Monate: Februar 2014

Schöner Spaziergang für trockene Tage: Der Rundweg Illerschleife bei Bad Grönenbach

Am Sonntag war das Wetter so sonnig und warm, dass wir unbedingt an die Luft wollten. Wir haben uns den Rundweg Illerschleife bei Bad Grönenbach ausgesucht. Geparkt haben wir im Weiler Rothenstein (südwestlich von Bad Grönenbach). Von dort aus geht man zunächst zum Naturfreundehaus Rechberghaus. Das Haus ist wohl prinzipiell bewirtschaftet, war am Sonntag aber geschlossen. Startpunkt des Rundwegs Hier beginnt der 3,6 km lange, gut ausgeschilderte Rundweg. Nach wenigen Metern hat man bereits einen schönen Blick auf die Illerschleife mit der Staustufe im Hintergrund: Danach steigt der Weg leicht an und führt in einen lichten Laubwald, der als „Urwald“ nicht bewirtschaftet, sondern sich selbst überlassen wird. Dann geht es über eine Treppe hinunter bis zur Iller … Hier wohnt eine größere Schwanenschar, die sich recht wohlzufühlen scheint. Es geht weiter an der seeartigen Wasserfläche entlang … … bis kurz vor der Staustufe der Weg wieder ansteigt … und über Treppen nach oben führt. Der Aufstieg ist steil, kommt einem deutlich länger vor als der Abstieg und war am Sonntag ziemlich rutschig. Überhaupt war trotz …

Blutzeugen aus der Vergangenheit: Sühnekreuze im Allgäu

Das Allgäu ist eine Region, in der das Christentum tief verwurzelt ist, in der sich aber bis heute auch Einsprengsel aus heidnischer Zeit erhalten haben. Viele Bräuche zeugen davon, auch die Steinkreuze, über die ich heute schreibe. Denn einige von ihnen wurden als so genannte Sühnekreuze an Stellen errichtet, an denen jemand gewaltsam zu Tode kam, und zwar bei einer Auseinandersetzung, also nicht durch einen geplanten Mord. Bis weit ins Mittelalter hinein war die Konsequenz eines solchen Todesfalls eine Blutrache, die oft genug zu weiteren Racheakten und blutigen Familienfehden führte. Als sich das Christentum mit seinen Geboten der Nächstenliebe und Vergebung durchsetzte, führte man eine Art Täter-Opfer-Ausgleich ein, der die Blutrache ersetzte. Der Täter musste der Familie des Toten eine Entschädigung zahlen, für den Toten etliche „Seelenmessen“ stiften (die sollten den Aufenthalt des Verblichenen im Fegefeuer verkürzen) und eben ein Sühnekreuz an der Stelle errichten, an der er seine Todsünde begangen hatte. Oft wurden noch weitere Bußen gefordert, etwa Wallfahrten oder das Ableisten einiger Jahre Kriegsdienst. Die Sühnekreuze, die heute noch zu sehen sind, stammen …

Sehens- und gehenswert: der Vogellehrpfad Friesenried

Wohin an einem trüben Sonntagvormittag? Wir haben uns diesmal für den Vogellehrpfad entschieden, der beim Weiler Aschthal in der Nähe von Friesenried (zwischen Obergünzburg und Kaufbeuren) liegt. Eingerichtet wurde er vom Landesbund für Vogelschutz in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten, der Gemeinde Friesenried und vielen Sponsoren und Ehrenamtlichen. Was ist der Vogellehrpfad Friesenried? Entlang des Lehrpfades, der etwa 3 km lang ist, finden sich 25 Stationen mit Informationen zu rund 50 heimischen Vogelarten. Die Vögel werden in ihrer typischen Umgebung als Modelle präsentiert und auf Infotafeln näher beschrieben. Das Besondere an diesen Schaukästen ist: Die Modelle hat ein LBV-Ehrenamtlicher aus Friesenried alle selbst getöpfert und bemalt. Sie sehen wirklich erstaunlich echt aus: Es gibt auch Mitmach-Stationen Eine sehr hübsche Idee ist das „Vogelnest“, das an einer Wegkreuzung im Wald liegt. Drinnen finden sich weitere Schaukästen, die man per Schalter elektrisch beleuchten kann. Besonders interessant sind die drei Gucklöcher zu Brutkästen am anderen Ende des Pavillons. Mit etwas Glück kann man hier im Frühjahr die Vögel beim Brüten bzw. die Küken im Nest beobachten. Auch sonst …

Auerberg - Gipfel mit Wallfahrtskirche und Lokal

Winterspaziergang zum Römerrundweg am Auerberg

Der Auerberg ist ein schönes Ausflugsziel für alle, die sich für Geschichte interessieren und gerne wandern: Er diente schon zu Zeiten der Römer als strategisch wichtiger Aussichtspunkt, es gibt dort nette Rundwege auf den Spuren der römischen Besiedlung, ein Kirchlein mit Aussichtsplattform und eine beliebte Gaststätte … aber alles der Reihe nach: Zu Fuß auf den Auerberg Wir haben unser Auto im Örtchen Salchenried geparkt und sind dort den Schildern zum Auerberg hinauf gefolgt. Der zunächst geteerte Weg schlängelt sich aus Salchenried hinaus … … am Waldrand entlang. Bereits vons hier aus hat man einen schönen Blick in die Alpen, hier auf den Breitenberg (der breite, dunkle in der Mitte) mit den Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein. Dann quert man eine Wiese (ab hier ist der Weg nicht kinderwagengeeignet) … … geht durch den Wald … … bis hinauf zum Gipfel, der von einer kleinen Kirche gekrönt wird: Auf dem Schild in Salchenried waren als Gehzeit 50 Minuten angegeben – das ist aber wohl für sehr müde Wanderer gedacht, denn wir waren in 25 Minuten am …