Jahr: 2018

Landsknechtshaufen auf dem Frundsbergfest Mindelheim 2018

Großartiges Mittelalterfest: das Frundsbergfest Mindelheim 2018

Das Frundsbergfest Mindelheim findet nur alle drei Jahre statt und irgendwie habe ich es bisher nie dorthin geschafft. 2018 stand es aber ganz oben auf meiner Liste, und tatsächlich war ich zum großen Finale am 8. Juli dort. Ich bin höchst beeindruckt, was die kleine Stadt Mindelheim mit ihren knapp 15.000 Einwohnern da auf die Beine stellt! Frundsbergfest Mindelheim 2018: meine Eindrücke vom letzten Festsonntag Die ganze Stadt hatte sich festlich herausgeputzt. Sogar die kleine Wasserschlange war passend behütet: Aus allen Ecken strömten Teilnehmer zum Historischen Festumzug. Hier das Frundsberg Fähnlein. An dieser Stelle sollten wir noch kurz klären, woher das Frundsbergfest seinen Namen hat: Mindelheim wurde im zwölften Jahrhundert vom Geschlecht der Mindelberger regiert und in dieser Zeit zur Stadt erhoben. Ende des 14. Jahrhunderts gehörte Mindelheim den Herzögen von Teck, die sich mit Bauten und gesitlichen Stiftungen engagierten. Danach waren für eine kurze Zeit die Ritter vom Rechberg am Ruder, die Größe vor allem im Schuldenmachen zeigten und die Stadt wegen ihrer Finanzprobleme im Jahr 1467 an die Frundsberger verkauften. Die Frundsberger stammten …

Fürstäbtliches Wohnzimmer in der Residenz Kempten

Fürstliche Prachtentfaltung: die Prunkräume der Residenz Kempten

Die Fürstäbtliche Residenz Kempten ist noch heute ein prächtiges, monumentales Gebäude. Wie muss sie da erst den Zeitgenossen erschienen sein? Nach den Wirren und Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges wurde das riesige Kloster samt der Stiftskirche St. Lorenz in den Jahren 1651 bis 1670 als erster großer kirchlicher Bau in Deutschland errichtet. Sicher war es als Zeichen der Hoffnung gedacht, vermutlich aber auch als Ausdruck des kirchlichen Selbst- und Sendungsbewusstseins. Der Fürstabt, der auch weltlicher Herrscher war, wohnte jedenfalls nicht etwa in einer bescheidenen Klosterzelle, sondern in höchst repräsentativen Gemächern, die im frühen Rokokostil ausgestattet sind. Nach einer Restaurierung sind diese seit dem Frühjahr 2018 wieder zu besichtigen, und zwar nur im Rahmen einer Führung. Eine Führung durch die Residenz Kempten Der Eingang liegt gleich neben der Basilika St. Lorenz. Von April von Oktober finden Dienstag bis Sonntag alle 45 Minuten Führungen statt; im Winter sind die Zeiten eingeschränkt. Der Eintrittspreis liegt bei 3,50 Euro für Erwachsene. Eine Übersicht über Öffnungszeiten und Preise findet ihr hier auf der Website der Stadt Kempten oder hier bei der …

Mein schönstens Allgäu-Foto 2018-1

Fotoparade: Meine schönsten Allgäu-Fotos 2018 – 1. Halbjahr

Schon zum vierten Mal beteilige ich mich an der Fotoparade #FopaNet, die Michael von erkunde-die-welt.de halbjährlich veranstaltet, und zeige meine schönsten Allgäu-Fotos 2018. Es macht immer eine Menge Spaß, die eigenen Fotos durchzukruschteln und welche herauszufischen, die zu den Kategorien passen. Und es ist auch jedes Mal wieder ein Vergnügen, die Bilder der anderen Teilnehmer anzusehen; da sind immer richtige Meisterwerke der Fotografie dabei. Mein schönstes Bild aus dem 1. Halbjahr 2018 habt ihr schon gesehen, es ist nämlich das Titelfoto. Entstanden ist es bei einem Spaziergang über den Panoramaweg Oy-Mittelberg an einem wunderbaren Aprilsonntag. Für mich fängt es das ein, was den Frühling im Allgäu ausmacht: Die grüne Hügellandschaft vor dem Alpenpamorama, ein blühender Baum, unzählige Löwenzahntupfer auf den Wiesen, Dörfer, die sich in die Landschaft schmiegen. Die Luft war an diesem Tag übrigens nicht sehr klar, sondern dunstig, weil neben dem Löwenzahn auch die Fichten blühten und aus den Wäldern buchstäblich gelbe Wolken aufstiegen. Meine schönsten Allgäu-Fotos 2018 Michael hat sich wieder sechs Kategorien ausgedacht, zu denen es passende Fotos zu finden galt. …

Impressionen vom (fast) leeren Forggensee 2018

Impressionen vom leeren Forggensee 2018

Die Meldungen vom trockenen Forggensee 2018 haben es ins Fernsehen und bis in die Frankfurter Allgemeine Zeitung geschafft. Dabei ist der Forggensee eigentlich jedes Jahr ziemlich leer. Nur halt im Spätwinter und nicht gerade dann, wenn die touristische Hauptsaison ist. Denn der See, der so malerisch zwischen Roßhaupten und Füssen liegt, ist eine Schöpfung des 20. Jahrhunderts, entstanden durch das Anstauen des Lechs zum Zweck der Stromgewinnung und des Hochwasserschutzes der flussabwärts gelegenen Gemeinden. Jedes Jahr wird er über den Winter nach und nach abgelassen und bis zum Saisonbeginn am 1. Juni wieder angestaut. Dieses Jahr ist aber alles anders, wie dieses Foto vom 10. Juni 2018 zeigt: Der Grund ist technischer Natur: Die Betreibergesellschaft Uniper hat im Frühjahr gravierende Schäden am Damm bei Roßhaupten festgestellt. Nun muss der Damm repariert werden. Deswegen wurde der Wasserspiegel noch tiefer gesenkt als sonst im Frühling und bis jetzt, Mitte Juni, noch nicht wieder mit dem Anstauen begonnen. Was für die Bootsvermieter und etliche Hoteliers einen drastischen Geschäftseinbruch bedeutet. Segeln ist halt schwierig, wenn dafür praktisch nur eine …

die Burgruine Sulzberg im Allgäu

Interessantes Familienziel: die Burgruine Sulzberg

Die Burgruine Sulzberg (47°39’15.4″N 10°20’39.5″E) ist eine von vielen Ruinen im Allgäu – aber eine, die heute zumindest im Sommer regelmäßig belebt ist. Dafür sorgen die Burgfreunde Sulzberg, ein Verein, in dem Bürger der Marktgemeinde sich organisiert haben, um die Ruine zu erhalten. Immer vom 1. Mai bis zum 30. Oktober öffnen sie an Sonn- und Feiertagen von 13:30 bis 16:30 Uhr das Burginnere für Besucher und bewirten diese mit Kaffee und Kuchen. Zusätzlich gibt es Veranstaltungen wie die „Burgbelebung“ und Konzerte sowie eigene Besuchsprogramme für Schulklassen. Ein Sonntagsbesuch auf der Burgruine Sulzberg Wir haben neben dem Rathaus in Sulzberg geparkt. Von hier aus folgt man dem Burgweg hügelaufwärts und dann der Beschilderung zur Burgruine. Der Weg führt zunächst durch ein Wohngebiet, schließlich aber über freies Feld. Nach etwa 20 Minuten Gehzeit ist der Eingang zur Burgruine Sulzberg erreicht. Rechts liegt die ehemalige Vorburg, die von großen Bäumen erobert wurde, links beeindruckt der immer noch mächtige Bergfried. Um in die eigentliche Burg zu gelangen, gilt es noch, diese Holztreppe emporzusteigen, … dann liegt das Tor …

im Werdensteiner Moos

Naturgenuss pur: der Rundweg Werdensteiner Moos

Moorlandschaften gibt es im Allgäu viele, das Werdensteiner Moos zwischen Kempten und Immenstadt ist eine der kleineren. Aber eine, die mit einem Rundweg besonders schön erschlossen und dank verschiedener Erlebnisstationen perfekt als Ausflugsziel für Familien geeignet ist. Der Rundweg Werdensteiner Moos Man kann die etwa 3,5 km lange Runde entweder von Eckarts oder von Thanners aus starten. Unser Startpunkt war der Wanderparkplatz bei Thanners, kurz vor dem Haxnwirt, den ihr unter diesen Koordinaten findet: 47°36’31.3″N 10°16’05.3″E Die Parkgebühr beträgt 2 € für 4 Std. und 4 € für den ganzen Tag. Vom Parkplatz führt der Weg direkt in den Wald bzw. das Moos hinein. Nach einem kurzen Stück beginnt die eigentliche Runde, man kann also links abbiegen oder schräg rechts weitergehen. Da wir die kleine Moosrunde mit einem Abstecher nach Werdenstein kombinieren wollten, sind wir sie gegen den Uhrzeigersinn gegangen. Kurz nach der Abzweigung sind wir auf diesen hübschen kleinen Tümpel gestoßen, aus dem uns ein munteres Gequake entgegenschallte. Und tatsächlich: Der ganze Tümpel war voller niedlicher kleiner Grünfrösche. Nach einem ersten Oh-Schreck-Weghüpfen zeigten sie …

Die Burgruine Wolkenberg bei Wildpoldsried im Oberallgäu

Spaziergang zur Burgruine Wolkenberg bei Wildpoldsried

Das Allgäu war einmal eine echte Burgenregion, heute ist es eher eine Burgruinenregion. Die Bauernaufstände, der Dreißigjährige Krieg und die Enteignungen im Zuge der Säkularisation haben den ehemals stolzen Bauten sehr zugesetzt. Dafür finden sich heute noch an vielen Stellen malerische Ruinen. Eine haben wir kürzlich im Rahmen eines Frühlingsspaziergangs besucht, nämlich die Burgruine Wolkenberg bei Wildpoldsried im Oberallgäu. Rundweg durch den Wald zur Burgruine Wolkenberg Startpunkt der etwa 4 Kilometer langen Runde ist ein kleiner Wanderparkplatz zwischen Möstenberg und Leiterberg am Waldrand (47°44’33.9″N 10°25’00.9″E). Die Ruine ist leicht zu finden, da die Wege gut beschildert sind. Vom Parkplatz aus geht es nach Norden, in den Wald hinein. Nach etwa 20 Minuten Gehzeit weist ein Schild an einer Wegkreuzung nach links, kurz darauf geht es nochmals nach links. Und dann kommt auch schon die Infotafel am Fuß des Burghügels in Sicht. Die Geschichte der Burg Wolkenberg Einst stand auf diesem Hügel ein stattliches Gebäude mit einer umlaufenden Wehrmauer und einem mächtigen Bergfried. Errichtet wurde die Burg im 13. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert hauste dort ein …

Feuerwehrfahrzeug im Feuerwehrmuseum Kaufbeuren

Mit Feuer und Flamme ins Feuerwehrmuseum Kaufbeuren

2017 wurde das neue Feuerwehrmuseum Kaufbeuren eröffnet, das wollte ich mir endlich einmal ansehen. Dazu passt perfekt die Führung Feuer und Flamme, bei der man einmal im Monat die Kaufbeurer Altstadt auf den Spuren der Feuerwehrgeschichte erkunden kann. Mit einem echten Feuerwehrmann als Führer! Die habe ich auch mitgemacht und hier ist mein Bericht. Einmal im Monat: die Themenführung „Feuer und Flamme“ Treffpunkt ist immer am ersten Samstag im Monat um 10:30 Uhr an der Tourist Information vor dem Rathaus. Dort erwartete uns Christoph Heider in einer alten Feuerwehruniform. Bei echten Einsätzen trägt er natürlich eine moderne Uniform; er ist nämlich Zugführer bei der freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren. Er erzählte zunächst einiges über die Entstehungsgeschichte der Feuerwehr. Im Mittelalter waren nämlich die Mitglieder der Handwerkszünfte zu Löschdiensten verpflichtet, und zwar je nach Gewerk mit unterschiedlichen Aufgaben. Im Zuge der Industrialisierung, als das Handwerk an Bedeutung verlor, musste eine andere Lösung gefunden werden. So kam es 1858 zur Gründung der Feuerwehr Kaufneuren im Gasthaus zum Ochsen. Getragen wurde sie von Mitgliedern des Turnvereins; das zünftige Beisammensein im …

im Bauernhaus-Museum Wolfegg - ein Wohnspeicher und ein alter Hof

Auf Zeitreise im Bauernhaus-Museum Wolfegg

Nein, romantisch oder gar idyllisch war das Bauernleben im Allgäu früher sicher nicht, sondern hart und arbeitsreich. Auf einem modernen Bauernhof lebt es sich bestimmt besser und komfortabler als in den bis zu 300 Jahre alten Gebäuden, die man im Bauernhaus-Museum Wolfegg besichtigen kann. Aber schön sind sie doch. Und vor allem erlauben sie es uns heutigen Besuchern, in die Vergangenheit einzutauchen und ein anschauliches Bild vom Leben in früheren Zeiten zu gewinnen. Ein Rundgang durch das Bauernhaus-Museum Wolfegg Das Freilichtmuseum liegt am Ortsrand von Wolfegg auf einem 12 ha großen Gelände. Dort stehen 16 historische Bauernhäuser und mehrere Nebengebäude vom Bienenhaus bis zur Viehwaage. Die Häuser sind größtenteils möbliert, in einigen werden Sonderausstellungen gezeigt. Der Eingang führt durch eine Zehntscheuer aus dem 15. Jahrhundert Rechts sehr ihr den Blaserhof aus Waldburg, dessen Ursprünge im Jahr 1712 liegen. Das Windrad geht aufs Jahr 1907 zurück, das kleine Gebäude links ist eine Viehwaage. Richtig toll fand ich aber die Zehntscheuer, auf deren rotes Dach ihr gerade schaut. Sie stammt aus dem Jahr 1430 und diente als …

Wanderweg an der Alpspitz bei Nesselwang

Rundwanderung an der Alpspitz – Wallfahrt, Wasserfall und Burgruine

Wir haben das wunderbare Frühlingswetter für eine gemütliche Rundwanderung an der Alpspitz bei Nesselwang genutzt: Sie führt hinauf zur Wallfahrtskirche Maria Trost, dann über die Mittelstation der Alpspitzbahn über die Kronenhütte und einen Teil des Wasserfallwegs zurück. Die Wegstrecke beträgt etwa 7 Kilometer, die Gehzeit etwa eindreiviertel Stunden. Besonders schön ist diese Runde im Frühjahr oder im Herbst, wenn die Alpspitzbahn wegen Revisionsarbeiten geschlossen ist – dann ist nämlich kaum jemand auf den Wanderwegen unterwegs. Kommt mit auf unsere Rundwanderung an der Alpspitz bei Nesselwang Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Alpspitzbahn bzw. vor dem Explorer Hotel. Dort findet ihr eine Menge Wegweiser. Ihr folgt zunächst immer den Wander-Wegweisern zu Maria Trost. Noch vor dem Waldrand steht rechts die erste Kreuzwegstation; noch etliche weitere werden folgen. Nach der Brücke geht es nach links weiter, den Berg hinauf. Auf dem Kreuzweg bis Maria Trost Ein gut befestigter Weg führt durch den Wald nach oben. Mal wird der Wald etwas lichter … dann wieder dichter. Mal führt er über Steintreppen, mal durch einen Hohlweg, dann über Wurzeln. …

der Illerdurchbruch bei Altusried

Ideal im Frühling: Wanderung um den Illerdurchbruch bei Altusried

Über die Hängebrücke bei Altusried sind wir vor einigen Jahren schon einmal spaziert (hier findet ihr meinen Post dazu), aber die Wanderung um den Illerdurchbruch stand noch aus. Sie bietet sich besonders für das Frühjahr an, weil man dann den Illerdurchbruch und überhaupt den Fluss wirklich gut sehen kann – im Sommer ist das Laub oft zu dicht. Die Wanderung um den Illerdurchbruch bei Altusried hat mehrere Höhepunkte Das ist zum einen wörtlich zu verstehen, weil man bei der Ruine Alt-Kalden etwa 100 Meter über der Iller steht und auf dem Rückweg noch ein Stück höher steigt. Zum anderen passiert man auf dem Weg eine Burgruine und den Hängsteg bei Fischers, die diese Wanderung bereichern. Aber alles der Reihe nach: Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz bei der Ruine Alt Kalden (47°49’20.4″N 10°11’59.8″E). Burgruine und Aussichtspunkt an der Iller Von dort sind es nur ein paar Schritte bis zum Rundturm, der von der früheren Burg übrig geblieben ist. Die Burg gehörte übrigens einmal den Marschällen von Pappenheim und im 16. Jahrhundert war einer der Besitzer ein berüchtigter …

Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu - Erlebnisweg Uff d'r Alp am Nebelhorn

Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu – unsere schönsten Touren

Das Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu stellt man sich schwierig und anstrengend vor. Das ist es auch, wenn man darauf besteht, den Wagen samt Kind auf einen Berg bzw. zu einer Alpe hinaufzuschieben. Solche Touren gibt es (zu etlichen Alpen führen geteerte Straßen), aber mir war das immer zu schweißtreibend. Deswegen habe ich euch hier Strecken ohne große Steigungen zusammengestellt. Zum einen diejenigen, die wir selbst mit Kinderwagen und Laufrad gemacht haben, als unsere Kinder klein waren. Und dazu welche, die wir erst später entdeckt haben, die wir aber als kinderwagentauglich im Sinne von „wenig anstrengend, aber schön“ (und ggf. mit Spielmöglichkeiten) einschätzen. Hier macht Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu der ganzen Familie Spaß Ich habe die Touren geografisch sortiert, und zwar von Süd nach Nord. Wir fangen also in bzw. an den Bergen an und arbeiten uns dann Richtung Unterland vor … Abwechslungsreich: der Rundwanderweg Uff d’r Alp am Nebelhorn bei Oberstdorf Diese Runde ist perfekt für alle, die zum Wandern mit dem Kinderwagen im Allgäu ein echtes Alpinerlebnis haben möchten, ohne den …