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„Die Tribute von Pfronten“: der Bogenparcours Höllschlucht

Kürzlich hatten wir wieder einen italienischen Austauschschüler zu Gast und standen vor dem gemeinsamen Wochenende vor der Frage: Was unternehmen wir mit einem 17-Jährigen, der durch das Austauschprogramm mit Besichtigungen bereits mehr als überfüttert ist? Wir entschieden uns für einen Nachmittag lang Bogenschießen im Bogenparcours Höllschlucht bei Pfronten. Man parkt am Ortseingang von Pfronten-Kappel am Parkplatz für den Waldseilgarten Höllschlucht (über den schreibe ich, sobald wir ihn ausprobiert haben).

Bogenparcours-Parkplatz

Von dort steigt man rund zehn Minuten hinauf zur Hütte, an der man den Eintritt entrichtet und die Leihausrüstung bekommt. Erwachsene zahlen 23 Euro, Kinder von zehn bis 15 Jahren 16 Euro (für jüngere Kinder ist der Parcours nicht gedacht). Wer seine eigene Ausrüstung mitbringt, zahlt nur 8 Euro. Wir haben keine eigene Ausrüstung, für uns war es das erste Mal, dass wir zum Bogenschießen gegangen sind.

Bogenparcours-Ausgangspunkt

Ausgerüstet mit vier Holzbogen in unterschieldlichen Stärken, mit 9 Pfeilen und 6 ledernen Fingerschützern sind wir zur ersten Station des Parcours gegangen, an der die Einweistung stattfindet. Hier erklärte uns eine freundliche Dame die Regeln (es schießt immer nur einer, man darf keinen Pfeil auflegen, wenn vor einem jemand steht, man darf nur auf die Ziele schießen, nicht auf echte Tiere oder gar Menschen …) und zeigte uns, wie man den Pfeil richtig auflegt (die roten Federn schauen zu mir), den Bogen richtig spannt und das Ziel anvisiert (man darf nicht auf den Pfeil schauen, sondern auf die runde Auskerbung im Holz). Dann muss man nur noch loslassen.

Bogenparcours-Einweisung

Besonders das Zielen ist gar nicht so einfach. Ich habe etwa einen Meter an der Zielscheibe vorbeigeschossen. Dann gingen wir zwei Kurven hinauf und in den Wald hinein …

Bogenparcours-Weg-1

… bis sich das zweite Ziel fand: eine sehr kleine Gans. Hölisch schwer zu treffen, selbst vom „gelben“ Abschussplatz aus – das ist der für die Anfänger. Blau ist dann für Fortgeschrittene.

Bogenparcours-Station-2

Mein erstes Erfolgserlebniss hatte ich bei diesem Krokodil, das überraschenderweise im Höllbach haust.

Bogenparcours-Station-3

Ich habe es in den Bauch getroffen! Ein Pfeil war allerdings so weit abgeprallt, dass mein Sohn und ich den Bach auf den Steinen überqueren mussten, um ihn vom anderen Ufer zu holen. Höchst abenteuerlich … mein Sohn meinte, das Pfeileholen würde ihm mehr Spaß machen als das Bogenschießen. Für einen 11-Jährigen ist es auch ganz schön anspruchsvoll.

Entlang des Weges, den auch viele Wanderer nutzen,

Bogenparcours-Weg-2

finden sich insgesamt 13 Stationen, an denen eine Menge Gummitiere auf Schützen warten, etwa ein Schwein …

Bogenparcours-Station-4

… erwischt! (na gut, nur in die Nase, aber immerhin) …

Bogenparcours-Station-4-Nasentreffer

… eine Ziege …

Bogenparcours-Station-5

danach noch ein Bär, ein Wolf, ein Hirsch usw.

Bogenparcours-Station-11

Da wir zu sechst unterwegs waren und jeder jeweils 3 Pfeile verschießen darf, haben wir recht lange gebraucht und den Parcours nur bis Station 11 (von 13) gemacht. Dafür habe ich auf dem Rückweg die Gans mit einem Pfeil getroffen, und das vom blauen Abschussschild aus! Wir hatten alle viel Spaß und sogar das ein oder andere Erfolgserlebnis, obwohl wir den Zettel für die Trefferpunkte gar nicht ausgefüllt haben. Wer möchte, kann also durchaus einen kleinen Wettbewerb mit Siegern nach Punkten durchführen. Eine 4-köpfige Familie sollte etwa zweieinhalb Stunden einplanen, wenn der Parcours ganz durchlaufen bzw. durchschossen werden soll.

Bis zum 2. November 2014 hat der Bogenparcours Höllschlucht täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Mit Beginn der Osterferien 2015 beginnt dort die Bogensaison wieder.

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