Alle Artikel mit dem Schlagwort: Allgäu

Besuch im Honigdorf: Führung durch die Erlebnisimkerei Seeg

Viele Allgäuer Gemeinden versuchen, sich touristisch über eine Besonderheit zu positionieren, die sie auszeichnet. In Pfronten ist es das Bergwiesenheu, in Stiefenhofen sind es die Kräuter, in Scheidegg die Sonnenstunden – in Seeg ist es der Honig. Das war auch naheliegend: Immerhin gibt es in Seeg 35 aktive Imker! So wurde die 2.800-Einwohner-Gemeinde, die mittig zwischen Oy-Mittelberg und Roßhaupten liegt, zum „Honigdorf“. Das bietet die Erlebnisimkerei Seeg Die Seeger Imker sind nicht nur im Hinblick auf ihre eigenen Bienenvölker aktiv, sondern auch in der Erlebnisimkerei, die inzwischen zu einem Anziehungspunkt für Kindergärten, Schulklassen, Familien und Naturfreunde geworden ist. Sie ist im selben Haus wie das Heimatmuseum untergebracht und öffnet von Mitte April bis Mitte Oktober jeden Donnerstag und Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr ihre Pforten für Besucher. Donnerstags um 15 Uhr findet eine Führung statt (Anmeldung bei der Tourist Info Seeg ist erbeten). An einer solchen Führung habe ich gestern teilgenommen und dafür 5,40 Euro investiert (Kinder bis 5 sind frei, 6- bis 12-Jährige zahlen 3,40 Euro). Die Führung beginnt mit einem Vortrag über …

fescher Bursch mit Schumpen

Impressionen vom Viehscheid Kranzegg

Heute habe ich zum ersten Mal einen Viehscheid besucht, und zwar in Kranzegg am Fuße des Grünten. Da war echt was los! Für alle, denen der Begriff „Viehscheid“ nichts sagt Viele Schumpen (so heißt das Jungvieh im Allgäu), aber auch einige Kühe verbringen den Sommer auf hochgelegenen Bergwiesen. In Bayern heißen sie Alm, im Allgäu Alpe. Wenn Kühe dort grasen, handelt es sich um eine Sennalpe, in der der Senn und/oder die Sennerin die Kühe täglich melken und die Milch direkt vor Ort zu Butter und Käse verarbeiten. Im September ist die Sommerfrische für alle Beteiligten beendet, das Vieh wird wieder hinunter ins Tal getrieben, dort getrennt (geschieden) und in die Heimatställe verteilt. Wenn auf der Alpe den ganzen Sommer über kein Unglück geschehen und kein Rind erkrankt ist, wird zum Viehscheid ein besonders schönes Tier mit einem üppigen Kopfkranz aus getrockneten Blumen und Kräutern geschmückt. Außerdem tragen die Tiere große Schellen, deren Läuten schon von Weitem zu hören ist. Früher hatte das den Zweck, böse Geister abzuwehren, heute ist es einfach eine schöne Tradition. …

Winterspaß am Skilift Ronsberg

Skilift Ronsberg: kleine Piste, großer Spaß

Skifahren kann man eigentlich nur hoch im Allgäu. Uneigentlich geht es, sofern genügend Schnee liegt, auch tief im Allgäu, nämlich zum Beispiel am Skilift Ronsberg. Der Ostallgäuer Ort leistet sich auf nur 700 Metern ü.N.N. einen eigenen Schlepplift und eine kleine, aber feine Skipiste. Ähnliche Dorflifte gibt es übrigens auch in vielen anderen Dörfern, zum Beispiel in Lechbruck, Seeg oder Wilhams. Hier können die Kinder üben, aber auch Erwachsene mal eben für ein oder zwei Stunden ohne großen Aufwand und zu moderaten Preisen zum Skifahren gehen. Einheimische treffen hier eine Menge Bekannte, Touristen können stressfreui mitrutschen. So geht es zu am Skilift Ronsberg Der Lift befindet sich gleich am Ortseingang rechts, wenn man von Obergünzburg kommt. Man parkt gleich neben dem Hang (links, nicht mehr im Bild). Träger des Lifts ist der Ronsberger SC, Sponsoren sind verschiedene örtliche Unternehmen.  Nutzer sind Ski- und Snowboardfahrer aller Altersgruppen aus einem Umkreis von mindestens 20 km. Sogar Skikurse finden in Ronsberg statt, auch meine Kinder haben hier im Grundschulalter schon Kurse gemacht. Geboten wird ein Schlepplift mit zwei …

Faschingsumzug Ronsberg 2013

Faschingsumzug Ronsberg 2013: mit dem Tausendfüßler unterwegs

Der Faschingsumzug Ronsberg 2013 lockte wieder einmal Besucher von nah und fern. Nein, mit dem Kölner Karneval wollen wir uns tief im Allgäu natürlich nicht vergleichen, aber der Fasching spielt in vielen Gemeinden doch eine wichtige Rolle. Letzten Sonntag war ich in Ronsberg, wo es sogar einen eigenen Faschingsverein gibt, der dieses Jahr sein 44-jähriges Jubiläum feiert. Der Ort mit seinen gut 1.600 Einwohnern stellt immerhin drei Gardegruppen und drei Prinzenpaare (Minigarde, Teeniegarde, Große Garde) und alle zwei Jahre einen großen Umzug auf die Beine. Stilgerecht um 13.33 startete der „Tausendfüßler“ (also gut, eigentlich hatte er zehn Minuten Verspätung, und es waren sicher mehr als 1.000 Füße unterwegs, denn es waren 51 Gruppen gemeldet, und die waren nicht klein). Als erste zogen die Ronsberger Brunnamännle los… … gefolgt von der Minigarde und dem Mini-Prinzenpaar … … und dann ging es zwei Stunden lang bunt und fröhlich weiter. Besonders gut gefallen haben mir zum Beispiel die durchgedrehten Gallier … … mit ihrem gefährlich aussehenden Wildschwein … … gefolgt von einem Kraftprotz in einer seltsamen längsgestreiften Hose: …