Jahr: 2014

Hinauf zur Bergmang Alpe: gemütlicher Familienspaziergang bei Ruderatshofen

Ich wollte schon lange einmal auf die Bergmang Alpe bei Ruderatshofen hinauf, und zwar im Winter, wenn man mit dem Schlitten wieder abfahren kann. Da das mit dem Winter und vor allem mit dem Schnee bisher nicht geklappt hat, sind wir eben an einem der sonnigen Spätherbsttage aufgebrochen. Geparkt haben wir am Parkplatz Krottenbichel. Dort steht bereits das erste Schild auf einem insgesamt bestens beschilderten Spazierweg; „Wanderung“ ist doch eine zu bombastische Bezeichnung für eine Dreiviertelstunde Unterwegssein. So führt der Weg vom Parkplatz Krottenbichl zur Bergmang Alpe Es geht los in Richtung Bahndamm … … und dann weiter durch saftige Wiesen, … … bis man nach rechts auf den Schotterweg abbiegt. Nun geht es ein Stück bergauf, … … vorbei an den Überresten einer ehemaligen Fliehburg: Man benötigt allerdings etwas Fantasie, um sich die auf dem Schild beschriebenen Bauten vorzustellen, wenn man auf der kleinen Lichtung steht. Es gibt nämlich nicht viel zu sehen: Dann geht es wieder zurück auf den Weg und noch ein Stückchen bergauf. Am höchsten Punkt des Hügels steht ein Mobilfunkmast …

Restaurant Alpenrose am See: Hier tafelt es sich königlich!

Es ist schon eine Weile her, dass Freunde uns dazu überredeten, zu einem gemeinsamen Abendessen abends bis nach Hohenschwangau zu fahren. Gleich neben dem Museum der Bayerischen Könige, direkt am Alpsee, liegt das ehemalige Hotel Alpenrose. Sein Charme war schon ziemlich angestaubt, und schließlich stand es ein paar Jahre leer, bevor es renoviert und darin wieder ein Restaurant-Café eröffnet wurde. Als Café es ist es schon wegen seiner Lage höchst attraktiv. Zum Abendessen wäre ich allerdings nicht unbedingt hingefahren – bin aber froh, dass wir es getan haben. Zum einen ist Hohenschwangau bei Nacht so ruhig und idyllisch, wie man es sich tagsüber zwischen den Bussen und Pferdekutschen voller Japaner, Italiener, Russen und sonstiger Touristen kaum vorstellen kann. Hier seht ihr das Schloss Hohenschwangau, dessen nächtliche Beleuchtung mir viel besser gefällt als die blässliche von Neuschwanstein: Der weiße Klops auf den Zinnen ist übrigens ein etwas überdimensionierteer Schwan, der ja thematisch durchaus zum Schloss passt. Zum anderen ist die „Alpenrose am See“ auch wegen des Essens einen Besuch wert. Die Karte liest sich schon vielversprechend, …

Wanderung zum Schwarzen Grat in der Adelegg

Skilehrlinge kennen die Gegend um Eschach bei Kempten wegen des kleinen, kindergeeigneten Skigebiets. Danach hört die Welt dann irgendwie auf, könnte man meinen. Weit gefehlt: Danach kommt die Adelegg, ein Höhenzug vor den Allgäuer Alpen, der dünn besiedelt und landschaftlich sehr reizvoll ist. An einem der sonnigen Herbsttage haben wir dort eine kleine Wanderung zum schwarzen Grat gemacht, nach der ich mich gefragt habe, warum wir dort zuvor noch nie waren – es ist wunderschön in der Adelegg! Startpunkt: Batschen Unser Ausgangspunkt war der Weiler Batschen. Das ehemalige Wirtshaus dort ist zwar leider geschlossen, aber der Parkplatz ist nicht zu übersehen: Hier führt der sogenannte Glasmacherweg entlang; im 18. und 19. Jahrhundert wurde in dieser Gegend nämlich Glas hergestellt und das Haus „Zum Batschen“ gehört einer Glasmacherfamilie. Wegbeschreibung unserer Wanderung zum Schwarzen Grat Wir wollten einen Rundweg gehen, der uns zunächst zum Schwarzen Grat führen sollte … und gingen deswegen gleich nach dem Waldrand den Weg rechts hinauf: Mit leichter Steigung und etlichen Windungen geht es durch den Wald … … bis die Südseite des …

Steigen, Schmausen, Sausen … eine Wanderung auf die Alpspitz bei Nesselwang

In den Herbstferien gehen wir traditionell gerne wandern. Da der Morgen grau und trüb war, entschlossen wir uns, über den so genannten Wasserfallweg auf die Alpspitz bei Nesselwang zu gehen. Wir hofften, dass es auf 1.500 Metern Höhe sonnig sein würde. Unsere Wanderung auf die Alpspitz bei Nesselwang über den Wasserfallweg Wir stellten das Auto am Parkplatz der Alpspitzbahn-Talstation ab und folgten den Schildern zum Sportheim Böck, das kurz unterhalb des Gipfels liegt. Der Weg führt Richtung Wald … … in den Wald hinein … … und, wie der Name schon sagt: erst zum Wasser, … … dann zum Wasserfall: Für jemanden wie mich, der eigentlich nicht gerne Bergsteigen geht, gab es hier ordentlich etwas zu steigen. Der Teil mit den Treppen und Stegen am Wasserfall ist aber auch wirklich sehr schön. Danach wird der Weg schmaler, und hier lag sogar schon etwas Schnee: Immerhin: Das Ziel rückt näher! Die Zeitangaben haben für uns ziemlich genau gestimmt: Der gesamte Weg war mit 1 1/2 Stunden angegeben, und bis zu diesem Schild haben wir tatsächlich etwa …

„Die Tribute von Pfronten“: der Bogenparcours Höllschlucht

Kürzlich hatten wir wieder einen italienischen Austauschschüler zu Gast und standen vor dem gemeinsamen Wochenende vor der Frage: Was unternehmen wir mit einem 17-Jährigen, der durch das Austauschprogramm mit Besichtigungen bereits mehr als überfüttert ist? Wir entschieden uns für einen Nachmittag lang Bogenschießen im Bogenparcours Höllschlucht bei Pfronten. Man parkt am Ortseingang von Pfronten-Kappel am Parkplatz für den Waldseilgarten Höllschlucht (über den schreibe ich, sobald wir ihn ausprobiert haben). Von dort steigt man rund zehn Minuten hinauf zur Hütte, an der man den Eintritt entrichtet und die Leihausrüstung bekommt. Erwachsene zahlen 23 Euro, Kinder von zehn bis 15 Jahren 16 Euro (für jüngere Kinder ist der Parcours nicht gedacht). Wer seine eigene Ausrüstung mitbringt, zahlt nur 8 Euro. Wir haben keine eigene Ausrüstung, für uns war es das erste Mal, dass wir zum Bogenschießen gegangen sind. Ausgerüstet mit vier Holzbogen in unterschieldlichen Stärken, mit 9 Pfeilen und 6 ledernen Fingerschützern sind wir zur ersten Station des Parcours gegangen, an der die Einweistung stattfindet. Hier erklärte uns eine freundliche Dame die Regeln (es schießt immer nur …

Alpe Beichelstein bei Seeg

Rundwanderung zur Alpe Beichelstein über den Senkelekopf

An einem so strahlenden Herbstsonntag wie heute zieht es uns hinaus in Richtung Berge, um ein bisschen zu wandern. Wir haben uns für eine Wanderung zur Alpe Beichelstein bei Seeg entschieden, weil wir im Bekanntenkreis schon öfter gehört haben, dort sei es so nett. Wir sind einen Rundwanderweg gegangen, dessen Ausgangspunkt der Weiler Wiesleuten gleich hinter Seeg war. Start in Wiesleuten, dann Richtung Waldrand Los geht es nach links, zum Waldrand hin: Dann rechts in den Wald hinein … … und bergauf. An dieser Weggabelung geht es links weiter. Die Beschilderung ist ansonsten ziemlich gut: Es geht weiter hinauf, bis man bei der unbewirtschafteten Senkele-Alpe ankommt. Abstecher zum Senkelekopf Wir haben noch den kleinen Abstecher zum Senkelekopf gemacht, deswegen sind wir hier links hinauf gegangen: Der Senkelekopf (= der „Gipfel“ des Hügels) ist eher unspektakulär. Beim Hinuntersteigen sind wir noch den Schildern zum Drei-Schlösser-Panoramablick gefolgt. Das Panorama ist zweifellos schön – aber drei Schlösser sind da beim besten Willen nicht zu entdecken. Schloss Neuschwanstein haben wir hinter dem Ast ganz links schwach erspäht, aber Schloss …

Römervilla Tegelberg - der Heizraum des Badehauses

Unscheinbar, aber hochinteressant: römische Ruinen am Tegelberg

Wenn man „Tegelberg“ hört, denkt man sofort an Neuschwanstein (gleich nebenan), Gleitschirmfliegen und die Tegelbergbahn. Wir aber sind neulich abends zur Basisstation der Tegelbergbahn gefahren, um dort unter der Führung von Magnus Peresson römische Ruinen zu besichtigen. Das Schutzgebäude ist unansehnlich und ziemlich lieblos gestaltet, aber die Ruinen darunter sind sehenswert. Die Reste der Römervilla Tegelberg sind gut versteckt Die Bezeichnung „Römervilla“ für den grünen Schutzbau ist ohnehin irreführend: Tatsächlich stand gleich nebenan eine römische Villa, die wohl ziemlich gut erhalten war. Aber genau auf diese Reste baute man die Talstation der Tegelbergbahn (rechts im Bild). Unter dem Schutzdach befinden sich die Reste der Therme, die zu dieser Villa gehörte, also das private Bad der römischen Familie. Hier erkennt man ganz vorne das Warmwasserbecken, dahinter die Reste der „Badewanne“, in der man sich im heißen Wasser aalte, und dahinter den Heizraum. Die heißen Rauchgase wurden nicht nur unter dem Fußboden durchgeleitet, um die Räume zu heizen, sondern auch nach oben abgeleitet. Hier erkennt man gut die Hohlziegel, die für diese kombinierte Wandheizung/Abgasentsorgung genutzt wurden: Die …

Sehenswert: das Museum der Bayerischen Könige in Hohenschwangau

An Attraktionen ist Hohenschwangau nicht gerade arm: Neben dem gleichnamigen Schloss lockt vor allem das gegenüber gelegene Schloss Neuschwanstein Besucherscharen an. Beide Schlösser verdanken wir Königen aus dem Hause Wittelsbach: Hohenschwangau war nur eine Ruine, bevor der spätere König Maximilian II. das Grundstück über einen Mittelsmann kaufte und dort seinen Traum einer mittelalterlichen Burg verwirklichte. Seine Frau Marie, die als preußische Prinzessin nach Bayern eingeheiratet hatte, liebte das Schloss, die Berge und das Bergsteigen und verbrachte mit ihren Kindern Ludwig und Otto viel Zeit in Hohenschwangau, wo sie übrigens (nach Ludwigs Tod) auch starb. Ludwig, der später später der berühmteste König aus dem Hause Wittelsbach wurde, baute später genau gegenüber ein höher gelegenes, größeres und noch märchenhafteres Schloss – küchenpsychologisch kann man hier sicher auf den Wunsch schließen, seinen gestrengen Vater zu übertrumpfen. Zumindest was die heutigen Besucherzahlen angeht, ist ihm das auch gelungen. Der Grund rund um den Alpsee gehört heute noch den Wittelsbachern bzw. ihrem Ausgleichsfonds, deren Oberhaupt heute Franz von Bayern ist. Auch das jahrelang etwas heruntergekommene Hotel Alpenrose direkt am Alpsee …

Gastbeitrag: Über die Buchelalpe auf das Wertacher Hörnle

Ich bin Sabine und wohne mit meinen beiden Kindern und meinem Mann im Allgäu. Normalerweise gebe ich in meinem Blog „Organisation mit Sabine“  Tipps zur Organisation von Büro und Alltag – mit leckeren Schnell-Rezepten, aber heute darf ich hier für Barbara einen Gastbeitrag über unsere letzte Bergwanderung schreiben. „Dem Himmel so nah, der Arbeit so fern“ … So steht es auf der Gipfelbank am Wertacher Hörnle. Und es stimmt, um Alltag, Stress und Arbeit zu entfliehen, ist eine Bergtour genau das Richtige. Wir haben also unser Auto am Parkplatz Obergschwend (B310 zwischen Unterjoch und Oberjoch) geparkt. Hier steht auch schon eine Informationstafel über die Buchelalpe. Kleine süße Zwerge zeigen den Weg zur Buchelalpe und motivieren auch Kinder, die wenig überzeugt von der Idee sind, einen Berg zu besteigen, nur um danach wieder runterzulaufen. Selbst größere Kinder haben Spaß an diesen Zwergen, so ist der 45-minütige Aufstieg ein Kinderspiel. Der Weg zur Buchtelalpe ist auch für Kinderwagen geeignet und belohnt von Anfang an mit schöner Aussicht …   … zum Beispiel auf Unterjoch. Neben den putzigen …