Alle Artikel mit dem Schlagwort: Forggensee

Auf dem Grund des Forggensees - Titelfoto

Entdeckungsreise auf dem Grund des Forggensees

Wer heute im Sommer ins südliche Ostallgäu reist, kann sich kaum vorstellen, dass König Ludwig von seinem Märchenschloss aus nicht auf einen blauschimmernden See, sondern auf einen grünen Talgrund blickte. Darin lagen einige kleine Weiler, dazwischen Wiesen, Heuschober und eine Mühle am Lauf eines mäandernden kleinen Baches. Der Forggensee ist Menschenwerk 1954 wurden bei Schwangau und Roßhaupten zwei Lech-Staustufen fertiggestellt und der Talgrund geflutet. Gedacht war der Stausee als Hochwasserrückhaltebecken für die stromabwärts gelegenen Gemeinden und als Garant für eine gleichmäßige Stromerzeugung durch Wasserkraft. Für diesen„Fortschritt“ geopfert wurden die Häuser und Höfe im Tal, und das, obwohl einige Anwohner sich heftig wehrten. Heute wissen viele Menschen nicht einmal mehr, dass der See seinen Namen dem versunkenen Weiler Forggen verdankt. So idyllisch sieht der Forggensee heute im Sommer aus: Richtig voll mit Wasser ist er aber nur zwischen dem 1. Juni und dem 15. Oktober. Über den Winter wird er nach und nach abgelassen und gibt einen großen Teil des Talgrundes wieder frei. Und dann kann man sich auf die Suche nach den Überresten der versunkenen …

Radtour rund um den Forggensee - Titelfoto mit Blick auf See und Berge

Radtour rund um den Forggensee – traumhaft schön im Spätherbst

Eigentlich ist der Forggensee ja „nur“ ein Stausee, der die Energieerzeugung in diversen Wasserkraftwerken sichern soll. In Wirklichkeit ist er aber die perfekte Ergänzung der ohnehin wunderschönen Landschaft rund um Füssen. An sonnigen Wochenenden ist diese Landschaft allerdings ziemlich intensiv besucht. Umso glücklicher waren wir, als wir Anfang November an einem Wochentag den Forggensee mit dem Fahrrad umrundet haben und dabei kaum einer Menschenseele begegnet sind. Los geht’s zur Radtour rund um den Forggensee Geparkt haben wir vor dem Weiler See am Ilasbergsee. Man muss nur die Straße überqueren, um auf den Radweg zu gelangen. Wir sind erst einmal Richtung Süden gefahren. Bald darauf gelangt man an den malerischen Hegratsrieder See: Sind die Spiegelungen im klaren Wasser nicht zauberhaft? Den Bannwaldsee lassen wir links liegen und fahren weiter in Richtung Süden. Dann geht es hinunter nach Schwangau. Der Blick auf Neuschwanstein ist märchenhaft … … kann aber die einheimischen Rindvicher nicht sehr beeindrucken: Wir radeln durch Schwangau (immer den grünen Radweg-Schildern nach) und überqueren den Lech bei Füssen an der Lechstaustufe. Hier haben wir den …

Forggensee ohne Wasser an der alten Tiefentalbrücke

Mondlandschaft mit Tiefgang: Auf dem Grund des Forggensees gibt es viel zu entdecken

Am Montagabend habe ich eineinhalb äußerst spannende Stunden unter der Führung von Magnus Peresson verbracht. Peresson ist der Vorsitzende des Historischen Vereins Alt Füssen e. V. und ein ebenso kundiger wie unterhaltsamer Begleiter. Wir haben eine – wegen der einbrechenden Dunkelheit aus meiner Sicht leider viel zu kurze – Tour durch den Forggensee gemacht. Ja genau, durch den See. Der Forggensee ist ja nicht natürlich entstanden, sondern ein Stausee, der jeden Winter nach und nach abgelassen wird, um die Versorgung der lechabwärts gelegenen Wasserkraftwerke zu sichern und erst ab dem Frühjahr wieder vollläuft. Dieses Jahr hat man den Wasserpegel wegen irgendwelcher Wartungsarbeiten noch 5 Meter tiefer abgesenkt als sonst, so dass der Forggensee ohne Wasser war bzw. man den größten Teil des Seegrundes begehen konnte. Und da gab es jede Menge interessanter Dinge zu sehen. Begonnen haben wir unseren Spaziergang am nördlichen Seeufer beim„Toteisloch“ Dietringen Toteislöcher gibt es im Allgäu viele, denn sie sind Überbleibsel aus der letzten Eiszeit. Sie sind entstanden, wo ein großer Eisklumpen noch längere Zeit liegenblieb, bevor er endgültig wegschmolz. Früher …

Märchenschloss und blaue Fluten: Herbstimpressionen am Forggensee

Gestern war es endlich mal wieder sonnig, wenn auch nicht allzu warm bei uns tief im Allgäu. Da wir gerade einen italienischen Austauschschüler zu Besuch haben, haben wir den Tag der Deutschen Einheit für einen Ausflug genutzt und waren zuerst am Waldseilgarten Grüntensee (über den habe ich letztes Jahr bereits einen Beitrag gepostet) und anschließend am Forggensee – schließlich sollte niemand, der zum ersten Mal im Allgäu ist, von dort wieder heimfahren, ohne unsere berühmteste Sehenswürdigkeit wenigstens aus der Ferne gesehen zu haben. Von hier aus, am Südwestufer des Forggensees, sieht Schloss Neuschwanstein tatsächlich besonders märchenhaft aus: Und wenn man an der richtigen Stelle steht, hat man sogar Blick auf beide Schlösser, die König Ludwig II. so geliebt hat: Rechts unten erkennt man das Schloss Hohenschwangau: Geht man am Westufer etwas weiter nach Norden, kommt man am Festspielhaus Füssen vorbei. Das Festspielhaus wurde erst im Jahr 2000 eröffnet, und zwar mit einem sehr engen Bezug zu König Ludwig II: Es wurde eigens dafür geplant und gebaut, um das von Stephan Barbarino geschriebene und von Franz …