Alle Artikel mit dem Schlagwort: Burg

Herbstwald am Burgstall Liebenthann

Liebenthann – das verwunschene Schloss im Wald

Im Günztal stand zwischen Obergünzburg und Ronsberg jahrhundertelang die Burg Liebenthann. Kaiser Maximilian I. besuchte sie auf einem seiner Jagdausflüge, später bauten die Fürstäbte von Kempten sie zu einem richtigen Schloss aus. Heute führt der „Schlosspfad Liebenthann“ hinauf zum Burgstall. Spaziergang zur Burgruine Liebenthann Ausgangspunkt dieses Entdeckerspaziergangs ist der Parkplatz an der Teufelsküche, der an der Staatsstraße 2012 im Norden Obergünzburgs liegt. Man erkennt ihn leicht am großen Mühlrad. Von dort spaziert ihr gemütlich zur Schlossmühle Liebenthann – nein, eingekehrt wird dort noch nicht! Erst einmal folgt ihr dem Weg hinauf zum Wald und lasst die Mühle hinter euch (sie diente früher übrigens tatsächlich als Sägemühle zur Versorgung des Schlosses). Dieser Hof war früher eine Ziegelei, die ebenfalls zum Schloss Liebenthann gehörte. Folgt dem Weg nach oben zum Wald Wald. Die Wege sind beschildert; ihr folgt dem Schlosspfad. An der Hangkante angekommen, wendet ihr euch nach rechts. Hier seht ihr die erste Infotafel mit einer Zeichnung der kompletten früheren Schlossanlage. War das nicht ein prächtiges Schloss? Die Burg Liebenthann hat eine bewegte Geschichte hinter sich …

Unterthingau: Burgstall-Führung mit dem Markgrafen Gottfried von Ronsberg

Heute denkt man beim Stichwort „Allgäu“ gleich an die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Die sind ja auch wirklich toll. Aber schon im Mittelalter hat es im Allgäu vor Burgen nur so gewimmelt, auch wenn die damals viel kleiner und bescheidener waren als die königlich-massentouristischen Behausungen. Wenn von einer Burg oberirdisch nicht mehr zu sehen ist als nur der (aufgeschüttete) Platz, an dem sie gestanden hat, nennt man das einen „Burgstall“. Allein vier davon finden sich rund um das Dorf Unterthingau im Ostallgäu. Zu denen hat uns am 1. Mai der Markgraf Gottfried von Ronsberg persönlich geführt. Naja eigentlich war es Götz Finger, offizieller Führer der Burgenregion Allgäu, aber er sah dem Markgrafen, der im 12. Jahrhundert gelebt hat, doch recht ähnlich. Wir starteten am der Kirche in Unterhingau und gingen nach Südosten den Höllweg entlang. Von dort aus sieht man Richtung Norden einen auffällig geformten Hügel, den Burgstall Geisburg. Folgt man dem Höllweg weiter, kommt man an dieses idyllische Plätzchen, das früher einem wenig idyllischen Zweck diente: Geht man weiter nach Norden, in Richtung Funkenbauerhof, …