Alle Artikel mit dem Schlagwort: Grünten

Abenteuer Galetschbach: großer Spaß für kleine Naturforscher

Manchmal bin ich ganz neidisch, dass es so tolle Kinderwagen-Wanderungen im Allgäu kaum gab, als unsere Kinder im entsprechenden Alter waren. Aber ich muss zugeben, dass das Abenteuer Galetschbach mir trotzdem sehr gut gefallen hat – und selbst mein mittlerweile 13-jähriger Sohn hatte eine Menge Spaß. Aber jetzt der Reihe nach: Startpunkt: das Café neben dem Freibad Geparkt haben wir in Rettenberg am Café Griaß di. Das ist übrigens ein sehr nettes Café mit einer schönen Sonnenterrasse und familientauglichen Toiletten (samt Wickeltisch). Außerdem könnt ihr hier gegen ein kleines Entgelt von 6,50 Euro einen Forscherrucksack für zwei Personen ausleihen, in dem sich neben Becherlupe, Sieb und Pinsel auch ein Naturführer, eine Insektenbestimmungstafel und ein Fernglas befinden. Falls ihr nicht nur kleine Forscher, sondern auch noch wagemutige Abenteurer dabei habt, könnt ihr hier auch Klettersteigsets ausleihen (ebenfalls 6,50 Europro Person und 3,5 Stunden). Die bestehen aus einer Wathose, einem Klettergurt, einem Sicherungsseil und einem Audioguide. Die braucht ihr für den „Wasseramselsteig“, eine Art Wasser-Klettersteig. Aber dazu nachher mehr. Das Café Griaß di ist vom 1. Mai …

Der Winter naht – am Grünten

Noch ist es sonnig und warm im Tal, aber der „Wächter des Allgäus“ trägt schon eine leichte Schneehaube und hüllt sich in Wolken. Der Grünten ragt mit seinen rund 1.737 Metern Höhe trotzig allein vor den Allgäuer Alpen empor. Zu erkennen ist er schon von Weitem an seiner markanten Form und am rot-weißen Sendemasten auf einem seiner Gipfel. Die Gemeinden Burgberg und Rettenberg, die sich um ihn herum gruppieren, nennen sich stolz „die Grüntendörfer“. Diese Fotos habe ich von der Rettenberger Seite aus aufgenommen, wo der Bergwald noch in bunten Farben leuchtet. Noch schlummern die Grüntenlifte über grünen Wiesen vor sich hin. Mal sehen, wann auch hier beim Berggasthof Kranzegg Schnee fällt und die Skisaison beginnt …

Die Erzgruben Burgberg: auf den Spuren der Knappen am Grünten

Das Allgäu ist natürlich keine klassische Bergbauregion. Trotzdem wurde auch hier über Jahrhunderte Tage- und Untertagebau betrieben, nämlich in den Erzgruben bei Burgberg am Grünten. Mehr als alte Gruben Die Eisenerz-Abbaustellen gerieten in Vergessenheit, nachdem der Bergbau im 19. Jahrhundert eingestellt wurde. Die 2012 eröffnete Erzgruben Erlebniswelt am Grünten macht sie für heutige Besucher teilweise wieder zugänglich und zeigt anschaulich, wie das Leben für die Bergleute damals war. Es war jedenfalls nicht so lustig, wie der kleine Maulwurf, das Maskottchen der Erlebniswelt, suggeriert. Neben dem Eingang und der Gaststätte „Knappenhock“ befindet sich heute ein Museumsdorf. Da das am Grünten abgebaute Erz von nicht sehr guter Qualität war, wurde es vor allem für Hufeisen, Nägel, Werkzeuge und Töpfe verwendet. Entsprechend ist hier eine Huf- und Nagelschmiede zu sehen: Sehr empfehlenswert: ein Besuch der Erzgruben Burgberg mit Führung Man kann das Museumsdorf allein besichtigen, aber wir haben es im Rahmen einer Dorf- und Grubenführung besucht, was ich nur empfehlen kann. Die Führung dauert rund 2 Stunden und wird in der Nebensaion zweimal täglich, im Juli und August …

Winterspaziergang mit Aussicht: der Panoramaweg bei Mittelberg

Unser traditioneller Neujahrsspaziergang hat uns diesmal nach Oy-Mittelberg geführt, das heißt, eigentlich nur nach Mittelberg, wo es einige Rundwege zur Auswahl gibt, die alle einen überzeugenden Vorzug haben: Die Aussicht auf die Berge und ins Allgäuer Umland ist einfach spektakulär! Wir haben uns für den blau markierten Weg entschieden. Geparkt haben wir kurz vor der Rehaklinik. Von dort geht es zunächst hinauf in den Wald … … wo sich alsbald ein schöner Blick auf den Grünten, den „Hausberg des Allgäus“ auftut (er ist wegen seiner Alleinlage und dem Sender darauf leicht zu identifizieren): Dann muss man bergan ein Stück Wiese queren, bevor man auf den eigentlichen Panoramaweg gelangt. Der hat seinen Namen mehr als verdient, denn oben angekommen, weiß man kaum, wohin man zuerst sehen soll, etwa ins Ammergebirge … … oder auf die Zugspitze (ganz rechts) und den Säuling: An einigen Stellen entlang des Panoramawegs gibt es Ferngläser, mit denen man die einzelnen Berge genauer betrachten kann – hier z. B. den Säuling, der aufgrund seiner charakteristischen Form ebenfalls leicht zu erkennen ist: Auch …

Der Grüntensee: So schön kann ein Hochwasserspeicher sein

Letzte Woche waren wir ja im Waldseilgarten am Grüntensee. Heute möchte ich euch auf den See selbst aufmerksam machen. Der ist nämlich kalenderblattschön, hat einen hübschen Badestrand und man kann wunderbar um ihn herum spazierengehen und den spektakulären Blick auf den Grünten (das ist der Berg mit der markanten Spitze im Hintergrund) genießen. Es gibt dort auch einen Kajak- und Ruderbootverleih. Die Kajakfahrer auf dem Bild waren übrigens Engländer, die offensichtlich eine Menge Spaß auf dem (und einer nach einer missglückten Rolle auch im) Wasser hatten. Ehrlich gesagt wusste ich bis vor Kurzem gar nicht, dass der Grüntensee gar kein Natursee ist, sondern 1962 als Hochwasserspeicher und Stromlieferant unter dem Namen „Haslach-Speicher“ gebaut wurde (mein Mann wusste es übrigens auch nicht, und der ist schließlich gebürtiger Allgäuer). Ich habe das erst in der Zeitung gelesen, denn der See feiert am 14. Oktober, also am kommenden Sonntag, seinen 50. Geburtstag mit einem Erlebnistag. Das genaue Programm findet ihr hier. In der Planungsphase war das Projekt wohl sehr umstritten, auch weil die Bauern ihre kostbaren Weidegründe nicht …