Jahr: 2019

Dorothy und der Blechmann in der Freilichtaufführung des Zauberer von Oz im Märchensommer Allgäu

Familien-Freilichttheater: Der Zauberer von Oz im Märchensommer Allgäu

Der Zauberer von Oz ist schon die zweite Runde im Märchensommer Allgäu. Dieser wurde 2018 als Freilichttheater auf der Burghalde in Kempten ins Leben gerufen; das erste Stück war Alice im Wunderland. Das habe ich mir auf Einladung des Theaters in Kempten letztes Jahr angesehen und fand es ganz bezaubernd. Deswegen habe ich dieses Jahr gerne Ja gesagt, als ich wieder eine Presseeinladung zum Open Air Theater bekommen habe. Das war eine gute Entscheidung: Der Zauberer von Oz ist noch lustiger und macht noch mehr Spaß. Klare Empfehlung für Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter! Die meisten Mamas, Papas und Großeltern kennen die Geschichte des Mädchens Dorothy, das von einem Wirbelsturm ins Land Oz geblasen wird. Die Verfilmung mit Judy Garland ist ein Klassiker, aber mir persönlich hat die zeitgemäß umgesetzte Märchensommer-Variante mit fröhlicher Musik und witzigen Texten mindestens genauso gut gefallen. Die Geschichte funktioniert auch beim jungen Publikum von heute: Die anwesenden Kinder waren jedenfalls engagiert und konzentriert dabei. Der Zauberer von Oz im Open Air für Familien auf der Burghalde in Kempten …

Auf dem Hochschelpen bei Balderschwang

Hüttentour bei Balderschwang: Über den Hochschelpen zur Burgl-Hütte

Die Burgl-Hütte liegt unweit von Balderschwang auf 1.428 m Höhe, und zwar auf österreichischem Boden. Seit ihrer Erbauung im Jahr 1856 hat sich an der Hütte nicht viel geändert, sie ist weitgehend unverändert erhalten. Heute gibt es vor der Tür ein Solarpaneel und damit bei sonnigem Wetter etwas Strom und warmes Wasser. Wenig Komfort, aber eine großartige Aussicht und ein sehr authentisches Hüttengefühl … Rundwanderung von Balderschwang über den Hochschelpen zur Übernachtung auf der Burgl-Hütte Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz der Schelpenalp in Balderschwang, die im Winter als Talstation der Schelpenbahn dient. Wir haben gefragt, ob wir das Auto über Nacht dort lassen dürfen, was uns genehmigt wurde. Von Balderschwang auf den Hochschelpen Von dort folgt man den Wegweisern zum Hochschelpen. Zunächst geht es ein Stück an der Bolgenach, einem kleinen Gebirgsbach, entlang. An diesem Wegweiser zweigt man rechts ab, dann geht es in etlichen Kehren bergauf. Zum Glück überwiegend durch den Wald (als wir die Wanderung gemacht haben, war es sehr, sehr heiß). Höher und höher schraubt sich der Weg. Nach dem Waldstück …

Infinity-Pool-Feeling im Alpenfreibad Scheidegg

Erfrischend anders: das Alpenfreibad Scheidegg

Das Alpenfreibad Scheidegg wurde bereits 1935 eröffnet und ist damit eine altehrwürdige Institution unter den Bädern im Allgäu. Vor allem aber ist es eine außergewöhnlich schön gelegene und gestaltete Anlage mit Entspannungsgarantie. Und gutes Essen gibt es auch noch. Aber alles der Reihe nach: Kleiner Rundgang durch das Bad Das Alpenfreibad Scheidegg liegt am südlichen Ortsrand (am Kurhaus vorbeifahren, dann auf der linken Seite) wie auf einer Sonnenterrasse vor den Bergen. Daher bekommt man beim Schwimmen dieses typische Infinity-Pool-Gefühl. Allerdings ist es eben kein gechlorter Pool, sondern ein Naturbad, das mit Quellwasser gefüllt wird. Entsprechend erfrischend sind die Temperaturen im Frühjahr, wenn die Badesaison eröffnet wird. Wir haben das Bad an einem heißen Junitag nach einer langen Wanderung besucht. Selten habe ich eine Abkühlung so ersehnt und so genossen wie in diesem Becken! Darin wohnen übrigens auch kleine Molche, die von den Kindern begeistert gefangen und wieder freigesetzt werden. Das Wasser in den Kinderbecken wird allerdings beheizt, und zwar ökologisch vorbildlich mit Sonnenenergie. Die Sonnensegel schützen die Kleinen vor zu viel Sonnenstrahlung. Einen Spielplatz und …

Neu und frisch: Mein Allgäu-Reiseführer ADAC plus

Diese Woche ist der Allgäu-Reiseführer ADAC plus erschienen, auf den ich mich schon gefreut hatte: Er enthält denselben Regionenteil wie der blaue, kompakte ADAC-Allgäu-Reiseführer, zusätzlich aber einen umfassenden Magazinteil und eine herausnehmbare Faltkarte. Inhaltlich habe ich die vorhandenen Texte komplett überarbeitet, gestrafft, ergänzt und aktualisiert. Den Magazinteil habe ich komplett neu geschrieben. Das neue Design ist frisch und zeitgemäß. Das ist toll am Allgäu-Reiseführer ADAC plus Die Karte ist aktuell und handlich. In ihr sind die Highlights aus dem Reiseführer ebenso eingetragen wie die ADAC Traumstraße, die ich für den Band entworfen, abgefahren und beschrieben habe. Ihr könnte sie also ganz einfach nachfahren und genießen. Der Magazinteil ist eine Fundgrube für Informationen über Land und Leute, Geschichte und Gebräuche. Ihr findet dort beispielsweise ein Portrait des Barock-Baumeisters Johann Jakob Herkomer und natürlich eines über König Ludwig II., den Träumer auf dem Thron. Dazu Tipps für den gelungenen Familienurlaub und das perfekte Souvenir, die Geschichte des ersten Hotels im Allgäu und der ältesten Bergbahn und vieles mehr. Der Regionenteil ist gut strukturiert und übersichtlich gestaltet, sodass …

Rafting im Allgäu auf der Iller

Spritziges Vergnügen: Rafting auf der Iller

Rafting ist ein Trendsport, von dem ich nicht gedacht hätte, dass ich ihn einmal ausüben werde. Andererseits ist das Allgäu eine Region, in der es sich prima raften lässt, zum Beispiel auf der Iller zwischen Oberstdorf und Sonthofen. Also habe ich es doch einmal ausprobiert. Um es vorwegzunehmen: Es ist deutlich anstrengender als ich dachte, macht aber viel Spaß. Außerdem ist es eine perfekte Unternehmung bei regnerischem Wetter – denn nass wird man dabei auf jeden Fall. Noch ein Hinweis in eigener Sache: Dieses Blog ist werbe- und kooperationsfrei. Die Rafting-Tour habe ich als Pressetour auf Einladung des Anbieters MAP-Erlebnis in Fischen gemacht. Ich habe für mich und meine beiden Kinder, die als „Fotomodelle“ dabei waren, also nichts bezahlt. Einige Fotos, darunter die, auf denen ich selbst zu sehen bin, hat unser Guide Fabian gemacht und mir zur Verfügung gestellt. Ansonsten besteht aber keine Verbindung zwischen mir und dem Anbieter; ich erhalte von ihm außer der kostenlosen Probetour weder Geld noch Sachleistungen. So geht’s zu beim Iller-Rafting An der Station des Anbieters in Bihlerdorf wurden …

Blick auf Forggensee und Berge auf der Radtour Kaufbeuren-Füssen

Radtour Kaufbeuren – Füssen: Genussradeln mit toller Aussicht

Etwa 45 km lang ist die Radtour Kaufbeuren – Füssen. Die Strecke ist gut ausgeschildert, erfreulich flach und besonders in der zweiten Hälfte landschaftlich ungemein reizvoll. Beschildert ist die Strecke mit dem Symbol der Radrunde Allgäu, einem dynamischen weißen Rad auf blauem Grund (auf dem Foto unten in der Mitte). Die letzte Etappe dieses insgesamt 450 km langen Radfernwegs führt von Füssen über Kaufbeuren nach Bad Wörishofen. Wir sind einen Teil dieser letzten Etappe gefahren, aber in der anderen Richtung: von Kaufbeuren in Richtung Berge. So herum bietet die Strecke auf jeden Fall die bessere Aussicht. Ein Teil dieser Strecke ist deckungsgleich mit der Dampflokrunde, die auf den ehemaligen Bahnstrecken von Marktoberdorf nach Lechbruck und von Kaufbeuren nach Schongau verläuft. So schön ist die Radtour Kaufbeuren – Füssen Wir sind vom Kaufbeurer Bahnhof aus gestartet und folgen der Bahntrasse bis Biessenhofen. Von dort geht es weiter über Ebenhofen in Richtung Marktoberdorf, dessen Schloss samt Kirche auf diesem Bild (rechts) schon zu erkennen sind. Eigentlich führt der Weg ziemlich schnurgerade durch Marktoberdorf, aber wir haben einen …

Schön für Familien und Naturfreunde: der Panoramaweg Oy-Mittelberg

Über den Panoramaweg Oy-Mittelberg zu spazieren ist zu jeder Jahreszeit schön, im Frühling, zur Zeit der Löwenzahnblüte, aber ganz besonders. Ausgangspunkt unserer Runde ist der Wanderparkplatz in Mittelberg (47°38’35.0″N 10°26’14.0″E). Von hier habt ihr bereits Blick auf die Kirche St. Michael, an der sich ebenfalls ein kleiner Parkplatz befindet. Wir gehen die blau eingezeichnete Route, die etwa 5 km lang ist, die Gehzeit beträgt etwa 1,5 Stunden. Mit Kindern dauert es wahrscheinlich länger, denn im ersten Drittel der Strecke liegen gleich zwei Spielplätze. Der erste ist dieser hübsche Duft- und Spielgarten für kleinere Kinder. Die wenig befahrene Straße führt daran vorbei in Richtung Kurklinik. An der Kurklinik liegt ein großzügiger Abenteuerspielplatz, den auch Kinder bespielen dürfen, die nicht in der Klinik untergebracht sind. Beide Spielplätze haben es übrigens verdientermaßen auf meine Liste der schönsten Spielplätze im Allgäu geschafft. Falls ihr keine Kinder dabei habt (oder sie aufs Hexenwäldchen vertrösten könnt), folgt ihr der kleinen Straße einfach weiter. Die Straße geht bald in einen Feldweg über, und dann beginnt der landschaftlich reizvollste Teil der kleinen Wanderrunde. …

Original Allgäuer Kässpatzen - nah dem familieneigenen Käsespätzle-Rezept

So schmeckt das Allgäu: Unser Lieblings-Käsespätzle-Rezept

Kässpatzen oder Käsespätzle, wie man im Westallgäu sagt, sind DAS Allgäuer Leibgericht. Auch mein Mann bereitet sie gerne zu, und zwar nach dem Käsespätzle-Rezept, das in seiner Familie über Generationen weitergegeben wurde. Ich persönlich finde, dass mein Mann die besten Kässpatzen überhaupt macht. Ob das stimmt, könnt ihr selbst ausprobieren, denn ich verrate euch, wie es geht: Unser Original-Allgäuer-Käsepätzle-Rezept für 4 Personen Das braucht ihr an Gerätschaften: einen großen Topf (5 l) für die Spätzle einen kleinen Topf, um die Zwiebeln anzurösten einen Spätzlehobel eine Käsereibe einen Kochlöffel einen Schaumlöffel ein Küchenmesser eine Rührschüssel und eine weitere Schüssel eine Keramikschüssel Das braucht ihr an Zutaten: 6 – 8 Eier ca. 1/4 l Milch 600 g Spätzlemehl Käse: 250 g Bergkäse, 200 g Romadur, 100 g Weißlacker 2 Zwiebeln etwas Butter und Salz Zeitbedarf: etwa 30 – 40 Minuten So werden die Kässpatzen zubereitet: eine Anleitung in 10 Schritten Schritt 1: Zunächst richtet ihr die Gerätschaften her. Dann bringt ihr 3 – 4 l Wasser im großen Topf mit etwas Salz zum Kochen. Schritt 2: Während …

Blick auf die Altstadt von Isny aus dem Wassertor-Turm

Isny erleben: auf Zeitreise im Wassertor-Museum

Isny ist mit seinem mittelalterlichen Stadtkern ein besonders hübsches Städtchen und hat für Kultur- und Geschichtsfans einiges zu bieten. Sehr gut gefallen hat mir die Führung durch das Museum im Wassertor, bei der man sich vom Verlies im untersten Geschoss bis zur ehemaligen Türmerwohnung nach oben und damit durch die Stadtgeschichte bewegt. Die Führung fand anlässlich des Frühlingsmarktes zum ersten Mal in diesem Jahr statt, ansonsten wird sie von Mai bis Oktober jeden dritten Samstag im Monat um 14 Uhr angeboten (Kosten: 3 Euro). Eine Führung durch das Wassertor-Museum in Isny Durch das Wassertor gelangt man von Nordosten, aus der früheren Wasservorstadt, in die Altstadt. Erbaut wurde es im 13. Jahrhundert, als Isny seine Stadtmauer erhielt. Der Eingang zum Wassertor-Museum liegt hinter dem Tor auf der linken Seite, auf der Rückseite der Nikolaikirche und oberhalb des Torbogens. Gehe zuerst ins Gefängnis … Die Führung beginnt im Verlies. Das hatte früher gar keine Tür, sondern nur ein Loch in der Decke, durch das die Gefangenen abgeseilt wurden. Von dieser Praxis stammt übrigens der Ausdruck „jemanden ins …

Kleine Radtour bei Bad Wörishofen - auf dem Rückweg

Kleine Radtour bei Bad Wörishofen für Entdecker und Genießer

Für Sportradler mag das vergleichsweise flache „Unterland“ langweilig sein, aber für Genussradler, Familien und Ältere ist es ideal. Ich habe hier eine kleine Radtour bei Bad Wörishofen für euch zusammengestellt, die zusätzlich einige Entdeckungen bereithält: vom Pestfriedhof über kleine Kapellen und ein Kräutercafé bis zu keltischen Hügelgräbern. Der Startpunkt liegt im Süden der Kneippstadt am kleinen Wanderparkplatz an der Schlingener Straße unterhalb des Pestgottesackers. Falls dort alle Plätze besetzt sind, gibt es in der Parallelstraße (Am Hang) einen weiteren Parkplatz. Teil 1 der Radtour bei Bad Wörishofen: Vom Pestacker bis Ingenried Ein Stückchen südlich des Parkplatzs liegt eine kleine Gedenkstätte. Sie erinnert daran, dass auf diesem Gelände die zahlreichen Pesttoten der Jahre 1628 und 1629 begraben wurden. Früher stand dort eine Kapelle, die aber im Zuge der Säkularisation abgerissen wurde. Heute ist es ein schönes Plätzchen, dem man seine grausige Vergangenheit nicht ansieht. Vom Pestgottesacker geht es nun nach Süden, dann nehmt ihr die auf dem Bild zu erkennende Abzweigung nach rechts und folgt der Beschilderung nach Untergammenried. Gammenried und seine Kapellen Der kleine Abstecher …

Gut essen in Marktoberdorf – meine Café- und Restaurantempfehlungen

Essen und Trinken hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Deswegen kehre ich bei Wanderungen, Besichtigungen und anderen Unternehmungen immer gerne ein und probiere auch immer wieder neue Gaststätten aus. Damit ihr nicht alles selbst durchprobieren müsst, stelle ich euch meine persönlich erprobten Empfehlungen für Marktoberdorf (kurz: MOD) zusammen. Ein Hinweis vorab: Auf diesem Blog gibt es keine irgendwie gesponsorten Inhalte. Ich wurde von keinem der genannten Cafés und Restaurants beauftragt, habe weder Geld- noch Sachleistungen bekommen und selbstverständlich alles selbst bezahlt, was ich verzehrt habe. Zum Frühstück Die für mich beste Adresse zum Frühstücken in Marktoberdorf ist das Café Lausfehl am Marktplatz. Von außen ist es unscheinbar, auch die Gaststube ist schlicht und wirkt wie ein einfaches Bäckereicafé. Aber die Frühstsücksauswahl ist groß, auch das Teeangebot kann sich sehen lassen und der Kaffee ist sehr gut. Außerdem werden die Frühstücksteller sehr liebevol zusammengestellt. Mein derzeitiger Favorit ist das Veggie-Frühstück: Es schmeckt mindestens so gut wie es aussieht (zwei Vollkornsemmeln sind auch noch dabei, aber nicht im Bild), und der Preis liegt deutlich unter 10 Euro …

Faschingsumzug Obergünzburg 2019 - Günztal-Pusteblumen

Sehr originell: der Faschingsumzug Obergünzburg 2019

Zum Faschingsumzug Obergünzburg 2019 haben sich die Faschingsaktiven im Günztal mal wieder selbst übertroffen: So viele einfallsreich kostümierte Gruppen waren zu sehen, dass ich mich kaum entscheiden konnte, welche ich für das Titelfoto auswählen soll. Und das Wetter hat auch noch mitgespielt; so mild und sonnig war es am Faschingssonntag seit Jahren nicht. Was für ein toller Faschingshöhepunkt! Das Günztal zeigte sich von seiner orginellen Seite auf dem Faschingsumzug Obergünzburg 2019 Den Anfang machten die Günzacher Kühe: Kühe sind natürlich im Günztal eine ziemlich naheliegende Idee. Aber auch sonst war die Allgäuer Natur gut vertreten – das Volksbegehren zur Artenvielfalt hat die Kreativität der Maschkerer offensichtlich angeregt. Wo die vielen Kühe leben, gibt es nämlich auch Löwenzahn. Der war extra aus Untrasried angereist. Selbst kleinste Löwenzahnblüten waren dabei. Sehr niedlich! Da freuen sich die Bienen bestimmt. Weitere hübsche Pusteblumen kamen aus Immenthal; die gesamte Gruppe habt ihr im Titelfoto schon gesehen: Unheimliche Gestalten waren dagegen aus der Teufelsküche bei Obergünzburg in den Ort gezogen: Die Gruppe aus Litzen war wohl vom Ackerbau im Unterland inspiriert. …