Alle Artikel in: Nah am Allgäu

Ob im Tannheimer Tal, im Kleinwalsertal, in Tirol, im Bodenseeraum oder im nahen Oberbayern – hier stelle ich Ausflugsziele nah am Allgäu vor.

Herz-Jesu-Feuer am Aggenstein 2017

Mystisch: die Herz-Jesu-Feuer im Tannheimer Tal

Genau genommen handelt es sich beim Herz-Jesu-Feuer gar nicht um einen Allgäuer Brauch (hier zündet man stattdessen zur Sommersonnwende die Johannifeuer an), sondern um einen aus Tirol. Aber das Tannheimer Tal gehört zur unmittelbaren Nachbarschaft und damit doch fast zum Allgäu. Dieses Jahr habe ich mir zum ersten Mal die Herz-Jesu-Feuer im Tannheimer Tal angesehen, die am 25. Juni entzündet wurden. Was sind Herz-Jesu-Feuer? An den Hängen und auf den Gipfeln der Berge werden nach Einbruch der Dunkelheit Feuer entzündet. Sie folgen entweder dem Gipfelverlauf oder stellen ein christliches Motiv dar. Oben im Titelfoto sehr ihr ein brennendes Herz mit einem Kreuz darauf, das in der Gipfelregion des Aggenstein entzündet wurde. Auf dem Berggrat erkennt ihr ebenfalls eine Flammenspur. Die Bergfeuer zur Sommersonnwende sind ein uralter Brauch in der Alpenregion, der wahrscheinlich noch heidnische Wurzeln hat, später aber christlich umgewidmet wurde. In Tirol haben sich daraus aus einem kriegerischen Anlass heraus die Herz-Jesu-Feuer entwickelt. Die Feuer erinnern an den Krieg gegen Napoleon 1796 eroberte nämlich Napoleon das lombardische Königreich und Teile Tirols. Er wollte dadurch …

Im Kulturcafé Augustin in Lindau

Ruheoase für Bücherliebhaber: das Kulturcafé Augustin in Lindau

Über die wunderbare Altemöller’sche Buchhandlung in Lindau habe ich hier ja schon einmal geschrieben. Inzwischen ist das Unternehmen auf 4 Filialen angewachsen. Die jüngste ist auch die ungewöhnlichste: Im März 2013 eröffnete in der Fischerstraße 33 das Kulturcafé Augustin. Ein Besuch im Kulturcafé Augustin in Lindau Dieser Augustin hat mit der literarischen Figur des unvergessenen Horst Wolfram Geißler die Fröhlichkeit gemeinsam: Schon der Eingang ist einladend … und drinnen wird man von einer warmherzig-nostalgischen Laura-Ashley-Atmosphäre empfangen: Bei schönem Wetter kann man auch im hübschen Innenhof neben dem plätschernden Brunnen sitzen und den (sehr guten!) Kaffee genießen. Die Preise sind schon beinahe beschämend niedrig: Ein Kaffee kostet 1 Euro, der Capuccino 1,50 Euro. Die hausgemachten Kuchen sahen sehr verlockend aus, aber wir waren noch zu satt vom Mittagessen … ich probiere beim nächsten Besuch davon! Und falls mir beim Kaffee die Lektüre ausgeht, finde ich im Kulturcafé Augustin auch sicher noch ein passendes Buch. Nachtrag im Juli 2016: Auch dieses Jahr wollten wir bei unserem Lindau-Besuch eine Mangoschorle im Kulturcafé schlürfen. Aber inzwischen hat sich wohl …

Blick auf den Bodensee vom Kurhotel in Bad Schachen

Von der Lindauer Insel nach Bad Schachen

Das letzte Wochenende habe ich mit zwei lieben Freundinnen in Lindau verbracht, wieder im Hotel Helvetia, das ich nur wärmstens empfehlen kann (ich habe letztes Jahr bereits einen Beitrag über dieses Hotel in diesem Blog veröffentlicht). Wunderschön: die Lindauer Insel Lindau ist ja der „bayerische Vorposten“ am Bodensee, was man zum Beispiel am bayerischen Löwen erkennt, der den Hafen bewacht, dabei den Lindauern aber sein Hinterteil zuwendet. Die Altstadt befindet sich auf einer Insel, die durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Wer mit dem Zug anreist, landet im Bahnhof mitten auf der Insel. Wer mit dem Auto kommt, sollte den Inselparkplatz benutzen, der gleich hinter dem Inseldamm liegt, weil die Parkplatzsituation sonst eher schwierig ist. Die Insel-Altstadt ist sehr hübsch. Die durch den Handel reich gewordene Stadt leistete sich beispielsweise ein stolzes Rathaus, das während der Gotik erbaut, in der Renaissance umgestaltet und im 19. Jahrhundert historisierend bemalt wurde. Der Handel spielt noch heute eine wichtige Rolle in der Stadt: Die zahlreichen Tagestouristen (auffallend viele Schweizer) können auf der Lindauer Insel ausgiebig zwischen …

Vilser Alm im Winter

Vilser Alm: ein schönes Ziel zum Wandern und Rodeln

Bei Füssen führt ein Tunnel über die Grenze nach Österreich, und gleich nach dem Tunnel und der großen Tankstelle (als der Sprit in Österreich noch deutlich billiger war als in Deutschland, war die riesige Tankstelle oft geradezu belagert von Tanktouristen) liegt das Städtchen Vils. Es liegt am gleichnamigen Fluss, der kurz darauf in den Lech mündet und wird dominiert von einem Zementwerk. Aber das ist nicht der Grund, warum wir Vils jeden Winter mindestens einmal aufsuchen; das tun wir nämlich wegen der Vilser Alm. Ein Rodelausflug auf die Vilser Alm Wir wandern gerne die 4 km hinauf, um uns in der gut bewirtschafteten Hütte zu stärken und anschließend den kurvigen Weg durch den Winterwald wieder hinunterzurodeln. Für das Rodelvergnügen nehmen sogar die Kinder freiwillig (wenn auch murrend) den etwa 70 Minuten dauernden Aufstieg auf sich. Der Aufstieg zur Vilser Alm Vom Grenztunnel aus kommend, fährt man zunächst durch Vils hindurch und biegt kurz vor dem Ortsende links in den „Faller Weg“ ein. Der mündet auf einen Parkplatz, … von dem aus man den Aufstieg beginnt. …

Hinweisschild zur Rodelbahn am Adlerhorst im Tannheimer Tal

Tannheimer Tal: die Rodelbahn am Adlerhorst

Die Rodelbahn am Adlerhorst liegt im Tannheimer Tal, das nicht mehr zum Allgäu, sondern zu Österreich gehört. Dort haben wir letzte Woche bei -5°C und Schneetreiben einen sehr schönen Ausflug gemacht. Ein Winterausflug zur Rodelbahn am Adlerhorst Aus dem Örtchen Haller, das zur Gemeinde Nesselwängle (nicht zu verwechseln mit Nesselwang, denn das liegt im Allgäu) gehört, sind wir hinauf zum Adlerhorst gestiegen und mit dem Rodel wieder hinuntergesaust. Der Adlerhorst ist natürlich kein Vogelnest, sondern eine Berghütte, die ihren Namen vermutlich ihrer herausragenden Lage verdankt. Aufstieg zum Adlerhorst Von unten sieht die Hütte tatsächlich wie ein Horst aus, der sich eben so noch an den Berg schmiegt: Zunächst geht der Weg beinahe eben los, … … aber dann folgen auch steilere Passagen durch den Bergwald, … … vorbei an gefrorenen Bergbächlein, … … bis nach etwa 35 Minuten Aufstieg die Berghütte erreicht ist: Die Inneneinrichtung besteht für meinen Geschmack aus zu vielen toten Tieren, … … aber das Speisenangebot ist ganz in Ordnung (nur der Kaiserschmarrn war nicht besonders, trocken und irgendwie mehlig, was in …

Tolle Lage, klasse Service, feines Essen: das Hotel Helvetia in Lindau

Ich verbringe einmal im Jahr ein Wochenende in Lindau, um mich dort mit zwei sehr lieben Kolleginnen, die auch Freundinnen für mich sind, zu treffen, zu ratschen, über alte und neue Projekte und Themenideen zu sprechen sowie Branchennews durchzukauen. Niemals hätte ich dafür von mir aus im Hotel Helvetia reserviert, weil es direkt am Hafen in erster Reihe liegt und ich dachte, in so prominenter Lage könne es sich nur um überteuerten Nepp handeln. Um es gleich zu sagen: Ich habe mich geirrt! Lindau ist jedes Jahr wieder eine Reise wert Lindau ist die südwestlichste Stadt Bayerns (und des Allgäus), der „bayerische Vorposten am Bodensee“, wie mein Vater immer sagt. Wer einmal rund um den Bodensee fährt, durchquert dabei drei Länder und auf deutscher Seite zwei Bundesländer. Was sich dabei ändert, sind die Dialekte und, in der Schweiz, die Währung und das Preisniveau. Den See und das milde Klima kann man von allen Seiten genießen. Im Winter sitzen die Seeanreiner allerdings oft im Nebel, weswegen sie dann gerne in höhere Lagen des Allgäus fahren, in …