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Günzach: Wo die Günz entspringt und der Schiefergraue Alpenstrudelwurm haust

Formal wohnen wir in Günzach (hinter unserem Haus beginnt das Gemeindegebiet von Obergünzburg), deswegen ist es vermutlich angemessen, den ersten Eintrag in diesem Blog dieser kleinen Gemeinde tief im Allgäu zu widmen. Günz-ach heißt wörtlich Wasser-Wasser, denn „günz“ ist das keltische Wort für fließendes Wasser und „ach“ das germanische. Den doppelt-gemoppelten Namen trägt der Ort zu Recht, denn hier entspringt die östliche Günz, die sich erst als Rinnsal, dann als Bach nach Norden schlängelt, bis sie sich bei Lauben mit der westlichen Günz vereinigt und schließlich als richtiger Fluss bei Günzburg in die Donau mündet. Die bis dahin eher unspektakuläre Günzquelle wurde im Rahmen eines Dorfverschönerungsprojektes 2011/12 neu eingefasst und umgestaltet; bei der Gelegenheit hat man sie etwa 80 Meter nach Osten verlegt und eine kleine Anlage mit Info-Tafel, Ruhebänken, Kneippbecken und Spielplatz dazu gebaut. Das Ensemble wirkt etwas künstlich, aber doch ganz hübsch. Die Günzacher Fauna ist übrigens eine ganz besondere: Mitarbeiter des Kemptener Wasserwirtschaftsamtes entdeckten beim Quellenumzug die seltene Bayerische Quellschnecke und den berühmten Schiefergrauen Alpenstrudelwurm in trauter Eintracht. Diese wurden vor Beginn …