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Die St. Mang-Kapelle in Sellthüren: typisch fürs Allgäu

Als wir am Wochenende eine kleine Radtour machten, kamen wir in Sellthüren an der kleinen Sankt-Mang-Kapelle vorbei, deren Tür an diesem sonnigen Sonntag weit offen stand. Sellthüren ist sonst hauptsächlich wegen der Sennerei ein Ausflugsziel für uns, aber diese von außen unscheinbare Kapelle ist ebenfalls einen Besuch wert.

StMang-Kapelle-außen

Die Innenausstattung ist nämlich für einen so kleinen Ort erstaunlich üppig barock …

StMang-Kapelle innen

… und das schöne Altarbld zeigt den Heiligen Magnus, den Schutzpatron des Allgäus:

StMan-Altarbild

Was es mit dem Drachen und der Kerze auf sich hat, habe ich ja anlässlich meines Berichts über die Wanderung durch den trockengelegten Forggensee berichtet: Magnus soll den wilden Drachen bei Roßhaupten mit Gebeten und dem Wurf einer Kerze besiegt haben.

Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert erbaut, und zwar mit dem Geld zweier Stifter aus dem Dorf, die sich auf dieser Votivtafel verewigen ließen:

StMan-Kapelle-Votivtafel

Sie wenden sich im gebet an den Heiligen Magnus, über dem Maria auf einer Wolke thront. Das Pferd im Stall ist nicht eindeutig zuzuordnen. Vielleicht spielt es ebenfalls auf die Magnuslegende an. Aber ist es nicht anrührend, dass diese beiden Sellthürener noch über 300 Jahre nach ihrem Tod so präsent sind?

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