Jahr: 2013

Kloster Irsee in der Wintersonne

Weihnachtsmarkt in Irsee: klein, gemütlich und wenig kommerziell

Irsee ist überregional wegen des gleichnamigen Klosters bekannt, das heute allerdings keine Mönche mehr beherbergt, sondern das Schwäbische Tagungs- und Bildungszentrum. Es ist auch wirklich eine sehr schöne Barockanlage, wie dieses Modell zeigt: Und in ihrer wahren Größe ist sie noch viel schöner, das habt ihr im Titelfoto ja gesehen. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt Irsee Wir waren aber nicht wegen Bildung oder Kirche da, sondern wegen des kleinen Weihnachtsmarktes vor dem Rathaus: Der Weihnachtsmarkt in Irsee findet wie in vielen Marktflecken im Allgäu nur an einem Wochenende statt und ist eine überschaubare Veranstaltung mit ein paar „richtigen“ Händlern und einigen Ständen der örtlichen Vereine, die sich über den Verkauf von Selbstgebasteltem, Glühwein, Würsteln und Waffeln ein Polster für die Vereinskasse schaffen. In Irsee gab es heute hübsche Töpferwaren, Schmuck, Gestricktes, Hüte und Kerzen … … und natürlich auch etwas Life-Musik. Ich habe Christbaumkerzen aus Bienenwachs gekauft, eine Sternkerze als Geschenk für eine Freundin, die Kinder haben Waffeln gegessen und Kinderpunsch getrunken, und dann haben wir uns im Licht des aufgehenden Mondes sehr vergnügt auf …

Anlaufstelle für Bücherfreunde: die Buchhandlung Pröpster in Kempten

Ich mag Buchhandlungen. Ich liebe es, zu stöbern und zu schmökern und suche auch gerne nach neuem, attraktiven Lesestoff für meine Kinder. Da bin ich in der Buchhandlung Pröpster in Kempten genau richtig: Ihre Sortimentsschwerpunkte sind Kinder- und Jugendliteratur sowie religiöse (christliche) Bücher. Letzteres liegt buchstäblich nahe, denn die Buchhandlung Pröpster liegt am Residenzplatz, schräg gegenüber der Basilika St. Lorenz in Kempten. Natürlich gibt es auch die gängigen Bestseller und zudem eine kleine Reisebuchabteilung. Die Innenausstattung ist eher puristisch. Hier geht es ganz klar nur um Bücher, Bücher, Bücher … … Kinderbücher … … religiöse Bücher, okay, und um ein paar Devotionalien … … und es geht um Beratung und Service für Bücherfreunde. Die Inhaber Monika und Herbert Schrankenmüller haben sich spezialisiert: Sie kümmert sich vorwiegend um die religiöse Literatur, er um die Kinder- und Bilderbücher. Die liest er mit Begeisterung selbst und kann deswegen für jede Altersgruppe gezielte Empfehlungen geben. Ihm verdanken wir auch den Tipp mit den Geschichten um Erwin, das Erdmännchen, die mein Sohn mit Begeisterung liest. Manchmal rufe ich auch an …

Leckerer Sonntagsbrunch im Café Greinwald in Marktoberdorf

Letzten Sonntag war das Wetter tief im Allgäu wirklich scheußlich: +1°C, Wolken bis zum Boden und leichter Nieselregen. Gut, dass wir da noch einen Gutschein für ein Brunch hatten … Das Café Greinwald ist in Marktoberdorf eine Institution und eine interessante Mischung aus Café, Konditorei und Hotel. Über die Grenzen der Marktoberdorfs hinaus ist es wegen seines sonntäglichen Brunchs bekannt. Diesen gibt es in zwei Varianten, wobei wir nur die „kleine“ für 14,90 Euro ausprobiert haben. Wir hatten montags bereits reserviert, weil wir am Wochenende zuvor bei dem Versuch, freitags zu reservieren mitgeteilt bekommen hatten, es sei alles schon voll und man könne uns höchstens noch auf die Warteliste setzen. So hatten wir einen netten Platz in Raum Nr. 2, in dem sich auch das eigentliche Buffet befindet. Das Brunch beginnt um 10.00 Uhr. Als wir um 10.15 Uhr ankamen, waren alle drei Räume des Cafés bereits voll und selbst vor der Konditoreitheke saß schon eine Gruppe Hungriger. Die Schlange am Buffet war entsprechend lang. Das erste Getränk wird aber vom freundlichen Personal serviert, so …

Katholisches Allgäu: Wegkreuze laden zum Verweilen ein

Das Allgäu ist traditionell stark vom Katholizismus geprägt, wobei sich gewisse vorchristliche Anschauungen und Gebräuche hartnäckig gehalten haben. Jedenfalls ist das Bedürfnis, Gott zu loben und zu danken oder auch um weiteren Segen zu bitten, in dieser wunderschönen Landschaft sehr ausgeprägt. Das zeigt sich auch an den vielen Wegkreuzen und Andachtsorten, die zum Verweilen einladen und oft sehr liebevoll gepflegt werden. Ich gehe gerne gleich hinter unserem Haus, im Eschenloh, spazieren, wo ich beispielsweise auf diese Wegkreuze treffe: Diese Anordnung – ein Kreuz zwischen zwei Bäumen – findet sich häufig, etwa hier zwischen Kohlhunden und dem Ettwieser Weiher: Hier bei Altusried-Hörgers ist es nur ein (besonders schöner) Baum, daneben ein Strommasten: Am Günzacher Höhenweg findet sich ein Stein mit figürlicher Darstellung: Hier am Bachtelweiher bei Kempten wurde ein Naturstein zum Ort der Marienverehrung gestaltet: Wo auch immer ich tief im Allgäu spazierengehe, immer findet sich ein solches Glaubenszeugnis, das als Wegmarke dient und zum Innehalten einlädt. Das finde ich schön.

in der Teufelsküche bei Obergünzburg

Nicht nur für Kinder toll: das Geotop Teufelsküche bei Obergünzburg

Als hätte der Teufel persönlich etwas Gruseliges in einem riesigen Kessel angerührt, und dann sei das ganze Gebräu explodiert:  Mit ein bisschen Fantasie kann man sich das gut vorstellen, wenn man die Teufelsküche durchstreift. In Wirklichkeit sind die Ursachen für die Entstehung dieses Geotops natürlich weniger dramatisch. Die Auszeichnung als eines der 100 schönsten Geotope in Bayern hat es jedenfalls verdient. So findet ihr das Geotop Teufelsküche bei Obergünzburg Es liegt zwischen Obergünzburg und Ronsberg an der Staatsstraße 2012, und zwar ziemlich genau gegenüber der ehemaligen Schlossmühle Liebenthann, über die ich hier auch schon geschrieben habe. Der Parkplatz ist deswegen mit einem großen Mühlrad gekennzeichnet. Vom Parkplatz geht es ein Stück hinauf … … und dieser Stein zeigt, wo es hingeht … … nämlich in den Wald hinein: In der Teufelsküche ist es nicht gruselig, sondern wunderschön Dort finden sich, und an einem sonnigen Novembertag ist das besonders schön zu erkennen, nach und nach bizarre Felsformationen. Sie bestehen aus Nagelfluh, einem aus verschiedenen Gesteinen „zusammengebackenen“ Konglomerat, das für unsere Region typisch ist. Früher wurde es …

Nett für Schwimmer und kleinere Kinder: das Jordan-Hallenbad in Kaufbeuren

Wohin an einem verregneten Samstagvormittag? Die Kinder wollten einmal ein anderes Hallenbad ausprobieren als das von uns so oft frequentierte ABC-Bad in Nesselwang. Also fuhren wir nach Kaufbeuren, wo neben dem sehr schönen Freibad (über das habe ich auch schon geschrieben) auch ein Hallenbad ist: Das Jordan-Hallenbad ist nicht groß, hat aber mehrere Becken: ein Nichtschwimmerbecken mit Gummi“tier“ zum Spielen … ein 25-Meter-Schwimmerbecken nebst Sprungturm, ein Außenbecken, ein Kinderbecken, und ein wärmeres Kleinkinderbecken, das ich aber nicht fotografiert habe. Daneben ist noch eine Wellenrutsche in einem Anbau. Es war wenig los, und wir konnten prima schwimmen. Danach kletterten die Kinder auf dem Gummitier herum, wir planschten etwas im Außenbecken und benutzten ein paar Mal die Wellenrutsche. Dann war uns kalt. Das Problem: Die Luft im Schwimmbad ist nicht sehr warm, und es gibt auch kein wirklich warmes Becken. Noch dazu bekommen wir nach dem Schwimmen immer Hunger. Es gibt im Jordanbad auch einen Kiosk, der auf einem Schild „Pizza und Süßigkeiten“ anpreist. Der hatte aber zu. Er macht samstags erst um 13 Uhr auf. Also …

Über den Wipfeln ist´s schön: das Walderlebniszentrum Ziegelwies bei Füssen

Zwischen Füssen und der österreichischen Nachbargemeinde Pinswang liegt ein schönes Ausflugsziel für Familien: das Walderlebniszentrum Ziegelwies, das den Auwald am Lech zu einem Naturspielplatz mit Unterhaltungs- und Lernwert macht. Hinein ins Walderlebniszentrum Ziegelwies Hier geht es hinunter in die Lechauen: Der Rundweg ist mit diesen Wassertropfen-Schildern markiert und ganz gut befestigt: Es gibt nette Balanciergelegenheiten … … und lehrreiche Stationen. An diesem Pfahl kann man beispielsweise sehen, wie hoch das Wasser schon gestiegen ist – 2005 stand es bis zur höchsten Markierung! Immer einen Blick wert: der Lech Zwischendrin gibt es schöne Ausblicke, etwa auf den Lech … … und auf den Lechfall: Dann gibt es Spiel- und Abenteuerstationen, wie hier das kleine Floß, mit dem man sich übers Wasser hinüberziehen kann: Oder dieses kleine Stauwehr, das zum Aufstauen und Ablassen einlädt: Auch dieses Schild ist für Kinder vielversprechend, … … der Weg hier entlang wird aber nicht alle Mütter begeistern: Wir haben für den kleinen Rundweg etwa eine Stunde gebraucht, inklusive längerem Aufenthalt am Floß und am Wehr. Auch empfehlenswert: der Baumkronenweg Vom Auwaldpfad …

Kinder im Kletternetz am Wasser-Erlebnisweg am Durachtobel bei Kempten

Wasser, Wald, Spielen: Familienspaziergang am Durachtobel

Nein, eine Wanderung ist das wirklich nicht, wenn man von Durach aus in den Bachtelweg spaziert und von dort aus den Wasser-Erlebnisweg entlang am Flüsschen Durach bis zur Waldschenke geht. Aber ein sehr hübscher Familienspaziergang, und zwar einer, bei dem Kinder und Eltern viel Spaß haben. Es fängt schon nett an … … aber die Hinweisschilder täuschen, denn wenn man die Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten am Weg nutzt, braucht man eine ganze Stunde bis zur Waldschenke (zurück waren wir dann deutlich schneller). Es gilt viel auszuprobieren entlang des Wegs am Durachtobel Zuerst kommt die schwingende Hängebrücke … … dann der große Wasserschöpfer, bei dem man das Wasser in einen kleinen Kanal schöpfen kann, über den es dann wieder in die Durach zurückläuft: Dann gibt es noch die schöne Holzbrücke … und eine kleine Rutsche nebst Hängematte (die ist hier nicht zu sehen): Für Entdecker: die Ruine der Neuenburg Links hinauf geht ein kleiner Abstecher zu einer Burgruine, an der kleine und große Entdecker natürlich nicht vorbeikommen: Ein schmaler Pfad führt hinauf … … wobei von der …

Tapasabend in der Christian-Henze-Kochschule in Kempten: Olé, o köstliche Vielfalt!

Christian Henze war ja als Sterne- und Starkoch eine Zeit lang ziemlich überpräsent in den Allgäuer Medien, und beim letzten Besuch in seinem Restaurant in Probstried vor einigen Jahren fand ich die Küche ziemlich seltsam – die „Praline vom Stubenküken“ waren in mehrfacher Hinsicht geschmacklos. Trotzdem war ich neugierig auf den Tapasabend im kleinen Restaurant der Henze´schen Kochschule in Kempten. Freunde hatten sehr davon geschwärmt, das wollten wir ausprobieren. Die Kochschule befindet sich im selben Gebäude wie das Smart-Motel, und zwar im zweiten Stock: Die Eingangstür sieht eher unscheinbar aus: Drinnen erwartete uns eine blitzsaubere Küche, in der zwei junge Köche bereits die ersten Tapas angerichtet hatten: Ins Restaurant, das über der Küche liegt, gelangt man über eine Treppe. Es ist klein und in moderner Schlichtheit eingerichtet: Im Sommer könnte man eine weitere Wendeltreppe hinaufsteigen und auf der Dachterrasse des Hauses speisen, aber dafür sind die Abende derzeit schon zu kühl. Das „Tapasmenü“ wechselt mit den Jahreszeiten. Als wir dort waren (Ende September), sah es so aus: Die ersten vier Gänge habe ich brav für …