Alle Artikel in: Für Familien

Familienwanderungen, Spielplätze, Freilichtmuseen, Klettergärten, Coaster und weitere Ausflugstipps für alle, die im Allgäu mit Kindern unterwegs sind

Baden im 70er-Flair: das Aquaria Oberstaufen

Meine Kinder lieben Schwimmbäder und waren Feuer und Flamme, als es hieß, wir fahren ins Aquaria Erlebnisbad nach Oberstaufen. Tatsächlich waren wir da noch nie gewesen, obwohl wir eigentlich regelmäßige Schwimmbadgeher sind. Von außen macht es nicht so viel her wie zum Beispiel das Wonnemar in Sonthofen, und es ist auch deutlich kleiner. Innen versprüht es den Waschbetoncharme der 70er, ist aber tadellos gepflegt und schön begrünt. Wir waren an einem Samstagvormittag dort, als es wenig besucht war und konnten daher alles in Ruhe ansehen und ausprobieren. Was hat das Aquaria Oberstaufen zu bieten? Neben einem ausgedehnten Saunabereich gibt es alles, was ein Bad braucht: Ein (kleines) Schwimmbecken zum Bahnenziehen, … ein Kleinkinderbecken, und, als besonderes Highlight, ein Sprungbecken mit einem 3- und einem 5-Meter-Sprungturm. Hier haben mutige Teenager viel Spaß. Außerdem haben den Kindern die 100-Meter-Rutsche und die beiden warmen Außenbecken gefallen, von denen eines ein Solebad ist. Die habe ich aber nicht fotografiert. Die Saunalandschaft im „Zwischengeschoss“ sah sehr gut aus, wir haben sie aber nicht getestet, weil wir keine Saunafans sind. Etwas …

Hängematte am Naturerlebnispfad Görisried

Spiel und Spaß im Wald: der Naturerlebnispfad Görisried

Im Wald gibt es für Kinder immer etwas zu entdecken – und auf dem Naturerlebnispfad Görisried gleich noch ein bisschen mehr. In einem Waldstück am moorig-braunen Wasser des Mühlbachs haben die Görisrieder nämlich eine richtige Entdeckerlandschaft geschaffen: Kleine Pfade schlängeln sich durch den Wald und führen zu Stationen, an denen es etwas zu sehen, zu fühlen oder auszuprobieren gibt. Immer eine gute Kombination: Wald und Wasser Das kleine Waldstück wird von einem breiten Weg gequert, von dem aus jede Menge Seitenpfade abgehen: Rechts und links gibt es einiges zu entdecken. Zum Beispiel das Wasserhörrohr: Oder das „Baumophon“, dem ihr ganz unterschiedliche Töne entlocken könnt: Zwischendrin lauern Tiere im Wald: Klettermaxe können sich am Spinnenetz erproben: An heißen Tagen lädt der angrenzende Waldbach zum Baden und Pritscheln ein. Auch für einen Picknickplatz für Waldzwerge ist gesorgt (für Mamas und Papas gibt es einen Picknicktisch in Normalgröße): Daneben gibt es noch Fühl- und Sickerkästen, eine hydraulische Schraube, eine kleine Wasserpumpe, eine Wasser-Murmelbahn und einen verwunschenen Naturteich mit Holzschwan und Wasserrad: Mein Fazit: Schade, dass es den Naturerlebnispfad …

Rundwanderung zu den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg

Die Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg sind sehr malerisch und höchst sehenswert. Noch dazu lassen sie sich gemütlich erwandern und sind damit ein perfektes Ausflugsziel für Familien und Geschichtsinteressierte. Wir haben am Wochenende eine kleine Rundwanderung mit genüsslicher Einkehr dorthin unternommen. Wanderung zu den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg Wir haben im Ortsteil Zell vor dem Hotel Bären geparkt (auf der Karte das unterste P). Von dort sind wir an der Kirche die Hauptstraße entlang gegangen. Am Ortsende zweigt der Weg nach rechts ab. Er führt den Hügel hinauf in den Wald. Dort sind wir dem Wegweiser zur Burgruine Hohenfreyberg gefolgt. Diese kommt auch bald schon in Sicht: Zunächst geht es aber noch ein Stück bergauf. Es lohnt sich, zwischendrin einmal zurück zu blicken … Nach etwa 35 Minuten Gehzeit erreicht man den runden Turm und daneben den Eingang zur Burg. Schön mittelalterlich: die Burg Hohenfreyberg Sie wurde zwischen 1418 und 1432 von Friedrich von Freyberg-Eisenberg zu Hohenfreyberg erbaut, der offenbar ein Nostalgiker war. Jedenfalls wählte er die damals schon veraltete Form einer stauferzeitlichen Burg für seinen …

Abenteuer Galetschbach: großer Spaß für kleine Naturforscher

Manchmal bin ich ganz neidisch, dass es so tolle Kinderwagen-Wanderungen im Allgäu kaum gab, als unsere Kinder im entsprechenden Alter waren. Aber ich muss zugeben, dass das Abenteuer Galetschbach mir trotzdem sehr gut gefallen hat – und selbst mein mittlerweile 13-jähriger Sohn hatte eine Menge Spaß. Aber jetzt der Reihe nach: Startpunkt: das Café neben dem Freibad Geparkt haben wir in Rettenberg am Café Griaß di. Inzwischen (Stand: Oktober 2018) steht es unter neuer Leitung und heißt Kaffeestube Rettenberg (geöffnet Mittwoch bis Sonntag 10 bis 18 Uhr). Das ist übrigens ein sehr nettes Café mit einer schönen Sonnenterrasse und familientauglichen Toiletten (samt Wickeltisch). Außerdem könnt ihr hier gegen ein kleines Entgelt einen Forscherrucksack für zwei Personen ausleihen, in dem sich neben Becherlupe, Sieb und Pinsel auch ein Naturführer, eine Insektenbestimmungstafel und ein Fernglas befinden. Falls ihr nicht nur kleine Forscher, sondern auch noch wagemutige Abenteurer dabei habt, könnt ihr hier auch Klettersteigsets ausleihen. Die bestehen aus einer Wathose, einem Klettergurt, einem Sicherungsseil und einem Audioguide. Die braucht ihr für den „Wasseramselsteig“, eine Art Wasser-Klettersteig. Aber …

Wandern mit Kindern im Allgäu: unsere Lieblingstouren

Es gibt ungezählte Möglichkeiten zum Wandern mit Kindern im Allgäu. Da unsere Kinder nie große Lust auf Bergtouren hatten, findet ihr hier überwiegend Wanderungen, die buchstäblich tief ins Allgäu führen. Dafür gibt es dort Wasser, Spielplätze, schöne Einkehrmöglichkeiten und anderes, was unseren Kindern Spaß gemacht hat. Unsere Favoriten im Westallgäu Hier gibt es keine Berge, aber trotzdem landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche Wege. Der Carl-Hirnbein-Weg von Weitnau nach Missen Der Name klingt ja erst einmal nicht so einladend. Nicht einmal dann, wenn man weiß, dass Carl Hirnbein als Käsepionier und „Notwender“ sehr wichtig für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung im Allgäu war. Wie auch immer: Der Erlebnisweg, der den Namen des berühmten Allgäuers trägt, ist tatsächlich ein reines Wandervergnügen für Familien (mein Lieblingsneffe schwärmt noch heute davon): Eltern freuen sich an der Landschaft und den schönen Wegen durch Wald und Wiesen. Die Kinder lieben die vielen Spielstationen und den Wasserspielplatz. Hier geht es zu meinem Blogpost über den Carl-Hirnbein-Weg. Durch den Eistobel bei Grünenbach/Maierhöfen Àpropos Wasserspielplatz: Ein Highlight unter unseren Familienwanderungen ist der Weg durch den …

Rasanter Rodelspaß bei Immenstadt: der Alpsee Coaster

Die Alpsee Bergwelt bei Immenstadt hat viel Bergvergnügen zu bieten. Wir haben neulich den Alpsee Coaster ausprobiert. Damit wir nicht nur sitzen, sondern uns auch ein bisschen bewegen, sind wir nicht mit der Sesselbahn auf die Eckhalde (so heißt der Berg) gefahren, sondern von der Talstation aus zu Fuß gegangen. Erst der Aufstieg, dann das Vergnügen! Der Weg führt links hinter dem Spielplatz entlang. Es handelt sich um einen geteerten Weg, der im Winter auch als Rodelbahn dient. Er schlängelt sich gemütlich nach oben, manchmal unter Bäumen … … dann durch die Bergwiesen … … einmal kreuzt die Sesselbahn. Von hier oben hat man auch einen schönen Blick auf den Großen Alpsee. Nach 45 Minuten ist die Bergstation erreicht. Hier oben ist richtig viel los: Empfehlenswert: Einkehr in der Alpe Obere Kalle Gleich bei der Bergstation sind der Rodelstartpunkt und die Bärenfalle, eine recht große Hütte mit viel Remmidemmi. Daneben liegt der gleichnamige Kletterwald, an den sich wiederum die Abenteuer Alpe anschließt, ein Bergspielplatz mit Lamas und Alpakas (Eintritt 6 Euro pro Person). Das Angebot …

Schöne Radtour mit Kindern ab Marktoberdorf bis Sameister

Kinder lieben meistens keine Radtouren, bei denen es viele Anstiege zu bewältigen gilt. Hier ist eine etwa 34 km lange Radtour mit Kindern ab Marktoberdorf, die für etwas sportliche Kinder ab 8 Jahren gut zu machen ist, kaum Steigung hat, durch eine wunderschöne Landschaft führt und sich prima mit einem Badestopp kombinieren lässt: Wir fahren vom Wanderparkplatz an der B16 im Südosten Marktoberdorfs los (nach dem Kreisel mit dem Rührlöffel darauf geradeaus, dann rechts am Waldrand). Der Radweg ist Teil der Dampflok-Runde, weswegen wir ab hier den Schildern mit der kleinen weißen Lok auf braunem Grund in Richtung Lechbruck folgen. Gemütlich: Radeln auf der alten Bahntrasse MOD – Lechbruck Für Bahn- und Geschichtsfreunde: Ab 1899 führte eine Eisenbahnstrecke von Marktoberdorf nach Lechbruck. 1973 wurde sie stillgelegt. Der heutige Radweg führt auf dem alten Bahndamm entlang. Die hier beschilderte „Dampflokrunde“ entsteht durch eine Kombination mit dem Radweg auf der früheren Bahntrasse von Kaufbeuren nach Schongau. Los geht es schnurgerade durch den Wald: Danach führt der Weg rund 16 km lang durch Wiesen und Wald, zunächst recht …

Fendt Forum Marktoberdorf: Spaß für Traktorfans

Es war ein vergnüglicher Nachmittagsausflug mit zwei Jungs von zwölf und 13 Jahren: ein Besuch im Fendt Forum am Fendt-Stammsitz in Marktoberdorf (Öffnungszeiten und weitere Infos findet ihr hier). Was es im Fendt Forum zu sehen gibt Drinnen erwarten den Besucher ein Shop mit Fendt Merchandising-Artikeln von der Cap bis zu den Gummistiefeln, eine Ausstellung zur Unternehmensgeschichte, sowie einige historische Fendt-Traktoren. Historische Traktormodelle Buchstäblich ein Einzelstück ist dieses Dieselross aus dem Jahr 1930: Vom Erfindergeist der Fendt-Ingenieure zeugt auch dieser Holzvergaser-Traktor aus der Mangelwirtschaftszeit während des zweiten Weltkriegs (1942): In den Wirtschaftswunderjahren bekam das Fendt Dieselross dann sein charakteristisches Grün mit den roten Felgen: Das Grün/Rot ist wahrscheinlich das einzige, was über die Jahre unverändert geblieben ist. Die neuesten Fendt-Modelle zum Ansehen und Anfassen Höhepunkt des Besuchs war für meine beiden Buben natürlich die Ausstellungshalle, in der die neuesten landwirtschaftlichen Fahrzeuge präsentiert werden. Toll ist: Man darf in alle hineinklettern und sich in aller Ruhe umsehen! Nach der ausgiebigen Erkundung der sechs oder sieben teilweise riesigen Modelle waren die Buben begeistert und ich brauchte erst …

Rodeln am Imberger Horn - Bergstation der Hornbahn mit Rodlern

Bad Hindelang: Rodeln am Imberger Horn

Endlich mal wieder rodeln: Letztes Wochenende hatten wir ja tatsächlich richtig schönen Schnee im Allgäu. Das war die ideale Gelegenheit für eine Rodel-Wanderung bei Bad Hindelang: zu Fuß hinauf zur Bergstation der Hornbahn und dann mit dem Rodel wieder hinunter. Wanderung zum Rodeln am Imberger Horn Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Grüebplätzle“ beim Hindelanger Ortsteil Bad Oberdorf. Von dort geht ein gut gepflegter Weg hinauf … und durch den Wald, … bis man nach etwa 40 Minuten das Café Horn erreicht: Drinnen ist eine gemütliche kleine Stube mit Kachelofen. Das Essen ist preiswert und sehr gut – besonders zu empfehlen: die Krautspatzenpfanne und der Kaiserschmarren (jeweils 8,90 Euro). Nach dieser Stärkung geht es weiter hinauf Richtung Imberger Horn bzw. zur Bergstation der Hornbahn. Der Weg ist sehr schön, aber deutlich steiler als zuvor (und das mit vollem Bauch …). Dafür hat man zwischendrin einen tollen Blick auf das Hintersteiner Tal: Nach etwa einer Stunde kommt dann die Bergstation der Hornbahn endlich in Sicht. An der Bergstation herrscht ein gewisser Trubel Nach dem ruhigen Aufstieg, auf dem …

Römerturm am Rundwanderweg Kemnat bei Kaufbeuren

Rundwanderweg Kemnat: ein abwechslungsreicher Familienspaziergang

Unser traditioneller Neujahrsspaziergang in diesem schneelosen Winter hat uns diesmal in Richtung Kaufbeuren geführt: Wir sind den Rundwanderweg Kemnat gegangen. Startpunkt war der Parkplatz am Theaterstadel in Großkemnat. Der Rundwanderweg Kemnat ist gut beschildert und gut zu gehen Von dort aus folgen wir den Schildern mit dem stilisierten Turm. Zunächst führt der Weg über Wiesen und am Waldrand entlang, bis zur kleinen Fatima-Kapelle: Weiter geht es am Waldrand entlang, dann den Ölmühlhang hinunter, bis der Weg direkt in die „Höll“ führt. Dort unten ist es aber gar nicht höllisch, sondern sehr romantisch. Nach dem Waldstück stößt man auf ein kleines Tümpelbiotop, das die Stadt Kaufbeuren als Ausgleichsfläche für ein Wohngebiet angelegt hat. Nun schlängelt sich der Weg zwischen Wiesen entlang, in den lichten Wald hinein, und wieder hinaus, bis die „Fazenda da Esperanca“ in Bickenried in Sicht kommt: Einst war das Anwesen ein Wirtschaftshof, der zum Crescentia-Kloster Kaufbeuren gehörte. Heute beherbergt er eine Wohngemeinschaft, in der ehemals dorgenabhänige Menschen wieder in ein geregeltes Leben zurückfinden sollen. Sie betreiben auch ein kleines Hofcafé, in dem man …

auf dem Weihnachtsmarkt in Pfronten-Heitlern vor der Kirche St. Leonhard

Weihnachtsmarkt Pfronten: schönes Ausflugsziel für Familien

Gestern haben wir einen netten Ausflug nach Pfronten gemacht, wo – wie immer am dritten Adventssonntag – der Weihnachtsmarkt am Leonhardsplatz stattgefunden hat. Der Weihnachtsmarkt Pfronten ist etwas Besonderes Zum einen ist er angenehm familiär und wenig kommerziell, zum anderen kann man auf einzigartige Art anreisen, nämlich mit dem Weihnachtsmärchenzug: Dieser fährt mittags um 13 Uhr vom Hauptbahnhof in Kempten ab (die Fahrkarten bekommt ihr ganz normal am Automaten). Der innen festlich geschmückte Zug hat den Nikolaus samt zwei Engeln an Bord, die den mitreisenden Kindern die Fahrt abwechslungsreich gestalten. Am Bahnhof werden die Fahrgäste gegen 14 Uhr von einer Blasmusikgruppe erwartet. Anschließend geht es gemeinsam über die eigens gesperrte Hauptstraße bis zum Weihnachtsmarkt an der St. Leonhards-Kirche in Pfronten-Heitlern (die seht ihr oben im Titelfoto). Acht Vereine aus Pfronten organisieren den Weihnachtsmarkt gemeinsam und kümmern sich auch um das kulinarische Angebot. Die Zusammenarbeit läuft dabei so gut, dass alle Erlöse in einen Topf gehen und danach aufgeteilt werden, um die Jugendarbeit in den Vereinen zu finanzieren. Das finde ich vorbildlich! Überhaupt ist der Weihnachtsmarkt …

Spielplatz am Schwarzen Grat in der Adelegg

Wanderung zum Schwarzen Grat in der Adelegg

Skilehrlinge kennen die Gegend um Eschach bei Kempten wegen des kleinen, kindergeeigneten Skigebiets. Danach hört die Welt dann irgendwie auf, könnte man meinen. Weit gefehlt: Danach kommt die Adelegg, ein Höhenzug vor den Allgäuer Alpen, der dünn besiedelt und landschaftlich sehr reizvoll ist. An einem der sonnigen Herbsttage haben wir dort eine kleine Wanderung gemacht, nach der ich mich gefragt habe, warum wir dort zuvor noch nie waren – es ist wunderschön in der Adelegg! Los geht’s zur Wanderung zum Schwarzen Grat! Unser Ausgangspunkt war der Weiler Batschen. Das ehemalige Wirtshaus dort ist zwar leider geschlossen, aber der Parkplatz ist nicht zu übersehen: Hier führt der sogenannte Glasmacherweg entlang; im 18. und 19. Jahrhundert wurde in dieser Gegend nämlich Glas hergestellt und das Haus Zum Batschen gehörte einer Glasmacherfamilie. Wegbeschreibung unserer Wanderung zum Schwarzen Grat Wir wollten einen Rundweg gehen, der uns zunächst zum Schwarzen Grat führen sollte … und gingen deswegen gleich nach dem Waldrand den Weg rechts hinauf: Mit leichter Steigung und etlichen Windungen geht es durch den Wald … … bis die …