Für Kulturfans
Kommentare 1

Von der Löwenzahnblüte zur Bschüttewüste

Jedes Jahr zwischen Ende April und Mitte Mai macht das grüne Allgäu eine wundersame Verwandlung durch: Es wird erst gelb, dann hellgrün, dann braun. Diese Metamorphose habe ich für euch fotografisch dokumentiert. So sah es letzte Woche tief im Allgäu aus:

Löwenzahnblüte-Liebenthann

Dieses Jahr kam die Gelbfärbung – die Löwenzahnblüte – wegen des lange kühlen Wetters ziemlich spät. Aber das gelbe Allgäu ist so schön!

Löwenzahnblüte-Waizenried-1

Löwenzahnblüte-Waizenried-2

Löwenzahn+Gänseblümchen

Am Dienstag waren die Bauern dann dank des endlich trockenen Wetters fleißig am Mähen und Einführen. Die Wiesen wurden hellgrün, wie hier bei Reinhardsried:

Schwadern-und-Einführen-bei-Reinhardsried

Und gestern ging es dann richtig los mit den weniger schönen Folgen der Löwenzahnblüte: Die Bschüttfässer rollten an, färbten das Allgäu braun und verbreiteten diesen unverwechselbaren Wiederkäuerfäkalduft, der unsere Frühlingsluft so … äh … würzig … macht.

Gemäht-und-bschüttet-bei-Reinhardsried

Bschüttet-Nahaufnahme

Wäscheaufhängen im Freien ist dieser Tage keine gute Idee. Aber heute regnet es ohnehin schon wieder, und bald wächst das Gras wieder, und das Allgäu wird wieder grün und wohlduftend – bis zur nächsten Bschüttaktion. („Bschütte“ ist übrigens das Allgäuer Wort für Gülle oder Jauche und „bschütten“ die Tätigkeit des Ausbringens dieser Flüssigkeit.)

1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.