Monate: Juni 2016

Ein Genuss: der Garten der Primavera in Oy-Mittelberg

Primavera hieß im alten Rom die Göttin des Frühlings, die verschwenderisch Blüten aus einem Füllhorn ausstreut. Den Namen der Göttin trägt heute ein Unternehmen, das 1986 im Allgäu gegründet wurde und sich ebenfalls mit Blüten beschäftigt. Allerdings werden sie hier nicht verstreut, sondern in Form von ätherischen Ölen zu Kosmetika und Düften verarbeitet. Das 30-jährige Firmenjubiläum feierte Primavera mit einer „Rosenwoche“ und vielen Aktivitäten wie Vorträgen, Workshops und Führungen durch das Gebäude und den Garten. Die beiden Führungen habe ich mitgemacht. Feng Shui im Allgäu Das 2010 bezogene neue Firmengebäude ist tatsächlich höchst sehenswert, vor allem, weil es strikt nach Feng Shui gebaut wurde. Diese chinesische Lehre ist darauf ausgerichtet, den Fluss der kosmischen Energie (Chi) zu ermöglichen bzw. zu verstärken. Daher zeichnen sich die danach geplanten Gebäude durch abgerundete und fließende Formen aus – rechte Winkel und „Spitziges“ wird man hier nicht finden. Innen ist das Gebäude hell und freundlich, das Treppenhaus ist schneckenförmig gewunden. Das Beleuchtungs- und Energiekonzpt ist sehr umweltfreundlich und technisch auf dem allerneuesten Stand. Wer sich für dieses außergewöhnliche Gebäude …

Die Schankwirtschaft Wohlfahrt in Pfronten: leckere Ente, urige Stube

Aus Anlass eines Geburtstags in der Familie wollten wir ein neues Lokal ausprobieren, dabei fiel unsere Wahl auf die Schankwirtschaft Wohlfahrt in Pfronten-Dorf. Von außen sieht sie aus wie ein typisches Pfrontener Bauernhaus – das täuscht aber, denn das Haus wurde nach den Plänen von Frau Wohlfart (sie ist Bauingenieurin) im alten Stil geplant und neu gebaut. Die Umsetzung ist sehr gelungen, finde ich: Wir hatten gehofft, auf der Terrasse sitzen zu können, aber das wechselhafte Wetter lud nicht wirklich zum Draußensitzen ein – schade, die Terrasse ist nämlich wirklich schön: Drinnen erwartete uns eine Gaststube mit nostalgischem Ambiente, Kachelofen … und Gewölbe (rechts hinten findet sich übrigens das Salatbuffet): Wir haben uns gleich wohlgefühlt. Der Service war sehr freundlich und ging auch auf Änderungswünsche ein. Sonntags gibt es als Tagesspezialität ofenfrische Ente mit Blaukraut und Knödeln. Da konnten wir nicht widerstehen: Die halbe Ente mit zwei Knödeln kostet 20,90 Euro, die Viertel-Ente mit einem Knödel 14,90 Euro. Sie war genau richtig – außen knusprig, innen saftig – und damit das Geld wert. Sehr gut …

Die Kartause Buxheim: barocke Kostbarkeiten

Das Kartäuserkloster in Buxheim blickt auf 600 Jahre Geschichte zurück. Berühmt ist es wegen seines barocken Chorgestühls, und das zu recht. Aber es gibt noch mehr Sehenswertes dort. Ein Rundgang durch die Kartause Buxheim Von außen wirkt die Anlage unscheinbar, aber das täuscht. Der Kreuzgang Der Kreuzgang, von dem früher die Zellen der Priestermönche abgingen (leider wurden einige davon im letzten Jahrhundert abgerissen), lässt schon etwas von der Größe der Anlage erahnen: Gegründet wurde das Kartäuserkloster in Buxheim im Jahr 1402. Sogleich setzte eine rege Bautätigkeit ein, und zwar im Stil der damaligen Zeit: der Gotik. Nach einer ersten Blütezeit und einer Phase des Niedergangs während der Reformationszeit im 16. Jahrhundert erlebte das Kloster seine fruchtbarste Phase im 17. Jahrhundert. Auf diesem Stich von 1755 sieht man die gesamte Anlage; der Kreuzgang zieht sich tatsächlich mitten durch die Kirche, und teilt sie in einen Priesterchor für die Priestermönche und in einen Brüderchor für die Laienbrüder. Der Garten, der unten zu sehen ist, war als „Lustgarten“ für Gäste des Reichsklosters gedacht. Der Prior war nämlich gleichzeitig …