Jahr: 2013

in der Teufelsküche bei Obergünzburg

Nicht nur für Kinder toll: das Geotop Teufelsküche bei Obergünzburg

Als hätte der Teufel persönlich etwas Gruseliges in einem riesigen Kessel angerührt, und dann sei das ganze Gebräu explodiert:  Mit ein bisschen Fantasie kann man sich das gut vorstellen, wenn man die Teufelsküche durchstreift. In Wirklichkeit sind die Ursachen für die Entstehung dieses Geotops natürlich weniger dramatisch. Die Auszeichnung als eines der 100 schönsten Geotope in Bayern hat es jedenfalls verdient. So findet ihr das Geotop Teufelsküche bei Obergünzburg Es liegt zwischen Obergünzburg und Ronsberg an der Staatsstraße 2012, und zwar ziemlich genau gegenüber der ehemaligen Schlossmühle Liebenthann, über die ich hier auch schon geschrieben habe. Der Parkplatz ist deswegen mit einem großen Mühlrad gekennzeichnet. Vom Parkplatz geht es ein Stück hinauf … … und dieser Stein zeigt, wo es hingeht … … nämlich in den Wald hinein: In der Teufelsküche ist es nicht gruselig, sondern wunderschön Dort finden sich, und an einem sonnigen Novembertag ist das besonders schön zu erkennen, nach und nach bizarre Felsformationen. Sie bestehen aus Nagelfluh, einem aus verschiedenen Gesteinen „zusammengebackenen“ Konglomerat, das für unsere Region typisch ist. Früher wurde es …

Nett für Schwimmer und kleinere Kinder: das Jordan-Hallenbad in Kaufbeuren

Wohin an einem verregneten Samstagvormittag? Die Kinder wollten einmal ein anderes Hallenbad ausprobieren als das von uns so oft frequentierte ABC-Bad in Nesselwang. Also fuhren wir nach Kaufbeuren, wo neben dem sehr schönen Freibad (über das habe ich auch schon geschrieben) auch ein Hallenbad ist: Das Jordan-Hallenbad ist nicht groß, hat aber mehrere Becken: ein Nichtschwimmerbecken mit Gummi“tier“ zum Spielen … ein 25-Meter-Schwimmerbecken nebst Sprungturm, ein Außenbecken, ein Kinderbecken, und ein wärmeres Kleinkinderbecken, das ich aber nicht fotografiert habe. Daneben ist noch eine Wellenrutsche in einem Anbau. Es war wenig los, und wir konnten prima schwimmen. Danach kletterten die Kinder auf dem Gummitier herum, wir planschten etwas im Außenbecken und benutzten ein paar Mal die Wellenrutsche. Dann war uns kalt. Das Problem: Die Luft im Schwimmbad ist nicht sehr warm, und es gibt auch kein wirklich warmes Becken. Noch dazu bekommen wir nach dem Schwimmen immer Hunger. Es gibt im Jordanbad auch einen Kiosk, der auf einem Schild „Pizza und Süßigkeiten“ anpreist. Der hatte aber zu. Er macht samstags erst um 13 Uhr auf. Also …

Baumwipfelpfad am Walderlebniszentrum Ziegelwies bei Füssen

Über den Wipfeln ist´s schön: das Walderlebniszentrum Ziegelwies bei Füssen

Zwischen Füssen und der österreichischen Nachbargemeinde Pinswang liegt ein schönes Ausflugsziel für Familien: das Walderlebniszentrum Ziegelwies, das den Auwald am Lech zu einem Naturspielplatz mit Unterhaltungs- und Lernwert macht. Hinein ins Walderlebniszentrum Ziegelwies Es gibt hier drei verschiedene Erlebnispfade. Wir haben uns für den Auwaldpfad entschieden, der hinunter zum Lech führt. Hier geht es hinunter in die Lechauen: Der Rundweg ist mit diesen Wassertropfen-Schildern markiert und ganz gut befestigt: Es gibt nette Balanciergelegenheiten … … und lehrreiche Stationen. An diesem Pfahl kann man beispielsweise sehen, wie hoch das Wasser schon gestiegen ist – 2005 stand es bis zur höchsten Markierung! Immer einen Blick wert: der Lech Zwischendrin gibt es schöne Ausblicke, etwa auf den Lech … … und auf den Lechfall: Dann gibt es Spiel- und Abenteuerstationen, wie hier das kleine Floß, mit dem man sich übers Wasser hinüberziehen kann: Oder dieses kleine Stauwehr, das zum Aufstauen und Ablassen einlädt: Auch dieses Schild ist für Kinder vielversprechend, … … der Weg hier entlang wird aber nicht alle Mütter begeistern: Wir haben für den kleinen Rundweg …

Kinder im Kletternetz am Wasser-Erlebnisweg am Durachtobel bei Kempten

Wasser, Wald, Spielen: Familienspaziergang am Durachtobel

Nein, eine Wanderung ist das wirklich nicht, wenn man von Durach aus in den Bachtelweg spaziert und von dort aus den Wasser-Erlebnisweg entlang am Flüsschen Durach bis zur Waldschenke geht. Aber ein sehr hübscher Familienspaziergang, und zwar einer, bei dem Kinder und Eltern viel Spaß haben. Es fängt schon nett an … … aber die Hinweisschilder täuschen, denn wenn man die Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten am Weg nutzt, braucht man eine ganze Stunde bis zur Waldschenke (zurück waren wir dann deutlich schneller). Es gilt viel auszuprobieren entlang des Wegs am Durachtobel Zuerst kommt die schwingende Hängebrücke … … dann der große Wasserschöpfer, bei dem man das Wasser in einen kleinen Kanal schöpfen kann, über den es dann wieder in die Durach zurückläuft: Dann gibt es noch die schöne Holzbrücke … und eine kleine Rutsche nebst Hängematte (die ist hier nicht zu sehen): Für Entdecker: die Ruine der Neuenburg Links hinauf geht ein kleiner Abstecher zu einer Burgruine, an der kleine und große Entdecker natürlich nicht vorbeikommen: Ein schmaler Pfad führt hinauf … … wobei von der …

Tapasabend in der Christian-Henze-Kochschule in Kempten: Olé, o köstliche Vielfalt!

Christian Henze war ja als Sterne- und Starkoch eine Zeit lang ziemlich überpräsent in den Allgäuer Medien, und beim letzten Besuch in seinem Restaurant in Probstried vor einigen Jahren fand ich die Küche ziemlich seltsam – die „Praline vom Stubenküken“ waren in mehrfacher Hinsicht geschmacklos. Trotzdem war ich neugierig auf den Tapasabend im kleinen Restaurant der Henze´schen Kochschule in Kempten. Freunde hatten sehr davon geschwärmt, das wollten wir ausprobieren. Die Kochschule befindet sich im selben Gebäude wie das Smart-Motel, und zwar im zweiten Stock: Die Eingangstür sieht eher unscheinbar aus: Drinnen erwartete uns eine blitzsaubere Küche, in der zwei junge Köche bereits die ersten Tapas angerichtet hatten: Ins Restaurant, das über der Küche liegt, gelangt man über eine Treppe. Es ist klein und in moderner Schlichtheit eingerichtet: Im Sommer könnte man eine weitere Wendeltreppe hinaufsteigen und auf der Dachterrasse des Hauses speisen, aber dafür sind die Abende derzeit schon zu kühl. Das „Tapasmenü“ wechselt mit den Jahreszeiten. Als wir dort waren (Ende September), sah es so aus: Die ersten vier Gänge habe ich brav für …

Forggensee im Herbst

Forggensee im Herbst: Märchenschloss und blaue Fluten

Gestern war es endlich mal wieder sonnig, wenn auch nicht allzu warm bei uns tief im Allgäu. Da wir gerade einen italienischen Austauschschüler zu Besuch haben, haben wir den Tag der Deutschen Einheit für einen Ausflug genutzt und waren zuerst am Waldseilgarten Grüntensee (über den habe ich letztes Jahr bereits einen Beitrag gepostet) und anschließend am Forggensee – schließlich sollte niemand, der zum ersten Mal im Allgäu ist, von dort wieder heimfahren, ohne unsere berühmteste Sehenswürdigkeit wenigstens aus der Ferne gesehen zu haben. Der Forggensee im Herbst ist besonders romantisch Von hier aus, am Südwestufer des Forggensees, sieht Schloss Neuschwanstein tatsächlich besonders märchenhaft aus: Und wenn man an der richtigen Stelle steht, hat man sogar Blick auf beide Schlösser, die König Ludwig II. so geliebt hat: Rechts unten erkennt man das Schloss Hohenschwangau: Geht man am Westufer etwas weiter nach Norden, kommt man am Festspielhaus Füssen vorbei. Perfekt für eine Kaffeepause: das Feststpielhaus Füssen Das Festspielhaus wurde im Jahr 2000 eröffnet, und zwar mit einem sehr engen Bezug zu König Ludwig II: Es wurde eigens …

Schön sitzen und sehr gut speisen im Natur-Landhaus Krone in Maierhöfen

Mal wieder richtig fein tafeln? Da habe ich noch eine gute Empfehlung für euch: Im Westallgäuer Maierhöfen betreibt die Familie Übelhör das Landhaus Krone, das nicht nur schöne Gästezimmer und einen Wellnessbereich, sondern vor allem auch ein sehr gutes Allgäuer Restaurant beherbergt. Die Küche setzt auf regionale Produkte in gehobener Qualität, die Karte ist klein, aber fein, ohne preislich abzuheben. Hier zum Beispiel die Brotzeitkarte: Wir haben draußen, im großzügigen Gastgarten gegessen, haben uns aber vorgenommen, im Winter einmal in der gemütlichen Stube zu tafeln: Der Service war freundlich und schnell, das Essen ein Genuss. Selbst das Schnitzel (meine Tochter Nr. 2 isst im Restaurant praktisch nur Schnitzel) war hervorragend, aber auch aus einfachen Nudeln mit Pute und Gemüse wird hier etwas Besonderes: Mein Fazit: Wer Urlaub im Westallgäu machen möchte, sollte sich die Website des Hauses näher ansehen. Für Allgäuer lohnt sich auf jeden Fall bei einem Ausflug in die Gegend ein Besuch im Restaurant des Natur-Landhauses Krone, die Küche ist sehr gut und für die gebotene Qualität nicht teuer.

Quirliges Günztal-Marktfest in Obergünzburg

Alle zwei Jahre veranstaltet die Initiative Gewerbetreibender in Obergünzburg (IGO) im September das Günztal-Marktfest, das sich inzwischen zu einer echten Attraktion für die ganze Region entwickelt hat. Letzten Sonntag war es wieder einmal so weit, und anders als vor zwei Jahren spielte das Wetter diesmal mit: Es blieb zwar bedeckt, aber mild und vor allem trocken. Da die Ortsdurchfahrt für das Marktfest gesperrt wird, ist reichlich Platz für die Stände der Gewerbetreibenden, der Händler und Vereine, und man kann ungestört flanieren und schauen: Für die kleineren Kinder gab es wie immer ein Karussell, für das Kind im Manne boten die Oldtimerfreunde aus Hopferbach einige antike Stücke auf, und die Drehorgel-Lilli spielte wieder für Alt und Jung: Das Obergünzburger Museumsareal verwandelte sich in eine Schaustelle mit künstlerischem Anspruch … … und kulinarisch Köstlichem: Natürlich gab es auch sonst allerlei zum Essen: Döner, Wurst- und Steaksemmeln, Pommes, Kaffee und Kuchen … hier sind traditionell die Vereine stark engagiert. Mit unserer Kaffeepause unterstützten wir den Kindergarten. Auch sonst präsentierten sich verschiedene Vereine wie z. B. die Feuerwehr, sowie …

Von Weitnau bis Wilhams Spaß auf dem Carl-Hirnbein-Weg

Nun sind auch tief im Allgäu die Schulferien vorbei und das Wetter ist ziemlich herbstlich. Eine sommerliche Wanderung, die wir in den Ferien unternommen haben, möchte ich euch aber noch vorstellen: Wir sind den Carl-Hirnbeinweg von Weitnau nach Wilhams gegangen und hatten dabei sehr viel Spaß. Wieso eigentlich Carl Hirnbein? Carl Hirnbein war ein Agrarreformer aus dem 19. Jahrhundert, der für das Allgäu deswegen so wichtig wurde, weil er hier eine neue Form der Käseherstellung etablierte, die dazu führte, dass die Milchwirtschaft zur dominierenden Form der Landwirtschaft in der ganzen Region wurde. Wenn ihr mehr über Carl Hirnbein wissen wollt, könnt ihr sein Leben bei Wikipedia nachlesen. Carl Hirnbein wurde in Unterwilhams geboren und starb in Weitnau, weswegen der nach ihm benannte Erlebniswanderweg von Weitnau über Wilhams nach Missen führt. Beschreibung des Carl-Hirnbein-Wegs ab Weitnau Der Startpunkt ist in Weitnau, gleich neben dem Parkplatz vor dem Gasthof zum Goldenen Adler. Der Weg ist durchgehend gut ausgeschildert: Zunächst geht es durch den Braut- und Bahrweg, der, wie der Name bereits vermuten lässt, zur Kirche und zum …

Im Eistobel bei Grünenbach im Allgäu

Erfrischende Wanderung für heiße Tage: der Eistobel bei Grünenbach

Wohin an einem heißen Ferientag, wenn man wandern und nicht baden möchte? Bei der Beantwortung dieser Frage ist uns im Familienrat wieder einmal der Eistobel zwischen Maierhöfen und Grünenbach im Westallgäu eingefallen. Was gibt es im Eistobel? Er bietet alles, was Spaß macht – eine wildromantische Schlucht, angenehme Kühle, klares Wasser und viele Kiesbänke, die zum Baden und Bauen einladen. Der Weg hinunter in und durch den Tobel, den das Flüsschen Argen in die Landschaft gegraben hat, ist gut befestigt. Weil das Sichern des Weges, das von örtlichen Vereinen übernommen wird, viel Arbeit macht, kostet der Besuch des Eistobels auch Eintritt – der mit 1,50 Euro für Erwachsene und 0,50 Euro für Kinder aber moderat ist. Das ist der Eingang: Wie man auf dem Bild schon sieht, war es keine ganz originelle Idee, an einem Augustsonntag in den Eistobel zu fahren. Es waren wirklich sehr viele Leute da. Eine noch schlechtere Idee ist es aber, sich dort mit Kinderwagen, Sandalen oder sogar Flipflops hinunter zu wagen, wie es einige probiert haben (den Kinderwagen habe ich …

Immer wieder schön: das Ravensburger Spieleland

Schon seit einigen Jahren fahren wir am letzten Schultag mit unseren Kindern ins Ravensburger Spieleland (dazu habe ich letztes Jahr bereits einen längeren Beitrag gepostet). Unsere Älteste ist 15 und will inzwischen nicht mehr mit, aber die anderen beiden sind immer noch mit Begeisterung dabei. Auch ich bin jedes Jahr wieder gerne dort; der Freizeitpark ist schön angelegt und sehr gepflegt, es gibt nicht nur Fahrgeschäfte, sondern auch Mitmachsachen, vom Riesen-Memory bis zum riesigen Abenteuerspielplatz, und das für Kinder zwischen 2 und 12. Wir machen am Anfang traditionell eine Rundfahrt mit der Schwäbischen Eisenbahn … und arbeiten uns über diverse Rutschen bis zur Bootsfahrt mit Käpt´n Blaubär und Hein Blöd vor, bevor mein Sohn zum x-ten Mal in der Verkehrsschule seinen „Führerschein“ macht und ich währenddessen im Buchladen stöbere. Neu war dieses Jahr der Film im 4D-Kino: Wir sind mit einem durchgeknallten Rikschafahrer über die Chinesische Mauer gebrettert, dann in eine Schlucht gestürzt, in einer Höhle beinahe aufgespießt worden und am Ende im Weltraum gelandet. Oder so ähnlich. Mir war am Ende ziemlich schlecht, die …

Freibad Kaufbeuren im Jordan-Badepark

Schön für Familien: das Freibad Kaufbeuren im Jordan-Badepark

Das Freibad Kaufbeuren im Jordan-Badepark gehört inzwischen zu unseren Lieblings-Freibädern im Allgäu. Es liegt mitten in der Stadt, hat aber großzügige Liegeflächen und diverse Becken für praktisch jeden Schwimmbad-Bedarf. Eingang und Umkleiden sind zwar ziemlich 70er-Jahre-mäßig. Im Bad selbst gibt es aber einen netten Kleinkinderbereich, als Highlight für größere Kids ein eigenes Sprungbecken, sowie ein Nichtschwimmerbecken, ein warmes Wellnessbecken und eine Rutsche, die ans Hallenbad angebaut ist (das Hallenbad ist im Sommer geschlossen, die Rutsche kann aber mitbenutzt werden). Das für mich wichtigste Becken ist aber das 50-Meter-Schwimmbecken, das wirklich viel Schwimmvergnügen bietet: Es gibt auch einen kleinen Kiosk nebst Terrasse (von dort habe ich das Titelfoto gemacht), an dem man sich mit Pommes, Pizza und Eis versorgen kann. Die Eintrittspreise für das Freibad Kaufbeuren sind moderat: Die Familien-Tageskarte (2 Erwachsene, bis zu 4 Kinder) kostet 9 Euro, ansonsten ein Erwachsener 3,80 Euro und ein Kind (6 bis 18 Jahre) 2,30 Euro. (Stand: Juli 2018) Ein weiteres schönes Familien-Freibad im Allgäu ist übrigens das Starzlachauenbad in Wertach.