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Wanderung über den Römerweg zum Auerberg im Winter

Wanderung über den Römerweg zum Auerberg

Nicht umsonst nutzten vermutlich schon die Römer ihn als Aussichtsposten: Der Auerberg liegt prominent vor den Alpen und bietet bei klarem Wetter eine tolle Aussicht. In diesem sonnigen Februar war mir nach ausgiebigem Wandern mit Sonne und Panorama zumute, deswegen habe ich mich für den etwas längeren Römerweg zum Auerberg entschieden.

Der Römerweg zum Auerberg beginnt in Stötten

Ausgangspunkt unserer Wanderung über den Römerweg zum Auerberg war der Parkplatz vor der Kirche St. Peter und Paul in Stötten.

Kirche St Peter und Paul in Stötten am Auerberg

Von dort geht man ein Stück über die Dorfstraße nach Süden. Dort findet sich die ersten Wegweiser zum Römerweg.

Hinweisschild zum Römerweg in Stötten

Am Dorfrand geht es hinauf, der Sonne entgegen.

Beginn des Römerwegs in Stötten

Der Weg ist teilweise planiert, teilweise gut ausgetreten. Er war auch ohne Schneeschuhe gut zu gehen.

auf dem Römerweg zum Auerberg

An dieser Stelle zweigt der Römerweg nach links in den Wald ab; darauf weisen gleich zwei Hinweisschilder auf dem Schuppen hin

Abzweigung auf dem Römerweg zum Auerberg

Ab hier geht es weiter bergan, durch den Wald, …

auf dem Römerweg zum Auerberg im Winter

oder am Waldrand entlang.

auf dem verschneiten Römerweg zum Auerberg

Ab hier bieten sich immer wieder schöne Panoramablicke.

Panoramablick vom Römerweg am Auerberg

Dann mäandert der Römerweg wieder am Waldrand entlang.

im Winter auf dem Römerweg zum Auerberg unterwegs

Die Kuppe, die man auf dem obigen Bild rechts oben sieht, ist das Buffernandl, ein Aussichtspunkt. Um ihn zu erreichen, folgen wir dem Waldrand und biegen dann nach links ab, um die Kuppe zu ersteigen.

Weg zum Buffernandl auf dem Auerberg

Vom Buffernandl, das von einem Holzkreuz gekrönt ist, hat man tatsächlich eine prächtige Aussicht auf die Berge:

Panoramablick vom Aussichtspunkt Buffernandl auf dem Auerberg

Von dort sind es nur noch ein paar Minuten zum Gipfel des Auerbergs.

auf dem Römerweg zum Gipfel des Auerbergs

Das ist der Gipfel!

Ganz oben thront in 1.053 m ü. N. N. das Wallfahrtskirchlein St. Georg. Direkt darunter befindet sich der Panorama-Gasthof auf dem Auerberg. Wir wären dort gerne eingekehrt, aber er hatte noch Winterferien. (Mann und Tochter meckerten natürlich, dass eine Reisebloggerin und -journalistin das vorab hätte recherchieren müssen. Leider hatten sie recht. Mea culpa!).

Kirche und Gaststätte auf dem Auerberg

Nach ziemlich genau eineinhalb Stunden Gehzeit ist der Gipfel des Auerbergs erreicht.

Kirche St Georg auf dem Auerberg

Leider hatte bei unserem Besuch auch St. Georg geschlossen. Dabei ist das Kirchlein innen sehr hübsch. Außerdem kann man über den Turm zu einer Aussichtsplattform aufsteigen, von der aus man einen spektakulären Blick in die Alpen hat. Die Plattform wurde komplett erneuert und wird ab dem Frühjahr 2019 wieder begehbar sein. Das solltet ihr euch bei einem Besuch auf dem Auerberg nicht entgehen lassen!

Da wir nicht genau denselben Weg zurückgehen wollten, gingen wir erst ein Stückchen die Straße hinunter und bogen unterhalb von St. Georg rechts ab

Beginn des Wegs vom Auerberg nach Stötten

Der Weg führt nach rechts den Auerberg hinunter, bis man kurz vor den Weilern Geisenhofen und Hofstatt den Wald verlässt.

Blick auf Geisenhofen und Hofstatt

Danach trifft man auf einen Feldweg, der in einem weiten Bogen nach links führt. Bei unserer Winterwanderung war er durch eine Traktorspur erkennbar. Zum Gehen war sie nicht ganz so gut, hier hätte ich mir doch Schneeschuhe gewünscht.

Feldweg vom Auerberg nach Stötten im Winter

Der Feldweg führt weiter nach links und ein Stückchen bergauf, bis man im Wald wieder auf den Römerweg trifft. Die Wegkreuzung ist beschildert und der Römerweg nicht zu verfehlen. Nach einer Dreiviertelstunde ist der Parkplatz in Stötten wieder erreicht. Da wir nach rund 3 Stunden Gehzeit ziemlich hungrig waren, kehrten wir ausgiebig im Landgasthof Sonne ein. Nachmittags gibt es dort kleine Brotzeiten und Kuchen, die uns sehr gemundet haben.

Fazit zu unserer Wanderung über den Römerweg zum Auerberg

  • Die einfache Strecke von Stötten bis zum Auerberg-Gipfel beträgt etwa 4,5 km.
  • Mit unserer Runde um den Gipfel herum kamen wir auf eine Gesamtstrecke von 10 km.
  • Es sind etwa 390 m Höhendifferenz nach oben (und natürlich auch wieder nach unten) zu überwinden. Es ist also keine sehr anstrengende Wanderung, aber schon deutlich mehr als ein Spaziergang.
  • Die gesamte Gehzeit für die beschriebene Strecke beträgt etwa 3 1/4 Stunden.
Wanderung über den Römerweg zum Auerberg #allgäu


Falls ihr euch für weitere Wege auf den Auerberg interessiert, empfehle ich euch meinen Post zum Aufstieg auf den Auerberg von Salchenried aus. Falls euch der Sinn nach einer anderen, wenig anstrengenden Winterwanderung steht, interessiert euch vielleicht mein Post über die kleine Wanderung über die Kurfürstenallee bei Marktoberdorf im Winter.

traditionelle Schalengge mit Heu beladen auf dem Schalenggenrennen Pfronten

Riesen-Faschingsgaudi: das Schalenggenrennen Pfronten

Wenn am Faschingssamstag genügend Schnee liegt, findet das Schalenggenrennen Pfronten statt, und das schon seit 1979. 2018 habe ich mir das Rennen zum ersten Mal angesehen und mich dabei königlich amüsiert. Was die Pfrontener da auf die Beine stellen, knüpft an eine alte Tradition an, fördert das Gemeinschaftsgefühl, ist touristisch lohnend und überhaupt eine Riesengaudi. Mein Kompliment an den Kappeler Schalengger-Verein, der das Ganze ausrichtet.

Vielleicht sollte ich aber zunächst erklären, worum es dabei überhaupt geht: Eine Schalengge (ausgesprochen wird das Wort als Schaleng-ke) ist ein Hörnerschlitten. Den haben die Bauern früher benutzt, um im Winter Feuerholz und Heu von den Bergweiden ins Tal zu bringen. Das war eine anstrengende Arbeit, denn zunächst musste man ja durch den tiefen Schnee bergan stapfen und den großen Schlitten hinaufziehen und -schieben. Wenn er dann voll beladen war, kam der lustigere Teil: Man schlitterte mit der ganzen Fuhre zurück ins Tal. Das war allerdings auch schweißtreibend und nicht ungefährlich, denn besonders gut steuern lässt sich eine Schalengge nicht.

An diese alte Tradition wollten die Pfrontener anknüpfen, als sie 1977 die Idee hatten, ein Schalenggenrennen abzuhalten. Ein paar Männer, die beim ersten Rennen 1979 schon dabei waren, sind auch beim 31. Rennen im Jahr 2018 noch mitgefahren und haben traditionelle Schalenggen gesteuert. Beeindruckend!

So geht es zu beim Schalenggenrennen Pfronten

Gefahren wird über eine etwa 1 km lange Piste am Hündeleskopf-Hang in Pfronten-Kappel. 2018 gingen 155 Zweier-Teams an den Start, darunter fuhren zehn mit traditionellen Schalenggen, der Rest mit moderneren Hörnerschlitten. Die Starter kommen übrigens keineswegs alle aus Pfronten, sondern auch aus der näheren und weiteren Umgebung. Viele Teams kleiden sich ebenfalls taditionell, andere lustig bis abenteuerlich. Klar, es ist ja auch Fasching.

Zunächst gilt es, den Schlitten bis zum Startpunkt hinaufzuziehen …

Schalenggenrennen Pfronten - Team 60 beim Aufstieg

oder zu tragen.

Schalenggenrennen Pfronten - Team 33 beim Aufstieg

Die ersten Schaulustigen sind auch schon da, und so wandert eine ganze Karawane bergan.

Schalenggenrennen Pfronten 2018 - Team 75 beim Aufstieg

Aber man kann zwischendrin ja auch mal verschnaufen.

Schalenggenrennen Pfronten 2018 - zünftige Teilnehmer vor dem Rennen

Den ersten Teil des Rennens haben wir von der Mitte der Strecke aus beobachtet. Hier gibt es einen leichten Absatz, auf man die Rodler in ihren unterschiedlichen Gewandungen und Rodelstilen aus der Nähe betrachten konnte.

Schalenggenrennen Pfronten - der mittlere Abschnitt der Rodelstrecke

Auf dem Eröffnungsschlitten fährt auch die jeweilige Pfrontener Heuköngin mit, schließlich ist sie touristisch ebenfalls bedeutsam. So ganz wohl schien ihr bei der Sache allerdings nicht zu sein …

Schalenggenrennen Pfronten - die Heukönigin bei der ersten Abfahrt


Und dann ging es richtig ab …

Jedes Team hat seinen individuellen Rodelstil

Bei manchen staubt es nur so …

Voller Einsatz beim Schalenggenrennen

Andere lassen es etwas bäriger angehen:

Rodelbären beim Schalenggenrennen

Der Fahrer sitzt normalerweise, der Helfer (allgäuerisch: Healfar) liegt aber manchmal auch, damit er besser mitsteuern und -bremsen kann.

Schalenggenrennen - Team mit liegendem Beifahrer

Manchmal muss der Helfer auch schieben.

Schalenggenrennen - Team mit kniendem Beifahrer

Gut festhalten ist auf jedem Fall angesagt, …

Schalenggenrennen Pfronten 2018 - Team 17 voll im Einsatz

… auch für den Fahrer.

wilde Rodler im vollen Einsatz beim Schalenggenrennen in Pfronten 2018

Anschließend sind wir weiter hinauf gegangen, näher an die Stelle, wo die Schalenggen aus dem Wald herauskommen und über den Weg fahren, der sich als Schanze erweist.

An der Rodelstrecke beim Schalenggenrennen Pfronten

Spektakultäre Rodeltechniken an der Schanze

Einige Teams waren ganz schön schnell (der Tagessieger brauchte 2018 übrigens nur 47 Sekunden für die ganze Strecke). An der Schanze muss man aber schon aufpassen …

rasendes Rodelteam beim Schalenggenrennen Pfronten
packender Moment beim Schalenggenrennen Pfronten
abhebender Hörnerschlitten

Manch einer hat die Schanze auch etwas zu schnell genommen. Dann steigt er halt wieder auf.

Wiederaufsteigen beim Schlittenrennen

Echte Schalenggar setzen den Weg ins Tal selbst dann fort, wenn sie engültig abgestiegen sind und nur einen Teil des Schlittens ins Ziel bringen können:

Mann mit Horn eines zerbrochenen Hörnerschlittens

Da gilt es schon noch ein Stückchen zu wandern …

Blick talabwärts über die Rodelstrecke beim Schalenggenrennen Pfronten

Authentisch und schön: die traditionellen Schalenggen

Mir persönlich gefallen die traditionellen Gefährte besonders gut. Sie treten beim Schalenggenrennen Pfronten unter dem Namen Originalar an. Die erste originale Schalengge wurde von einem Damenteam gesteuert. Die hintere der beiden Fahrerinnen ist übrigens Michaela Waldmann, die erste Bürgermeisterin von Pfronten. Pfronten hat eben auch Frauenpower!

Damenteam mit traditioneller Schalengge beim Hörnerschlittenrennen Pfronten

Hier seht ihr, wie man Brennholz auf einer Schalengge transportiert. Wegen des höheren Gewichts wird es nicht so hoch aufgestapelt:

Hörnerschlitten mit Brennholz beladen

Der Helfer kann auf einer traditionellen Schalengge stehen.

Schalengge mit Brennholz von hinten

Es sei denn natürlich, er hat sich auf der Schanze nicht gut genug festgehalten. Dann muss der Fahrer eben anhalten und warten, bis das Team wieder komplett ist und seine Fahrt fortsetzen kann …

kleine Wartepause beim Schalenggenrennen Pfronten
joggender Helfer beim Hörnerschlittenrennen

Den letzten Teil des Hörnerschlittenrennens haben wir uns vom Zielbereich aus angesehen.

Die Tücken der Zielgeraden

Auch das letzte Stück der Rodelstrecke hat so seine Tücken.

unterer Teil der Rodelstrecke beim Schalenggenrennen Pfronten

Immerhin ist der Zielbereich gut gepolstert.

Zielbereich der Rodelstrecke beim Hörnerschlittenrennen Pfronten

Das muss er aber auch sein, denn kurz vor dem Ziel geht es noch rasant zur Sache.

drei auf der Zielgeraden beim Schalenggenrennen Pfronten
Endspurt beim Schalenggenrennen Pfronten
abheben beim Schalenggenrennen Pfronten

Am Ende sind aber die meisten doch recht sanft gelandet …

sanfte Landung beim Schalenggenrennen Pfronten

Jedenfalls diejenigen, die es mitsamt dem Schlitten bis ins Ziel geschafft haben.

spektakuläre Zieleinfahrt beim Schalenggenrennen Pfronten

Damit ihr einen noch besseren Eindruck davon bekommt, wie wild und lustig es beim Schalenggenrennen Pfronten zugeht, habe ich euch auch ein kleines Video mitgebracht:

Ich habe es oben ja schon geschrieben: Das war wirklich eine Riesengaudi! Wenn ihr am Faschingssamstag im Allgäu seid und genug Schnee liegt, solltet ihr die auf keinen Fall verpassen.

Faschingsgaudi im Allgäu - das Schalenggenrennen Pfronten

Falls Ihr euch für weitere Faschingsveranstaltungen im Allgäu interessiert, empfehle ich euch auch meinen Post Fasching im Allgäu – Brauchtum, Umzüge und andere Events. Für den Fall, dass ihr beim Rodeln nicht nur zuschauen, sondern auch selbst auf einen Schlitten steigen wollt, dürfte euch mein Best-of-Post Schlittenfahren im Allgäu: unsere besten Rodeltouren interessieren.

Winterwanderweg zur Alpe Sonthofer Hof bei Sonthofen

Winterwanderung zur Alpe Sonthofer Hof mit dem Schlitten

Zur Alpe Sonthofer Hof führt vom Ortsteil Altstädten aus ein Weg, der im Winter planiert wird. Man kann also auch ohne Schneeschuhe hinaufwandern. Wer mag, kann den Schlitten mitnehmen. Die Alpe wird an den Winterwochenenden vom Skiclub Sonthofen bewirtschaftet.

Von Altstädten zur Alpe Sonthofer Hof

Wie haben am südöstlichen Ortsausgang von Altstädten geparkt (47°29’01.4″N 10°17’22.3″E). Von dort führt eine Straße bergan, die bis zu einem Bauernhof geräumt ist. Die ersten 200 m muss man den Schlitten also tragen.

Anfang des Wanderwegs von Altstädten zur Alpe Sonthofer Hof

Danach wandelt sich die Straße zu einem richtigen Winterwanderweg, der zunächst durch den Wald führt.

Winterwanderweg bei Altstädten im Allgäu

Dann windet er sich in Kurven bergan …

Wanderweg zur Alpe Sonthofer Hof im Winter

und gibt den Blick auf ein herrliches Winterpanorama frei. Hier sehr ihr die Gipfel der Sonnenköpfe:

Die Sonnenköpfe bei Sonthofen im Winter

Kurz darauf eröffnet sich ein fantastischer Ausblick auf die Allgäuer Hochalpen:

winterliches Bergpanorama bei Sonthofen

Danach kommt ein etwas flacheres Wegstück (auf dem Rückweg haben wir die Schlitten auf diesem Stück gezogen.)

Winterwanderweg zur Alpe Sonthofer Hof

Zur Linken kommt dann der Grünten in den Blick – er ist wirklich aus jeder Perspektive ein Hingucker:

Der Grünten im Winter

Nach einem weiteren Anstieg durch den Wald …

Winterwald mit Brücke

kommt die Alpe Sonthofer Hof in Sicht (der Gipfel hinter ihr ist das Sonthofer Hörnle).

Alpe Sonthofer Hof und Sonthofer Hörnle im Winter

Nach einem letzten kurzen Anstieg ist die Alpe ereicht.

die Alpe Sonthofer Hof im Schnee

Ich habe gleich mal den Schlitten geparkt und mir drinnen ein großes Stück Kuchen bestellt.

Schlitten vor der Alpe Sonthofer Hof im Winter

Die Stube ist einfach und klein, aber sehr warm und gemütlich. Nach der Pause konnte ich den Blick ins Tal erst richtig genießen.

Blick auf Sonthofen im Winter

Und dann kam der beste Teil: Auf zum Rodeln!

Schlitten vor der Abfahrt

Man kann zwar nicht die ganzen 4 km am Stück rodeln, aber dafür bleibt zwischendrin noch Zeit, um die wunderschöne Winterlandschaft bewusst zu genießen.

Winterlandschaft in den Allgäuer Alpen

Ich habe die Wander-und-Rodel-Tour zur Alpe Sonthofer Hof sehr genossen und empfehle sie gern weiter.

Info

  • Der Weg vom Parkplatz bis zur Alpe Sonthofer Hof ist ziemlich genau 4 km lang.
  • Der Aufstieg dauert etwa 1,5 Stunden.
  • Die Alpe liegt auf 1141 m, es sind etwa 360 Höhenmeter zu bewältigen.
  • Für die Abfahrt mit dem Schlitten haben wir (mit einem Stück zu gehen und etwas Zeit zum Fotografieren zwischendrin) eine knappe halbe Stunde gebraucht.
  • Die Alpe ist im Winter nur Samstag und Sonntag bewirtschaftet.
Rodeln von der Alpe Sonthofer Hof

Falls ihr euch für weitere Winterwanderungen im Allgäu interessiert, empfehle ich euch meinen Post zu unseren besten Rodeltouren.

Schönstes Foto - die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau im Winter

Meine schönsten Allgäu-Bilder 2018-2 #FopaNet

Grundsätzlich versuche ich natürlich immer, euch nur meine schönsten Allgäu-Bilder zu zeigen. Aber wenn Michael von Erkunde die Welt zur halbjährlichen Fotoparade unter dem #FopaNet aufruft, sehe ich meine Fotos ganz besonders kritisch durch. Allerdings nach anderen Gesichtspunkten als sonst, denn für die Fotoparade gilt es, passende Bilder zu den vorgegebenen Kategorien zu finden. Das macht mir jedes Mal viel Freude. Ich hoffe, es geht euch beim Anschauen der Bilder auch so.

Meine schönsten Allgäu-Bilder aus dem 2. Halbjahr 2018

Für die Kategorie „schönstes Foto“ habe ich das Titelfoto zu diesem Beitrag ausgewählt. Es ist kurz nach Weihnachten entstanden, an einem herrlichen Frosttag. Zum Motiv muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen, denn die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sind weltberühmt. Sie gehören garantiert zu den meistfotografierten Motiven in ganz Bayern. Aus dieser Perspektive (vom Schwanseepark aus) und zu dieser Jahreszeit finde ich sie aber ganz besonders schön.

Abstrakt

Hm, gar nicht so einfach, in meinem sehr konkreten Allgäu ein abstraktes Motiv zu finden. Aber dann fiel mir der Besinnungsweg GE(h)ZEITEN bei Nesselwang ein, den ich an einem herrlichen Oktobertag gegangen bin. Dort stand die Welt innerhalb eines abstrakten Ornaments Kopf.

#FopaNet Abstrakt - Blick durch die Glaskugel

Genau genommen handelt es sich um eine Station am Besinnungsweg, bei der man durch eine Glaskugel blickt. Die Landschaft, die ihr in der Kugel gespiegelt seht, sah ich hinter der Säule mit der Kugel richtig herum. Ist das nicht ein hübscher Effekt?

Aussicht

Das ist im Grunde eine einfache Kategorie, wenn man Allgäu-Bilder postet. Denn hier gibt es unzählige Orte, von denen aus man eine fantastische Aussicht hat. Aber dann versucht mal, daraus die beste auszuwählen. Sehr schwierig! Am Ende habe ich mich für eine typische Aussicht entschieden: Hier seht ihr vom Panoramaweg am Ofterschwanger Horn auf den Grünten, den „Wächter des Allgäus“. Er heißt so, weil er allein vor den Allgäuer Alpen steht, gewissermaßen als Wächter am Eingang zum Bilderbuch-Allgäu.

Aussicht - vom Ofterschwanger Horn auf Sonthofen und den Grünten #FopaNet 2018-2

Krasse Sache

Tja, dieses Jahr war ich zum ersten Mal bei Börwang brennt, einem Krampus- und Perchtenlauf, der alle vier Jahre Ende November stattfindet. Das ist ein Riesenspektakel, bei dem gruselige Gestalten im roten Feuerschein durch das Dorf ziehen. Ursprünglich sollten die Krampusse und Perchten böse Wintergeister vertreiben. Wenn man sie ansieht, glaubt man sofort, dass das funktioniert. Leider waren sie sehr schwer zu fotografieren, aber mit diesem Bild kann ich euch hoffentlich davon überzeugen, dass es sich bei dieser Veranstaltung wirklich um eine krasse Sache handelt.

furchterregender Krampus bei Börwang brennt - Krasse Sache

Falls ihr mehr davon sehen wollt: Hier geht es zu meinem Post über Börwang brennt 2018.

Landschaft

Landschaft gibt es im Allgäu ebenfalls reichlich. Ich habe für die Fotoparade ein Bild herausgesucht, das eine eher unspetakuläre Landschaft östlich von Oy-Mittelberg zeigt. Es ist an einem frostkalten Novembertag entstanden, an dem sich die Sonne nach und nach durch die Nebelschwaden kämpfte und schließlich triumphierte. Ich konnte mich nicht sattsehen …

Landschaft - winterliche Nebel-Sonne-Szene im Ostallgäu #FopaNet

Rot

Dazu ist mir sofort ein Bild eingefallen. Rot sind die Hagebutten, die noch an den Heckenrosenbüschen hängen. Dazu ein blauer Himmel und etwas Raureif, dann sind die roten Früchtchen perfekt in Szene gesetzt.

Rot - geeiste Hagebutten #FopaNet

Und dann fiel mir noch ein zweites Motiv ein: Ende Oktober hatten wir einen kleinen Wintereinbruch. Wir haben einen Spaziergang bei Ofterschwang gemacht, uns über den ersten Schnee gefreut und sind dann an der Hochbichlhütte vorbeigekommen. Dort war man vom Schnee offensichtlich völlig überrascht worden, jedenfalls erwarteten uns dort diese etwas verdutzt wirkenden Gummitiere: Rot auf Weiß.

Tierisch

Gut, dass ich für diese Kategorie ein Kuhfoto ausgesucht habe, ist natürlich nicht sehr originell. Aber es geht hier schließlich um Allgäu-Bilder, da gehört ein Kuhfoto einfach dazu. Oder zwei. Das erste ist eine etwas skeptisch blickende Wiederkäuerin, der ich im November auf einer Weide bei Ottobeuren begegnet bin. Ich mochte sie auf Anhieb.

Tierisch - skeptische Kuh #FopaNet

Kühe, insbesondere Jungtiere (Schumpen) treten bekanntlich häufig in Herden auf. Besonders malerisch ist das beim Almabtrieb, der im Allgäu Viehscheid heißt und im September stattfindet. Dieses Jahr habe ich den Viehscheid in Bolsterlang besucht und war sehr angetan. Dabei habe ich dieses zünftige Foto von kräftigen Allgäuer Burschen und ihrer Herde geschossen.

Tierisch - Viehscheid in Bolsterlang #FopaNet

Zu meinem Post über den Viehscheid in Bolsterlang geht es hier. Da ist sogar ein kleines Video dabei.

Haben euch meine Allgäu-Bilder gefallen? Welches mögt ihr am liebsten? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Meine schönsten Allgäu-Bilder aus dem 2. Halbjahr 2018 - Fotoparade #FopaNet 2018-2

Wie immer habe ich mir auch die Beiträge der anderen Teilnehmer an der Fotoparade angesehen.

Einige davon möchte ich euch ans Herz legen, nämlich diejenigen, die besonders schöne Fotos aus Deutschland zeigen:

Cornelia von Silver Travallers hat wundervolle Aufnahmen aus Ost- und Norddeutschland zusammengestellt.

Miriam und Johannes von northstarchronichles.de haben Hamburg und das Alte Land fotografisch liebevoll in Szene gesetzt.

Andreas von reisewut.com präsentiert unglaublich schöne Landschaftsbilder aus der Umgebung von Recklinghausen. Seine Pferdefotos sind auch toll.

Aurorawillwandern ist wörtlich zu verstehen, denn Aurora hat lauter sehenswerte Landschaftsaufnahmen von ihren Wanderungen auf dem AhrSteig und dem Saar-Hunsrück-Steig zusammengestellt.die schönsten Seiten vom

Herbb von servus-servus.de ist um seinen Arbeitsweg in der Nähe von Augsburg nur zu beneiden: Von dort hat er sagenhaft schöne Tier- und Landschaftsaufnahmen mitgebracht. Am besten gefällt mir aber seine abstrakte Aufnahme – seht sie euch selbst an!

Björn hat tolle Aufnahmen von seinen bergtouren-im-allgaeu.de herausgesucht. Ein außergewöhnliches Steinbock-Portrait ist auch dabei.

In Sophias Welt dreht sich alles um nachhaltiges Reisen, was ich sehr sympathisch finde. Sie hat wunderbare Fotos aus Bayern für die Fotoparade ausgewählt.

Anne war am Ammersee, in Oberschwaben und im Allgäu unterwegs. Eines der besten Kuhfotos, die ich seit langem gesehen habe, zeigt sie auf anne-art.com.

Winterwanderung zum Rodeln von der Kappeler Alp

Endlich richtig Schnee in den Weihnachtsferien – da haben wir gleich unsere Schlitten eingepackt und sind nach Pfronten gefahren, zum Rodeln von der Kappeler Alp. Vor dem Rodeln kommt natürlich der Aufstieg, das Ganze ist also eine zünftige Winterwanderung.

Auf die Kappeler Alp führen mehrere Wege. Wir haben uns für den Aufstieg von Pfronten-Kappel aus entschieden. Dieser Weg ist ca. 4 km lang und führt von rund 850 m ü. N. N. bis auf 1.350 m. Ihr solltet etwa 1,5 Std. Gehzeit dafür einplanen. Falls ihr mit der Familie unterwegs seid: Ich empfehle die Strecke für normal fitte Kinder ab etwa 10 Jahren.

Winterwanderung auf die Kappeler Alp bei Pfronten

Startpunkt ist der Weg, der am Steinbach entlang zum Waldseilgarten und Bogenparcours Höllschlucht führt (47°36’26.7″N 10°32’13.0″E).

Startpunkt der Wanderung auf die Kappeler Alp bei Pfronten

Man überquert die hölzerne Fußgängerbrücke …

Holzbrücke in Pfronten-Kappel

und folgt dem Weg nach oben. Nachdem ihr Teile des Waldseilgartens passiert habt, landet ihr auf einer Forststraße, die tüchtig bergan führt.

Weg zur Hündeleskopfhütte im Winter

Beim Aufsteigen solltet ihr euch (je nach Tageszeit) an einer Seite halten und hintereinander gehen, denn es kommen immer wieder Rodler von oben heruntergefahren.

Nach einer durchaus schweißtreibenden guten halben Stunde kommt ihr an diese Weggabelung. Links geht es zur Hündeleskopfhütte, die in etwa 10 Gehminuten zu erreichen ist. Sie ist übrigens die erste vegetarische Hütte im Allgäu, mir schmeckt es dort immer sehr gut.

Abzweigung zur Hündeleskopfhütte bei Pfronten

Aber wir wollten diesmal ja zur Kappeler Alp und sind deswegen dem rechten Weg gefolgt. Er ist zunächst ein wenig flacher, was nach dem Anstieg über rund 250 Höhenmeter recht angenehm ist. (Beim Rodeln von der Kappeler Alp gibt es deswegen ein Stück, wo man absteigen und den Schlitten wieder ziehen muss.)

Winterwanderweg zur Kappeler Alp

Am Schluss geht es aber nochmals tüchtig bergauf,

Aufstieg zur Kappeler Alp im Schneetreiben

was es ja muss, nachdem noch weitere 250 Höhenmeter zu bewältigen sind. Nach ein paar Serpentinen kommt dann endlich die ersehnte Hütte in Sicht.

Die Kappeler Alp bei Pfronten im Winter

An klaren Tagen hätten wir zuerst die Aussicht bewundert. Im dichten Schneetreiben war es mit der Aussicht aber nicht sehr weit her, also parkten wir unsere Schlitten …

Schlitten vor der Kappeler Alp

und schlüpften dann gleich in die warme Gaststube. Es gibt sogar zwei Stuben, wir saßen in der kleineren der beiden.

Gaststube in der Kappeler Alp bei Pfronten

Nach eineinhalb Stunden Aufstieg durch den Schnee hatten wir ordentlich Hunger. Glücklicherweise konnte uns geholfen werden:

Schnitzel mit Kartoffelsalat in der Kappeler Alp

Nach dem Essen machte der Schneefall eine kleine Pause. Ein Blick aus dem Fenster zeigte uns, dass es von dort doch eine Aussicht gibt.

Blick aus der Gaststube der Kappeler Alp im Winter

Und was für eine!

Winterlandschaft zu Füßen der Kappeler Alp bei Pfronten

Aber wir waren ja zum Rodeln von der Kappeler Alp gekommen. Also zogen wir die Handschuhe wieder an und holten die Schlitten.

Los geht’s zum Rodeln von der Kappeler Alp!

Da ich weder mit Stirnkamera noch mit Drohne unterwegs bin, sondern nur mit einer Kamera, kann ich beim Rodeln selbst nicht fotografieren oder filmen. Also habe ich euch ein kleines Video zusammengeschnitten, das unsere drei Versuchsjugendlichen beim Rodeln von der Kappeler Alp bis hinunter nach Pfronten-Kappel zeigt. Erst wollte ich Musik darüberlegen, aber dann fand ich das Fauchen des Windes so beeindruckend, dass ich es euch nicht vorenthalten wollte. Die Abfahrt dauert insgesamt etwa 20 Minuten (mit Gehpause) und macht richtig viel Spaß.

Falls ihr euch für weitere Rodelausflüge interessiert, empfehle ich euch meinen Post Schlittenfahren im Allgäu: unsere besten Rodeltouren. Bei Pfronten liegt übrigens die längste Rodelstrecke des Allgäus, nämlich die am Breitenberg. Sehr schön ist auch eine Winterwanderung zur Gundhütte, zu der man von Pfronten-Röfleuten aus startet. Dort war ich natürlich ebenfalls mit dem Schlitten, sie ist aber auch als Schneeschuhwanderung empfehlenswert.

Winterwanderung zum Rodeln von der Kappeler Alp bei Pfronten im Allgäu


Festliche Weihnachtsdekoration in der Krippenstadt Mindelheim

Bezaubernde Weihnachtszeit in der Krippenstadt Mindelheim

Die Unterallgäuer Kreisstadt ist nicht nur als Ort des Frundsbergfests bekannt, sondern auch als Krippenstadt Mindelheim. Sie hat auch überzeugende Gründe, sich mit diesem Beinamen zu schmücken: Zum einen sind in der Weihnachtszeit vom ersten Advent bis Mariä Lichtmess am 2. Februar tatsächlich mehrere ungewöhnliche Krippen in den Kirchen der Stadt zu sehen. Zum anderen hat ganzjährig ein eigenes Krippenmuseum geöffnet. Ich persönlich finde zudem, dass der Festschmuck, den die Stadt im Advent anlegt, ganz besonders hübsch ist. Mindelheim ist eigentlich immer einen Besuch wert, aber zur Weihnachtszeit ganz besonders.

Weihnachtliches Mindelheim

Die Innenstadt mit ihren barocken Fassaden leuchtet im Advent festlich und ist zur blauen Stunde absolut bezaubernd.

adventlich geschmücktes Mindelheim

Die Lichtergirlanden sind ein bisschen nostalgisch angehaucht.

Engel in Lichtergirlande

festliche Weihnachtsbeleuchtung in Mindelheim

Der Marienplatz strahlt regelrecht im Lichterglanz.

Der Mindelheimer Marienplatz zur Weihnachtszeit

Rund um die Pfarrkirche St. Stefan findet um das zweite und dritte Adventswochenende (jeweils von Donnerstag bis Sonntag) ein Weihnachtsmarkt statt. Dort bieten neben den üblichen Händlern auch einige Vereine Selbstgemachtes an, es gibt ein Kinderkarussell, eine kleine Bühne für Livemusik und einen Wagen, in dem man sich eine biblische Geschichte erzählen lassen kann.

Eingang zum Weihnachtsmarkt Mindelheim

Weihnachtsmarkt Mindelheim

Blick auf den Weihnachtsmarkt Mindelheim

Es ist ein netter kleiner Weihnachtsmarkt, der nichts touristisch Aufgebrezeltes hat, sondern wirklich ein Treffpunkt der Einheimischen ist. Sehr sympathisch!

Eine Entdeckerrunde durch die Krippenstadt Mindelheim

Das Kulturamt der Stadt Mindelheim bietet in der Weihnachtszeit spezielle Krippenführungen an. Ich habe an einer teilgenommen und dabei fleißig fotografiert, damit ich euch davon möglichst viel zeigen kann:

Vielfältig: Die Krippe aus Klosterwald in der Pfarrkirche St. Stephan

Die Kirche St. Stephan birgt in ihrem Vorraum die so genannte Klosterwald-Krippe. Sie heißt so, weil sie ab 1938 in der Schule der „Englischen Fräulein“ in Klosterwald bei Ottobeuren ausgestellt wurde. Die ältesten Figuren aus dieser Krippe stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Klosterwald-Krippe in St. Stephan Mindelheim

Es ist eine ziemlich große Krippe mit insgesamt etwa 160 Figuren. Neben der Geburt Jesu werden mehrere weitere alt- und neutestamentliche Szenen gezeigt, von der Opferung Isaaks bis zur Hochzeit von Kanaa. Dieser letzte Teil findet allerdings in St. Stephan keinen Platz, weswegen er in der Jesuitenkirche ausgestellt wird. Aber werfen wir zunächst noch einen Blick auf die Klosterwald-Krippe.

Hier seht ihr David (links) und den von ihm bereits „umgelegten“ Goliath. Die übrigen Krieger der Philister blicken aus verständlichen Gründen recht grimmig drein.

David und Goliath in der Krippe aus Klosterwald

Das Herzstück der Krippe ist zugleich das älteste:

Herzstück der Klosterwald-Krippe in Mindelheim (2)

Die Wachsgesichter der Engel sollen noch aus der Biedermeierzeit stammen.

Biedermeier-Engel

Immer sehenswert: die Spitalkrippe

Sie befindet sich an einem eher ungewöhnlichen Ort, nämlich in der Mitte der Parkhaus-Passage in Mindelheim.

Eingang zur Parkhaus-Passage in Mindelheim

Das liegt daran, dass hier früher das Heilig-Geist-Spital lag. Die Krippe ist (fast) das ganze Jahr über zu sehen. Dabei wechseln die gezeigten Szenen immer mal wieder.

Die Spitalkrippe in der Krippenstadt Mindelheim

Ihr müsst in der Passage aufmerksam sein, denn die Krippe liegt recht dunkel. Vor der Scheibe ist ein Einwurfschlitz. Wenn ihr dort eine kleine Münze einwerft – 5 oder 10 Cent reichen – geht das Licht an und die Spieluhr mit dem segnenden Jesuskind beginnt ihren Lauf zur Melodie von Ihr Kinderlein kommet. Die Spieluhr ist rund 100 Jahre alt und ganz reizend. Ich habe euch davon ein kleines Video mitgebracht:

Original aus Mindelheim: die Weihnachtsszene in der Liebfrauenkapelle

Die Liebfrauenkapelle liegt etwas außerhalb der Mindelheimer Altstadt. Das kommt daher, dass sie zum früheren Leprosenhaus gehört, dessen Fassade ihr hinter der Kapelle sehen könnt. Dort wurden Menschen mit ansteckenden Krankheiten gepflegt; sie konnten über einen Balkon an den Gottesdiensten in der Kapelle teilnehmen.

Die Liebfrauenkapelle in Mindelheim - Außenansicht

Die Kapelle wurde bereits 1360 erbaut, um 1650 barockisiert und 1725 dann im Rokokostil umgestaltet. Aus der Barockzeit um 1645 stammt die Weihnachtsszene des Mindelheimer Bildhauers Georg Schenk.

frühbarocke Krippenszene in der Liebfrauenkapelle Mindelheim

Die Hirten sehen sympathischerweise wie echte Allgäuer aus. Der Heilige Franziskus, der links kniend zu sehen ist, wird in der biblischen Weihnachtsgeschichte natürlich nicht erwähnt. Der Künstler fand aber wohl, dass er gut dazu passe: Schließlich gehen die szenischen Darstellungen von Jesu Geburt und als Folge auch die Krippen auf den Heiligen zurück.

Frühbarocke Krippe in der Mindelheimer Liebfrauenkapelle

Einen nicht-weihnachtlichen Blick solltet ihr auch auf die spätbarocke Bildtafel weiter links an der Kapellenwand werfen, die sogenannte Mindelheimer Sippe. Sie zeigt eine Personengruppe, in deren Zentrum die Anna selbdritt (Maria und ihre Mutter Anna mit dem Jesuskind) steht. Die Figuren tragen alle die Mode ihrer Zeit, an der man sich heute bei der Ausstaffierung der entsprechenden Darsteller beim historischen Frundsbergfest Mindelheim orientiert.

Die Mindelheimer Sippe in der Liebfrauenkapelle

Highlight: Die Großkrippe in der Jesuitenkirche

Die buchstäblich größte Krippe in der Krippenstadt Mindelheim ist die ebenfalls barocke Großkrippe, die alljährlich in der Jesuitenkirche aufgebaut wird. Sie war früher wohl noch viel größer, umfasst aber heute immer noch um die 80 lebensgroße Figuren. Sie werden auf der rechten Chorseite im Altarraum aufgebaut.

barocke Großkrippe in der Jesuitenkirche Mindelheim

Mir gefällt die etwas vollschlanke Maria mit ihrem ungewöhnlich ansehnlichen Josef sehr gut. Josef wird ja oft als Greis dargestellt, aber der hier ist im besten Mannesalter.

Die Heilige Familie in der barocken Großkrippe in Mindelheim

Um die Heilige Familie versammelt sich eine erstaunlich vielfältige Schar. Links im Hintergrund sind jüdische Schriftgelehrte zu sehen. Davor reitet der Tross der drei Weisen aus dem Morgenland herbei, im Vordergrund galoppiert die Königin von Saba. Die gehört eigentlich nicht direkt zur Weihnachtsgeschichte, macht sich aber sehr gut in ihrem prächtigen blauen Kleid auf dem hölzernen Schimmel.

Barocke Großkrippe in Mindelheim

Die Kleider wurden vor einigen Jahren von einer Mindelheimerin neu gefertigt, da die barocken Originalgewänder im Laufe der Zeit zerfallen waren. Die Königin von Saba bekam sogar eine neue Echthaarperücke, deren Locken jedes Jahr von einem ortsansässigen Friseur in Form gebracht werden.

Die Königin von Saba in der baocken Großkrippe in Mindelheim

Überhaupt sind die einzelnen Figuren mit viel Liebe zum Detail ausgestattet.

Mohrenbüble in der Krippe in der Jesuitenkirche Mindelheim

Die rechte Hälfte der Großkrippe gehört den Einheimischen. Diese zwei Mädchen tragen die früher typischen Mindelheimer Hauben auf dem Kopf. Früher bekamen sie sogar selbst Gebackenes in die Hände bzw. in den Korb gelegt, aber das animierte offenbar zu viele Leute zum Anknabbern.

Krippenfiguren mit Mindelheimer Hauben

Diese Großkrippe ist wirklich beeindruckend, die solltet ihr euch bei einem Mindelheim-Besuch in der Weihnachtszeit nicht entgehen lassen.

Zwei ungewöhnliche Schätze: Stippvisite im Krippenmuseum

Die Krippenstadt Mindelheim schmückt sich nicht nur zur Weihnachtszeit. Sie leistet sich auch ganzjährig ein eigenes Krippenmuseum, das gleich hinter der Jesuitenkirche im ehemaligen Jesuitenkolleg liegt. Es wurde im Oktober 2018 nach einer kompletten Modernisierung neu eröffnet.

Eingang zu den Museen der Stadt Mindelheim

Im Zuge der Sichtung der umfangreichen Schätze waren zwei Schätze entdeckt worden, deren Bedeutung zuvor niemand erkannt hatte. Heute sind sie gebührend prominent platziert.

Das älteste Jesuskind der Welt: das „Haushälterle“

Diese Darstellung vom Jesuskind, das seinen Finger in den Mund steckt, finde ich sehr rührend. Seine Herkunftsgeschichte ist es auch (obwohl nicht sicher ist, dass sie stimmt): Die Figur soll aus einem Kloster in Leutkirch stammen, dessen Nonnen alle bei der Pestepidemie 1348 starben. Als das Kloster später wiederbesiedelt wurde, sollen die neuen Schwestern es gefunden haben.

Das Haushälterle - das älteste Jesuskind der Welt

Den Namen „Haushälterle“ bekam es, weil es im Kloster ein Brotwunder gewirkt und das Kloster mit ausreichend Brot versorgt haben soll. Sicher ist aber, dass dieses etwas unbeholfen wirkende Jesuskind tatsächlich aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt. Und das, obwohl man bis vor Kurzem gedacht hatte, es gäbe solche Jesuskind-Darstellungen erst seit etwa 1500.

Ein wertvolles Stück: das „Millionenbüble“

Gleich daneben steht in einer mit Panzerglas gesicherten Vitrine dieses munter schreitende Jesuskind mit seinen netten roten Locken. Unser Führer stellte es als „Millionenbüble“ vor.

Das Millionenbüble - schreitendes Christkind von Michel Erhart

Diesen hübschen Beinamen trägt es wegen seines hohen Versicherungswertes. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung der Stücke im aus dem Krippenmuseum im Zuge der Neugestaltung hatte sich nämlich herausgestellt, dass die Figur von Michel Erhart gefertigt wurde. Er war um das Jahr 1500 der berühmteste Bildschnitzer Ulms, das wiederum um diese Zeit als Zentrum dieser Kunst galt.

In der Krippenführung durch die weihnachtliche Krippenstadt Mindelheim ist nur ein kurzer Besuch im Krippenmuseum enthalten. Ich habe aber vor, zu einem ausführlicheren Besuch wiederzukommen und möchte mir dabei auch die übrigen Museen im Jesuitenkolleg ansehen. Darüber schreibe ich dann einen eigenen Post.

Hat euch der weihnachtliche Spaziergang durch die Krippenstadt Mindelheim gefallen? Dann nutzt doch die Zeit bis Lichtmess zu einem Besuch in der Stadt und erzählt mir davon. Ich freue mich auf eure Kommentare! Fasching ist in Mindelheim übrigens auch eine besondere Zeit, das könnt ihr in meinem Post Lang, bunt und fröhlich: der Faschingsumzug Mindelheim nachlesen.

Bezaubernde Weihnachtszeit in der Krippenstadt Mindelheim

Klausentreiben im Allgäu - gehörnter Klaus vor dem Pflegerschloss in Obergünzburg

Brauchtum im Allgäu: Bilder vom Klausentreiben Obergünzburg

Im Allgäu und überhaupt im Alpenraum haben sich viele uralte Bräuche erhalten, darunter das Klausentreiben. Der heidnische Ursprung dieses Brauchs ist sofort erkennbar, wenn nach Einbruch der Dunkelheit zottelig-vermummte Gestalten den Marktplatz stürmen. Sie tragen oft Hörner, in manchen Orten auch Masken, und große Schellen, deren Klang ihre Sprünge begleitet. Mit ihren Ruten teilen sie Hiebe gegen jene Vorwitzigen aus, die ihnen nicht schnell genug aus dem Weg gehen.

Was sich hinter dem Klausentreiben verbirgt

Ursprünglich sollten die wilden Gestalten wohl die Wintergeister oder andere böse Kräfte verscheuchen. In manchen Orten sind zum selben Zweck die Bärbele unterwegs, maskierte Gestalten, die als alte Frauen verkleidet sind. In wieder anderen Orten treten Klausen und Bärbele gemeinsam oder nacheinander auf. Es ist ja klar, dass sie gruslig aussehen müssen, damit die bösen Geister Reißaus nehmen.

Klausen mit blauem Licht

Durch das Wirken des Heiligen Magnus und anderer Missionare wurde das Allgäu gegen Ende des 8. Jahrhunderts zwar christianisiert, aber die alten Bräuche ließen sich die Einheimischen nicht austreiben. Deswegen wurden sie einfach umgedeutet: Die Bärbele heißen so, weil sie am Barbaratag (4. Dezember) unterwegs sind. Die Klausen gehören nun zur Entourage des Heiligen Nikolaus und treten daher in der Regel am 5. und/oder 6. Dezember auf.

Früher wurden junge Mädchen und Burschen von den Klausen teilweise recht wild angegangen. Heute ist das Treiben wesentlich zivilisierter. Kinder, die ein Nikolauslied singen oder ein Gedicht aufsagen, bekommen dafür Nüsse und Süßigkeiten geschenkt.

Kinder singen für Schokolade beim Klausentreiben

Bilder vom Klausentreiben Obergünzburg 2018

In Obergünzburg im Ostallgäu veranstaltet traditionell die Freiwillige Feuerwehr das Klausentreiben, und zwar am 5. Dezember. Bis 18 Uhr haben sich die erwartungsvollen Besucher auf dem Marktplatz eingefunden, die Kinder sind oft schon recht aufgeregt. Die Klausen haben sich vor dem Heimatmuseum gesammelt und stürmen dann herbei … das ist schon eindrucksvoll!

KLausentreiben Obergünzburg - die Klausen stürmen zum Marktplatz

Die modernen Geistervertreiber posieren auch mal für ein Foto, wenn man lieb fragt.

drei weilde Gesellen beim Klausentreiben Obergünzburg 2018

Gehörnter Gesell beim Klausentreiben

Klausen vor dem Obergünzburger Rathaus

Sie mischen sich unters Volk, tätscheln den ein oder anderen mit der Rute und fordern mutige Kinder zum Singen auf. Notfalls akzeptieren sie auch Feliz Navidad als Sangesgabe, wie ich dieses Jahr festgestellt habe. Aber ein bisschen unheimlich bleiben sie doch, die vermummten Gestalten …

Klausentreiben in Obergünzburg

Allgäuer Klaus mit Geweih

Glücklicherweise verkauft die Freiwillige Feuerwehr auch Glühwein und Bratwürste als Nervennahrung. Und so verbringen die Einheimischen inmitten der Fellträger einen fröhlichen Abend, bis die Geistervertreiber sich zurückziehen und die Kinder ins Bett müssen.

Klausentreiben Obergünzburg 2018

Der Nikolaus kommt in Obergünzburg meist etwas später, nämlich zum Weihnachtsmarkt. Ein paar Klausen sind dann auch wieder dabei.

Klausentreiben im Allgäu - Obergünzburg

Deutlich gruseliger geht es übrigens bei Börwang brennt zu, einer Klausenveranstaltung, die alle vier Jahre stattfindet. Dorthin würde ich Kindergartenkinder jedenfalls nicht mitnehmen. Falls ihr mehr von Obergünzburg sehen möchtet, gefällt euch vielleicht mein fotografischer Streifzug durch diese liebenswerte Günztalgemeinde.

Börwang brennt 2018 - feuriges Klausentreiben im Allgäu

Börwang brennt – schaurig-schönes Treiben der Klausen und Perchten

Börwang brennt ist eine junge Veranstaltung, die an altes Allgäuer Brauchtum anknüpft und seit 2010 im Vier-Jahres-Rhythmus stattfindet. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal dort und bin höchst beeindruckt von dem gewaltiges Spektakel, das der Börwanger Klausenverein auf die Beine stellt. 450 Mitwirkende aus 26 Brauchtumsvereinen aus dem Alpenraum verwandeln die 1700-Einwohner-Gemeinde bei Kempten in einen feurigen Hexenkessel, der tausende Besucher anzieht.

Börwang brennt 2018

Börwang brennt versammelt Klausen-, Krambus-, Bärbele- und Perchtengruppen aus dem Alpenraum, um gemeinsam altes Brauchtum in modernisierter Form zu pflegen. Nach dem Umzug gibt es eine große Party im Festzelt, das gehört schließlich zur Brauchtumspflege dazu.

gruseliger Krampus bei Börwang brennt

Eindrücke von Börwang brennt 2018

Nach Einbruch der Dunkelheit ziehen wilde Gestalten in schaurigen Masken durch den Ort. Börwangs Klausen sind traditionell in Pelze gehüllt und wirken mit ihren Hörnern wie haarige Wikinger.

Klausentreiben bei Börwang brennt

Auch diese Gruppe aus dem Kleinwalsertal (D’Bommera) ist sehr traditionell unterwegs. Die Bommera sind die großen Schellen, die sie umgebunden haben. Sie machen einen erstaunlichen Lärm!

Krampus aus dem Kleinwalsertal mit Bommera

Die Penzberger Beaschdn hatten eine eigene Musikgruppe dabei.

Penzberger Beaschdn - Musikgruppe bei Börwang brennt 2018Die diversen Krampusgruppen waren dagegen ziemlich gruselig unterwegs. Neben denen sehen die Orks aus dem Herrn der Ringe ja beinahe harmlos aus!

gruseliger Krampus mit Hörnern

Teuflische Assoziationen sind hier zutreffend: Die Schluchtetuifl Biberwier aus Reutte in Tirol haben sich beim Höllenfürsten den Dreizack abgeguckt.

Krampus mit Dreizack bei Börwang brennt

Dieser Krampus kommt aus Kärnten und trägt eine besonders hübsche Maske.

Krampus aus Kärnten bei Börwang brennt 2018

Aus Türkheim war eine ganz feurige Krampustruppe angereist.

Krampusgruppe mit Fackeln bei Börwang brennt 2018

Leider sind diese Dämonenvertreiber höllisch schwer zu fotografieren. Ich hoffe, ich konnte euch trotzdem einen Eindruck von Börwang brennt vermitteln. Für Zartbesaitete und kleinere Kinder würde ich es nicht empfehlen, allen anderen aber schon. Falls der Umzug 2022 wieder stattfindet, gehe ich garantiert wieder hin!

Hintergrundinfo: Klausen, Bärbele und Perchten

Das Klausen- und Bärbeletreiben ist ein Brauch, der im Alpenraum und damit auch im Allgäu seit Jahrhunderten gepflegt wird. Er hat vorchristliche Wurzeln und diente ursprünglich wohl dazu, böse Geister zu vertreiben. Die Idee dahinter: Furchterregende Verkleidungen und wildes Auftreten sollte die Klausen so schrecklich wirken lassen, dass selbst die Geister vor ihnen fliehen. Bei so einem Anblick klappt das sicher ganz gut:

Strasswalchner Krampus bei Börwang brennt

Später wurden die Klausen (in Oberbayern und Österreich heißen sie Krampus) christianisiert: Sie treten rund um den Nikloaustag und oft im Gefolge des Heiligen auf. Früher teilten sie dabei auch ordentlich Rutenhiebe an vorwitzige Kinder und Jugendliche aus, aber das ist heute ziemlich gemäßigt.

Die Bärbele sind einen Tag früher unterwegs, nämlich am 4. Dezember, dem Barbaratag. Sie haben Besen dabei, mit denen sie symbolisch den Ort vom Bösen reinigen.

Dann gibt es noch die Perchten. Das sind Geisterwesen, die in den Rauhnächten vom 25. Dezember bis zum 6. Januar unterwegs sind. Ihre Aufgabe ist es ebenfalls, die Dämonen des Winters zu vertreiben. Manchmal heißt es auch, sie würden die Seelen der Verdammten holen. Es gibt sie in zwei Ausführungen, nämlich als „Schee-“ und „Schiachperchten“. Erstere sehen vergleichsweise schön aus, Letztere hässlich.

Börwang brennt - Brauchtum im Allgäu

Das Jägerdenkmal auf dem Gipfel des Grünten im Allgäu

Grünten-Wanderung übers Grüntenhaus mit Gipfelrunde

Startpunkt unserer Grünten-Wanderung an einem nebligen Oktobermorgen war der Parkplatz auf dem Ried. Dorthin könnt ihr von Burgberg aus auch zu Fuß gehen oder, im Sommer, mit dem Erzgruben-Erlebnisbähnle fahren. Falls ihr mit dem Auto kommt: Das Tagesticket kostet 3 Euro.

Parkplatz auf dem Ried als Startpunkt zur Grünten-Wanderung

Von dort aus folgt ihr zunächst der Straße in Richtung Erzgruben-Erlebniswelt. Die ist übrigens auch einen Besuch wert, darüber habe ich schon einmal in einem eigenen Post geschrieben.

Auf dem Weg zum Grüntenhaus

Das Panorama war an diesem Morgen etwas eingeschränkt, aber die Stimmung war schön veträumt.

Nebel am Grünten

An diesem Wegweiser wendet ihr euch nach links in Richtung Alpe Schwande.

Wegweiser am Grünten

Zunächst aber passiert man die Kehralpe, die direkt an der Straße liegt.

Teil 1 unserer Grünten-Wanderung: Von der Kehralpe bis zum Grüntenhaus

die Kehralpe am Grünten

Nun beginnt der Weg, anzusteigen. Zunächst in Kehren durch den Wald, dann diesen Hang hinauf:

Wanderweg zur Oberen Schwandalpe am Grünten

Bald kommt zum ersten Mal der rotweiße Sendemast des Bayerischen Rundfunks in Sicht, der so charakteristisch für den Grünten ist:

Sendemast auf dem Grünten im Nebel

Unsere Wanderung hatte ja im Nebel begonnen, aber so nach und nach erreichten wir sonnigere Gefilde. Ist das nicht ein schöner An- und Ausblick?

Berglandschaft mit Sonne und Nebel

Die Alpe Obere Schwande lag dann bereits ganz in der Sonne.

die Alpe Obere Schwande am Grünten

So spät im Jahr war sie nicht mehr bewirtschaftet, aber das kleine Garten-Wäsche-Idyll fand ich sehr hübsch; ich habe es sogar in meinen Post mit meinen schönsten Fotos aus diesem Herbst aufgenommen.

Herbstliches Idyll an der Alpe Obere Schwande am Grünten

Von dort geht es weiter bergauf. Bald nach der Oberen Schwandalpe führt der Weg in den Wald, und von dort teilweise über hölzerne Stufen nach oben.

Wanderweg mit Holzstufen zum Grüntenhaus

Das ist eine Art Treppensteigen für Ausdauersportler … und nebliger wurde es auch wieder.

Stufenweg zum Grüntenhaus

Ab diesem Wegweiser geht es auf dieser Grünten-Wanderung ein Stück bergab.

Wegweiser zum Grüntenhaus

Nach ein paar Minuten kommt das Grüntenhaus in Sicht.

Blick aufs Grüntenhaus von Süden her

Es liegt sehr schön in einer Bergmulde. Hier oben wohnen auch ein paar sehr nette Grüntenschafe.

Grüntenschafe

Nachdem wir bis zum Grüntenhaus eineinhalb Stunden bergan gegangen waren, war das ein guter Zeitpunkt für eine gemütliche Mittagspause mit Holderschorle und Flädlesuppe.

Flädlesuppe und Holderschorle

Da sich der Nebel noch nicht recht entschieden hatte, ob er nun aufsteigen oder abziehen wollte, war die Aussicht von der Terrasse allerdings ziemlich begrenzt. An klaren Tagen kann man von hier auf Immenstadt und den Mittagberg und überhaupt auf ein tolles Bergpanorama schauen. Das mussten wir uns halt dazudenken.

Aussicht vom Grüntenhaus

Dafür konnte ich vor dem Aufbruch noch ein schönes Sonne-und-Nebel-Foto aufnehmen:

Grüntenhaus und Grüntensender im Nebel

Teil 2 unserer Grünten-Wanderung: Vom Grüntenhaus zum Gipfel

Wer noch zum Grüntengipfel aufsteigen will, folgt dem Weg nach oben zum Waldrand.

Wanderweg vom Grüntenhaus zum Gipfel

Er ist gut befestigt und führt zunächst zum Sendemasten hinauf.

Wanderweg vom Grüntenhaus zum Sendemast

Dort oben liegt die Gipfelstation der BR-Seilbahn; der Weg führt unter der Station durch.

Material-Seilbahn des BR auf dem Grünten

Von hier hat man einen ganz besonderen Blick auf den Sendemasten.

der Sendemast auf dem Grünten

Und bald darauf nochmals ein schöner Blick zurück:

Blick vom Übelhorn auf den Sendemasten auf dem Grünten

Am Grüntenhaus war es noch sehr ruhig gewesen, aber ab dem Sender war es mit der Bergeinsamkeit bei unserer Grünten-Wanderung vorbei. Klar, an einem schönen Oktobersonntag sind jede Menge Leute auf dem „Wächter des Allgäus“ unterwegs.

Weg zum Grünten-Gipfel

Der Grünten hat mehrere kleine Gipfel, der Hauptgipfel heißt Übelhorn. Auf diesem steht das markante Jägerdenkmal, das wir nach etwa einer halben Stunde Gehzeit erreichten.

das Jägerdenkmal auf dem GrüntenEs heißt so, weil es zu Ehren der gefallenen Gebirgsjäger errichtet wurde. Heute gibt es sogar einen eigenen Grüntendenkmalerhaltungsverein, der sich darum kümmert und Gedenkveranstaltungen organisiert.

das Gebirgsjägerdenkmal auf dem Grünten im Gegenlicht

Vom Grüntengipfel über die Zweifelgehrenalpe zurück zum Parkplatz

Da wir nicht denselben Weg zurückgehen wollten, haben wir den Grüntengipfel im Schatten des Jägerdenkmals in Richtung Grüntenhütte (Nordosten) verlassen.

Wanderweg vom Grüntengipfel im Schatten des Jägerdenkmals

Hier könnt ihr die Grüntenhütte (etwa in der Bildmitte) sehen:

Weg vom Grüntengipfel zur Grüntenhütte

Über diese Hütte steigt man auf, wenn man von Kranzegg her auf den Grünten geht. Wie man auf diesem Bild gut sehen kann, ist das eine sehr beliebte und entsprechend viel begangene Route. Im unteren Drittel des Bildes seht ihr einen Pfad, der nach rechts abzweigt. Den haben wir genommen.

Abstieg vom Grünten in Richtung Grüntenhütte

Wo der Wanderer auf dem Bild zu sehen ist, geht es rechts hinunter.

Wanderweg am Grünten

Der Weg führt an der Südseite des Grünten in Richtung Westen und ist wenig begangen.

Wanderweg an der Südflanke des Grünten

Wenn man dieses Gatter passiert hat,

Viehgatter am Grünten

kommt auch schon die (unbewirtschaftete) Alpe Zweifelgehren in Sicht.

die Alpe Zweifelgehren am Grünten

Von hier sind es nur ein paar Minuten, bis man wieder auf dem „Treppenweg“ landet, über den wir am Vormittag aufgestiegen waren.

Wanderweg von der Alpe Zweifelgehren am Grünten

Ab da geht es nur noch bergab, zurück zur Alpe Schwande und dann wieder über die Kehralpe zur Straße.

Abstieg vom Grünten

Die am Morgen noch so neblig-verträumte Hügellandschaft war nun in Sonnenlicht gebadet.

grasende Schumpen am Grünten

Da Wandern bekanntlich hungrig macht, kehrten wir noch einmal ein, und zwar auf eine Käsbrotzeit auf der Alpe Topfen. Da gehe ich immer gerne hin, weil man dort sehr nett sitzt und der Käse gut ist. Dort kommt man übrigens auch heraus, wenn man von Burgberg-Winkel aus durch die Starzlachklamm aufsteigt, wir ihr in diesem Post über die Wanderung durch die Starzlachklamm nachlesen könnt.

Käsebrot auf der Alpe Topfen am Grünten

Praktische Infos zu unserer Grünten-Wanderung übers Grüntenhaus

Ausgangspunkt ist der Parkplatz am beim Berggasthof Alpenblick (GPS-Koordinaten: 47°32’10.1″N 10°18’29.4″E). Das Tagesticket kostet 3 Euro. Das Grüntenhaus ist von Mai bis Mitte November bewirtschaftet, im Winter aber auch manchmal am Wochenende, wenn das Wetter gut ist. Es gibt auch einen eigens ausgeschilderten Winterwanderweg zum Grüntenhaus, aber den bin ich noch nicht gegangen.

Die gesamte Gehzeit für die Rundtour beträgt etwa 4 Stunden.

  • Vom Parkplatz bis zum Grüntenhaus: 1,5 Std.
  • Vom Grüntenhaus bis zum Jägerdenkmal: 0,5 Std.
  • Ab dem Jägerdenkmal über die Alpe Zweifelgehren zurück zum Parkplatz: 2 Std.

Diese Grünten-Wanderung ist nicht sehr fordernd, ihr braucht aber ordentliche Bergschuhe und eine gewisse Kondition.

Grünten-Wanderung übers Grüntenhaus

Falls ihr euch für weitere Bergtouren im Allgäu interessiert, empfehle ich euch folgende Posts:

Wandern im Gunzesrieder Tal: Panorama-Rundtour über den Hochgrat

Geniale Wanderung im Kleinwalsertal: rund um den Großen Widderstein

Rundwanderung an der Alpspitz – Wallfahrt, Wasserfall und Burgruine

Von der Gipfelstation am Nebelhorn übers Pfannenhölzle zur Bergstation

Herbst im Allgäu - Abendstimmung am Forggensee

Goldener Herbst im Allgäu – meine 5 schönsten Herbstfotos

Es ist Herbst im Allgäu, seit jeher meine Lieblingsjahreszeit. Das warme Licht, die leuchtenden Farben, die klare Luft, der erdige Duft, der sanfte Nebel, die Restwärme des Sommers und die Vorahnung kalter, dunkler Tage – das alles macht mich glücklich und lässt mich den Herbst intensiv erleben und genießen. Da ich meistens mit der Kamera unterwegs bin, versuche ich oft, diese ganz besondere Herbstschönheit einzufangen. Da passt es hervorragend, das Cornelia auf ihrem Blog Silvertravellers zu einer Fotoparade Goldener Herbst – meine 5 schönsten Herbstfotos aufgerufen hat. Ich bin gerne dabei!

Herbst im Allgäu – meine 5 schönsten Fotos

Allerdings war es gar nicht so einfach für mich, aus meinen Fotoschätzen die fünf allerschönsten herauszupicken. Deswegen habe ich ein bisschen gemogelt: Ich zeige euch fünf Bilder zusätzlich zu meinem Beitragsbild bzw. Titelfoto oben, also ingsesamt sechs. Das Beitragsbild ist übrigens an einem Oktobersonntag in der Abenddämmerung entstanden. Ich wollte sehen, wie der Wasserstand im Forggensee ist und war mal wieder hingerissen von der Aussicht (von der Yachtschule bei Rieden aus).

Herbstfoto #1: Leuchtende Farben

Bei Nesselwang gibt es einen sehr hübschen Meditations-Spazierweg namens GE(h)ZEITEN. Den bin ich an einem Nachmittag Anfang Oktober entlangspaziert und habe bei der Rückkehr zum Parkplatz diesen spektakulären Blick genießen dürfen. Das Bild ist nicht bearbeitet, das Licht war so gleißend, dass die Wiesen tatsächlich dieses unglaubliche Grün hatten.

Herbst im Allgäu - Nachmittagslicht bei Nesselwang

Herbstfoto #2: Warmes Abendlicht

Die Gegend um Pfronten mag ich ohnehin sehr gern. An diesem Abend waren wir eigentlich unterwegs zum Abendessen am Falkenstein. Aber als ich diese fantastische Aussicht auf Pfronten-Dorf gesehen habe, musste mein Mann mal wieder anhalten, damit ich ein Foto machen kann. Das zarte Licht und die rosa Wölkchen waren einfach unwiderstehlich …

Abenddämmerung in Pfronten

Herbstfoto #3: Blüten, Berge und Nebel

Der Herbst im Allgäu lädt natürlich zum Wandern ein. Bei einer Tour auf den Grünten sind wir an der Alpe Obere Schwande vorbeigekommen. Sie war zwar so spät im Jahr nicht mehr bewirtschaftet, aber ich fand dieses kleine Idyll aus Wäscheleine und Blütenträumen ganz bezaubernd. Außerdem hatten wir gerade erst die Wolkengrenze passiert und blinzelten glücklich in die Sonne.

Herbstliches Idyll an der Alpe Obere Schwande am Grünten

Herbstfoto #4: Moor und mehr

Den Lehrpfad Auf den Spuren der Torfstecher im Wurzacher Ried hatte ich bisher nur im Frühling besucht. Als ich kürzlich wieder dort war, fand ich die stille, pastellige Herbststimmung am Riedsee auch sehr beeindruckend.

Herbststimmung am Riedsee im Wurzacher Ried

Herbstfoto #5: Gute Aussichten

Natürlich darf in dieser Sammlung ein Foto von meinem Lieblingsaussichtspunkt nicht fehlen: Auf dem Weg zur Liebenthannmühle bleibe ich hier immer stehen, um den Blick über mein geliebtes Günztal, auf Obergünzburg und die Berge zu genießen. Im Herbst, wenn die Luft so klar ist, zeichnen sich die Berge oft ganz deutlich am Horizont ab. Das ist ein Anblick, von dem ich nie genug bekomme.

Herbst im Günztal - Blick auf Obergünzburg

Wie gefallen euch meine Lieblings-Herbstfotos aus dem Allgäu? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Fotoparade - meine 5 schönsten Fotos vom Herbst im Allgäu

ADAC-Reiseführer Allgäu - meine Autorenexemplare

Jetzt neu erschienen: Mein ADAC-Reiseführer Allgäu

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse war er erschienen, mein neuer ADAC-Reiseführer Allgäu. Jetzt sind endlich meine Autorenexemplare eingetroffen – wie schön! Genau genommen bin ich zunächst nur Co-Autorin, denn es gab ja zuvor schon einen Allgäu-Band aus der blauen ADAC-Reihe. Diesen hatte Elisabeth Schnurrer geschrieben. Für 2018 hatte der Verlag aber eine tiefgreifende Überarbeitung und Umgestaltung angesetzt: An die Stelle der etwas altmodischen Bücher mit Spiralbindung und umfangreichen kunsthistorischen Exkursen sollte eine moderne, zeitgemäße Reihe treten.

Hier stelle ich meinen neuen ADAC-Reiseführer Allgäu kurz vor

Ich finde bereits das Cover sehr gut gelungen:

Buchcover ADAC-Reiseführer Allgäu (blaue Reihe)

Nicht nur äußerlich sieht der Band jetzt kompakter und frischer aus. Auch zwischen den Buchdeckeln hat sich sehr viel getan:

Das neue Konzept legt großen Wert auf praktische Informationen. So stehen bei jeder Stadt Informationen zu Erreichbarkeit, Verkehrmitteln und Parkmöglichkeiten. Den Hotel- und Restauranttipps sind Preiskategorien zugeordnet, damit es vor Ort keine bösen Überraschungen gibt. Neben den reinen Sehenswürdigkeiten habe ich beispielsweise Empfehlungen für Unternehmungen mit Kindern, zum Einkaufen, Ausgehen und Entspannen aufgenommen. Dazu kommen neue Tipp-Kategorien, etwa Spartipps, und Kastenelemente für Hintergrund- und Zusatzinformationen. Mir gefallen diese neuen Elemente sehr gut, die Gesamtstruktur ist sehr übersichtlich.

ADAC-Reiseführer Allgäu - Blick ins Buch

Mit 144 Seiten zum kleinen Preis von 9,99 Euro ist der ADAC-Reiseführer Allgäu aus der blauen Reihe ein handlicher Begleiter für alle Allgäu-Reisenden, die einen kompakten Überlick über die Region haben wollen. Darin sind alle wichtigen Informationen enthalten und leicht zu finden.

Wer noch mehr Einstimmung und Hintergrundwissen für seinen Allgäu-Urlaub haben möchte, darf sich heute schon auf den ADAC-Reiseführer plus aus der gelben Reihe freuen. Er enthält zusätzlich zum Informationsteil aus der blauen Reihe einen interessanten Magazinteil sowie eine Faltkarte. Am Magazinteil schreibe ich schon, der gelbe Band wird im Frühjahr 2019 erscheinen.

Noch mehr Infos und Bestellmöglichkeiten

Wer noch mehr ins Allgäu eintauchen und an meinen Unternehmungen teilhaben bzw. sich von ihnen inspirieren lassen möchte, kann das natürlich weiterhin jederzeit hier auf meinem Blog tun.

Hier könnt ihr meinen ADAC-Reiseführer Allgäu aus der blauen Reihe direkt bei Amazon bestellen (Partnerlink*):

ADAC Reiseführer Allgäu: Der Kompakte mit den ADAC Top Tipps und cleveren Klappkarten

Für Familien mit Kindern, die gerne ökologisch reisen, empfehle ich meinen Reiseführer Allgäu mit Kindern aus dem Peter Meyer Verlag (Partnerlink*). Darin finden garantiert auch Einheimische Familienausflugsziele, die sie noch nicht kennen:

Allgäu mit Kindern: Die 300 schönsten Ausflüge und Adressen für eine erlebnisreiche Familienzeit (Freizeitführer mit Kindern)

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und natürlich beim Reisen ins schöne Allgäu!

Die Burgruine Alttrauchburg im Allgäu

Auch bei Regen schön: ein Spaziergang zur Ruine Alttrauchburg

Die Ruine Alttrauchburg wollte ich schon lange einmal besuchen, nun haben wir es endlich geschafft. Zwar an einem Regentag, aber es kann ja nicht jeden Tag die Sonne scheinen. Außerdem führt der Weg überwiegend durch den Wald, da macht der Regen nichts. Und eine sehr nette Einkehrmöglichkeit gibt es auch.

Spazierrunde über die Ruine Alttrauchburg

Ausgangspunkt unseres Regenspaziergangs war der Wanderparkplatz in Kleinweiler am Bauhof bzw. Friedhof (Parkplatz-Koordinaten: 47°39’40.9″N 10°06’09.7″E).

Startpunkt zum Spaziergang zur Ruine Alttrauchburg

Vo dort schlängelt sich die Straße hinauf bis zum Waldrand.

Wanderweg zur Burg Alttrauchburg im Regen

Der weitere (Rund-)Weg ist gut beschildert, wir haben uns zum Aufstieg für den Burgwanderweg nach rechts entschieden.

Wegweiser zur Ruine Alttrauchburg

Nach einer Gehzeit von insgesamt etwa 25 Minuten kommt die Burgruine in Sicht.

Ansicht der Ruine Alttrauchburg von der Georgskapelle aus

Sie ist deutlich größer, als ich gedacht hatte, und gilt als eine der am besten erhaltenen Burgruinen im Allgäu. Außerdem ist sie ganz schön alt: Erbaut wurde sie ab dem 11. Jahrhundert. Nach einer wechselvollen Geschichte – mal wurde sie von aufständischen Bauern belagert, mal von den Schweden besetzt – endete sie schließlich als Steinbruch: Das Baumaterial, das von der Alt-Trauchburg abgetragen wurde, fand Verwendung beim Bau des Wurzacher Schlosses und der Neu-Trauchburg. Trotzdem ist heute noch einiges zu sehen:

in der Ruine Alttrauchburg

Treppe in der Ruine Alttrauchburg

Für Archäologen ist es ja wahrscheinlich ein Graus, aber ich finde es immer schön, wie die Natur sich Bauten zurückerobert:

Blüten aus Ruinen in der Alttrauchburg

Wo in früheren Zeiten die Vorburg mit ihren Werkstätten und Ställen lag, findet sich heute ein Gasthaus. Man erreicht es von der Burg aus stilvoll über eine Holzbrücke.

Einkehr in der Burggaststätte Alttrauchburg

die Burggaststätte Alttrauchburg - Außenansicht

Von hier aus sieht die Ruine noch mächtiger aus:

Holzbrücke zur Ruine Alttrauchburg

Die Burggaststätte Alttrauchburg ist ein beliebtes Ausflugslokal mit einem netten Biergarten. Angesichts des Wetters haben wir uns aber lieber nach drinnen in die warme, gemütliche Stube gesetzt.

Gaststube in der Burggaststätte Alttrauchburg

Ich habe zum Kaffee eine Südtiroler Buchweizentorte bestellt und fand sie köstlich.

Südtiroler Buchweizentorte

Ein kleiner Waldspaziergang zurück

Wenn ihr dem Weg an der Gaststätte vorbei folgt, gelangt ihr an einen kleinen Parkplatz. Man kann nämlich zur Burggaststätte auch mit dem Auto fahren. Ihr könnt entweder am Parkplatz nach links zurück durch den Wald gehen oder der Straße folgen. Sie führt euch ebenfalls nach Kleinweiler, die Gehzeit beträgt etwa eine Dreiviertelstunde. Wir sind noch ein wenig durch den Wald spaziert, bevor wir uns auf den Rückweg gemacht haben. Davon habe ich euch auch ein paar Bilder mitgebracht, weil so ein Herbstwald einfach etwas Schönes ist:

Fliegenpilz an einem Baum

gelbes Ahornblatt im Regen

Herbstwald bei Kleinweiler im Oberallgäu

Mein Fazit:

Dieser  Spaziergang ist besonders für Familien geeignet, denn der Weg ist abwechslungsreich und die Burgruine für Kinder ein spannendes Ziel. Wer gar nicht gut zu Fuß ist, kann mit dem Auto bis zum Parkplatz unterhalb der Burggaststätte fahren. Wer lieber richtig wandern möchte, kann den Besuch auf der Ruine Alttrauchburg mit einer längeren Strecke verbinden – zum Beispiel von Missen aus über den Carl-Hirnbein-Weg nach Weitnau und von dort aus weiter über den Sonneckgrat.

Spaziergang zur Ruine Alttrauchburg im Allgäu

Auf diesem Blog findet ihr übrigens etliche weitere Ideen für ein Schlechtwetterprogramm für Kinder im Allgäu und eine Zusammenstellung unserer Lieblingswanderungen mit Kindern im Allgäu. Schaut doch mal rein!