Monate: Oktober 2016

Der Winter naht – am Grünten

Noch ist es sonnig und warm im Tal, aber der „Wächter des Allgäus“ trägt schon eine leichte Schneehaube und hüllt sich in Wolken. Der Grünten ragt mit seinen rund 1.737 Metern Höhe trotzig allein vor den Allgäuer Alpen empor. Zu erkennen ist er schon von Weitem an seiner markanten Form und am rot-weißen Sendemasten auf einem seiner Gipfel. Die Gemeinden Burgberg und Rettenberg, die sich um ihn herum gruppieren, nennen sich stolz „die Grüntendörfer“. Diese Fotos habe ich von der Rettenberger Seite aus aufgenommen, wo der Bergwald noch in bunten Farben leuchtet. Noch schlummern die Grüntenlifte über grünen Wiesen vor sich hin. Mal sehen, wann auch hier beim Berggasthof Kranzegg Schnee fällt und die Skisaison beginnt …

Die Allgäu Gästekarten und ihre Leistungen: ein aktueller Überblick

Warum gibt es überhaupt im Allgäu Gästekarten? Welche Karten gibt es in welcher Region und bei welchen Vermietern? Und welche Leistungen sind darin enthalten? Diese Fragen solltet ihr euch vor einem Urlaub im Allgäu stellen. Einige Karten gibt es nämlich nur bei bestimmten Anbietern, auf andere kann man gegen Aufpreis bestimmte Leistungspakete buchen. Wer seine Urlaubskasse schonen will, sollte also vorher nachfragen und auch nachrechnen. Schließlich geht es ums Geld. Dazu müsst ihr aber erst einmal wissen, was Sache ist. Ich habe das für euch recherchiert, und zwar mit aller Sorgfalt (trotzdem ohne Gewähr). Alle Angaben zu den Allgäu Gästekarten sind auf dem Stand vom Oktober 2016. Sie werden zukünftig regelmäßig aktualisiert werden. Warum gibt es im Allgäu Gästekarten und Kurbeiträge? Urlaubsorte investieren teilweise eine Menge Geld in die touristische Infrastruktur von der Tourist Information über Dienstleistungsangebote bis hin zu Einrichtungen wie Kurparks und Bädern. In den staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten dürfen die Gemeinden von Urlaubern, die sich im Kurgebiet der Gemeinde übernachten, dafür einen Kurbeitrag bzw. eine Kurtaxe erheben. Hier berechnen also die …

Wandern mit Kindern im Allgäu: unsere Lieblingstouren

Es gibt ungezählte Möglichkeiten zum Wandern mit Kindern im Allgäu. Da unsere Kinder nie große Lust auf Bergtouren hatten, findet ihr hier überwiegend Wanderungen, die buchstäblich tief ins Allgäu führen. Dafür gibt es dort Wasser, Spielplätze, schöne Einkehrmöglichkeiten und anderes, was unseren Kindern Spaß gemacht hat. Unsere Favoriten im Westallgäu Hier gibt es keine Berge, aber trotzdem landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche Wege. Der Carl-Hirnbein-Weg von Weitnau nach Missen Der Name klingt ja erst einmal nicht so einladend. Nicht einmal dann, wenn man weiß, dass Carl Hirnbein als Käsepionier und „Notwender“ sehr wichtig für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung im Allgäu war. Wie auch immer: Der Erlebnisweg, der den Namen des berühmten Allgäuers trägt, ist tatsächlich ein reines Wandervergnügen für Familien (mein Lieblingsneffe schwärmt noch heute davon): Eltern freuen sich an der Landschaft und den schönen Wegen durch Wald und Wiesen. Die Kinder lieben die vielen Spielstationen und den Wasserspielplatz. Hier geht es zu meinem Blogpost über den Carl-Hirnbein-Weg. Durch den Eistobel bei Grünenbach/Maierhöfen Àpropos Wasserspielplatz: Ein Highlight unter unseren Familienwanderungen ist der Weg durch den …

Herbstmenü im Burghotel Falkenstein – mmh!

Das Burghotel Falkenstein liegt auf dem gleichnamigen Berg gleich neben der Ruine, die einst König Ludwig zu Träumereien inspirierte. (Hier habe ich sie schon einmal beschrieben). Das Hotel ist aber alles andere als eine Ruine, sondern ein sehr stilvolles Haus mit netter Deko und hervorragender Küche. Wir haben dort an einem kühlen Herbstabend sehr gut gegessen. Das Burghotel auf dem Falkenstein Hotel und Restaurant sind sehr liebevoll dekoriert, wobei man manchmal haarscharf am Kitsch vorbeischrammt. Naja, es ist kitschig. Aber mit Augenzwinkern. Das ist zum Beispiel der kleine Aufenthaltsraum vor dem Aufgang zu den Hotelzimmern: Im ersten Gastraum steht neben dem Kachelofen ein blecherner Wächter. Die Gaststube ist jedenfalls sehr gemütlich und anheimelnd warm; da wir schon um 18:30 Uhr ankamen, waren wir die ersten Gäste. Der Apéritif war schnell gewählt. Danach entschieden wir uns für das Herbstmenü – 3 Gänge für 38 Euro. Unser Herbstmenü im Burghotel Falkenstein Als Vorspeise gab es gebeizten Lachs mit Kürbis, Ingwer und Radieschen. Ich wäre ja nicht auf die Idee gekomen, Kürbis zum Lachs zu kombinieren, aber ich …

Barockes Meisterwerk: die Basilika Ottobeuren

Wir hier tief im Allgäu sind verwöhnt, was barocke Prachtbauten angeht. Eines der Bauwerke, das selbst aus dieser Fülle herausragt, ist die Basilika Ottobeuren, die den Heiligen Alexander und Theodor geweiht ist. Sie wurde ab 1711 an Stelle des romanischen Vorgängerbaus errichtet und 1766 eingeweiht. Und zwar ganz bewusst als Demonstration des Macht- und Prachtanspruchs der katholischen Kirche in einer von Aufklärung und Kirchenkritik geprägten Zeit. Die Zeiten haben sich gewandelt. Aber auch 250 Jahre nach ihrer Fertigstellung (Ende September 2016 haben die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Weihejubiläum stattgefunden) ist die Basilika nicht nur das räumliche und optische Zentrum von Ottobeuren. Sie ist auch ein Anziehungspunkt für Kunst- und Musikfreunde wie für spirituell interessierte Menschen. Prachtvoll: die Basilika Ottobeuren Das war natürlich beabsichtigt. Das Kloster in Ottobeuren ist uralt, es wurde bereits 764 gegründet. Ab dem 9. Jahrhundert war es ein Reichskloster, was bedeutet, dass der Abt auch ein weltlicher Herrscher im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation war. Er herrschte über ein Territorium von 1.000 Quadratkilometern. Die Abtei Ottobeuren war also gleichzeitig ein Verwaltungszentrum und die …