben sich all diese Traditionen vermischt und die Kinder der Stadt …

Kaufbeuren: Ein Frühlingsbesuch im Klosterberggarten

Letztes Jahr im September habe ich schon einmal über das Crescentia-Kloster und den klosterberggarten geschrieben. Damals konnte ich vom Garten nicht mehr sehr viel sehen, weil die Führung abends stattfand, es dunkel wurde und dann noch zu regnen begann. Damals habe ich mir vorgenommen, im Frühling nochmals zu kommen, weil die Führerin Charlotte Brendel uns erzählt hatte, wie wunderschön der Klosterberggarten dann ist. Ich kann bestätigen: Er ist wirklich wunderschön! Dass es schon wieder geregnet hat, macht da gar nichts: Schwester Wasser und Bruder Wind – der Garten widmet sich thematisch dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus – wirken eben überall. Der Garten blüht und gedeiht … … die Blumen blühen prächtig … … an schönen Tagen könnte man hier mit einem Buch gemütlich verweilen … … und der Heilige Franziskus wacht bei jedem Wetter über diesem kleinen Paradies:

Kaufbeuren: Crescentias Sieb und der Garten des Heiligen Franziskus

In der Nacht zum Ostersonntag 1744 ist die Weberstochter Anna Höß im Franziskanerinnen-Kloster in Kaufbeuren gestorben. 268 Jahre später ist die Erinnerung an sie noch höchst lebendig: Anna, sechstes von acht Kindern einer armen Familie, wurde nämlich als Schwester Maria Crescentia schon zu Lebzeiten berühmt, im Jahr 1900 selig- und 2001 durch Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Die Geschichte der Heiligen Crescentia Am Montagabend hatte ich das Vergnügen, an einer Führung durch das Crescentiakloster teilnehmen zu dürfen. Schwester Maria Ursula erzählte uns mit viel Begeisterung und Überzeugung aus dem Leben der Heiligen: wie sie in ihrer Kindheit Armut und Leid erfuhr (fünf ihrer Geschwister starben), sich dann zum Eintritt ins Kloster berufen fühlte, aber wiederum an ihrer Armut scheiterte – damals war das Einbringen einer „Mitgift“ Voraussetzung für die Aufnahme in den Orden, aber die konnte die Familie nicht aufbringen. Der evangelische Bürgermeister Kaufbeurens setzte sich daraufhin für die 18-Jährige ein, so dass die Mutter Oberin sich gezwungen sah, sie doch aufzunehmen. Herzlich war das Willkommen nicht, das sie erfuhr, sondern in der ersten Zeit …