Alle Artikel in: Für Familien

Familienwanderungen, Spielplätze, Freilichtmuseen, Klettergärten, Coaster und weitere Ausflugstipps für alle, die im Allgäu mit Kindern unterwegs sind

Badesteg mit Sprungturm im Freibad Stadtweiher in Leutkirch

Tolle Kombi aus Bad und See: das Freibad Stadtweiher in Leutkirch

Ich kenne inzwischen viele Badeplätze und Freibäder im Allgäu, aber das Freibad Stadtweiher in Leutkirch finde ich besonders toll. Das liegt daran, dass es eine sehr gelungene Kombination aus einem Familienbad mit Schwimmbecken, Erlebnisbecken und Kleinkinderbereich und einem wunderschönen Badesee mit großem Steg, Sprungtürmen, schwimmender Insel und Sandstrand für die Kleinen ist. Nicht zu vergessen die sehr gepflegte Liegewiese mit großen, alten Bäumen, den großen Spielbereich mit Beachvolleyball- und Fußballfeld sowie den gut organisierten Kiosk. Ein Rundgang durch das Freibad Stadtweiher Gleich hinter dem Eingang liegen links die Umkleiden mit Duschen und WC, davor die „Freibadkreuzung“ mit einer hübschen Blumeninsel: Im Hintergrund seht ihr bereits das 25-m-Schwimmbecken und das Erlebnisbecken mit der breiten Rutsche. Wenn ihr an diesen beiden Becken vorbeigeht, gelangt ihr zum Kleinkinderbereich. Neben dem Kleinkinderbecken liegt noch ein netter Spielplatz, auf dem nach Herzenslust „gematscht“ werden darf. Zurück zum Blumenkreisel. Wenn ihr euch hier Richtung See wendet, liegt links der Kiosk auf einer Hochterrasse. Dort gibt es neben den üblicken Kioskgerichten wie Pommes mit und ohne Currywurst und Pizzaschnitten auch heiße Seelen. …

Einzug des Kaisers Maximilian nach Kaufbeuren - Tänzelfest 2018

Kinder spielen die Geschichte ihrer Stadt auf dem Tänzelfest 2018

Auf dem Tänzelfest 2018 habe ich mir zum ersten Mal den Einzug von Maximilian I nach Kaufbeuren angesehen, der vor dem großen Festzug stattfindet. Das war eine gute Gelegenheit, den Kaiser einmal von Nahem zu fotografieren, der in der Stadtgeschichte eine so große Rolle spielte. Das etwa halbstündige Schauspiel war auch recht nett inszeniert, samt Tänzen, Fahnenschwingen und einem kleinen Dialog zwischen Kaiser und Bürgermeister. Dieser drehte sich hauptsächlich darum, dass die Stadt Kaufbeuren arm sei und sich deswegen keine teuren Gaben für den Gast leisten könne. Der anschließende Festzug ist aber auf jeden Fall der attraktivere Teil der Veranstaltung. Der Einzug von Kaiser Maximilian I Passenderweise findet dieser in der Kaiser-Maximilian-Straße vor dem Rathaus statt. Dort sind Tribünen aufgebaut, von denen aus man das Spektakel verfolgen kann. Jedenfalls wenn man früh genug da ist, um dort noch einen Platz zu ergattern (war ich nicht). Den Kaiser habt ihr oben ja schon gesehen. Er weilt bereits beim Bürgermeister, während sein Gefolge nach und nach einzieht. Zum Beispiel die Damen in der Kutsche: Dann folgen weitere …

Märchensommer Allgäu 2018 - der weiße Hase aus Alice im Wunderland

Märchensommer Allgäu – Theater für Kinder auf der Burghalde in Kempten

2018 findet erstmals der Märchensommer Allgäu in Kempten statt, für 2019 und 2020 ist er bereits fest geplant. Das sind gleich zwei gute Nachrichten auf einmal: Zum einen ist das ein tolles Kulturangebot für Familien mit Kindern zwischen vier und zwölf Jahren. Zum anderen wird damit die Burghalde endlich wieder belebt. Früher gab es dort öfter Freilichtkonzerte, zuletzt fand aber nur jeweils in der ersten Augustwoche das Open-Air-Kino statt, über das ich schon einmal berichtet habe. Dabei ist die Burghalde ein besonders schöner Platz über der Stadt, samt Burgenmuseum, Freilichttheater, Biergarten und Ritterspielplatz. Der Märchensommer Allgäu bietet interaktives Theater für Kinder mit Musik Vorab ein Hinweis: Wie ihr wisst, ist dies ein absolut unabhängiges Blog, ich mache keine Advertorials, Sponsored Posts oder sonstige Kooperationen mit irgendwelchen Werbepartnern, sondern bewerbe hier nur meine eigenen Allgäu-Reiseführer. Dieser Post ist insofern eine Ausnahme, als ich für die Premiere von  Alice im Wunderland – neu erträumt Freikarten vom Theater in Kempten bekommen habe. Meine inzwischen 17-Jährige Tochter Nummer 2 hat mich übrigens begleitet und war ganz begeistert. Ich auch. Im …

Landsknechtshaufen auf dem Frundsbergfest Mindelheim 2018

Großartiges Mittelalterfest: das Frundsbergfest Mindelheim 2018

Das Frundsbergfest Mindelheim findet nur alle drei Jahre statt und irgendwie habe ich es bisher nie dorthin geschafft. 2018 stand es aber ganz oben auf meiner Liste, und tatsächlich war ich zum großen Finale am 8. Juli dort. Ich bin höchst beeindruckt, was die kleine Stadt Mindelheim mit ihren knapp 15.000 Einwohnern da auf die Beine stellt! Frundsbergfest Mindelheim 2018: meine Eindrücke vom letzten Festsonntag Die ganze Stadt hatte sich festlich herausgeputzt. Sogar die kleine Wasserschlange war passend behütet: Aus allen Ecken strömten Teilnehmer zum Historischen Festumzug. Hier das Frundsberg Fähnlein. An dieser Stelle sollten wir noch kurz klären, woher das Frundsbergfest seinen Namen hat: Mindelheim wurde im zwölften Jahrhundert vom Geschlecht der Mindelberger regiert und in dieser Zeit zur Stadt erhoben. Ende des 14. Jahrhunderts gehörte Mindelheim den Herzögen von Teck, die sich mit Bauten und gesitlichen Stiftungen engagierten. Danach waren für eine kurze Zeit die Ritter vom Rechberg am Ruder, die Größe vor allem im Schuldenmachen zeigten und die Stadt wegen ihrer Finanzprobleme im Jahr 1467 an die Frundsberger verkauften. Die Frundsberger stammten …

die Burgruine Sulzberg im Allgäu

Interessantes Familienziel: die Burgruine Sulzberg

Die Burgruine Sulzberg (47°39’15.4″N 10°20’39.5″E) ist eine von vielen Ruinen im Allgäu – aber eine, die heute zumindest im Sommer regelmäßig belebt ist. Dafür sorgen die Burgfreunde Sulzberg, ein Verein, in dem Bürger der Marktgemeinde sich organisiert haben, um die Ruine zu erhalten. Immer vom 1. Mai bis zum 30. Oktober öffnen sie an Sonn- und Feiertagen von 13:30 bis 16:30 Uhr das Burginnere für Besucher und bewirten diese mit Kaffee und Kuchen. Zusätzlich gibt es Veranstaltungen wie die „Burgbelebung“ und Konzerte sowie eigene Besuchsprogramme für Schulklassen. Ein Sonntagsbesuch auf der Burgruine Sulzberg Wir haben neben dem Rathaus in Sulzberg geparkt. Von hier aus folgt man dem Burgweg hügelaufwärts und dann der Beschilderung zur Burgruine. Der Weg führt zunächst durch ein Wohngebiet, schließlich aber über freies Feld. Nach etwa 20 Minuten Gehzeit ist der Eingang zur Burgruine Sulzberg erreicht. Rechts liegt die ehemalige Vorburg, die von großen Bäumen erobert wurde, links beeindruckt der immer noch mächtige Bergfried. Um in die eigentliche Burg zu gelangen, gilt es noch, diese Holztreppe emporzusteigen, … dann liegt das Tor …

im Werdensteiner Moos

Naturgenuss pur: der Rundweg Werdensteiner Moos

Moorlandschaften gibt es im Allgäu viele, das Werdensteiner Moos zwischen Kempten und Immenstadt ist eine der kleineren. Aber eine, die mit einem Rundweg besonders schön erschlossen und dank verschiedener Erlebnisstationen perfekt als Ausflugsziel für Familien geeignet ist. Der Rundweg Werdensteiner Moos Man kann die etwa 3,5 km lange Runde entweder von Eckarts oder von Thanners aus starten. Unser Startpunkt war der Wanderparkplatz bei Thanners, kurz vor dem Haxnwirt, den ihr unter diesen Koordinaten findet: 47°36’31.3″N 10°16’05.3″E Die Parkgebühr beträgt 2 € für 4 Std. und 4 € für den ganzen Tag. Vom Parkplatz führt der Weg direkt in den Wald bzw. das Moos hinein. Nach einem kurzen Stück beginnt die eigentliche Runde, man kann also links abbiegen oder schräg rechts weitergehen. Da wir die kleine Moosrunde mit einem Abstecher nach Werdenstein kombinieren wollten, sind wir sie gegen den Uhrzeigersinn gegangen. Kurz nach der Abzweigung sind wir auf diesen hübschen kleinen Tümpel gestoßen, aus dem uns ein munteres Gequake entgegenschallte. Und tatsächlich: Der ganze Tümpel war voller niedlicher kleiner Grünfrösche. Nach einem ersten Oh-Schreck-Weghüpfen zeigten sie …

Feuerwehrfahrzeug im Feuerwehrmuseum Kaufbeuren

Mit Feuer und Flamme ins Feuerwehrmuseum Kaufbeuren

2017 wurde das neue Feuerwehrmuseum Kaufbeuren eröffnet, das wollte ich mir endlich einmal ansehen. Dazu passt perfekt die Führung Feuer und Flamme, bei der man einmal im Monat die Kaufbeurer Altstadt auf den Spuren der Feuerwehrgeschichte erkunden kann. Mit einem echten Feuerwehrmann als Führer! Die habe ich auch mitgemacht und hier ist mein Bericht. Einmal im Monat: die Themenführung „Feuer und Flamme“ Treffpunkt ist immer am ersten Samstag im Monat um 10:30 Uhr an der Tourist Information vor dem Rathaus. Dort erwartete uns Christoph Heider in einer alten Feuerwehruniform. Bei echten Einsätzen trägt er natürlich eine moderne Uniform; er ist nämlich Zugführer bei der freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren. Er erzählte zunächst einiges über die Entstehungsgeschichte der Feuerwehr. Im Mittelalter waren nämlich die Mitglieder der Handwerkszünfte zu Löschdiensten verpflichtet, und zwar je nach Gewerk mit unterschiedlichen Aufgaben. Im Zuge der Industrialisierung, als das Handwerk an Bedeutung verlor, musste eine andere Lösung gefunden werden. So kam es 1858 zur Gründung der Feuerwehr Kaufneuren im Gasthaus zum Ochsen. Getragen wurde sie von Mitgliedern des Turnvereins; das zünftige Beisammensein im …

im Bauernhaus-Museum Wolfegg - ein Wohnspeicher und ein alter Hof

Auf Zeitreise im Bauernhaus-Museum Wolfegg

Nein, romantisch oder gar idyllisch war das Bauernleben im Allgäu früher sicher nicht, sondern hart und arbeitsreich. Auf einem modernen Bauernhof lebt es sich bestimmt besser und komfortabler als in den bis zu 300 Jahre alten Gebäuden, die man im Bauernhaus-Museum Wolfegg besichtigen kann. Aber schön sind sie doch. Und vor allem erlauben sie es uns heutigen Besuchern, in die Vergangenheit einzutauchen und ein anschauliches Bild vom Leben in früheren Zeiten zu gewinnen. Ein Rundgang durch das Bauernhaus-Museum Wolfegg Das Freilichtmuseum liegt am Ortsrand von Wolfegg auf einem 12 ha großen Gelände. Dort stehen 16 historische Bauernhäuser und mehrere Nebengebäude vom Bienenhaus bis zur Viehwaage. Die Häuser sind größtenteils möbliert, in einigen werden Sonderausstellungen gezeigt. Der Eingang führt durch eine Zehntscheuer aus dem 15. Jahrhundert Rechts sehr ihr den Blaserhof aus Waldburg, dessen Ursprünge im Jahr 1712 liegen. Das Windrad geht aufs Jahr 1907 zurück, das kleine Gebäude links ist eine Viehwaage. Richtig toll fand ich aber die Zehntscheuer, auf deren rotes Dach ihr gerade schaut. Sie stammt aus dem Jahr 1430 und diente als …

Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu - Erlebnisweg Uff d'r Alp am Nebelhorn

Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu – unsere schönsten Touren

Das Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu stellt man sich schwierig und anstrengend vor. Das ist es auch, wenn man darauf besteht, den Wagen samt Kind auf einen Berg bzw. zu einer Alpe hinaufzuschieben. Solche Touren gibt es (zu etlichen Alpen führen geteerte Straßen), aber mir war das immer zu schweißtreibend. Deswegen habe ich euch hier Strecken ohne große Steigungen zusammengestellt. Zum einen diejenigen, die wir selbst mit Kinderwagen und Laufrad gemacht haben, als unsere Kinder klein waren. Und dazu welche, die wir erst später entdeckt haben, die wir aber als kinderwagentauglich im Sinne von „wenig anstrengend, aber schön“ (und ggf. mit Spielmöglichkeiten) einschätzen. Hier macht Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu der ganzen Familie Spaß Ich habe die Touren geografisch sortiert, und zwar von Süd nach Nord. Wir fangen also in bzw. an den Bergen an und arbeiten uns dann Richtung Unterland vor … Abwechslungsreich: der Rundwanderweg Uff d’r Alp am Nebelhorn bei Oberstdorf Diese Runde ist perfekt für alle, die zum Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu ein echtes Alpinerlebnis haben möchten, ohne den …

Blick über die Kurfürstenallee Marktoberdorf und auf den Kirchturm St. Martin im Winter bei Schnee

Kleine Wanderung über die Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter

Marktoberdorf ist ja ein eher kleines Städtchen, da wundert man sich schon, dass es dort überhaupt ein Schloss gibt. Sogar ein recht hübsches. Heute beherbergt es die Bayerische Musikakademie, früher aber war es ein Jagdschloss, das im Sommer von den Fürstbischöfen genutzt wurde, die in Augsburg residierten. Erinnerung an Clemens Wenzeslaus Am wichtigsten für Marktoberdorf war Fürstbischof Clemens Wenzeslaus (1739-1812), der oft drei oder vier Monate des Jahres in Oberdorf (damals war es noch keine Marktgemeinde) verbrachte und sich dort kulturell, wirtschaftlich und sozial sehr engagierte. Er ist sogar in Marktoberdorf neben dem Schloss begraben, nämlich in einem kleinen, achteckigen Anbau an der St. Martins-Kirche, die ihr hier seht (der Anbau ist hinter dem Busch kaum zu sehen): Neben der gefälligen Rokoko-Kirche verdankt Marktoberdorf Clemens Wenzeslaus eine weitere „Sehenswürdigkeit“, nämlich eine zwei Kilometer lange Lindenallee, die vom Schloss in südöstlicher Richtung zum Wald führt und heute „Kurfürstenallee“ genannt wird. Nicht dass die damaligen Oberdorfer sehr begeistert gewesen wären, als Clemens Wenzeslaus die Idee dazu hatte und umsetzen ließ. Sie mussten nämlich Frondienste leisten und das …