Alle Artikel mit dem Schlagwort: Herbst

Der Winter naht – am Grünten

Noch ist es sonnig und warm im Tal, aber der „Wächter des Allgäus“ trägt schon eine leichte Schneehaube und hüllt sich in Wolken. Der Grünten ragt mit seinen rund 1.737 Metern Höhe trotzig allein vor den Allgäuer Alpen empor. Zu erkennen ist er schon von Weitem an seiner markanten Form und am rot-weißen Sendemasten auf einem seiner Gipfel. Die Gemeinden Burgberg und Rettenberg, die sich um ihn herum gruppieren, nennen sich stolz „die Grüntendörfer“. Diese Fotos habe ich von der Rettenberger Seite aus aufgenommen, wo der Bergwald noch in bunten Farben leuchtet. Noch schlummern die Grüntenlifte über grünen Wiesen vor sich hin. Mal sehen, wann auch hier beim Berggasthof Kranzegg Schnee fällt und die Skisaison beginnt …

fescher Bursch mit Schumpen

Impressionen vom Viehscheid Kranzegg

Heute habe ich zum ersten Mal einen Viehscheid besucht, und zwar in Kranzegg am Fuße des Grünten. Da war echt was los! Für alle, denen der Begriff „Viehscheid“ nichts sagt Viele Schumpen (so heißt das Jungvieh im Allgäu), aber auch einige Kühe verbringen den Sommer auf hochgelegenen Bergwiesen. In Bayern heißen sie Alm, im Allgäu Alpe. Wenn Kühe dort grasen, handelt es sich um eine Sennalpe, in der der Senn und/oder die Sennerin die Kühe täglich melken und die Milch direkt vor Ort zu Butter und Käse verarbeiten. Im September ist die Sommerfrische für alle Beteiligten beendet, das Vieh wird wieder hinunter ins Tal getrieben, dort getrennt (geschieden) und in die Heimatställe verteilt. Wenn auf der Alpe den ganzen Sommer über kein Unglück geschehen und kein Rind erkrankt ist, wird zum Viehscheid ein besonders schönes Tier mit einem üppigen Kopfkranz aus getrockneten Blumen und Kräutern geschmückt. Außerdem tragen die Tiere große Schellen, deren Läuten schon von Weitem zu hören ist. Früher hatte das den Zweck, böse Geister abzuwehren, heute ist es einfach eine schöne Tradition. …

Forggensee im Herbst

Forggensee im Herbst: Märchenschloss und blaue Fluten

Gestern war es endlich mal wieder sonnig, wenn auch nicht allzu warm bei uns tief im Allgäu. Da wir gerade einen italienischen Austauschschüler zu Besuch haben, haben wir den Tag der Deutschen Einheit für einen Ausflug genutzt und waren zuerst am Waldseilgarten Grüntensee (über den habe ich letztes Jahr bereits einen Beitrag gepostet) und anschließend am Forggensee – schließlich sollte niemand, der zum ersten Mal im Allgäu ist, von dort wieder heimfahren, ohne unsere berühmteste Sehenswürdigkeit wenigstens aus der Ferne gesehen zu haben. Der Forggensee im Herbst ist besonders romantisch Von hier aus, am Südwestufer des Forggensees, sieht Schloss Neuschwanstein tatsächlich besonders märchenhaft aus: Und wenn man an der richtigen Stelle steht, hat man sogar Blick auf beide Schlösser, die König Ludwig II. so geliebt hat: Rechts unten erkennt man das Schloss Hohenschwangau: Geht man am Westufer etwas weiter nach Norden, kommt man am Festspielhaus Füssen vorbei. Perfekt für eine Kaffeepause: das Feststpielhaus Füssen Das Festspielhaus wurde im Jahr 2000 eröffnet, und zwar mit einem sehr engen Bezug zu König Ludwig II: Es wurde eigens …