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Kaufbeuren: Crescentias Sieb und der Garten des Heiligen Franziskus

In der Nacht zum Ostersonntag 1744 ist die Weberstochter Anna Höß im Franziskanerinnen-Kloster in Kaufbeuren gestorben. 268 Jahre später ist die Erinnerung an sie noch höchst lebendig: Anna, sechstes von acht Kindern einer armen Familie, wurde nämlich als Schwester Maria Crescentia schon zu Lebzeiten berühmt, im Jahr 1900 selig- und 2001 durch Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Die Geschichte der Heiligen Crescentia Am Montagabend hatte ich das Vergnügen, an einer Führung durch das Crescentiakloster teilnehmen zu dürfen. Schwester Maria Ursula erzählte uns mit viel Begeisterung und Überzeugung aus dem Leben der Heiligen: wie sie in ihrer Kindheit Armut und Leid erfuhr (fünf ihrer Geschwister starben), sich dann zum Eintritt ins Kloster berufen fühlte, aber wiederum an ihrer Armut scheiterte – damals war das Einbringen einer „Mitgift“ Voraussetzung für die Aufnahme in den Orden, aber die konnte die Familie nicht aufbringen. Der evangelische Bürgermeister Kaufbeurens setzte sich daraufhin für die 18-Jährige ein, so dass die Mutter Oberin sich gezwungen sah, sie doch aufzunehmen. Herzlich war das Willkommen nicht, das sie erfuhr, sondern in der ersten Zeit …