Monate: Januar 2013

Ein Cineasten-Schiff tief im Allgäu: die Filmburg Marktoberdorf

Ich bin ein großer Fan von kleinen Programmkinos, und die Filmburg in Marktoberdorf ist eines, das ich besonders gerne mag. Mich erinnert zwar das Gebäude zumindest von außen mehr an ein Schiff als an eine Burg, aber der Name hat Tradition, denn das Marktoberdorfer Kino wurde bereits 1956 als Filmburg eröffnet. Damals galt das Gebäude mit dem Charme der Wirtschaftswunderjahre als vielbestaunte architektonische Glanzleistung, die jahrzehntelang die Gäste anlockte. Als aber in den Neunzigerjahren in Kaufbeuren und dann auch in Kempten die modernen Multiplex-Kinos errichtet wurden, konnte das kleine alte Kino mit nur einem Saal und der konventionellen Vorführtechnik nicht mehr mithalten. Es musste kurz vor der Jahrtausendwende geschlossen werden. Zum Glück wurde die Filmburg Marktoberdorf gerettet Zum Glück nahmen sich einige Kulturenthusiasten – unter ihnen Monika Schubert, die Herz und Motor vieler kultureller Aktivitäten im ansonsten leicht verschlafenen Marktoberdorf ist – des Traditionshauses an, renovierten es und eröffneten es 2001 wieder als „Filmburg – das Theaterkino„. Seitdem hat das kleine Programmkino einen festen Platz im kulturellen Leben der Region und praktisch jedes Jahr einen …

Marktoberdorf: Unterwegs mit dem Klobunzele

Unseren traditionellen Neujahrsspaziergang haben wir diesmal am Kuhstallweiher bei Marktoberdorf gestartet – naja, jedenfalls von dem Ort aus, an dem im Sommer der Kuhstallweiher ist. Wasserloser Weiher im Winter Dort beginnen nämlich zwei Lehrpfade mit dem Namen Terra Nostra I und Terra Nostra II, die vom Förderverein Römerbad Marktoberdorf angelegt wurden, um interessierten Spaziergängern Landschaft und Geschichte rund um den Weiler Kohlhunden näherzubringen. Der etwa 4 km lange Rundweg Terra Nostra I ist deckungsgleich mit dem Klobunzele-Weg, der extra für Kinder ausgeschildert ist. Gleich neben dem Startpunkt findet sich eine Skulptur des Klobunzele nebst einer Schautafel, die erklärt, worum es sich bei dem Wesen mit dem merkwürdigen Namen handelt: Es ist nämlich eine Art Kobold. Wenn man seinen Namen am Kuhstallweiher dreimal ruft, erscheint er und tanzt für den Rufer. Die Kinder haben das auch gleich ausprobiert, aber das Klobunzele war an Neujahr vielleicht noch nicht wieder ganz fit, es ist jedenfalls nicht aufgetaucht. Dafür hat es uns über die einzelnen Stationen des Weges auf den Schautafeln begleitet. Los ging es in Richtung Kohlhunden: durch …