Alle Artikel in: Für Genießer

Restaurants, Cafés sowie Anbieter von Allgäuer Spezialitäten: Hier gibt es Tipps für alle, für die Essen und Trinken im Allgäu mehr als Nahrungsaufnahme sein soll – nämlich ein Genuss

Nesselwang: Brauerei-Gasthof Post mit Ostereiermuseum

Passend zu den Feiertagen habe ich einen Ausflugsvorschlag für euch: Wir waren kürzlich im Brauerei-Gasthof Post in Nesselwang zum Essen und haben uns danach das Ostereiermuseum angesehen, das die Senior-Chefin Monica Meyer-Nusser dort eingerichtet hat. Testessen im Brauerei-Gasthof Post Da wir zuerst gegessen und uns den Besuch des Museums als Dessert gegönnt haben, stelle ich hier auch zuerst das Restaurant vor. Der Gasthof Post in Nesselwang liegt direkt an der Hauptstraße und ist nicht zu übersehen: Der Gasthof mit eigener Brauerei existiert übrigens seit 1650 und ist seit 1883 im Besitz der Familie Meyer. Die Brauerei wurde in den letzten Jahren verkleinert und konzentriert sich nun als „Brau-Manufactur Allgäu“ auf die Entwicklung hauseigener Spezialitäten. Die gibt es natürlich auch im Gasthof. Wir haben das Pale Ale probiert (es wird übrigens mit sehr schönem Schaum in einer Art Cognacschwenker serviert) und fanden es sehr lecker und erstaunlich kräftig im Geschmack. Damit passt es gut zur gehobenen regionalen Küche, die in der gemütlichen Gaststube serviert wird. Ich habe das „Lieblingsgericht“ gegessen – mit diesem Namen steht es …

Genuss im Golflokal Auf der Gsteig – auch für Nicht-Golfer zu empfehlen!

Wir hatten kürzlich einen runden Geburtstag in der Familie zu feiern. Als mein Mann dafür das Golflokal Auf der Gsteig bei Lechbruck vorschlug, war ich erst skeptisch: Wir sind passionierte Nicht-Golfer. Ich ließ mich aber überreden – glücklicherweise! Ohnehin handelt es sich nicht um ein „Vereinslokal“, sondern um ein 4-Sterne-Wellness-Hotel mit angeschlossenem Restaurant. Da es sonnig und heiß war, hatten wir einen Tisch im Pavillon reserviert: An sonnigen Herbsttagen ist die Terrasse sicher auch ein hübscher Essplatz. Der Blick von der Terrasse über Lechbruck in die Berge ist sehenswert: Der Blick in die Karte lohnt sich auch: Ich hatte das Carpaccio, das genauso lecker war, wie es aussieht: Mein Mann hat sich für die Tagliatelle mit Pfifferlingen entschieden, mit denen er sehr zufrieden war (mein Norwegischer Lachs mit Marktgemüse ist hier nicht im Foto, ist aber auch unbedingt empfehlenswert!). Zum Dessert gab es eine Sorbet-Variation – hmmm! Mein Fazit: Mit dem Golfen werde ich nicht anfangen, aber zum Essen komme ich gerne wieder! Die Preise sind für die gebotene Qualität, den freundlichen Service und die …

Schweinshaxe beim Metzgerwirt in Lechbruck

Zünftige Wirtschaft für Fleischfans: der Metzgerwirt in Lechbruck

Es ist schon eine Weile her, dass wir sonntags nach einem längeren Spaziergang hungrig nach Lechbruck kamen. Mitten im Ort lockte uns dieses Gasthaus mit dem vielsagenden Namen Metzgerwirt (der Wirt ist tatsächlich Metzger, und das schon in dritter Generation): Noch verlockender waren die Angebote, die an der Hauswand stehen: Als mein Mann mit knurrendem Magen das Wort „Schweinshaxen“ las, war die Sache klar: Wir kehrten ein beim Metzgerwirt in Lechbruck. Drinnen fühlten wir uns an unsere Kindheit erinnert: Die Einrichtung ist ja so was von 70er Jahre! Allein die Fliesen … Die Preise sind familientauglich, die Bedienung war freundlich, das Essen kam schnell. Unser 12-Jähriger war mit seinem „Kinderschnitzel“ sehr zufrieden: Mein Steak auf gebratenem Spargel war zart, der Spargel aromatisch: Und mit diesem Trumm Haxe war mein Mann eine Weile glücklich beschäftigt und danach sehr satt. Mein Fazit: Dies ist keine Adresse für Vegetarier oder gar Veganer (obwohl es ein paar vegetarische Gerichte auf der Karte gibt) und keine für Leute, die Wert auf ein stylisches Ambiente legen. Wer aber Fleisch mag und …

Ein schönes Ausflugsziel: das Kräutercafé Ingenried

Mir geht es wie den Kindern: Bei einem längeren Spaziergang habe ich gerne ein Ziel. Zum Beispiel ein schönes Café oder Restaurant, in dem man einkehren kann. Ein sehr nettes Ziel haben wir kürzlich zum ersten Mal besucht, nämlich das Kräutercafé, das die Phytotherapeutin Bertlies Adler im ehemaligen Pfarrhof in Ingenried eingerichtet hat. Zu Fuß von Pforzen zum Kräutercafé Ingenried Wir haben unseren Spaziergang am Sportplatz von Pforzen (in der Nähe von Kaufbeuren) begonnen: Dort ist der Weg als „Wertach-Eisbachrunde“ ausgeschildert. Anders als auf dem Schild angegeben, haben wir bis Ingenried aber nur eine Stunde Gehzeit benötigt. Der Weg führt zwischen Wiesen entlang … dann ein Stück durch den Wald, weiter geht es wieder durch Wiesen … an diesem Stadel links dem Schild nach, und nach dieser Kuppe kann man bereits den Kirchturm von Ingenried sehen: Kurz vor der Kirche kommt dieser Wegweiser: Vor dem Maibaum geht es links hinein und dann ist der ehemalige Pfarrhof schon in Sicht: Früher Pfarrhof, heute Kräutercafé Er wurde sehr liebevoll hergerichtet und wirkt sehr einladend. Nachdem das Wetter …

Zu Gast im Weißen Rössle in Überbach: gutes Essen, nettes Ambiente

Eine gute Freundin hatte mir schon länger vom Weißen Rössle vorgeschwärmt, also sind wir gemeinsam zum Essen nach Überbach gefahren. Bevor ich von unserem Besuch dort berichte, muss ich mich allerdings für die schlechten Fotos entschuldigen – wir waren abends dort und da das Lokal zunächst ziemlich gut besucht war, wollte ich die anderen Gäste nicht durch ständiges Blitzen stören (Photoshop habe ich auch nicht, die Bilder sind also diesmal einfach dunkel). Da wir in der Fastenzeit auf Fleisch verzichten, waren wir erfreut über das vegetarische Angebot, das wir auch gleich ausprobiert haben: Das „Süppchen“ war dank des Käserahms ziemlich sättigend (und lecker!), dann kam für mich das Gemüse mit dem Kräuterfladen, während mein Mann mit den Kässpatzen kämpfte: Ich mache mir nichts aus Kässpatzen, aber mein Mann sagt, sie seien gut gewesen. Er war jedenfalls anschließend zu satt für eine Nachspeise, wohingegen ich die Sauerrahm-Orangenmousse sehr genossen habe. Bis wir beim Dessert angekommenn waren, hatten sich die Gaststuben geleert: Ihr seht, im Weißen Rössle sitzt man gemütlich. Der Service war sehr freundlich und aufmerksam, …

Schloss Hopferau: Brunch in stilvollem Ambiente

Das Schloss Hopferau ist im Gegensatz zum ungleich bekannteren Schloss Neuschwanstein ein richtig altes Gemäuer: Erbaut wurde es im 15. Jahrhundert. Nach etlichen Besitzerwechseln dient es im 21. Jahrhundert als Hotel und Restaurant, das neben einem höchst stilvollem Ambiente auch kulinarische und kulturelle Veranstaltungen bietet. Wir hatten schon öfter Werbung für Konzerte, spezielle Dinnerabende und Festtagsbrunchs gesehen und sind nun tatsächlich einmal zum Brunch in Schloss Hopferau gefahren. Das Schloss ist klein, aber fein Dank des winterlichen Wetters war der erste Eindruck geradezu märchenhaft: Diese Tafel weist auf die früheren Besitzer hin: Hinter dem einladenden Eingang … … wurden wir sehr freundlich begrüßt und stiegen über das schön renovierte und dekorierte Treppenhaus in den ersten Stock hinauf. Edles Ambiente: Brunch im Schloss Hopferau Hier stießen wir gleich auf das Buffet: Es gab in einem Nebenraum auch warme Speisen und sogar einen Koch, der Eier in jeder gewünschten Form briet. Der Brunch war sehr gut besucht, man saß in den gemütlichen Räumen aber mit komfortablem Abstand. Ab 13 Uhr wurde es dann leerer. Hier sieht man …

Säfte vom Feinsten: Gruebers Saftladen in Markt Rettenbach

Wenn Freunde aus München oder Augsburg zu Besuch kommen, rufen sie meist vorher bei uns an: „Habt ihr noch von dem tollen Saft da? Wir würden gerne ein oder zwei Kisten mitnehmen!“ Der beste Saftladen im Umkreis von 100 Kilometern ist nämlich nur einen Katzensprung von uns entfernt: die Lohnmosterei Grueber in Markt Rettenbach. Wer eigene Apfel- oder Birnbäume besitzt, kann dort seine Ernte zum Versaften hinbringen. Da wir nur einen Apfelbaum im Garten haben und der eher wenig trägt, fahren wir aber nur zum Einkaufen zu Gruebers. Die Einfahrt ist ein bisschen versteckt – man muss hier zwischen Kapelle und Haus durchschlüpfen … … dann aber kann man seinen Weg kaum verfehlen: Drinnen legt man nicht viel Wert auf Ladenbau … … aber die Säfte, die es hier in 10-Liter-Kartons gibt, sind einfach sagenhaft gut. ich mag am liebsten Apfel-Quitte und Apfel-Birne und Apfel-Holunderblüte und Apfel-Holunder … … ja, und meist geben wir unseren Freunden eine Kiste mit. Wo sollen die Ärmsten sonst zu solch köstlichen Schorlen kommen? Pur sollte man die Säfte nämlich …

Ottobeuren: Kirche, Kneipp & Kaffee

Wer „Ottobeuren“ sagt, denkt zuerst an die berühmte Basilika. Die ist heute nicht nur prägend für das Ortsbild, sondern auch für das kulturelle Leben und den Tourismus. Immer wieder erstaunlich ist die schiere Größe von Basilika und Kloster, die 2014 das 1.250-jährige Jubiläum ihrer Gründung feiern. Hier der Blick, der sich auf Ort und Kloster bietet, wenn man von Markt Rettenbach nach Ottobeuren fährt: Als Kneipp-Kurort ist Ottobeuren etwas weniger bekannt, dafür aber quasi per Geburtsrecht dazu legitimiert. Der berühmte spätere Pfarrer und „Wasserdoktor“ wurde nämlich in Stephansried geboren, einem kleinen Weiler im nördlichen Gemeindegebiet von Ottobeuren. In der Klosterkirche zu Ottobeuren wurde er getauft und feierte dort auch seine Primiz, seine erste Heilige Messe als Priester. Pfarrer Kneipp ist deshalb auch auf dem Maibaum zu sehen, der vor der Basilika steht: Der Kurpark Ottobeuren Ein Kurort braucht auch einen Kurpark, und der ist natürlich ebenfalls von den beiden Größen des Ortes geprägt: Der heutige Kurpark ist eine schöne Synthese aus Kneipp-Wasserbecken, Meditationsgarten, Lourdesgrotte und Kalvarienberg. Der Park ist nicht groß, aber sehr schön angelegt, …

Leckeres Garnelencurry im Restaurant Musics in Kempten

Lokal mit Chic: das Restaurant Musics im bigBox-Hotel in Kempten

Neben der großen Kemptener Konzert- und Veranstaltungshalle mit dem hässlichen Namen bigBox wurde ein Hotel gebaut, in dem sich ein Restaurant mit dem naheliegenden Namen Musics befindet. Das haben wir letzte Woche erstmals besucht. Unser Besuch im Restaurant Musics in Kempten Schon der Eingangsbereich zeigt: Hier ist es sehr modern … … und tatsächlich, auch das Innere ist für Kemptener Verhältnisse ungewöhnlich stylish: Man sitzt hier nicht unbedingt alpenländisch-gemütlich, aber dafür chic und durchaus bequem. Die Karte ist übersichtlich, was mir persönlich lieber ist als eine endlose Auswahl an Gerichten, von denen klar ist, dass es unmöglich ist, die alle frisch zuzubereiten. Die Preise sind gehoben, aber nicht unverschämt. Steaks kosten beispielsweise zwischen 23 und 27 Euro. Unser Menü im Musics Als netter Gruß aus der Küche wurde uns ein feines Mangosorbet serviert, das mit Prosecco aufgefüllt war und Lust auf mehr machte. Die Hauptgerichte waren so schön wie lecker. Im Titelbild oben habt ihr schon das Garnelencurry mit Wokgemüse auf Limonenreis gesehen. Ich hatte mich für die ebenfalls köstliche Maispoularde mit Gemüse, Pommes und …

Sellthürner Käskuche - Außenansicht

Sellthürner Käskuche: So ein Käse …

… lohnt auf jeden Fall den Weg in die Sellthürner Käskuche im Dörfchen Sellthüren bei Günzach. Dort liefern die Bauern ihre garantiert silofreie Bio-Milch an, aus der Käsermeister Rudolf Gmeiner wunderbare Köstlichkeiten herstellt. Das gibt es in der Sellthürner Käskuche Bergkäse in allen Varianten (mild, würzig, sehr würzig), Emmentaler, Heumilchkäse, Pfefferkäse (einer meiner Lieblinge), Bierkäse, Brie, Bockshornkleekäse … und die werden in dem kleinen Laden verkauft, der an die Sennerei angeschlossenen Laden ist. In Sellthüren selbst werden Bergkäse, Ziegenkäse und Butter hergestellt, und zwar aus reiner Heumilch von Bauern aus dem Dorf. Die übrigen Käsesorten kommen aus einem Schwesterunternehmen, der Oberstdorfer Käsealp. Daneben gibt es einiges an Wurstwaren und Schinken, Honig, Müsli und andere feine Sachen. Nicht zu vergessen den Joghurt, der aus großen Schüsseln geschöpft wird, und den bei meinen Kindern besonders beliebte Vanillequark. Weil die Bauern täglich ihre Milch bringen, hat der Laden an der Käskuche auch täglich – inklusive Sonn- und Feiertagen – geöffnet: von 17.30 bis 19.00 Uhr,  wochentags zusätzlich von 8.30 bis 12 Uhr. Jeden Donnerstag um 11 Uhr gibt …

Die Liebenthannmühle im Günztal

Die Liebenthannmühle: Von der Ruine zum Ruheplatz am Wasser

So ist das manchmal bei uns im Allgäu: Da mussten erst Auswärtige, noch dazu richtige Württemberger Schwaben, kommen, um mit viel Liebe, Geduld und Geld aus einer unansehnlichen Ruine ein Schmuckstück zu machen, das zu einem meiner Lieblingsausflugsziele geworden ist. Bezauberndes Günztal zwischen Obergünzburg und Ronsberg Das Günztal zwischen Obergünzburg und Ronsberg ist schon seit Jahren ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radler, weil es ein sehr hübsches Naturschutzgebiet ist, in dem die Günz noch ganz unordentlich und eigenwillig vor sich hin mäandert und die angrenzenden Feuchtwiesen nur sehr schonend landwirtschaftlich genutzt werden. Im Wald auf der Westseite kann man noch ein paar Mauern des früheren fürstäbtlichen Schlosses Liebenthann aus dem 13. Jahrhundert finden. Zur Ruine Liebenthann habe ich hier einen eigenen Beitrag geschrieben. Der Günztal-Wanderweg führt am Wald entlang. Ganze zwei Gebäudeensembles finden sich entlang dieses Wegs. Eines ist ein noch aktiver Bauernhof, das andere kannte ich lange Jahre nur als unansehnliche Häufung verlassener und verfallender Häuser und Schuppen, von der es hieß, es sei einmal eine Mühle gewesen. 2004 lasen wir in der …