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Marktoberdorf: Zu Besuch bei Fürstbischof Clemens Wenzeslaus

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, an einer Führung rund ums Marktoberdorfer Schloss teilzunehmen. Marktoberdorf ist ja ein eher kleines Städtchen, da wundert man sich schon, dass es dort überhaupt ein Schloss gibt. Heute beherbergt es die Bayerische Musikakademie, früher aber war es ein Jagdschloss, das im Sommer gerne von den Fürstbischöfen genutzt wurde, die in Augsburg residierten.

Marktoberdorf-Schlosshof

Am wichtigsten für Marktoberdorf war Fürstbischof Clemens Wenzeslaus (1739-1812), der oft drei oder vier Monate des Jahres in Oberdorf (damals war es noch keine Marktgemeinde) verbrachte und sich dort kulturell, wirtschaftlich und sozial sehr engagierte. Er ist auch in Marktoberdorf neben „seinem“ Schloss begraben, nämlich in dem achteckigen kleinen Anbau (mit dem goldenen Kreuz darauf) an der St. Martins-Kirche, die ihr hier seht:

MOD-StMartin-außen

St. Martin ist eine typische Rokokokirche mit reicher Ausstattung in pastelligen Farben und viel Gold. Das Foto ist nicht perfekt (die Führung fand abends statt), aber Sylvia Sterzenbach, die Vorsitzende des Marktoberdorfer Tourismusvereins, erklärt uns hier sachkundig und engagiert die Details.

Marktoberdorf-StMartin-innen

Sehr schön sind auch die Orgel …

… und die Deckengemälde. Das hier zeigt Kaiser Konstantin, der gerade träumt, dass er im Zeichen des Kreuzes seine Schlacht gewinnen wird.

Marktoberdorf-StMartin-Deckengemälde

So sieht St. Martin von „vorne“ aus:

Marktoberdorf-StMartin

Falls ihr einmal die Gelegenheit habt, eine Stadtführung mit Sylvia Sterzenbach zu buchen, kann ich nur zuraten: Es ist ein Vergnügen, ihr zuzuhören, wenn sie voller Begeisterung, Fachwissen und Witz über Marktoberdorf, seine Geschichte und den berühmten Fürstbischof erzählt.

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