Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ottobeuren

Barockes Meisterwerk: die Basilika Ottobeuren

Wir hier tief im Allgäu sind verwöhnt, was barocke Prachtbauten angeht. Eines der Bauwerke, das selbst aus dieser Fülle herausragt, ist die Basilika Ottobeuren, die den Heiligen Alexander und Theodor geweiht ist. Sie wurde ab 1711 an Stelle des romanischen Vorgängerbaus errichtet und 1766 eingeweiht. Und zwar ganz bewusst als Demonstration des Macht- und Prachtanspruchs der katholischen Kirche in einer von Aufklärung und Kirchenkritik geprägten Zeit. Die Zeiten haben sich gewandelt. Aber auch 250 Jahre nach ihrer Fertigstellung (Ende September 2016 haben die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Weihejubiläum stattgefunden) ist die Basilika nicht nur das räumliche und optische Zentrum von Ottobeuren. Sie ist auch ein Anziehungspunkt für Kunst- und Musikfreunde wie für spirituell interessierte Menschen. Prachtvoll: die Basilika Ottobeuren Das war natürlich beabsichtigt. Das Kloster in Ottobeuren ist uralt, es wurde bereits 764 gegründet. Ab dem 9. Jahrhundert war es ein Reichskloster, was bedeutet, dass der Abt auch ein weltlicher Herrscher im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation war. Er herrschte über ein Territorium von 1.000 Quadratkilometern. Die Abtei Ottobeuren war also gleichzeitig ein Verwaltungszentrum und die …

Zeichen der Volksfrömmigkeit: Lourdesgrotten im Allgäu

Seit im Jahr 1858 die Jungfrau Maria dem Bauernmädchen Bernadette in einer kleinen Grotte in Südfrankreich erschien, hat sich das frühere Dörfchen Lourdes zu einem weltweit bekannten Wallfahrtsort entwickelt. In Lourdes steht in der kleinen Grotte eine Marienstatute, die nach der Beschreibung Bernadettes geschaffen wurde. Die Ausstrahlung dieses Wallfahrtsortes war so groß, dass um die Wende zum 20. Jahrhundert zahlreiche Nachbildungen der Lourdes-Grotte überall im katholischen Teil Europas geschaffen wurden. Auch im Allgäu findet man welche. Sie sind noch heute Anziehungspunkt für Marienverehrer und Schauplatz von Prozessionen und Andachten. Eine solche Grotte befindet sich beispielsweise an der Kirche St. Michael in Mittelberg:

Ottobeuren: Kirche, Kneipp & Kaffee

Wer „Ottobeuren“ sagt, denkt zuerst an die berühmte Basilika. Die ist heute nicht nur prägend für das Ortsbild, sondern auch für das kulturelle Leben und den Tourismus. Immer wieder erstaunlich ist die schiere Größe von Basilika und Kloster, die 2014 das 1.250-jährige Jubiläum ihrer Gründung feiern. Hier der Blick, der sich auf Ort und Kloster bietet, wenn man von Markt Rettenbach nach Ottobeuren fährt: Als Kneipp-Kurort ist Ottobeuren etwas weniger bekannt, dafür aber quasi per Geburtsrecht dazu legitimiert. Der berühmte spätere Pfarrer und „Wasserdoktor“ wurde nämlich in Stephansried geboren, einem kleinen Weiler im nördlichen Gemeindegebiet von Ottobeuren. In der Klosterkirche zu Ottobeuren wurde er getauft und feierte dort auch seine Primiz, seine erste Heilige Messe als Priester. Pfarrer Kneipp ist deshalb auch auf dem Maibaum zu sehen, der vor der Basilika steht: Der Kurpark Ottobeuren Ein Kurort braucht auch einen Kurpark, und der ist natürlich ebenfalls von den beiden Größen des Ortes geprägt: Der heutige Kurpark ist eine schöne Synthese aus Kneipp-Wasserbecken, Meditationsgarten, Lourdesgrotte und Kalvarienberg. Der Park ist nicht groß, aber sehr schön angelegt, …