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Elmo aus der Sesamstraße auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Quietschbunt und quirlig – der Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Der Himmel über dem Günztal war grau an diesem Faschingssonntag, aber der Umzug war bunt und lustig und fantasievoll. Lang war er auch: 46 Gruppen mit über 800 Mitwirkenden boten den Zuschauern ein quirliges Spektakel. Wie jedes Jahr war ich mit der Kamera dabei.

So quietschbunt war der Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Die Nummer 1 waren die Alten Herren aus Untrasried, die diesmal vom Super Bowl inspiriert waren und sich wieder einmal herrlich selbstironisch zeigten.

Alte Herren Untrasried als Cheerleader auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Richtige Cheerleader tanzen natürlich auch – und wie!

AH Untrasried - tanzende Cheerleader auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Strichmännchen sind ein zeitloses Thema. Richtig gut werden sie auf dem Nachtumzug aussehen (schade, dass ich diesmal keine Zeit habe, dort hinzugehen).

Strichmännchen auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Strichmännchen in Orange auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Ich sagte ja: Quietschbunt! Wo diese Clowns strahlen, braucht es nicht unbedingt Sonnenschein.

Clowns auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Clownpaar auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Passend zur Grippesaison spazierten diese Tempopackungen durch den Ort.

Tempopackungen auf auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Eine Eiszeit kann Spaß machen: Von Vorfreude auf den Sommer geprägt war diese Gruppe.

Eiszeittruppe auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Die tanzenden Eisverkäuferinnen brachten jedenfalls viel gute Laune nach Obergünzburg.

tanzende Eisverkäufer auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Eistörtchen beim Tanz auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Leckere Schokobons gab es auch.

Große und kleine Schokobons auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Aus Minderbetzigau waren einige Scheichs angereist.

Scheichs aus Minderbetzigau auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Wirklich witzig fand ich das Kamel, das die Scheichs mitgebracht hatten. Wahrscheinlich für ein Kamelrennen.

Kamel mit Scheichs auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Nein, das sind keine Wölfe, sondern Waschbären.

Waschbären auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Untrasried bot ukrainische Babuschkas auf.

Untrasrieder Babuschkas auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Sie sangen und tanzten mit vollem Einsatz.

tanzende Babuschkas aus Untrasried auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Mein persönliches Highlight auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018 waren diese Pioniere der Lüfte. Eine geniale Idee, toll umgesetzt.

Ballonfahrer auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Die Ballonfahrerinnen trugen nicht nur ihr Gefährt, sondern auch beeindruckende Schnurrbärte.

Ballonfahrerin auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Cowboys und Indianer

In den letzten Jahren hatten sie sich rar gemacht, aber diesmal zogen sogar zwei Indianerstämme und ein paar sehr fidele Cowboys im Umzug mit.

Indianerinnen aus Untrasried auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Indianer vom Stamm Untrasried auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Wilde Indianer auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Die Cowboys hatten aber die besseren Pferde.

Cowboys aus Untrasried auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Coole Cowboys aus Untrasried auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Man muss sich Untrasried am Faschingssonntag ohnehin als Geisterdorf wie in einem Western vorstellen. Alles leer – alle Bewohner sind auf dem Umzug in Obergünzburg.

Filmreife Figuren im Günztal-Fasching

Einer meiner Favoriten auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018 waren diese Elmos und Krümelmonster aus der Sesamstraße.

Sesamstraße auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Sind die nicht klasse?

Sesamstraßen-Figuren auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Krümelmonster gibt es im Günztal offenbar reichlich, denn sie hatten noch eine zweite Abordnung geschickt:

Krümelmonster auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Superhelden müssen nicht groß sein, oder?

Superhelden auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Clowns sind auch nicht immer lustig. Das waren jedenfalls ein paar echt gruselige Gruselclowns. Stephen King ließ grüßen.

Gruselclowns auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Ich mag ja die Fußgruppen eigentlich lieber als die Wagen. Aber diesen Wagen fand ich sehr hübsch …

Tabaluga-Truppe aus Haldenwang auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

und mit viel Liebe zum Detail gestaltet:

Tabaluga und Schneemänner auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Aus Hogwarts waren Harry Potter, eine Mege anderer Zauberer und ein Halbriese angereist …

Hogwarts auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

und sogar ein sehr beeindruckender Hippogreif:

Ein Hippogreif auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Detailaufnahme Hippogreif auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Verfolgt wurden sie von Kobolden. Es waren aber keine englischen, sondern bayerische Kobolde; sie sahen nämlich alle ihrem Münchener Cousin Pumuckl verblüffend ähnlich.

Kobolde auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Später kamen noch ein paar Jediritter mit dem Imperator vorbei.

Jediritter und der Imperator auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Flotte Bienen und sonstiges Getier

Ob das die kleine Raupe Nimmersatt war? Ich fand sie jedenfalls sehr witzig. Die Koordination klappte übrigens erstaunlich gut.

Raupe Nimmersatt auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Die Günztal-Bienen hatten ihre riesige Bienenkönigin dabei:

Günztal-Bienen auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Riesen-Biene auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Und wo die Biene Maja unterwegs ist, ist natürlich ihr Freund Flip nicht weit:

Biene Maja und Flip auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Ein paar politisch interessierte Bienen und Käfer waren auch da: Sie verbaten sich den Einsatz von Glyphosat.

Flotte Bienen und Käfer auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Im Günztal wohnen auch Frösche.

Frösche im Fasching

Der Froschkönig hatte seine Prinzessin mitgebracht.

Froschkönig und Prinzessin auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Sogar prächtige Pfauen präsentierten sich.

Stolze Pfauen auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Eine weitere Pfauengruppe hatte ihre Königin dabei.

Pfauenkönigin auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Zu aktuellen Entwicklungen gab es auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018 auch Kommentare

Diese bunte Truppe freute sich sichtlich darüber, dass nach zweijähriger Umbauzeit das Obergünzburger Schwimmbad endlich wieder geöffnet ist.

Glückliche Schwimmer auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Da Ebersbach gerade keinen eigenen Pfarrer hat, bot ein Ersatzseelsorgeduo seine Dienste an.

Seelsorgerteam für Ebersbach auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Aus Untrasried kam nämlich noch eine affenstarke Truppe.

Affenbande aus Untrasried auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Affen sind ja derzeit auch ein politisches Thema.

Kommentar zum VW-Abgasskandal

Und ein gesellschaftliches. Die Frage, wer der coolste Affe im Dschungel ist, hatten die Untrasrieder zwar noch nicht eindeutig geklärt. Aber das hat H&M ja auch nicht.

Coolest Monkey in the Jungle

Die coolsten Affen aus dem Untrasrieder Dschungel auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Der Audi-Club Untrasried machte sich seine eigenen Gedanken zum Streit um die Skischaukel am Riedberger Horn.

Der Audi Club Untrasried auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Das schützenswrete Birkhuhn unter dem Skilift ähnelte allerdings verdächtig einem Moorhuhn.

Audifahrer und ein Birkhuhn auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2018

Wie immer wurde nach dem Umzug auf dem Marktplatz, im Hirschsaal und in den umliegenden Lokalen weitergefeiert.

buntes Treiben auf dem Obergünzburger Faschingsumzug 2018

Falls ihr euch für weitere Faschingsaktivitäten und Faschingsbrauchtum im Allgäu interessiert, empfehle ich euch meinen Sammelpost:

Fasching im Allgäu – Brauchtum, Umzüge und andere Events

Faschingsumzug Obergünzburg 2018 - zum Pinnen

Larve eines Narren auf dem Faschingsumzug Mindelheim 2018

Lang, bunt und fröhlich: der Faschingsumzug Mindelheim 2018

Im Allgäu herrschen je nach Region unterschiedliche Faschingstraditionen. Das Westallgäu regieren die Gruppen der schwäbisch-alemannischen Fasnet mit ihren hölzernen Masken. Im Unterallgäu und Richtung Augsburg gibt es viele Faschingsvereine mit Garde und Prinzenpaar, wie man sie auch im Rheinland kennt. Die Ostallgäuer ziehen gerne fantasievolle Aufbauten auf Traktoranhängern durch den Ort. In Mindelheim, das ich heuer erstmals zum großen Umzug am Gumpigen Donnerstag besucht habe, finden sich alle diese Elemente fröhlich vereint.

Gumpiger Donnerstag - Faschingsumzug in Mindelheim

Mindelheim ist eine Allgäuer Faschingsmetropole

Die Kleinstadt mit knapp 15.000 Einwohnern beherbergt nämlich gleich zwei Faschingsgilden, die Mindelonia und die Siedelonia. Außerdem schmückt sie sich mit dem vermutlich größten Narren der Welt, dem Durahansl. Genauer gesagt schmückt die Stadt eines ihrer Stadttore, nämlich das Obere Tor. An der Innen- und Außenseite trägt es jeweils eine riesige Faschingsfigur. Nach außen empfängt die Amme, auch D’Narramuatr genannt, die Besucher.

Oberes Tor in Mindelheim im Fasching - die Amme

Zur Innenstadt hin blickt der Narr, der Durahansl, auf das bunte Treiben. Dieses Jahr hat er übrigens ein neues Gewand bekommen, deswegen strahlen seine Farben so frisch durch den grauen Tag.

Der Durahansl in Mindelheim - der größte Faschingsnarr der Welt

Am anderen Ende der Maximilianstraße lächelt die Colombine von einer Hauswand, aber die habe ich nicht fotografiert.

Bericht vom Faschingsumzug Mindelheim 2018

Es ging schon bunt los:

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Eröffnung durch die Mindelonia

Für schmissige Musik sorgte die Fanfarengruppe Mindelheim.

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Fanfarengruppe

Sie hatte auch schicken, grünen Rauch mitgebracht.

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Fanfarengruppe mit grünem Rauch

Danach kamen die Narren mit den Holzlarven und Schellen, von denen ihr einen auf dem Titelfoto gesehen habt. Und dann ging es munter im Wechsel weiter: Garden, Wagen, Holzlarven, ein paar andere Fußgruppen.

Garden über Garden …

Die Faschingsgilden hatten flotte Gardemädels in prächtigen Kostümen mitgebracht. Zum Beispiel die Mindelonia,

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Garde der Mindelonia

und die Siedelonia aus Mindelheim selbst.

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Garde der Siedelonia

Aus Paffenhausen war die Pfaffelonia dabei.

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Garde der Pfaffelonia

Es tanzten die Türkheimer Wertachfunken

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Garde der Türkheimer Wertachfunken

… und die Garde des Faschingsvereins Ronsberg:

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Garde des Ronsberger Faschingsvereins

Sehr nett fand ich die Darbietung der Zaisonarria-Garde aus Zaisertshofen. Die Mädels zeigten wirklich vollen Einsatz!

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Garde der Zaisonarria

aschingsumzug Mindelheim 2018 - Garde der Zaisonarria beim Tanzen

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Garde der Zaisonarria auch von hinten ansehnlich

Alemannische Fasnachtsgruppen auf dem Faschingsumzug Mindelheim 2018

Ich persönlich mag die schwäbisch-alemannischen Gruppen mit ihren Holzmasken (Larven) und bunten Gewändern (Häsern) besonders gern. Sie erinnern an die vorchristlichen Wurzeln des Faschings, die im Mittelalter mühsam christlich kaschiert wurden. Meistens sind es Hexen, Dämonen und andere unheimliche Gesellen, die da ihr Unwesen treiben, auch der Teufel darf nicht fehlen.

Wenn man vom Teufel spricht … natürlich war auch hier einer dabei.

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Teufel

Dann waren da noch Mühlhexen im Flickengewand …

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Mühlhex

und die schwarz-roten Kolleginnen aus Mittelneufnach:

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Hexen aus Mittelneufnach

Später tauchten noch schwarze, rotäugige Ungetüme auf …

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - rotäugiges Ungetüm

und ein paar besonders gruselige Dämonen:

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - gruselige Larve

Das war sonst noch los auf dem Faschingsumzug Mindelheim 2018

Die Rote Zinka haben mir gut gefallen.

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Rote Zinka

Sehr witzig fand ich die Gruppe, die sich eine Anspielung auf die Mindelheimer Lokalpolitik erlaubte – es sollen nämlich neue Stühle und Tische für den Stadtrat angeschafft werden, für die im Haushalt 2017 stolze 90.000 Euro eingeplant waren. Das sorgte für reichlich Diskussionen. 2018 sollen die Stühle nun wirklich gekauft werden, wobei die tatsächliche Summe noch nicht bekannt ist. Diese Faschingsgruppe bot eine Alternative an:

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - neue Stühle für den Stadtrat

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - nettes Töpfchen für lange Sitzungen

Ein Physiotherapiezentrum nutzte die Gelegenheit doppelt und warb um neues Personal. Auch das finde ich sehr gelungen:

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Physiotruppe

Einige der großen Wagen hatten offenbar die Dimensionen des Oberen Tores überschätzt. Manche mussten erst Teile der Aufbauten abbauen, bevor sie hindurchpassten. Dieser Wagen steckte ziemlich lange fest …

Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Wagen zu breit fürs Obere Tor

… so lange, dass ich, nachdem der Umzug bereits eindreiviertel Stunden gedauert hatte und meine Füße inzwischen zu Eisklumpen erstarrt waren, aufgab. Ich ging in die Konditorei Engel und aß dort den köstlichsten Faschingskrapfen meines Lebens. Aus lauter Begeisterung aß ich noch einen zweiten.

Konditorei Engel Mindelheim

Faschingskrapfen in der Konditorei Engel in Mindelheim

Die Heimfahrt vom großen Faschingsumzug Mindelheim 2018 trat ich in jeder Beziehung gesättigt und zufrieden an.
Faschingsumzug Mindelheim 2018 - Pin

Falls Sie sich für weitere Faschingsumzüge, Faschingsveranstaltungen und -bräuche im Allgäu interessieren, empfehle ich Ihnen meinen Übersichtspost:

Fasching im Allgäu – Brauchtum, Umzüge und andere Events

Die Gundhütte bei Pfronten im Schnee

Wunderschön: Winterwanderung zur Gundhütte bei Pfronten

In den Allgäuer Alpen kann man im Winter keineswegs „nur“ Skifahren oder Skitouren machen. Es gibt auch etliche Touren, auf denen ganz normale Wanderer (sogar ohne Schneeschuhe) den Schnee und die herrliche Landschaft genießen können. Ich persönlich lege außerdem Wert auf eine gute Einkehr und belohne mich für das Bergaufgehen gerne durch eine Rodelpartie. Insofern war unsere Tour zur Gundhütte am Edelsberg wirklich perfekt.

Unsere Winterwanderung zur Gundhütte

Startpunkt war der Parkplatz vor dem kleinen Skilift „Am Sonnenhang“ bzw. vor dem Feuerwehrhaus in Pfronten-Röfleuten. Von dort geht es rechts den kleinen Seillift am Rande der Skipiste entlang (im Bild unten ist das einfach geradeaus; der Skihang liegt zur Linken).

Winterwanderung zur Gundhütte - Startpunkt am Skilift Sonnenhang

Im Wald stößt man schon bald auf den Wirtschaftsweg, der auf den Edelsberg bzw. zur Gundhütte führt. Hier musste ich gleich ein Foto machen, weil die Sonne sich gerade tapfer durch die Wolken kämpfte.

Wintersonne in Schneelandschaft bei Pfronten

Verlaufen könnt ihr euch auf eurer Winterwanderung zur Gundhütte übrigens nicht, denn der Weg ist ausgeschildert (man muss eventuell nur den Schnee vom Schild klopfen).

Wegweiser zur Gundhütte im Schnee

Es geht an der Skiliftstation vorbei und stetig, aber nicht sehr steil bergauf.

Winterweg zur Gundhütte mit Rodler

An der nächsten Kehre gibt es zur Belohnung einen wunderbaren Ausblick auf Pfronten und den Falkenstein (das ist der dicke Knubbel in der Bildmitte). Selbst mit Wolken statt Sonne ist diese Aussicht toll!

Blick auf den Falkenstein in Schnee und Wolken

Im Sommer könnte man den Blick ins Tal von dieser Bank aus genießen, aber darauf haben wir lieber verzichtet.

Schneebank mit Panoramablick

Nun gilt es, weiter bergan zu stapfen.

Zwei Rodler beim Aufstieg zur Gundhütte

Als wir aus dem Waldstück herauskamen, hatte sich die Sonne wieder ein bisschen vorgewagt. Ich liebe diese Blasse-Wintersonne-durch-Wolken-auf-Schnee-Stimmung! Die haben wir auf unserer Winterwanderung zur Gundhütte reichlich genossen.

Blasse Wintersonne über Berg und Schnee

Hier oben ist der Weg nicht mehr im eigentlichen Sinne präpariert. Der Hüttenwirt Stephan Kast fährt aber mit dem Motorschlitten hinauf, wodurch der Schnee verdichtet und ganz gut begehbar wird. Manchmal bricht man aber unvermutet ein, was bei uns immer wieder für Gelächter sorgte.

Fußabdruck im Tiefschnee

Ansonsten ist die Winterwelt am Edelsberg einfach unglaublich schön …

Weg durch verschneite Bäume - Winterwanderung zur Gundhütte

verschneiter Fichtenwald in den Allgäuer Alpen

Wir wussten ja, dass wir auf dem richtigen Weg waren; es wäre auch fast schade gewesen, den Wegweiser von seiner Schneehaube zu befreien.

eingeschneiter Wegweiser auf dem Weg zur Gundhütte bei Pfronten

Das letzte Stück bis zur Hütte ist flach, denn es führt über eine Hochebene.

Winterweg zur Gundhütte mit Schnee und Bergen und Fichten

Nach dem Waldstück kommt noch eine Kehre, und schon ist die Gundhütte in Sicht.

Einkehr in der Gundhütte

Die Hütte liegt auf 1.180 m Höhe und ist von der Bauweise her typisch für das Allgäu. Man kann dort auch übernachten (Mehrbettzimmer im 1. Stock, zusätzlich zwei Zweibettzimmer). Im Sommer können die Kinder sich auf einem Spielplatz austoben, der bei unserem Besuch im Schnee versunken war.

freigefräster Zugang zur Gundhütte

Die zwei Gaststuben sind gemütlich und warm.

Gaststube in der Gundhütte bei Pfronten

Die Auswahl an Speisen ist hüttentypisch klein, dafür wird viel Wert auf Qualität und regionale Herkunft der Zutaten gelegt.

Speisekarte GundhütteMeine Kartoffelsuppe war köstlich, auch den Apfelkuchen kann ich sehr empfehlen.

Kartoffelsuppe mit Brot in der Gundhütte bei Pfronten

Im Sommer kann man hier auf der Terrasse sitzen und den Ausblick genießen. Im Winter sitzt man drinnen, aber den Ausblick habe ich trotzdem genossen. Ist der nicht herrlich?

Ausblick von der Gundhütte im Winter bei Schnee

Abfahrt mit dem Schlitten

Auf dem Rückweg haben wir das erste (flache) Stück die Schlitten wieder gezogen, aber dann ging es erst gemächlich, dann zunehmend zügig den Berg wieder hinunter.

Rodeln von der Gundhütte bei Pfronten

Die Abfahrt hat uns viel Spaß gemacht …

Rodeln von der Gundhütte durch den Winterwald

Tipps für die Winterwanderung zur Gundhütte

  • Im Winter ist die Hütte außerhalb der Weihnachtsferien nur am Wochenende (Sa/So) geöffnet. Manchmal gibt es Sonderöffnungen und Events (z. B. abendliche Schneeschuhtouren), die kann man auf der Website nachlesen bzw. sich anmelden.
  • Wegen der Schnee- bzw. Wegeverhältnisse solltet ihr ggf. vorab anrufen, ob es sich lohnt, die Schlitten mitzubringen oder ob eher Schneeschuhe angesagt sind (die kann man auch ausleihen).
  • Die Gehzeit beträgt bei Schnee etwa 1 1/4 Std. für den Aufstieg. Runter geht es schneller (vor allem, wenn man rodelt).
  • Am Parkplatz am Sonnenhang steht diese Karte, auf der der Weg zur Gundhütte eingezeichnet ist. Alternativ kann man auch aus dem Vilstal (unten auf der Karte) aufsteigen, dieser Weg dauert nur etwa halb so lang wie unsere Route.

Der Weg von Pfronten-Röfleuten zur Gundhütte - Karte

Winterwanderung zur Gundhütte bei Pfronten

Falls ihr euch für weitere Rodeltouren interessiert, empfehle ich euch auch meinen Post

Schlittenfahren im Allgäu: unsere besten Rodeltouren

Weitere Winterwanderungen (ohne Schlitten) findet ihr hier:

Kalt und schön: Winterwanderung zu Willers Alpe bei Hinterstein

Winterwanderung durch die Breitachklamm: im Palast der Eiskönigin

Kleine Wanderung über die Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter

Detailaufnahme vom Ballonglühen Jungholz 2018

Einfach zauberhaft: das Ballonglühen Jungholz 2018

Schon seit über 20 Jahren findet im Januar das Internationale Ballonfestival Tannheimer Tal statt, bei dem sich Ballonfahrer aus aller Welt treffen. Gäste und Zuschauer sind willkommen, wer mag, kann auch in einem Ballon mitfahren (das kostet ca. 250 Euro pro Person). Highlights des Festivals sind zwei Abende, an denen ein Ballonglühen veranstaltet wird. Einer davon findet immer in Jungholz, der österreichischen Enklave im Allgäu, statt. Diesmal habe ich es endlich geschafft, mir das einmal anzusehen.

Bericht vom Ballonglühen Jungholz 2018

Wie alle großen Veranstaltungen im kleinen Jungholz findet auch diese auf dem großen Parkplatz vor den Skiliften statt. International war die Sache auch, denn ein Team war aus Belgien, eines aus Frankreich und ein weiteres sogar aus Israel angereist. Fünf Heißluftballons wurden aufgebaut (sagt man das so?).

Aufbau zum Ballonglühen

Ich fand es interessant, mir das einmal aus der Nähe anzusehen; es steckt offensichtlich doch ganz schön viel Arbeit in der Ballonfahrerei. Schließlich waren alle Hüllen mit heißer Luft gefüllt.

Aufbau zum Ballonglühen in Jungholz

Probehalber wurde auch schon mal geglüht.

Aufbauarbeiten beim Ballonglühen in Jungholz

Vor dem Ballonglühen in Jungholz

Was heißt eigentlich „Ballonglühen“?

Die Heißluftballons heben während der Veranstaltung nicht ab, sondern sind fest auf dem Platz verankert. Sie werden durch die Flammen der Brenner beleuchtet, und zwar abwechselnd im Rhythmus der Musik. Tatsächlich leuchten (glühen) die Ballonhüllen erstaunlich hell durch die dunkle Nacht – ich fand diese Licht-Musik-Kombination ganz zauberhaft. Um euch einen lebendigen Eindruck davon zu vermitteln, habe ich vom Eröffnungsstück ein Video aufgenommen. Ihr solltet es unbedingt mit Ton ansehen!

Toll, oder?

Diese Aufnahmen stammen übrigens von der Skipiste, also gewissermaßen von der Rückseite der Veranstaltung. Das hat den Vorteil, dass einem nicht so viele Leute im Bild herumspringen.

Musik, Punsch und Feuerwerk

Durch das Betätigen des Brenners heizen sich die Ballonhüllen auf. Da die Ballons aber nicht abheben sollen, muss zwischendrin immer wieder eine Abkühlphase stattfinden. In diesen „Glühpausen“ werden die Zuschauer mehr oder weniger gelungen von einem Live-Moderator unterhalten. Die Musik stammt übrigens aus dem mobilen Radiostudio, das ihr hier seht.

Riesen-Radio beim Ballonglühen Jungholz 2018

Insgesamt wurden 5 Musikstücke gespielt, darunter auch ein Walzer, bei dem die Ballons sich zusätzlich zum Glühen sogar drehen. Da sind die Ballonteams ziemlich beschäftigt …

Teamwork beim Ballonglühen

Etwa eine Dreiviertelstunde dauerte das Spektakel. Zum Abschluss wurde noch ein kleines, aber sehr feines Feuerwerk gezündet. Leider waren meine Finger inzwischen so steif vor Kälte, dass ich euch davon keine Fotos mehr mitgebracht habe. Nach einer Bratwurst und einem Hüttenpunsch an einem der Futterstände ging es dann wieder. In der Zwischenzeit waren die Ballonhüllen schon wieder fast komplett eingepackt – sehr beeindruckend!

Mein Fazit: Ich möchte nicht unbedingt in einem Heißluftballon mitfahren, empfehle euch aber das Ballonglühen Jungholz gerne als ungewöhnliche und faszinierende Veranstaltung.

Ballonglühen Jungholz 2018

Falls ihr in Jungholz noch mehr unternehmen wollt, empfehle ich euch folgenden Beitrag:

Rodeln von der Alpe Stubental: ein Winterausflug in Jungholz

Drei Rodler auf dem Breitenberg bei Pfronten im Allgäu

Schlittenfahren im Allgäu: unsere besten Rodeltouren

Es gibt viele Möglichkeiten zum Schlittenfahren im Allgäu: Fast jeder Ort hat einen Rodelhang, auf dem sich die Kinder vergnügen können. Daneben gibt es einige Fahrstraßen zu auch im Winter bewirtschafteten Alphütten,  die man wunderbar hinunterrodeln kann. Und nicht zuletzt gibt es eigens ausgewiesene Rodelbahnen, von denen einige sogar beschneit und/oder abends beleuchtet werden.

Für mich gehört das Rodeln zu den liebsten Wintervergnügen im Allgäu. Alle Strecken, die ich hier vorstelle, habe ich mit meiner Familie selbst getestet. Manche der Rodelbahnen sind auch per Bergbahn zu erreichen. Ich beschreibe aber immer den Aufstieg zu Fuß, denn der gehört für mich dazu. Glaubt mir: Das Hinunterrodeln macht noch viel mehr Spaß, wenn man sich den Aufstieg hart erarbeitet hat!

Manche unserer Lieblings-Rodelstrecken liegen übrigens genau betrachtet gar nicht im Allgäu, sondern in Österreich, sei es im Grenzland oder in Enklaven. Aber so ganz so genau nehmen wir es hier nicht …

Schlittenfahren im Allgäu - unsere besten Rodeltouren zum Pinnen

Schlittenfahren im Allgäu ist ein Wintervergnügen für die ganze Familie

Ihr braucht nichts weiter als einen Hörnerschlitten oder Rodel (die kann man oft auch vor Ort für ein paar Euro ausleihen), etwas Kondition zum Hinaufsteigen und ein gewisses Koordinationsvermögen zum Steuern eures Gefährts. Kindergarten- und Grundschulkinder fahren am besten bei Mama oder Papa vorne mit, denn sie haben noch nicht genug Kraft, um den Schlitten über eine längere Strecke sicher zu lenken.

Ganz wichtig: Haltet euch bitte an die Rodelregeln! Rodeln ist an sich nicht sehr schwierig, aber es ist durchaus unfallträchtig, wenn man sich unvernünftig verhält.

Rodelausflüge im Allgäu für Familien mit kleineren Kindern

Als unsere Kinder kleiner waren, haben wir uns auf kürzere Rodelstrecken beschränkt, denn ein langer Aufstieg war ihnen (körperlich und motivatorisch) und uns (nervlich) nicht zuzumuten. Wenn ihr Kindergartenkinder oder noch Kleinere dabei habt und zu Fuß gehen wollt, empfehle ich euch deswegen Ausflüge zum Schlittenfahren im Allgäu, bei denen der Aufstieg weniger als eine Stunde dauert.

Rodeln vom Adlerhorst im Tannheimer Tal

Auch das Tannheimer Tal gehört zu Österreich. Es gibt dort mehrere Rodelmöglichkeiten. Gut gefallen hat uns die kleine Rodeltour zum Adlerhorst mit einer ebenfalls 2 km langen Abfahrt.

Hinweisschild zur Rodelbahn am Adlerhorst im Tannheimer Tal

Der Aufstieg ist für kleinere Kinder und ältere Menschen gut zu machen, bei der Abfahrt kann aber ein wenig Rodelerfahrung nicht schaden, da es eine enge Kurve und ein Stück „Buckelpiste“ gibt.

Rodeln von der Stubentalalpe in Jungholz

Jungholz ist ein Fleckchen Österreich im Allgäu und bietet beschaulichen Bergurlaub im Sommer sowie im Winter ein kleines Skiparadies für Familien. Sehr vergnüglich ist ein kleiner Rodelausflug zur Alpe Stubental mit Karl.

Alpe Stubental im Winter

Die Rodelstrecke ist zwar nur 2 km lang (Erwachsene brauchen nur eine halbe Stunde für den Aufstieg), dafür ist sie gut präpariert und der Aufstieg auch für kleinere Kinder und ältere Menschen problemlos möglich. Und wer mehr rodeln will, kann ja einfach ein zweites Mal hinaufwandern …

Mit dem Schlitten auf die Buchel Alpe in Unterjoch

Die Buchel Alpe ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel; meine Freundin Sabine hat in einem Gastbeitrag schon einmal über eine kinderfreundliche Wanderung aufs Wertacher Hörnle berichtet, die über diese Alpe führt. Im Winter sind hier viele Skitourengeher unterwegs, aber auch Rodler kommen auf ihre Kosten. Ihr parkt am Parkplatz Obergschwend/Unterjoch und folgt von dort aus den Hinweisschildern.

Hinweisschild zur Buchel AlpeDer Weg ist nicht besonders steil, er zieht sich in langsamen Serpentinen dahin.

Weg zur Buchel Alpe im WinterNach etwa einer Dreiviertelstunde erreicht ihr die Alpe.

Die Buchel Alpe bei Unterjoch im Winter

Im Sommer kann man draußen sitzen und den Blick ins Tal genießen, im Winter ist die Stube urig und warm. Die Linsensuppe kann ich wärmstens empfehlen! Die Aufstiegs-/Rodelstrecke wird nicht extra planiert, sondern durch den Transportschlitten zur Hütte gebahnt. Bei Neuschnee kann die Abfahrt daher stockend ausfallen, ansonsten ist sie einfach zu bewältigen und durchaus genussvoll.

Rodeln von der Buronhütte am Grünten

Auch dieses Ziel ist beliebt und leicht zu erreichen: Von Wertach aus fahrt ihr nach Hinterreute und parkt dort am Parkplatz Buronhütte. Der Weg zur Hütte dauert nur eine gute halbe Stunde und ist landschaftlich sehr reizvoll.

Schlittenfahren im Allgäu - auf dem Weg zur Buron-Hütte

Weiter oben quert ihr einmal die Skipiste (hier bitte bei Skibetrieb gut aufpassen!), danach kommt die Buronhütte schon in Sicht.

Buronhütte im Winter mit Schlitten und Skiern

Hier könnt ihr euch mit einem deftigen Schmandfladen stärken, bevor es an die Abfahrt geht.

Schmandfladen in der Buronhütte

Auch auf dem Rückweg gilt es, auf die Skifahrer zu achten, danach rodelt ihr ganz entspannt wieder hinunter zum Parkplatz; dazwischen liegt nur eine richtig enge Kurve.

Ziele zum Schlittenfahren im Allgäu für Familien mit größeren Kindern und für Erwachsene

Bei diesen Ausflügen zum Schlittenfahren im Allgäu werdet ihr beim Aufstieg schon etwas ins Schwitzen kommen, müsst aber nicht supersportlich sein.

Dreifaches Rodelvergnügen am Imberger Horn bei Bad Hindelang

Das ist ein sehr attraktives Ziel zum Schlittenfahren im Allgäu: Am Imberger Horn bei Bad Hindelang gibt es gleich drei Rodelbahnen, die jeweils rund 3 km lang sind. Besonders angenehm finde ich, dass sie nur für das Rodeln reserviert sind und der Aufstieg auf einem von den Bahnen getrennten Weg erfolgt. Man muss also beim Aufsteigen nicht auf Rodler und bei der Abfahrt nicht auf Wanderer achtgeben.

Gasthaus Oberes Horn an der Rodelbahn Bad Hindelang

Wer den etwa eineinhalbstündigen Aufstieg zu Fuß scheut, kann auch mit der Hornbahn hochfahren. Zur Beschreibung unserer Rodeltour am Imberger Horn geht es hier.

Die Naturrodelbahn ab der Buchenberg-Alm bei Buching

Der Buchenberg liegt an der Grenze des Ostallgäus und schon beinahe in Oberbayern, weswegen die bewirtschaftete Hütte auf seinem Gipfel sich Alm und nicht Alp nennt. Im Sommer kann man hier schön wandern, im Winter ist das kleine Skigebiet an der Buchenbergbahn besonders bei Familien beliebt. Ihr könntet auch mit dem Sessellift hinauffahren, aber ich habe in meinem Post zum Rodeln am Buchenberg natürlich die Variante für Winterwanderer beschrieben.

auf der Rodelbahn von der Buchenberg-Alm

Der Aufstieg dauert etwa eine Stunde, führt durch eine wunderbare Landschaft und mäandert gemütlich vor sich hin. Die etwa 2,5 km lange Abfahrt beginnt steil und führt dann über eine „Wellenpiste“ hinunter zur Talstation der Buchenbergbahn – uns hat sie viel Spaß gemacht.

Rodeltouren für Sportliche

Zur Vilser Alm geht es zwischendrin ordentlich bergauf, der Aufstieg zum Breitenberg ist zwar weniger steil, zieht sich aber über etwa zweieinhalb Stunden. Da macht das Hinunterrodeln doppelt Spaß!

Rodeln von der Vilser Alm

Vils liegt gleich hinter Füssen jenseits der österreichischen Grenze, also beinahe noch im Allgäu. Die 4 km Aufstieg bis zur Alm sind durchaus schweißtreibend, aber auch lohnend; zum einen wegen der schönen Strecke, zum anderen wegen der Einkehr auf der Alm.

Vilser Alm im Winter mit Rodeln

Die Stube ist gemütlich, die Küche gut und die Abfahrt mit dem Rodel von der Vilser Alm abwechslungsreich. Wegen der zahlreichen Kurven auf der Strecke erfordert sie ein vorausschauendes Fahren.

Unser Favorit: Die längste Naturrodelbahn des Allgäus am Breitenberg

Das war bisher unser schönster Rodelausflug, aber auch der anstrengendste: Zur mit über 6 km längsten Rodelstrecke des Allgäus kann man bequem mit der Breitenbergbahn hochfahren und nach der Abfahrt mit dem Bus zur Talstation der Bergbahn zurückfahren. Das haben wir natürlich nicht gemacht. Zu Fuß sind es etwa zweieinhalb Stunden Aufstieg, bei dem man immer wieder mit tollen Panoramablicken belohnt wird. Vor allem aber lohnt sich die Abfahrt, denn das ist endlich eine Rodelstrecke, die nicht in ein paar Minuten bewältigt ist.

Rodeln am Breitenberg - die Abfahrt

Etwas Rodelerfahrung sollte man für die rund zwanzigminütige Abfahrt schon mitbringen. Hier geht es zur Beschreibung unserer Rodeltour am Breitenberg.

Na, habt ihr Lust bekommen, es auch einmal mit dem Schlittenfahren im Allgäu zu probieren? Ich freue mich auf eure Berichte und Erfahrungen. Ihr könnt mir auch weitere Rodelziele über die Kommentarfunktion empfehlen, ich probiere immer gerne neue Strecken aus und werde diesen Best-of-Post nach und nach erweitern.

Falls der Schnee für Rodelausflüge nicht reicht, habe ich hier als Alternative ein paar schöne Winterwanderungen für euch:

Winterwanderung durch die Breitachklamm: im Palast der Eiskönigin

Kalt und schön: Winterwanderung zu Willers Alpe bei Hinterstein

Kleine Wanderung über die Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter

Winterspaziergang zum Römerrundweg am Auerberg

Geheimnisvolle Tatanua-Masken in der Südseesammlung Obergünzburg

Exotik im Allgäu: die Südseesammlung Obergünzburg

Südseesammlung Obergünzburg, das klingt erst einmal komisch: Was macht denn eine Sammlung von Kunst- und Kultgegenständen aus der Südsee in einem beschaulichen Allgäuer Marktflecken? Die Frage stellen sich wahrscheinlich die meisten Menschen, die zum ersten Mal etwas von diesem Museum hören. Die Sammlung hat eine lange Geschichte, das Museum aber eine kurze, denn es besteht erst seit 2009. Aber alles der Reihe nach:

Ein Besuch in der Südseesammlung Obergünzburg

Die Südsee liegt in Obergünzburg gleich neben dem Heimatmuseum. Das moderne Gebäude soll mit seinen Farben und seiner Bauweise an die Südsee erinnern. Auf jeden Fall bildet es einen interessanten Kontrast zum traditionellen Allgäuer Baustil.

Außenansicht Heimatmuseum und Südseesammlung Obergünzburg im Winter

Beim Näherkommen entdeckt man das Logo der Südseesammlung, nämlich das kleine Männchen mit dem großen Hut, das hier im Winter kalte Füße bekommt. Es handelt sich dabei um ein religiöses Symbol der Südsee-Insulaner, das so genannte Kokorra-Motiv.

Logo der Südseesammlung Obergünzburg - Kokorra-Motiv

Drinnen erwartet den Besucher erst der Empfang durch engagierte Mitarbeiter und dann eine kleine Überraschung: Es geht nämlich mit dem Aufzug virtuell mitten durch die Erdkugel, bis man auf der gegenüberliegenden Seite in Melanesien ankommt. Eine sehr hübsche Idee, die der Einstimmung auf eine fremde Welt dient.

Südseesammlung Obergünzburg - im Aufzug nach Melanesien

Melanesien heißt übrigens das Pazifik-Gebiet, in dem Neuguinea, das Bismarck-Archipel, die Salomonen, Vanuatu, Neukaledonien und Fidschi liegen.

Willkommen in der Südsee!

Geheimnisvoll dunkel ist es hier – nur die Vitrinen und Bildschirme leuchten hell.

Bildschirme und Vitrine in der Südseesammlung Obergünzburg

Ihr könnt die Südseesammlung Obergünzburg auf eigene Faust, mit einem Audioguide oder mit einer Führung besuchen. Letzteres empfehle ich, weil es mit Erklärungen und der Möglichkeitn zum Nachfragen noch viel interesssanter ist. Fragt einfach am Empfang danach, die Führungen erfolgen nicht nach festem Zeitplan, sondern nach Bedarf.

Aus dem Leben der Südsee-Insulaner

Eines der vielen Highlights der Sammlung ist eine originale Hütte, wie sie noch heute von Bewohnern der Südsee errichtet werden. Tatsächlich wurde diese Hütte von vier Insulanern aus Vanuatu persönlich aufgebaut. Sie ist also nicht nur exotisch, sondern auch authentisch.

Originale Südsee-Hütte samt Innenausstattung

Ein bisschen spartanisch vielleicht von der Einrichtung her, aber das Klima auf Vanuatu ist eben milder als im Allgäu. Die Palmwedel links in der Öffnung signalisieren übrigens, dass gerade kein Besuch erwünscht ist. Für den Fall, dass trotzdem jemand eindringen will, stehen die Ahnenmasken gleich gegenüber. Wenn die grimmig rausschauen, traut sich keiner hinein, der nicht hereingebeten wird.

Ahnenmasken in der Südsee-Hütte

Beim Wohnen sind die Bewohner der Südsee nicht sehr anspruchsvoll, beim Herstellen von Kunst- und Kultgegenständen sehr geduldig und beim Fischen geschickt. Das zeigen kurze Filme aus dem heutigen Melanesien. Es kaum zu glauben, aber in kleinen Einmannbooten wie diesen und mit einfachsten Waffen erlegen die Insulaner sogar Haie.

traditionelles Einmannboot aus der Südsee

Auf den Paddeln findet sich wieder das Kokorra-Motiv, das sich in Variationen durch die Kunst der Insulaner und durch das Museum zieht.

bemalte Paddel aus der Südsee - Kokorra-Motiv

Vieles aus dem Leben der Südsee-Völker stammt aus dem Meer. Waffen zum Beispiel.

Mantarochen und Waffen - Artefakte aus der Südsee

Auch sie werden gerne figürlich geschmückt.

Ahnenfigur am Waffengriff

Oder Muscheln, aus denen nicht nur Schmuck, sondern auch Geld angefertigt wird. Die traditionelle Währung in der Südsee sind nämlich solche Muschelketten.

Geldschnüre aus der Südsee

Fremdartig: Kultfiguren und Seelenurnen aus der Südsee

Sehr faszinierend fand ich die diversen Figuren und Masken. Links seht ihr eine so genannte Uli-Figur, rechts eine kunstvoll gestaltete Seelenurne.

idealer Häuptling (Uli-Figur) und Seelenurne in der Südseesammlung Obergünzburg

Frauen scheinen in der Südsee keine besonders gute Position zu haben. Um es mit den Worten unserer Führerin zu sagen: „Es gibt eine ganz klare Rangordnung: Erst kommen die Männer, dann die Kinder, danach die Schweine – und dann erst die Frauen.“

Zumindest aus weiblicher Sicht ist in der Südsee also nicht alles besser …

Aber die Uli-Figur ist in dieser Hinsicht sehr interessant. Sie hat nämlich sowohl Brüste als auch einen Penis (den habe ich hier nicht fotografiert). Das zeigt keine frühe Form eines Transgender-Bewusstseins im westlichen Sinne, sondern soll die Eigenschaften eines guten Anführers verdeutlichen. Der soll nämlich männliche und weibliche Eigenschaften vereinen, also gleichzeitig stark und fürsorglich sein, gut zuhören, aber bei Bedarf auch hart zuschlagen können.

Uli-Figur in der Südseesammlung Obergünzburg

Schräg gegenüber steht eine so genannte Malanggan-Figur, die als „Seelenurne“ angefertigt wurde. Sie sieht etwas gruselig aus, weil die Augen aus Turbanschneckendeckeln so lebendig wirken. Nach Vorstellung der Südseebewohner geht die Lebensenergie eines Verstorbenen im Rahmen einer Zeremonie in diese Figur ein und überträgt sich dann von dort auf den Clan. Sobald das passiert ist, ist die Urne „leer“ und wird im Urwald deponiert, um dort zu verrotten und damit wieder in die Natur einzugehen.

Seelenurne in der Südseesammlung Obergünzburg

Blick aufs Dorf

Nach einer Zwischenstation unter einem Sternenhimmel mit den Sternbildern der Südsee führt eine Treppe nach oben. Hier blickt der Besucher über das Dach der unten aufgebauten Hütte, über das Dorf und durch einen Wald aus kunstvoll gestalteten Speeren hinaus aufs Meer.

Wald aus Speeren in der Südseesammlung Obergünzburg

Die Speere lohnen ebenfalls eine genauere Betrachtung:

kunstvoll gestaltete Speerspitzen aus der Südsee

Sehr schön fand ich auch dieses Plaid, das mit seinen Schwarz-weiß-Mustern zeitlos elegant wirkt. Es ist übrigens gar kein Plaid, wie man mir erkärt hat, sondern ein bemaltes/bedrucktes Stück „Tapa“ aus Samoa. Das ist ein Baststoff, der aus der Rinde des Maulbeerbaums gefertigt wird.

Schwarz-weiß-Plaid aus der Südsee

Insgesamt ist die Südseesammlung Obergünzburg ein ungewöhnlich gut gemachtes Museum, dessen fremdartige Exponate respektvoll und informativ präsentiert werden. Die interaktiven Elemente machen den Besuch für Kinder noch interessanter. Mich haben auch die (neuen) Filme und die alten Fotografien aus der Kolonialzeit beeindruckt. Hier kann man wirklich für einen Nachmittag in eine fremde Welt eintauchen.

Und wie kommt nun diese Sammlung ausgerechnet nach Obergünzburg?

Dafür ist ein Mann verantwortlich, der in Obergünzburg geboren wurde, in jungen Jahren seine Liebe zur See entdeckte und später jahrelang als Kapitän durch die Südsee fuhr: Karl Nauer (1874 – 1962).

Er hatte ein aufregendes Leben: Seine Eltern waren einfache Leute, nämlich Seifensieder. Karl sollte Pfarrer werden, verliebte sich aber auf einer Reise an den Bodensee ins große Wasser und in die Schiffe. Mit 16 wurde er Schiffsjunge auf einem dänischen Schiff, mit 32 Kapitän auf einem Küstendampfer, der im Inselzubringerdienst im Bismarck-Archipel (damals eine deutsche Kolonie) und den Salomonen eingesetzt wurde. Im ersten Weltkrieg diente er in der Kriegsmarine, nach dem Krieg verlor Deutschland seine Kolonien und Karl Nauer seine Plantagen in der Südsee, die ihm eigentlich ein Auskommen hatten bescheren sollen.

Kurz und erfolglos versuchte er sich als Landwirt im Allgäu, bevor er wieder einen neuen Job als Erster Offizier auf einem Passagierdampfer bekam, der hauptsächlich die Südamerika-Route befuhr. Weil er einem katholischen Geistlichen bei der Flucht vor den Nationalsozialisten geholfen hatte, drohte ihm 1935 die Verhaftung durch die Gestapo. Er entkam, weil seine Mannschaft gewarnt wurde und ihn auf dem Schiff versteckte. Später wurde der Kapitän, der inwzischen geheiratet hatte, Farmer in Argentinien, und das deutlich erfolgreicher als vormals in der Heimat. 1953 und 1957 besuchte er das Allgäu, in das er sogar wieder ganz zurückkehren wollte, weil er im Alter fast erblindet war. Daraus wurde aber nichts mehr, Karl Nauer starb 1962 mit 87 Jahren in Argentinien.

Seine Sammlung von rund 1.500 Artefakten aus der Südsee hatte er bereits 1913 seiner Heimatgemeinde vermacht, die ihn zum Dank zum Ehrenbürger ernannte. Die exotischen Stücke wurden auch früher schon ausgestellt. Die Südseesammlung Obergünzburg in ihrer heutigen Form gibt es aber erst seit 2009.

 

Exotik im Allgäu - Südseesammlung Obergünzburg

Weitere Informationen

Besuchen könnt ihr die Südseesammlung Obergünzburg jeweils mittwochs von 10 bis 12 Uhr und am Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Für Gruppen sind auf Anfrage auch Führungen zu anderen Zeiten möglich.

Da man in diesem sehenswerten kleinen Museum einen sehr unterhaltsamen Nachmittag verbringen und dabei ganz trocken bleiben kann, habe ich es in meine Liste der besten Regenwetter-Ausflugsziele im Allgäu aufgenommen. Dort findet ihr noch weitere Ideen für Unternehmungen an Tagen, die wettermäßig eher nicht an die Südsee erinnern.

Falls ihr nach dem Besuch des Museums noch einkehren möchtet, empfehle ich euch den Gasthof Goldener Hirsch, der gleich neben dem Museum liegt. Dort gibt es für Besuchergruppen auf Anfrage sogar ein eigens kreiertes Südseemenü.

Falls ihr Obergünzburg und seine Umgebung noch näher erkunden wollt, empfehle ich euch auch folgende Beiträge:

Allgäu-Fotos 2017 - mein schönstes Bild #FopaNet - Winterlandschaft bei Marktoberdorf

Allgäu-Fotos 2017 – meine schönsten und liebsten Bilder aus dem 2. Halbjahr

Michael von Erkunde die Welt hat nun schon zum sechsten Mal zur Fotoparade aufgerufen, ich mache jetzt zum dritten Mal mit weiterhin wachsender Begeisterung mit.

Einmal, weil es wirklich Spaß macht, in den Fotos der jeweils letzten sechs Monate zu kruschteln und die gelungensten Exemplare für die einzelnen Themen herauszusuchen. Ich habe seit Juli übrigens ziemlich viele Allgäu-Fotos 2017 gemacht und gespeichert!

Zweitens, weil auf diese Art immer ein buntes Allgäu-Kaleidoskop entsteht, das ich mit einem „normalen“ Blogpost nicht zusammenbekäme.

Drittens, weil ich mich jedes Mal durch die Beiträge der anderen Teilnehmer der Fotoparade wühle und dort teilweise sagenhaft schöne Fotos und tolle Geschichten aus allen möglichen Ecken der Welt finde. Die Posts, die ich am faszinierendsten finde, verlinke ich am Ende dieses Beitrags –  in der Hoffnung, dass sie euch ebenfalls erfreuen.

Außerdem dient Michaels Fotoparade auch der Vernetzung von Reisebloggern und der Wiederauffindbarkeit all der schönen Fotos; dazu braucht ihr nur nach #FopaNet zu suchen.

Meine schönsten Allgäu-Fotos 2017 von Juli bis Dezember

Üblicherweise gibt Michael fünf Kategorien vor, zu denen man ein passendes Bild finden soll, dazu wählt jeder sein schönstes bzw. liebstes Bild aus dem jeweiligen Halbjahr aus. Diesmal konnten die Teilnehmer ausnahmsweise aber zehn Kategorien (plus das schönste Bild) auswählen.

Ich habe mich dazu entschieden, alle Kategorien zu „bestücken“, nach dem guten Allgäuer Leitspruch: Viel hilft viel 🙂

Mein schönstens Bild habt ihr übrigens schon gesehen: Es ist das Titelfoto. Entstanden ist es am ersten Adventswochenende 2017 anlässlich eines Winterspaziergangs über die Kurfürstenallee in Marktoberdorf. Die kahlen Äste der uralten Linde im Vordergrund, die sanfte Schneelandschaft, das Weiß von Schnee und Wolken, der hoffnungsvolle blaue Streifen am Himmel – das alles ergibt für mich ein Bild vollkommener Schönheit.

Landschaft

Das war eine erstaunlich schwierige Kategorie, denn hier im Allgäu gibt es reichlich schöne Landschaft, da fällt die Auswahl schwer. Ich habe mich letztlich für ein Bild entschieden, das mir am Herzen liegt, weil es meine Heimatlandschaft zeigt:

Landschaft - das Günztal bei Obergünzburg #FopaNet

Ihr steht mit mir an einem sonnigen Herbsttag im Günztal und blickt nach Süden auf meinen Heimatort Obergünzburg, die typische Allgäuer Moränenlandschaft und die Berge. Ich liebe diese Aussicht! Falls ihr mehr von Obergünzburg sehen wollt, empfehle ich euch übrigens meinen Blogpost Liebenswertes Obergünzburg – ein fotografischer Streifzug.

Licht

Es war ein leuchtender Tag, wie es sie nur im Oktober gibt, als wir uns auf die Suche nach den Resten der Burg Liebenthann gemacht haben, die einst im Günztal stand. Wir haben nicht viele Überreste gefunden, aber dafür einen zauberhaften Herbstwald, der in ein mystisches Licht getaucht war …

Licht - Herbstsonne auf Klee im Wald #FopaNet

Schwarzweiß

Auch dieses Bild ist bei einem Waldspaziergang entstanden, allerdings im November, als es bereits geschneit hatte. Der Winterwald mit dem dunklen, fast schwarzen Grün der Fichten und dem Weiß auf Boden und Ästen wirkte beinahe von ganz allein wie eine Schwarzweißlandschaft.

Schwarzweiß - Spaziergänger im Winterwald #FopaNet

Tiere

An welche Tiere denkt ihr, wenn ihr ans Allgäu denkt? Genau:

Tiere - Allgäuer Braunvieh im Günztal #FopaNet

Das sind aber nicht irgendwelche Rindviecher, sondern zwei ganz besondere Exemplare: Es handelt sich nämlich um einen Stier (aus Sicherheitsgründen ohne Hörner) und eine Kuh der Rasse Original Braunvieh. Früher war das Braunvieh im Allgäu weit verbreitet, heute gibt sieht man es nur noch selten, weil es durch Hochleistungsrassen ersetzt wurden. Ein paar kleine Herden Original Braunvieh dürfenden ganzen Sommer über im Günztal grasen. Sie dienen zum einen der Landschaftspflege auf den Naturschutzflächen im Günztal, zum anderen werden sie als Günztal-Weiderind vermarktet.

Wirken die beiden nicht ganz wie ein altes Ehepaar? Sie blicken übrigens so gierig nach rechts, weil dort Herr Haid von der Liebenthannmühle mit einem Stück Brot lockt …

Natur

Das meiste, das ich hier tief im Allgäu fotografiere, hat irgendwie mit Natur zu tun. Ich habe mich bewusst für eine unspektakuläre Aufnahme entschieden, die nichts „Besonderes“ zeigt. Nur eine Alpendistel, die ich auf dem Weg zum Wertacher Hörnle fotografiert habe. Sie ist aber eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge; der Baumweißling, der hier so dekorativ sitzt, gehört inzwischen zu den bedrohten Arten. Insofern ist die unscheinbare Distel nämlich doch etwas Besonderes – gut, dass es im Allgäu wenigstens in manchen Regionen noch reichlich Platz für solches „Unkraut“ gibt!

Natur - blühende Alpendistel mit Bienen und Baumweißling #FopaNet

Nahaufnahme

Die eifrige Biene auf Pollensuche an der Königskerze habe ich nur 100 Meter von unserem Haus entfernt am Wegrand gefunden. Zum Glück hatte ich an diesem regnerischen Tag die Kamera dabei.

Nahaufnahme - Biene an Königskerze #FopaNet

Eine zweite Nahaufnahme möchte ich euch nicht vorenthalten, weil ich sie so lustig finde. Ich wollte Schumpen (= Jungvieh) fotografieren und habe mal wieder festgestellt, dass die ganz schön neugierig sind. So nah wollte ich es gar nicht!

Nahaufnahme - neugieriger Schumpen #FopaNet

Stadtbild

Das war die schwierigste Kategorie für mich, denn Stadtansichten fotografiere ich selten. Dieses Bild, das ich sehr mag, ist an einem strahlenden Septembertag in Kenmpten entstanden. Ihr seht über die Illerstaustufe (dort befindet sich übrigens ein nettes Outdoor-Café, das nur im Sommer und nur bei gutem Wetter geöffnet hat) auf die Altstadt. Der Kirchturm gehört zur St. Mang-Kirche.

Stadtbild - Blick von der Illerstaustufe auf die Kemptener Altstadt #FopaNet

Farbkontrast

Hm, möglicherweise merkt man bei der Bildauswahl, dass ich den Winter liebe. Jedenfalls, wenn er Schnee mit sich bringt. Weiß unter Blaugrau ist aber doch ein toller Farbkontrast, oder?

Farbkontrast - weißer Schnee und blauer Himmel #FopaNet

Essen

Diesen perfekten Steinpilz hat meine Freundin Birgit beim gemeinsamen Pilzesuchen gefunden. Ich finde immer nur Maronenröhrlinge …

Essen - Steinpilz #FopaNet

Aussicht

Aussicht, klar, da sind Berge das naheliegendste Motiv. Ihr seht hier den geduldigsten Ehemann von allen, der auf einer kleinen Wanderung vom Gipfel des Nebelhorns hinunter zur Bergstation innehält und den Blick auf die Allgäuer Hochalpen genießt. Diese Aussicht ist wahrlich einzigartig!

Aussicht - Wanderung auf dem Nebelhorn #FopaNet

Außerdem muss er sowieso mal wieder auf seine fotografierende Frau warten …

Fotoparade #FopaNet - meine schönsten Allgäu-Fotos 2017 aus dem 2. Halbjahr

Haben euch meine Allgäu-Fotos 2017 aus dem zweiten Halbjahr gefallen? Welches spricht euch besonders an, welches gar nicht? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Meine bisherigen Beiträge zu Michaels Fotoparade findet ihr übrigens hier:

Meine schönsten Allgäu-Fotos 2017 – 1. Halbjahr

Meine schönsten Allgäu-Fotos aus dem 2. Halbjahr 2016

Diese Beiträge zur Fotoparade finde ich besonders gelungen und empfehle sie euch gern zum Stöbern:

Da ich mich eher der schreibenden Zunft zurechne und das Fotografieren erst so nach und nach für mich entdecke, bin ich immer wieder beeindruckt, wie gut andere Blogger fotografieren. Allerdings mag ich keine Bilder, die sehr „instamäßig“ bearbeitet sind und deswegen künstlich wirken; Beiträge mit solchen Bildern (auch wenn sie technisch toll genmacht sind) verlinke ich hier deswegen nicht.

Perfekte Fotos findet ihr zum Beispiel hier:

Dann gibt es noch Beiträge, die mir einfach so gut gefallen:

    • Herbb von servus-servus.de macht sehr eigenwillige Bilder, gerne aus seiner Heimat in Bayerisch-Schwaben. Immer sehenswert! Diesmal sind übrigens auch welche aus Bangkok dabei.
    • Stefan Blanz von tourstory.de päsentiert eine eigenwillige Auswahl von Bildern seiner Donaureise. Gefällt mir!
    • Tobias Hoiten hat mich mit seinen Bildern davon überzeugt, dass es in Friesland echt schön ist.
    • Johannes Gruber hat offensichtlich auch eine Schwäche für Frankreich (wie ich). Geradezu neidisch bin ich auf sein Bild vom Mont Saint Michel; ich war dieses Jahr auch dort (zum 4. Mal in 30 Jahren) und geradezu entsetzt von dem Massenandrang dort. Johannes hat es dagegen geschafft, die mystische Stimmung des Ortes einzufangen, die ich beim letzten Besuch so schmerzlich vermisst habe.
    • Peggy von travellicious zeigt exotische Aufnahmen aus Seoul, die Lust auf mehr machen.
    • Petrina zeigt auf ihrem Blog www.moment-newyork.de herausragende Aufnahmen aus ihrer Wahlheimat New York.
    • Kathi von kulturtaenzer.com hat eine besonders schöne Auswahl von Bildern zusammengestellt, die an den unterschiedlichsten Orten entstanden sind.
    • Unter dreamtravelconnect.com findet ihr die poetischsten Bilder dieser Fotoparade.

Das absolute Highlight dieser Fotoparade ist für mich dieser Beitrag mit außergewöhnlichen Aufnahmen aus der Peripherie Afghanistans:

Fotohighlights 2017 – Ein anderes Afghanistan

Schlitten im Schnee vor der Buchenberg-Alm

Rodeln am Buchenberg im Allgäu: Wellengleiten im Schnee

So ein Winter mit richtig Schnee ist doch etwas Herrliches –  und ganz besonders gerne machen wir dann eine Schlittentour: Durch die verschneite Landschaft bergan stapfen, dann am besten zünftig einkehren und anschließend hinunterrodeln, das ist eines meiner liebsten Wintervergnügen. Frönen kann ich ihm zum Beispiel am Buchenberg bei Buching (das liegt unweit des Forggensees bei Füssen). Der Buchenberg hat die Form eines großen Maulwurfshaufens, Buching liegt an seinem Fuß.

Blick auf Buching im Ostallgäu und den Buchenberg im Winter

Rodeln am Buchenberg –  so geht’s

Am Buchenberg gibt es ein kleines, familienfreundliches Skigebiet und sogar einen Sessellift, die Buchenbergbahn. Wer nicht zu Fuß gehen mag, kann samt Schlitten hinauffahren. Aus meiner Sicht ist das aber nur der halbe Spaß. Wer keinen Schlitten hat, kann ihn an der Talstation der Bahn auch leihen.

Die Buchenbergbahn im Winter

Parken könnt ihr am Lift, danach geht es links entlang der Skipiste (und bitte neben, nicht auf der Rodelbahn!) nach oben und ein Stückchen durch den Ort. Folgt einfach immer der Bergstraße, die eigentlich eine Forststraße ist. Hier ziehen noch andere ihre Schlitten zum Rodeln am Buchenberg hinauf.

Rodeln am Buchenberg - Aufstieg über die Forststraße

Nach dem Waldstück weitet sich der Blick – ich sagte ja schon, dass ich verschneite Landschaften liebe. Ist das nicht wunderschön?

Aufstieg zur Buchenberg-Alm im Winter

Es geht die meiste Zeit recht gemächlich bergauf, der Forstweg ist außerdem planiert. Man muss also kein Supersportler sein, um den Aufstieg – der rund eine Stunde dauert – zu bewältigen-

Verschneite Winterlandschaft am Buchenberg im Allgäu

Wenn ihr trotzdem ab und zu eine kleines Pause braucht, könnt ihr den Ausblick genießen. Hier in Richtung Westen, also auf den Forggensee. Der ist aber auf diesem Bild zugeschneit und daher nicht zu erkennen.

Blick vom Buchenberg auf den zugeschneiten Forggensee

Nach etwa einer Stunde kommt die Buchenberg-Alm in Sicht. Sie liegt auf 1.140 Metern Höhe und bietet von ihrer Terrasse aus eine tolle Aussicht. Jedenfalls an Tagen, an denen es nicht schneit.

Buchenbergalm und Bergstation der Buchenbergbahn im Schneetreiben

Da wir an einem Sonntagmittag aufgestiegen sind und eine Menge Skibetrieb herrschte, war die Alm innen leider bis auf den allerletzten Platz belegt. Am „Schlittenparkplatz“ könnt ihr aber sehen, dass wir nicht die einzigen waren, die zum Rodeln am Buchenberg gekommen sind.

Die Buchenberg-Alm im Schneetreiben

Wir haben deswegen auf die Einkehr verzichtet und uns gleich an die Abfahrt gemacht. Die etwa 2,5 km lange Naturrodelbahn beginnt ein kleines Stück unterhalb der Alm und ist ausgeschildert. Am Anfang geht es steil hinunter, dann wird es flacher.

Drei Rodler auf der Naturrodelbahn am Buchenberg unterhaalb der Buchenbergalm

Es handelt sich um eine echte Naturrodelbahn mit vielen Buckeln und Wellen – wer nicht selbst gut gepolstert ist, ist gut beraten, zum Rodeln am Buchenberg einen mit Stoff bespannten Schlitten mitzubringen, denn der federt einiges ab …

Noch eine Bitte: Manche Rodler nehmen nicht den Forstweg, sondern steigen von Anfang an direkt neben der Bahn auf. Mir persönlich wäre das zu anstrengend, weil zwischendrin doch ganz schön steil. Vor allem aber solltet ihr beim Aufsteigen darauf achten, am Rand der Bahn zu bleiben. Es ist für Rodler fast unmöglich, kleine Kinder, die plötzlich hinter Bodenwellen auftauchen, nicht umzufahren, sondern zu umfahren …

Rodeln am Buchenberg im Ostallgäu

Falls ihr Lust auf weitere Rodelausflüge im Allgäu habt, empfehle ich euch diesen Best-of-Beitrag:

Schlittenfahren im Allgäu: unsere besten Rodeltouren

Kempten - Blick auf den Weihnachtsmarkt und das nächtlich beleuchtete Rathaus vom St. Mang-Platz aus

Stimmungsvoll: der Weihnachtsmarkt Kempten

Der Weihnachtsmarkt Kempten ist nicht nur größer als andere Allgäuer Weihnachtsmärkte, er dauert auch länger, nämlich fast den ganzen Advent lang (2017: vom 29.11. bis 22.12.). Er beginnt jeweils mittags um 12 Uhr und endet abends um 20 Uhr, freitags und samstags um 21 Uhr. Außerdem ist es ein sehr schöner Markt, den ich jedes Jahr mindestens einmal besuche und euch vorstellen möchte.

Kempten leuchtet – jedenfalls abends auf dem Weihnachtsmarkt

Der Rathausplatz mit seinen stolzen Bürgerhäusern bietet ohnehin eine anmutige Kulisse. Die üppige Beleuchtung sorgt zusätzlich für eine festliche Stimmung. Das Rathaus habt ihr ja im Titelfoto schon in all seiner abendlichen Lichterpracht gesehen.

abends auf dem Kemptener Weihnachtsmarkt

Auch Platz und Markt werden festlich herausgeputzt.

weihnachtliches Kempten - Andrang auf dem Weihnachtsmarkt

Da kriegen nicht nur Kinder glänzende Augen, oder?

Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt Kempten am Tag

Ich habe den Markt noch ein zweites Mal bei Tag besucht, damit ihr euch ein genaueres Bild machen könnt. Wenn ihr von der Fußgängerzone aus zum Rathausplatz geht, kommt ihr gleich an der Maroni-Lok vorbei, an der ich gerne mal zum Einkaufen stehen bleibe.

Maroni-Lok auf dem Weihnachtsmarkt Kempten

Natürlich gibt es auch einen Christbaum auf dem Weihnachtsmarkt Kempten. Er steht gleich vor (bzw. hinter) dem Rathaus.

Christbaum auf dem Weihnachtsmarkt Kempten

Neben den typischen Glühwein-, Würstchen-, Waffel- und sonstigen „Fressbuden“ erwartet euch ein hochwertiges Angebot an Weihnachtsschmuck, Strick- und Filzwaren, Kerzen und sonstigen typischen Weihnachtsmarktartikeln. Auch die Kartei der Not, das Hilfswerk der Augsburger Allgemeinen, hat einen Stand, an dem man schön verzierte Lebkuchenmännchen kaufen und dabei noch etwas Gutes tun kann.

Buden mit Weihnachtsschmuck auf dem Kemptener Christkindlmarkt

Ein Kindermagnet ist das nostalgische Karussell, das sich am östlichen Ende des Rathausplatzes dreht. Das Gebimmel der Glocke im Feuerwehrauto klingt den ganzen Tag über den Markt, weil die Kinder sie genauso begeistert läuten wie es ihre Eltern und Großeltern in ihrer Kindheit getan haben …

nostalgisches Karussell auf dem Weihnachtsmarkt Kempten

Die „Futterbuden“ werden übrigens größtenteils von ortsansässigen Gastronomen betrieben. Die Rosa-Einhorn-Bude gehört zum Café Sissi, das ich in meinem Post Gut essen in Kempten bereits empfohlen habe (aber nur für Leute, die mit Pink und Rosa keine Probleme haben).

Weihnachtsmarkt Kempten - Blick über die Buden aufs Rathaus

Na, habt ihr Lust auf einen Bummel über den Weihnachtsmarkt Kempten bekommen? Dann nur zu: Er ist bis 22.12.2017 geöffnet.

Weihnachtsmarkt Kempten - Pin

Blick über die Kurfürstenallee Marktoberdorf und auf den Kirchturm St. Martin im Winter bei Schnee

Kleine Wanderung über die Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter

Marktoberdorf ist ja ein eher kleines Städtchen, da wundert man sich schon, dass es dort überhaupt ein Schloss gibt. Sogar ein recht hübsches. Heute beherbergt es die Bayerische Musikakademie, früher aber war es ein Jagdschloss, das im Sommer von den Fürstbischöfen genutzt wurde, die in Augsburg residierten.

Erinnerung an Clemens Wenzeslaus

Am wichtigsten für Marktoberdorf war Fürstbischof Clemens Wenzeslaus (1739-1812), der oft drei oder vier Monate des Jahres in Oberdorf (damals war es noch keine Marktgemeinde) verbrachte und sich dort kulturell, wirtschaftlich und sozial sehr engagierte.

Er ist sogar in Marktoberdorf neben dem Schloss begraben, nämlich in einem kleinen, achteckigen Anbau an der St. Martins-Kirche, die ihr hier seht (der Anbau ist hinter dem Busch kaum zu sehen):

Marktoberdorf - Schloss und Kirche St Martin im Winter

Neben der gefälligen Rokoko-Kirche verdankt Marktoberdorf Clemens Wenzeslaus eine weitere „Sehenswürdigkeit“, nämlich eine zwei Kilometer lange Lindenallee, die vom Schloss in südöstlicher Richtung zum Wald führt und heute „Kurfürstenallee“ genannt wird.

Straßenschild Kurfürstenallee Marktoberdorf

Nicht dass die damaligen Oberdorfer sehr begeistert gewesen wären, als Clemens Wenzeslaus die Idee dazu hatte und umsetzen ließ. Sie mussten nämlich Frondienste leisten und das hügelige Gelände zum Teil mühsam einebnen, damt sie eine schicke, gerade Allee hinbekamen. Die Linden mussten dann auch noch alle gepflanzt werden. Die Arbeiten dauerten fünf Jahre,  von 1774 bis 1779. Die schuftenden Bauern murrten und klagten, obwohl der Kurfürst an sich recht beliebt war. Aber die Allee machte damals wohl nur ihm und seinem Hofstaat Freude.

Heute können die Marktoberdorfer dankbar sein, dass er vor fast 250 Jahren diesen Spleen hatte – diese Lindenallee ist traumhaft schön und lädt zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter zum Spazierengehen ein.

Eine kleine Wanderung über die Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter

Die Allee beginnt gleich hinter dem Schloss und führt zu Beginn an einem Wohngebiet vorbei.

Beginn der Kurfürstenallee MOD im Winter

Bald ist der Ortsrand erreicht, zu beiden Seiten erstrecken sich nun Wiesen.

Winterliche Kurfürstenallee

Einige der alten Bäume mussten wegen der Gefahr von Astbrüchen schon gestutzt werden, sie stehen trotzig und würdevoll vor dem Schneewolkenhimmel. Dazwischen werden junge Linden nachgepflanzt.

Winterlich kahle Bäume im Schnee

Ist das nicht ein herrliches Winterpastell?

Winterpastell an der Kurfürstenallee Marktoberdorf

Ich musste auf dieser winterlichen Wanderung über die Kurfürstenallee Marktoberdorf jedenfalls dauernd zum Fotografieren stehen bleiben, weil ich einen Ausblick schöner als den anderen fand.

Auf der winterlichen Kurfürstenallee Marktoberdorf

Hier sieht man gut, wie schnurgerade die Allee durch die Landschaft führt.

Kreuzung an der Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter

Rechts und links geht der Blick ins Weite – und trifft zum Beispiel auf dieses Wegkreuz.

Wegkreuz an der Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter

Auf dem nächsten Bild seht ihr im Hintergrund schon die Bundesstraße B472, die nach Süden in Richtung Schongau verläuft.

Lindenallee in verschneiter Landschaft

Diese gilt es zu überqueren.

Kurfürstenallee Marktoberdorf - Kreuzung B472

Danach steigt der Weg nochmals kräftig an.

Kurfürstenallee Marktoberdorf im Winter - südöstlicher Teil

Im Wald endet die Kurfürstenallee, und zwar an diesem Gedenkstein für Clemens Wenzeslaus. Er hatte ursprünglich natürlich keinen Gedenkstein errichten lassen, sondern einen Pavillon für Musik- und Theateraufführung. Von diesem ist aber heute nichts mehr zu sehen.

Gedenkstein für Clemens Wenzeslaus bei Marktoberdorf

Bis hierhin ist der Weg perfekt kinderwagengeeignet, die Gehzeit beträgt etwa eine halbe Stunde. Ihr könnt jetzt umkehren oder mit uns noch eine Runde durch den Wald machen; dazu braucht ihr aber ein geländegängiges Gefährt, falls ihr mit Baby unterwegs seid.

Wir schließen noch eine Runde durch den Tannenleich-Wald an

Ein Pfad führt in den Wald hinein.

Verschneiter Waldweg

Auch der Weg durch den Winterwald hat seinen besonderen Reiz.

Weg durch einen winterlichen Wald

Es gibt mehrere Möglichkeiten, nach rechts (= Süden) abzubiegen.

Spaziergänger im Winterwald

Vom Waldrand aus entdeckt ihr schon das Sträßchen, das in Richtung B472 zurückführt; rechts im Hintergrund seht ihr die Kurfürstenallee:

Blick über verschneite Wiesen

Ihr folgt dem Sträßchen und überquert wieder die Bundesstraße.

Blick von Südosten auf Marktoberdorf im Schneetreiben

Wir hatten das Glück, dass auf dem Rückweg die Sonne herauskam und den Kirchturm von St. Martin beleuchtete. Ist das nicht ein schönes Bild?

Kurfürstenallee Marktoberdorf mit Kirchturm St Martin im Schnee

Dann geht es über die Allee wieder zurück zum Parkplatz an der Musikakademie.

Kurfürstenallee in der Wintersonne

Wir waren ungefähr eineinhalb Stunden unterwegs und haben unseren Winterspaziergang über die Kurfürstenallee Marktoberdorf sehr genossen. Ich möchte gerne einmal im Herbst wiederkommen, wenn die Blätter gelb und orange leuchten …

Winterrunde über die Kurfürstenallee Marktoberdorf - kinderwagengeeignet

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