Alle Artikel mit dem Schlagwort: Viehscheid

Kranzrind von der Alpe Zunkleiten beim Viehscheid Bolsterlang 2018

Schön war’s auf dem Viehscheid Bolsterlang!

Der Viehscheid (= Almabtrieb) wird in vielen Allgäuer Orten zünftig gefeiert, so auch in Bolsterlang. Den Viehscheid Bolsterlang habe ich heuer zum ersten Mal besucht und fand ihn angenehm entspannt. Es waren zwar viele Besucher da, aber da die drei Herden mit einem größeren zeitlichen Abstand eintreffen und einen relativ langen Weg durchs Dorf machen, verteilt sich das Ganze etwas. Als wir morgens um halb neun im Dorf eintrafen, war es noch ganz ruhig: Meine Eindrücke vom Viehscheid Bolsterlang 2018 Eine große Wiese war als Parkplatz ausgwiesen; dort standen Einweiser, die kleine Programmzettel verteilten. So wussten wir genau, welche Herden mit wie viel Stück Vieh über welche Route zu welcher Uhrzeit am Scheidplatz eintreffen würden. Im Dorf sammelten sich nach und nach Einheimische, Kindergartengruppen, Schulklassen und Touristen entlang der Straßen. Wir gingen hoch zur Talstation der Hörnerbahn, denn von dort sollte die erste Herde kommen, die den Sommer auf der Alpe Hinteregg verbracht hatte. Einzug der Herde von der Alpe Hinteregg Und tatsächlich, um kurz nach neun kamen sie … Immerhin 108 Tiere waren es, …

Hirten und Herde ziehen beim Viehscheid Apfeltrang von der Alpe ins Dorf

Viehscheid Apfeltrang – mit ihm endet der Alpsommer im Allgäu

Der Viehscheid Apfeltrang ist noch recht jung, hat aber alte Wurzeln: Schon seit über hundert Jahren geben die Apfeltranger Bauern ihre Schumpen den Sommer über auf die Alpe Schrofenstein, die etwas außerhalb des Ostallgäuer Dorfes liegt. 2009 feierten sie das Ende des Alpsommers zum ersten Mal mit einem Viehscheid. Der letzte Viehscheid im Allgäu – er findet meist am ersten Sonntag im Oktober statt – hat sich seitdem zu einem kleinen Volksfest entwickelt, das vor allem Besucher aus dem Dorf und der näheren Umgebung anzieht. So lief der Viehscheid Apfeltrang 2017 ab Als die ersten Besucher sich erwartungsvoll rund um das Festzelt und den Scheidplatz versammeln, haben der Alphirte Markus Stich und seine Helfer auf der Alpe Schrofenstein längst alles vorbereitet: Die rund 50 Schumpen (= Jungrinder) tragen ihre Schellen, das Kranzrind ist geschmückt, die Helfer tragen ihre Tracht. Jetzt einen Moment durchatmen, bevor es losgeht. Das Kranzrind trägt einen prächtigen Kopfputz. Damit zeigt es an, dass der Alpsommer unfallfrei verlaufen ist und alle Tiere heil und gesund zu ihren Eigentümern zurückkehren werden. Die Schumpen …

Kranzrind auf dem Viehscheid Buching 2017

Viehscheid Buching – klein und fein

Im September ist im Allgäu die Zeit des Viehscheids; die glücklichen Schumpen und Kühe, die den Sommer auf einer Bergweide (= Alpe) verbringen durften, werden ins Tal getrieben, voneinander getrennt (= geschieden) und zurück in den heimischen Stall gebracht. Das ist seit jeher ein wichtiges Fest und in Zeiten des modernen Tourismus zum großen Event geworden. Ich habe mir dieses Jahr den Viehscheid in Buching in der Gemeinde Halblech angesehen und war angenehm überrascht davon, wie entspannt und überschaubar es hier zugeht. Und das, obwohl die Buchinger am ersten Wochenende nach den bayerischen Sommerferien bereits ihr Herbstfest feiern und den Viehscheid als krönenden Abschluss am Montag dranhängen. Noch dazu strahlte die Sonne vom weiß-blauen Himmel, wie sich das gehört. Impressionen vom Viehscheid Buching 2017 Die Buchinger Musikkapelle – sie heißt übrigens Alpengruß – marschiert vorneweg. Nach der Musik folgt das zweite wichtige Accessoire für ein zünftiges Allgäuer Fest: das Bier. Es wird stilbewusst mit einem Pferdegespann zum Festplatz transportiert. Dann kommen die Tiere, von denen jedes von einem Hirten begleitet wird. Das ist bestimmt auch …

fescher Bursch mit Schumpen

Impressionen vom Viehscheid Kranzegg

Heute habe ich zum ersten Mal einen Viehscheid besucht, und zwar in Kranzegg am Fuße des Grünten. Da war echt was los! Für alle, denen der Begriff „Viehscheid“ nichts sagt Viele Schumpen (so heißt das Jungvieh im Allgäu), aber auch einige Kühe verbringen den Sommer auf hochgelegenen Bergwiesen. In Bayern heißen sie Alm, im Allgäu Alpe. Wenn Kühe dort grasen, handelt es sich um eine Sennalpe, in der der Senn und/oder die Sennerin die Kühe täglich melken und die Milch direkt vor Ort zu Butter und Käse verarbeiten. Im September ist die Sommerfrische für alle Beteiligten beendet, das Vieh wird wieder hinunter ins Tal getrieben, dort getrennt (geschieden) und in die Heimatställe verteilt. Wenn auf der Alpe den ganzen Sommer über kein Unglück geschehen und kein Rind erkrankt ist, wird zum Viehscheid ein besonders schönes Tier mit einem üppigen Kopfkranz aus getrockneten Blumen und Kräutern geschmückt. Außerdem tragen die Tiere große Schellen, deren Läuten schon von Weitem zu hören ist. Früher hatte das den Zweck, böse Geister abzuwehren, heute ist es einfach eine schöne Tradition. …