Monate: Juni 2013

Naturbad Gfällmühle: Wasserratten-Paradies für heiße Tage

Dieses Jahr sind heiße Sommertage im Juni ja in etwa so häufig wie Schneefall im Mai (stimmt wirklich: bei uns hat es im Mai an 3 Tagen geschneit, aber dafür gab es im Juni auch drei richtig heiße Tage mit um die 30°C). Aber wenn es dann doch noch Sommer wird, haben wir tief im Allgäu eine reiche Auswahl an Badeplätzen. Neben den Seen und Freibädern gibt es auch viele kleine Naturbäder, die durch das Anstauen eines Baches entstanden sind. So auch an der Gfällmühle bei Ebersbach. Die Gfällmühle selbst ist ein Gasthaus mit Pension. Im Gasthaus Gfällmühle trotzt man wenigstens kulinarisch dem nasskalten Sommerwetter 2013: Das Naturfreibad ist für alle Besucher frei zugänglich, und zwar kostenlos. Im Sommer wird es vor allem von Familien und Jugendlichen gerne frequentiert. Das Bad ist nicht groß, hat aber eine gut gepflegte Liegewiese und bietet einen schönen Rahmen für einen angenehmen Badenachmittag. Es gibt einen Badebereich für kleinere Kinder und einen für Nichtschwimmer. Den tieferen Bereich teilen sich die Springer mit den Schwimmern. Wer zwischendrin Hunger bekommt, kann …

Blick auf den Bodensee vom Kurhotel in Bad Schachen

Von der Lindauer Insel nach Bad Schachen

Das letzte Wochenende habe ich mit zwei lieben Freundinnen in Lindau verbracht, wieder im Hotel Helvetia, das ich nur wärmstens empfehlen kann (ich habe letztes Jahr bereits einen Beitrag über dieses Hotel in diesem Blog veröffentlicht). Wunderschön: die Lindauer Insel Lindau ist ja der „bayerische Vorposten“ am Bodensee, was man zum Beispiel am bayerischen Löwen erkennt, der den Hafen bewacht, dabei den Lindauern aber sein Hinterteil zuwendet. Die Altstadt befindet sich auf einer Insel, die durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Wer mit dem Zug anreist, landet im Bahnhof mitten auf der Insel. Wer mit dem Auto kommt, sollte den Inselparkplatz benutzen, der gleich hinter dem Inseldamm liegt, weil die Parkplatzsituation sonst eher schwierig ist. Die Insel-Altstadt ist sehr hübsch. Die durch den Handel reich gewordene Stadt leistete sich beispielsweise ein stolzes Rathaus, das während der Gotik erbaut, in der Renaissance umgestaltet und im 19. Jahrhundert historisierend bemalt wurde. Der Handel spielt noch heute eine wichtige Rolle in der Stadt: Die zahlreichen Tagestouristen (auffallend viele Schweizer) können auf der Lindauer Insel ausgiebig zwischen …

Altemöller'sche Buchhandlung in Lindau - Außenansicht

Paradies für Bücherfreunde: die Altemöller’sche Buchhandlung in Lindau

Buchhandlungen üben eine geradezu magische Anziehungskraft auf mich aus. In jeder Stadt, die ich geschäftlich oder privat besuche, gehören Bücherregale zu meinen Lieblingssehenswürdigkeiten. Glücklicherweise gibt es viele schöne Buchhandlungen. Einer meiner Lieblinge: die Altemöller’sche Buchhandlung in Lindau Die Altemöller’sche Buch- und Kunsthandlung in der Cramergasse 10 auf der Lindauer Insel ist von allen, die ich kenne (und das sind viele, wirklich viele!), eine der individuellsten, liebevollsten und gemütlichsten. Sie ist von außen unscheinbar, innen schmal, lang und vollgestopft und zieht sich über drei Etagen. Die Einrichtung schwankt zwischen Biedermeier und Moderne, Chaos und Inspiration. Im ersten Stock gibt es Kaffee und manchmal auch Kuchen – beides sogar kostenlos für die Kunden. Sofas laden zum Verweilen und Schmökern ein, die Atmosphäre erinnert an das kuschelige Wohnzimmer einer älteren Lieblingstante. Das ist doch ein tolles Argument für eine weitere Tasse Kaffee, oder? Am meisten schätze ich aber das liebevoll zusammengestellte Sortiment, das sich wohltuend vom Bestseller-Einerlei der großen Buchhandelsketten abhebt (obwohl es hier natürlich auch die Bestseller zu kaufen gibt) und die wunderbaren Handzettel mit den individuellen …

Marktoberdorf: Zu Besuch bei Fürstbischof Clemens Wenzeslaus

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, an einer Führung rund ums Marktoberdorfer Schloss teilzunehmen. Marktoberdorf ist ja ein eher kleines Städtchen, da wundert man sich schon, dass es dort überhaupt ein Schloss gibt. Heute beherbergt es die Bayerische Musikakademie, früher aber war es ein Jagdschloss, das im Sommer gerne von den Fürstbischöfen genutzt wurde, die in Augsburg residierten. Am wichtigsten für Marktoberdorf war Fürstbischof Clemens Wenzeslaus (1739-1812), der oft drei oder vier Monate des Jahres in Oberdorf (damals war es noch keine Marktgemeinde) verbrachte und sich dort kulturell, wirtschaftlich und sozial sehr engagierte. Er ist auch in Marktoberdorf neben „seinem“ Schloss begraben, nämlich in dem achteckigen kleinen Anbau (mit dem goldenen Kreuz darauf) an der St. Martins-Kirche, die ihr hier seht: St. Martin ist eine typische Rokokokirche mit reicher Ausstattung in pastelligen Farben und viel Gold. Das Foto ist nicht perfekt (die Führung fand abends statt), aber Sylvia Sterzenbach, die Vorsitzende des Marktoberdorfer Tourismusvereins, erklärt uns hier sachkundig und engagiert die Details. Sehr schön sind auch die Orgel … … und die Deckengemälde. Das hier zeigt …

Kaufbeuren: Ein Frühlingsbesuch im Klosterberggarten

Letztes Jahr im September habe ich schon einmal über das Crescentia-Kloster und den klosterberggarten geschrieben. Damals konnte ich vom Garten nicht mehr sehr viel sehen, weil die Führung abends stattfand, es dunkel wurde und dann noch zu regnen begann. Damals habe ich mir vorgenommen, im Frühling nochmals zu kommen, weil die Führerin Charlotte Brendel uns erzählt hatte, wie wunderschön der Klosterberggarten dann ist. Ich kann bestätigen: Er ist wirklich wunderschön! Dass es schon wieder geregnet hat, macht da gar nichts: Schwester Wasser und Bruder Wind – der Garten widmet sich thematisch dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus – wirken eben überall. Der Garten blüht und gedeiht … … die Blumen blühen prächtig … … an schönen Tagen könnte man hier mit einem Buch gemütlich verweilen … … und der Heilige Franziskus wacht bei jedem Wetter über diesem kleinen Paradies: