Monate: April 2017

Heimatgefühle - mein Günztal im Frühling

Heimatgefühle – im Allgäu bin ich daheim

Warum braucht es eigentlich erst eine Blogparade, damit ich mir Gedanken über meine Heimatgefühle mache? Aber es ist wahr: Obwohl ich im Allgäu weder geboren noch aufgewachsen bin, ist hier meine Heimat. Hier habe ich mich eingewurzelt, hier gehöre ich hin, hier möchte ich leben und hier möchte ich irgendwann einmal begraben werden. Wieso ausgerechnet das Allgäu? Das Allgäu ist auch deswegen meine Heimat, weil ich vorher nirgends lange genug gelebt habe, um dort echte Heimatgefühle zu entwickeln. Geboren wurde ich in Frankfurt am Main. Als ich knapp zwei Jahre alt war, zogen meine Eltern in den Münchner Westen. Als ich eingeschult wurde, stand schon der nächste Umzug in ein Dorf bei Landsberg an. Ende der zweiten Klasse ging es nach München ins Olympiadorf.  In der sechsten Klasse nach Puchheim, in der zehnten nach Eichenau. Dann habe ich in Augsburg studiert und dort drei Jahre gelebt. Sehr gerne übrigens, Augsburg ist eine schöne uns lebenswerte Stadt. Danach habe ich zwei Jahre in München gearbeitet und wieder in Eichenau gewohnt. Von dort zog ich 1995 der …

Auf dem Grund des Forggensees - Titelfoto

Entdeckungsreise auf dem Grund des Forggensees

Wer heute im Sommer ins südliche Ostallgäu reist, kann sich kaum vorstellen, dass König Ludwig von seinem Märchenschloss aus nicht auf einen blauschimmernden See, sondern auf einen grünen Talgrund blickte. Darin lagen einige kleine Weiler, dazwischen Wiesen, Heuschober und eine Mühle am Lauf eines mäandernden kleinen Baches. Der Forggensee ist Menschenwerk 1954 wurden bei Schwangau und Roßhaupten zwei Lech-Staustufen fertiggestellt und der Talgrund geflutet. Gedacht war der Stausee als Hochwasserrückhaltebecken für die stromabwärts gelegenen Gemeinden und als Garant für eine gleichmäßige Stromerzeugung durch Wasserkraft. Für diesen„Fortschritt“ geopfert wurden die Häuser und Höfe im Tal, und das, obwohl einige Anwohner sich heftig wehrten. Heute wissen viele Menschen nicht einmal mehr, dass der See seinen Namen dem versunkenen Weiler Forggen verdankt. So idyllisch sieht der Forggensee heute im Sommer aus: Richtig voll mit Wasser ist er aber nur zwischen dem 1. Juni und dem 15. Oktober. Über den Winter wird er nach und nach abgelassen und gibt einen großen Teil des Talgrundes wieder frei. Und dann kann man sich auf die Suche nach den Überresten der versunkenen …

Cover und Umschlag 2017

Frisch erschienen: „mein“ Marco Polo Allgäu

Seit Anfang April ist der Reiseführer Marco Polo Allgäu in im Handel, nun sind auch meine Belegexemplare eingetroffen. Es ist doch immer wieder ein schönes Gefühl, ein Werk, in das man so viel Arbeit gesteckt hat, endlich gedruckt in der Hand zu haben. Und es war wirklich eine Menge Arbeit! „Mein“ Marco Polo Allgäu: Das ist neu Ich habe den Band nicht als Ganzes neu geschrieben, sondern ihn von der ursprünglichen Autorin Andrea Reidt übernommen. Reiseführer müssen ja sowieso regelmäßig aktualisiert werden, und Marco Polo lässt sich zusätzlich immer wieder etwas Neues einfallen, wie die Bücher noch attraktiver werden. Für die Aktualisierung des Allgäu-Bandes bin seit 2016 ich als (Ko-)Autorin verantwortlich. Einige Kapitel habe ich komplett neu geschrieben, zum Beispiel: „Fakten, Menschen & News“ „Mit Kindern unterwegs“ „Events, Feste & mehr“ sowie „Links, Blogs, Apps & Co.“ Neu bei Marco Polo ist die App für die Erlebnistouren, die das Nachwandern bzw. Nachradeln der Touren ganz einfach macht (einen QR-Code, unter dem man diese App herunterladen kann, findet ihr auf Seite 3). Dieses Kapitel habe ich …

Frühlingsenzian

Frühlingsblumen: Im Allgäu blüht uns was Schönes!

Tief im Allgäu – und besonders natürlich hoch im Allgäu – zieht der Frühling später ein als anderswo. Umso mehr freue ich mich über all die schönen Frühlingsblumen in den Allgäuer Alpen und dem Alpenvorland, die sich zäh durchkämpfen und so zauberhaft blühen. Damit ich die diversen Gewächse auch richtig vorstelle, habe ich meine Freundin und Autorenkollegin Judith Engst zu Rate gezogen. Sie ist nämlich nicht nur eine tüchtige Finanz-, sondern auch eine versierte Botanikexpertin. Ihre Infos habe ich als Zitate gekennzeichnet. Was uns derzeit im Günztal blüht Im Wald und am Waldrand gefunden habe ich zum Beispiel lilablaue Leberblümchen … und Waldveilchen. In zartem Weiß blühen die Schneeglöckchen, die Märzenbecher und der niedliche kleine Sauerklee. Judith nutzt den Klee zur Erfrischung: Der Sauerklee (Oxalis acetosella) wächst meist unter Fichten und schmeckt durch Oxalsäure schön sauer. Ich kaue gerne auf den Blättern herum, wenn ich durstig bin und kein Getränk mitgenommen habe. Natürlich wachsen bei uns auch jede Menge Schlüsselblumen. Im Garten meiner Schwiegermama blühen sie so üppig wie bald anderswo der Löwenzahn: Auf den …